Ladepunkte für Mietswohnungen? Rechtliche Grundlagen und zukünftiger Bedarf der Ladeinfrastruktur

Aktuell sind die Anteile von E-Autos an den Neuzulassungen relativ schwach. Das Ziel der Bundesregierung ist aber klar: 15 Millionen Elektroautos sollen bis 2030 auf den deutschen Straßen fahren. Allerdings müssen all diese Fahrzeuge auch geladen werden und dafür reicht nicht nur der Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur. Aktuellen Schätzungen zufolge finden 50 Prozent bis 80 Prozent der Ladevorgänge zuhause statt. Mehr als die Hälfte aller Wohnungen entfällt auf Mehrparteienhäuser. Großes Potenzial für den Ausbau von Ladepunkten bieten auch Nichtwohngebäude, wie beispielsweise Bürogebäude. Denn auch auf Arbeit finden viele Ladevorgänge statt.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern und Nichtwohngebäuden ist jedoch mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden. Der Ausbau benötigt Investoren. In der Regel sind aber potenzielle Investoren nicht diejenigen, die von dem Ausbau profitieren können. Daher bestehen nur wenige Anreize der Investition. Hinzu kommt, dass es bei einigen Bestandsgebäuden auch technische Einschränkungen gibt. Beispielsweise veraltete Hauselektrik oder begrenzte Netzanschlüsse. Die Folge ist eine komplexere Installation von Ladepunkten. Im Auftrag von Transport und Environment Deutschland wurde eine Studie durchgeführt, die analysiert wie hoch der Bedarf von Ladeinfrastruktur an Mehrparteiengebäuden und Nichtwohngebäuden im Jahr 2030 ist.

Die Studie wurde von dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI durchgeführt. Es wird davon ausgegangen, dass das Ziel von 15 Millionen BEV bis 2030 erreicht wird. Die Studie kommt zu den Ergebnissen, dass es ausreichen würde, wenn für 20 Prozent der E-Autos eines Mehrparteiengebäudes ein Ladepunkt eingeplant wird. Das setzt aber voraus, dass die Ladeinfrastruktur allen E-Autos zur Verfügung steht, die Ladepunkte nach Beendigung des Ladevorgangs wieder freigegeben werden und E-Autos über alle Gebäude gleichmäßig verteilt sind. Diese Annahmen sind jedoch recht unwahrscheinlich. Daher sollten die 20 Prozent vielmehr als Untergrenze angesehen werden. Es bedarf eigentlich mehr Ladeinfrastruktur.

Grafik: Fraunhofer ISE & ISI

Bei Nichtwohngebäuden sollten für zehn Prozent der E-Autos ein Ladepunkt vorgesehen werden. Auch in diesem Fall ist es an die Voraussetzungen geknüpft, dass die Fahrzeuge nach Beendigung des Ladevorgangs den Ladepunkt wieder freigeben und die E-Autos gleichmäßig auf alle Nichtwohngebäude verteilt sind. Hinzu kommt die Voraussetzung, dass genügend Lademöglichkeiten an anderen Orten zur Verfügung stehen und nur 30 Prozent aller Ladevorgänge bei der Arbeit stattfinden. Auch das ist sehr unrealistisch. Wie auch bei den Mehrparteienhäusern stellen die zehn Prozent eine Untergrenze dar. Der Bedarf an Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern kann zwar reduziert werden, aber dafür musss eine Verlagerung der Ladevorgänge hin zu den Nichtwohngebäuden stattfinden. Das würde aber gleichzeitig auch bedeuten, dass an Nichtwohngebäuden mehr Ladeinfrastruktur benötigt wird.

Grafik: Fraunhofer ISE & ISI

Rechtliche Grundlagen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern und Nichtwohngebäuden ist auch an einige Gesetze gebunden. Diese sollen sicherstellen, dass auch in diesem Bereich der Ausbau von Ladepunkten voran geht. Seit März 2021 gilt beispielsweise das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – kurz GEIG. Das GEIG regelt wie viele Stellplätze mit Leitungs- und Ladepunkten auszustatten sind. Das gilt für neue Gebäude und Bestandsgebäude die umfassend renoviert werden. Neue Wohngebäude, die mindestens fünf Stellplätze haben, müssen für jeden Stellplatz eine Leitungsinfrastruktur aufweisen. Unter Leitungsinfrastruktur wird „die Gesamtheit aller Leitungsführungen zur Aufnahme von elektro- und datentechnischen Leitungen in Gebäuden oder im räumlichen Zusammenhang von Gebäuden vom Stellplatz über den Zählpunkt eines Anschlussnutzers bis zu den Schutzelementen“ verstanden. Bei Bestandsgebäuden, die umfassen renoviert werden, müssen erst ab zehn Stellplätzen alle Stellplätze über eine Leitungsinfrastruktur verfügen. Für Nichtwohngebäude mit mehr als sechs Stellplätzen gilt, dass jeder dritte Stellplatz eine Leitungsinfrastruktur hat und ein Ladepunkt errichtet wird. Wenn Nichtwohngebäude renoviert werden, muss jeder fünfte Stellplatz eine Leitungsinfrastruktur haben und es muss ein Ladepunkt errichtet werden. Außerdem müssen alle bestehenden Nichtwohngebäude, die mehr als 20 Stellplätze haben, einen Ladepunkt pro Gebäude vorweisen. Stichtag dafür ist der 01. Januar 2025.

Ausschnitt GEIG

Weiter gilt das Wohnungseigentumsgesetz. Demnach haben prinzipiell alle Mieter und Eigentümer erstmal ein Recht auf eine heimische Lademöglichkeit. Sofern der Vermieter nicht selbst eine Lademöglichkeit errichtet, steht dem Mieter laut BGB ein Erlaubnis- und Duldungsanspruch gegen den Vermieter zu, um bauliche Veränderungen zum Laden von BEVs zu verlangen. Allerdings muss dies auf eigene Kosten geschehen und das ist wegen der hohen Kosten und den umfangreichen Bauarbeiten in der Praxis schwierig. Es gibt zwar Regelungen, die den Bau von Ladeinfrastruktur begünstigen oder sogar vorschreiben, aber diese sind in der Praxis schwierig umzusetzen und es gibt Ausnahmeregelungen, um die Vorschriften zu umgehen.


nextnews: neues Tesla-Modell, Fisker Ausverkauf, Alfa Romeo, TOGG, Neuzulassungen, Umfrage

Zulassungszahlen

 

Im März lag der Anteil an E-Autos an den Neuzulassungen bei zwölf Prozent. So haben die einzelnen Modelle abgeschnitten: Auf Platz ein ist wieder das Tesla Model Y. Damit war in Deutschland jedes zehnte neuzugelassene E-Auto ein Model Y. Aber auch im März waren die Modelle der deutschen Konzerne sehr beliebt. Auf Platz zwei bis zehn gehen liegen BMW, Mercedes und VW-MEB-Modelle. Fahrzeuge der MEB-Plattform liegen auf Platz zwei, drei, fünf, sechs und sieben. Bei Mercedes sind der EQA und EQE in den Top zehn. Bei BMW ist es der iX1 und i4.

Unter den koreanischen Modellen schafft es nur der Hyundai KONA in die Top 20 der Neuzulassungen. Chinesische Autos haben es zwar in die Top 20 geschafft, allerdings nicht von chinesischen Marken. Der Dacia Spring landet durch den Abverkauf auf Platz 14, der Smart #1 auf Platz 15, der Volvo EX30 auf der 16 und das Tesla Model 3 auf dem 19. Platz. Auch der Smart Fortwo schafft es in die Top 20. Hierbei handelt es sich um eine der letzten Zulassungen. Die Produktion in Frankreich wurde zu Ostern eingestellt. Die letzten Neuzulassungen wird es wohl im Juni oder Juli geben. Auch ehemalige Topseller wie der Fiat 500 und Opel Corsa schaffen es noch in die Top 20.

Auch bei den sonstigen Fahrzeugen ohne Modellnennung war im März die Marke Ford auffällig. Hier waren es 211 Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Weiter auffällig war im März der MG4. Im März gab es 256 Neuzulassungen. Im Vormonat waren es noch über 1.500. Solche Schwankungen zeigen, dass wieder taktische Tageszulassungen eingesetzt werden, die seit dem Wegfall des Umweltbonus wieder möglich sind.

Im Folgenden wird das erste Quartal auf Markenebene betrachtet. Dank Rabatten auf den bZ4X ist Toyota noch ganz gut dabei. In der ersten drei Monaten kam man auf 682 Fahrzeuge. Bei Polestar sind es nur 631 Autos. Bei allen Fahrzeugen handelt es sich um den Polestar 2 und das obwohl auch schon der Verkaufsstart für weitere Modelle erfolgte. Für alle anderen Marken dahinter wird es dünn. BYD kommt auf 393 E-Autos im ersten Quartal. Knapp dahinter liegt Great Wall Motors mit 360 Fahrzeugen des Ora 03. Auch Nissan liegt mit 352 Stromern auf diesem Niveau. In diesem Fall wurden sogar mehr Leaf als Ariya zugelassen. Auch Nio kommt auf nicht viele Zulassungen. Bisher sind es nur 102 Zulassungen. Bei Lucid sind es sogar nur elf Zulassungen im ersten Quartal. Lotus kommt auf 44 zugelassene E-Autos. Das entspricht zweidrittel alles diesjährigen Zulassungen in Deutschland. Bei Rolls Royce sind es 30 Stromer, das entspricht einem Drittel der Elektro-Quote. Mazda kommt auf 33 E-Autos im ersten Quartal. Finvast hat bisher 20 Zulassungen un Fisker 80. Jaguar verzeichnete dieses Jahr bisher 42 I-Pace.

Neues Tesla-Modell bestellbar

Konfigurator Model Y - neue Variante "Maximale Reichweite Hinterradantrieb"; Leasingrate ist grün markiert

Tesla hat im deutschen Konfigurator ein neues Modell zum Verkauf hinzugefügt. Es handelt sich um ein Model Y mit großer Batterie und Heckantrieb. Die WLTP-Reichweite ist mit 600 Kilometern angegeben und hat damit über zehn Prozent mehr Reichweite als die Allradversion. Das bedeutet im Alltag umgekehrt auch zehn Prozent weniger Stromkosten. Die neue Variante startet bei 48.990 Euro und liegt somit 4.000 Euro über der Basisversion und 6.000 Euro unter dem Allradmodell. Die Lieferzeit wird mit zwei bis vier Wochen angegeben, das bedeutet, dass die Produktion bereits läuft.

Konfigurator Model Y - "Hinterradantrieb"

Entscheidend ist aber nicht nur der Listenpreis, sondern auch die Leasingraten. Für die neueste Variante des Model Y gibt es aktuell die schlechtesten Leasingkonditionen. Zielgruppe zum Start sind vermutlich eher Barkäufer. Folgende Leasingraten gelten für Null Euro Anzahlung, vier Jahre Laufzeit und jährlich 10.000 Kilometern. Bei der Basis gilt ein Zinssatz von 3,99 Prozent und somit sind es 620 Euro monatlich. Die neue Version hat einen Zinssatz von 7,19 Prozent und liegt in der monatlichen Leasingrate bei 772 Euro. Damit ist das neue Modell im Leasing sogar teurer als die Allrad-Versionen. Beim Allrad-Modell mit maximaler Reichweite sind es monatlich 684 Euro. Das Performance-Modell liegt bei 744 Euro. Das verdeutlicht noch einmal, dass Tesla über den Zinssatz eine variable Preiskomponente gefunden hat, die man wöchentlich anpassen kann. Die Rabatte sind damit außerdem über längere Laufzeiten gestreckt, weshalb sie sich deutlich weniger auf die Restwerte auswirken.

Konfigurator Model Y - "Maximale Reichweite Allradantrieb"; Leasingrate ist grün markiert

Wie groß die Rabatte sein können, zeigt nochmals ein anderes Beispiel. Konfiguriert man die neue Version „Maximale Reichweite Hinterradantrieb“ durch drei Extras auf ein preisgleiches Allrad-Basismodell, mit drei-Wege-Finanzierung, ohne Anzahlung mit einer Laufzeit von vier Jahren á 20.000 Kilometer, liegt die Monatsrate bei 1.037 Euro. Nimmt man dieselben Konditionen für das Allrad-Basismodell, also mit dem gleichen Listenpreis, liegt die Monatsrate 200 Euro darunter. Das heißt die Differenz der Monatsraten liegt hochgerechnet auf vier Jahre bei 9.600 Euro. Und das obwohl laut Listenpreis das Allradmodell 6.000 Euro teurer ist.

Alfa Romeos erstes E-Auto

Foto: Stellantis

Alfa Romeo hat am Mittwoch sein erstes vollelektrisches Modell präsentiert. Zumindest gibt es das Modell wahlweise mit einem 100 Prozent elektrischem Antrieb. Es handelt sich um ein SUV namens Alfa Romeo Milano. Für die elektrischen Versionen gibt es zusätzlich die Modellbezeichnung „Elettrica“. Das Modell ist 4,17 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,5 Meter hoch. Das Fahrzeug kommt mit einer 54 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie. Damit soll eine Reichweite von 410 Kilometern möglich sein. Es gibt zwei Motorisierungen: wahlweise einen 115 kW oder 176 kW starken Motor. Die DC-Ladeleistung liegt bei 100 kW. Damit soll das Fahrzeug in weniger als einer halben stunde von zehn Prozent auf 80 Prozent geladen sein. Das Kofferraumvolumen liegt bei 400 Litern. Zusätzlich gibt es noch einen Frunk.

Foto: Stellantis

Für den Milano gibt es Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer, Fahrassistenzsysteme für autonomes Fahren nach Level 2, 360-Grad-Parksenssoren, eine Heckkamera und erstmalig in einem Alfa Romeo einen Sprachassistenten sowie ChatGPT Integration. Was im Serienumfang enthalten ist, wurde nicht genannt. Optional kommen die Vordersitze auch als Sportsitze. Zum Marktstart wird es auch eine Sonderedition geben mit der Ausstattungslinie „SPECIALE“. Serienmäßig gibt es für die Marke typisch einen „Scudetto“-Kühlergrill, mattschwarze Details, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Massagefunktion für den Fahrersitz, Ambientebeleuchtung in acht Farben, einen elf kW On Board Charger und eine Wärmepumpe. Preise für das Modell wurden bisher nicht bekannt gegeben.

TOGG kommt nach Deutschland

Foto: TOGG

Bei dem ersten Elektroauto des türkischen Herstellers TOGG – dem SUV T10X – dreht es sich vor allem um die digitalen Fähigkeiten des Fahrzeugs. Damit will man die Kunden überzeugen, so auch in Deutschland. Das Handelsblatt berichtet unter Verweis auf TOGG-Chef Gürcan Karakas, dass man bereits ab Herbst in Deutschland die Autos verkaufen möchte. Erste Testwagen auf deutschen Straßen wurden auch bereits gesichtet. Einzelheiten zum Vertriebsmodell oder Preise für Deutschland sind noch nicht bekannt.

Ausverkauf bei Fisker

Screenshot E-Mail Fisker

In den letzten Wochen gab es immer wieder schlechte Schlagzeilen zum Autohersteller Fisker. Jetzt haben sich die Aussichten auf den Fortbestand des Unternehmens verschlechtert. Die Gespräche mit einem großen Hersteller über eine Beteiligung oder Kooperation wurden Ende März als gescheitert gemeldet. Ende der letzten Woche gab es dann eine E-Mail seitens Fisker. Auch deutschen Kunden gewährt man massive Rabatte für den aktuellen Bestand an Neuwagen. Die E-Mail wirkt, als hätte bereits ein Insolvenzberater seine Finger im Spiel und wolle die letzten Fahrzeuge als Sammelstücke verkaufen.

Screenshot E-Mail Fisker

Die verschiedenen Varianten wurden jetzt um 14.000 Euro beziehungsweise 20.000 Euro reduziert. Der Basispreis sinkt somit auf 29.900 Euro. Außerdem heißt es im Angebot: „Einige Ocean sind zudem mit kostenlosen Optionen im Wert von bis zu 9.075 € ausgestattet, z.B. Sonder-Lackierungen, 22 Zoll-Räder oder Sonder-Interieur. Diese sind bereits im reduzierten Preis enthalten“. Für diejenigen Interessenten, die bisher noch nichts von der wirtschaftlichen Lage Fiskers wissen, legt das Unternehmen offensichtlich die Karten auf den Tisch. Konkret heißt es von Fisker: „Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Herstellers … besteht das Risiko von eingeschränktem Support und eingeschränkten Services für die Fahrzeuge. Käufer müssen mit einem dauerhaften Verlust der Durchsetzbarkeit von Sachmängelhaftung- und Gewährleistungsansprüchen rechnen.  Mit dem Abschluss eines Fahrzeugkaufvertrages nach dem 5. April 2024 erklärt der Käufer eines Fisker Ocean, dass er entsprechend informiert wurde und angesichts des beschriebenen Risikos dennoch einen Fisker Ocean erwerben möchte“.


nextnews: 30% Rabatt bei Tesla, neue Preistrends, Dacia Spring, Dienstwagen-Steuer, Ford Explorer

Zulassungszahlen

Grafik: KBA

Für die E-Mobilität waren die Monate Januar und Februar Zulassungsschwach. Es stellt sich die Frage, ob die Rabatte nun ihre Wirkung zeigen. Insgesamt wurden 263.844 Pkw neu zugelassen. Bei Elektroautos sind die Zahlen weiterhin unter dem Vorjahres-Schnitt von 18 Prozent.

Im März kommen E-Autos auf einen Anteil von zwölf Prozent. Die absolute Zahl liegt bei rund 31.400 Fahrzeugen. Das ist zwar im Jahresverlauf ein leichter Aufwärtstrend, aber verglichen mit dem Vorjahresmonat ist es ein Minus von 29 Prozent. Benziner kommen auf einen Anteil von 38 Prozent. Hybride ohne Stecker liegen bei 25 Prozent, bei Plug-in-Hybriden sind es sechs Prozent. Dieselbetriebene Pkw kommen auf 18 Prozent. Tesla kommt auf 3.878 neuzugelassene Pkw. Das ist ein relativ niedriger Betrag für ein Quartalsende. Das baut Grünheide normalerweise in drei Tagen. Möglicherweise hatte aber auch die Produktionsunterbrechung einen Einfluss darauf.

Rabattschlacht schon vorbei?

Nach dem Wegfall des Umweltbonus und der schlechten Kauflaune hatten fast alle Hersteller Anreize im Verkauf gegeben, um das Geschäft wiederzubeleben. Es kam zu Rabatten, Prämien und Aktionen. Die meisten waren allerdings bis Ende März befristet. Daher ist jetzt die Frage, ob und wie es jetzt weitergeht. Einige haben einfach das Auslaufdatum nach hinten verschoben. Bei manchen hat sich auch noch nichts geändert. Hyundais Frühlingswochen mit bis zu 7.000 Euro Rabatt wurden auf den 30. Juni verlängert. Dieselbe Frist gilt auch bei Polestar und Kia.

Bei Tesla liegt die Frist für die Zinsaktionen des Model Y bei dem 09. April. Bei GWM, BYD und MG wird weiterhin auf den 31. März verwiesen. Bei MG wir innerhalb Sozialer Medien aber bereits eine Verlängerung bis zum 30. April beworben. Bei Volkswagen gibt es zwar weiterhin Rabatte, aber die Prämien im Konfigurator wurden deutlich reduziert. 3.570 Euro Volkswagen Umweltprämie werden aktuell für die Modelle ID.3 bis ID.7 angeboten. Auch hier heißt es, dass der Preis in der Rate gemacht wird. Vorstellbar ist, dass die Leasingraten trotz Kürzung des Rabatts weitgehend unverändert sind.

Neue Dienstwagenbesteuerung

 

Die Bundesregierung hat im Zuge des neuen Wachstumschancengesetz eine signifikante Änderung bei der Besteuerung für Elektro-Dienstwagen beschlossen. Die bisherige Preisobergrenze für die Anwendung der vergünstigten 0,25-Prozent-Regelung wurde von 60.000 Euro auf 70.000 Euro angehoben. Ursprünglich sollte die Grenze auf 80.000 Euro angehoben werden. Doch nach mehreren Änderungen im Gesetzgebungsprozesses hat man sich nun auf 70.000 Euro geeinigt. Diese Anpassung gilt rückwirkend zum 01. Januar 2024 und betrifft auf Plug-in-Hybride mit einer Elektro-Reichweite von mindestens 80 Kilometern. Insbesondere deutsche Hersteller sollten davon profitieren, da sie überwiegend teure E-Autos und Plug-in-Hybride im Angebot haben.

auto-motor-und-sport.de

Nach dem Auslaufen des Umweltbonus ist die Dienstwagenbesteuerung die wichtigste Förderung für E-Autos in Deutschland. Die Regelung ermöglicht es Angestellten, die einen Elektro-Dienstwagen nutzen, von einer reduzierten Besteuerung des Geldwertes zu profitieren. Im konkreten bedeutet das, dass für jeden Monat, in dem der Dienstwagen privat genutzt wird, nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert, werden müssen. Bei Verbrennern fallen ein Prozent an. So ist ein Verbrenner viermal so teuer wie ein Auto bei gleichem Listenpreis. Die Anhebung der Preisgrenze ist eine direkte Antwort auf die steigenden Preise im Automobilsektor und soll die Attraktivität der E-Autos als Dienstwagen weiter fördern.

Studie zur Elektromobilität

Grafik: dataforce

Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie des Marktforschungsinstituts Dataforce gibt Einblicke in die Nutzung und Wahrnehmung von Elektroautos von gewerblichen und privaten Nutzern. In der Studie wurden 450 Fuhrparkverantwortliche und 700 Privatpersonen, von denen 500 ein eigenes E-Autos besitzen, zu ihrer Einstellung zum Kaufprozess, der alltäglichen Nutzung und weiteren Themen befragt. Die Studie zeigt, dass 44 Prozent der Flottenbetreiber mit der Einführung von Elektroautos ihr Markenportfolio erweitert haben. Besonders profitiert haben davon ausländische Marken. 30 Prozent der Befragten Unternehmen haben Tesla eingeflottet, 16 Prozent Hyundai und neun Prozent Renault.

Grafik: dataforce

49 Prozent der privaten BEV-Kunden und 61 Prozent der Flotten mit BEVs im Bestand fehlt es an Elektroautos aus bestimmten Segmenten. Das betrifft besonders große Flotten. Fast dreiviertel der großen Flotten mit 50 oder mehr Pkw bewerten die derzeitige Auswahl an E-Autos als „nicht groß genug“. Privat- und Gewerbekunden sind sich einig, dass es vor allem an Modellen aus Kompakt- beziehungsweise Mittelklasse und Kleinwagen mangelt. Nur den Wenigsten fehlen mehr Modelle aus den Oberklassen oder bei den SUVs.

Grafik: dataforce

Ein weiteres kritisches Thema ist die Reichweite. Viele Nutzer sind darüber enttäuscht, dass ihre Fahrzeuge nur 80 Prozent oder weniger der herstellerangaben erreichen. Flottenkunden sind dabei deutlich unzufriedener als Privatpersonen. 65 Prozent der Privatpersonen würden sogar aufgrund der Reichweite beim nächsten Pkw sich kein E-Auto zulegen. Bei Gewerbekunden sind es sogar 74 Prozent. Auch diejenigen, die bereits mit vollelektrischem Antrieb unterwegs sind, sind nicht vollständig zufrieden. Unter den aktuellen BEV-Fahrern sind 41 Prozent nicht zufrieden mit der Reichweite. Bei Gewerbekunden sind es 73 Prozent. Auch hier gibt es Enttäuschung über die Differenz der Herstellerangabe und der tatsächlichen Reichweite. 50 Prozent der Privatkunden und 81 Prozent der Gewerbekunden gaben an, dass Ihre Elektro-Reichweite in der Realität nur 80 Prozent oder sogar weniger der Herstellerangaben entspricht. Die Mehrzahl der Fuhrparkleiter wäre mit einer realen Reichweite von 500 Kilometern pro Batterieladung zufrieden.

dataforce

Die Studie beleuchtet außerdem die Herausforderungen und Hindernisse bei der Einführung von E-Autos. Relevant ist dabei die Ladeinfrastruktur. Fast 80 Prozent der Elektroauto-Fahrer empfinden eine heimische Lademöglichkeit als Voraussetzung für den Kauf eines E-Autos. Spannend ist außerdem, dass 16 Prozent der Fuhrparks ohne Elektro-Fahrzeuge planen, sich diese innerhalb der nächsten zwei Jahre anzuschaffen. Trotz Herausforderungen besteht also weiterhin das Interesse an der Elektrifizierung der Flotten.

Bestellstart Ford Explorer

Im Jahr 2023 lag der Anteil der Pkw-Elektro-Verkäufe bei Ford in Deutschland nur bei rund 3,3 Prozent. Damit liegt der Anteil deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 18 Prozent und ist zugleich auch ziemlich abgeschlagen im Vergleich zu anderen Volumenmarken. Um in Europa einen größeren Markt zu erschließen, ging Ford eine Kooperation mit VW auf der MEB-Plattform ein. Der Start der Kooperation verlief etwas holprig und erfolgte jetzt mit dem Verkaufsstart des Ford Explorer zu Ostern rund ein halbes Jahr verspätet. Damals verwies Ford in einem Statement darauf, dass man eine neue Batterietechnologie einsetzen wolle. Die Leistungsdaten im Antrieb verweisen auf den neuen Antrieb APP550.

Zum Bestellstart gibt es zwei Ausstattungsvarianten. Es gibt die Ausstattungen Explorer und Premium. Beide Varianten gibt es zum Start mit großer Batterie – wahlweise als Heck- oder Allradantrieb. Der Heckantrieb kommt mit einer 77-kWh-Batterie, die für maximal 602 Kilometer sorgt und beginnt bei 49.500 Euro. In der Grundausstattung ist unter anderem bereits Sitz- und Lenkradheizung, Rückfahrkamera, Navigation, adaptiver Tempomat und Memory- und Massagefunktion enthalten. Der Heckantrieb hat einen 210 kW starken Motor und darf Anhänger bis zu 1.000 Kilogramm ziehen.

Der Allradantrieb leistet 250 kW und bekommt eine 79-kWh-Batterie. Bei dieser Variante sind es maximal 1.200 Kilogramm. Die maximalle Reichweite liegt bei 566 Kilometern. Trotz des größeren Akkus ist die Ladezeit um zwei Minuten kürzer und liegt damit bei 26 Minuten. Das Allradmodell ist 4.000 Euro teuer als das Heckantriebsmodell. Zum Modellstart stehen sechs verschiedene Farben, zwei Sitzoptionen, ein Fahrassistenz-Paket, das Panoramadach, die Wärmepumpe und eine schwenkbare Anhängerkupplung zur Auswahl. Allwetterreifen gibt es für 200 Euro Aufschlag. Voraussetzung ist, dass man nicht die optionalen 21-Zoll-Räder wählt. Die Geschwindigkeit wird bei 180 km/h abgeregelt. Im Konfigurator wird aktuell ein „empfohlener Aktionsnachlass“ angeboten, der je nach Variante bei circa 1.000 Euro liegt. Die momentane Lieferzeit wird mit 24 Wochen angegeben. Demnach würde die Auslieferung ab Oktober starten. Eine preisgünstigere Basisversion mit einer kleineren Batterie und vermutlich auch etwas weniger Ausstattung soll ab Ende des Jahres bestellbar sein. Der Preis ist bereits bekannt und soll 42.500 Euro betragen.

30 Prozent Rabatt bei Tesla

Normalerweise waren es immer Tesla-Fahrer, die an den Superchargern am günstigsten laden konnten. Das hat sich jetzt geändert, denn mit einem Polestar und dem passenden Ladetarif kommt man jetzt billiger. Diese Woche startete Polestar mit seinem neuen Ladeangebot Polestar Charge. Die Möglichkeiten und Tarifangebote sind dabei durchaus branchenrelevant. In der Pressemitteilung heißt es: „Polestar ist der erste Elektrohersteller in Europa, der das Tesla Supercharger-Netzwerk in seine eigene Ladeapp integriert und seinen Kundinnen und Kunden Zugang zum Ladenetzwerk von Tesla bietet“. Das Besondere hierbei ist, dass es eine direkte Kooperation ist und es programmierte Schnittstellen gibt. Der branchenrelevante Dienstleister Hubject, der normalerweise für die Interaktion, das Freischalten und die B2B-Preisfindung genutzt wird, wird damit umgangen. Das macht den Prozess auf den ersten Blick etwas komplexer, so auch für den Kunden.

Zuerst muss die Polestar App heruntergeladen und anschließend ein Account angelegt werden. Das geht nur mit einer Polestar-VIN. Dann muss die Verknüpfung zu Tesla erstellt werden. Dafür generiert die Polestar Charge App einen Code. Mit diesem Code gelangt man dann in die Tesla-App. Im Menü Laden kann die Zahlungsmethode Ladekarte und dann Polestar gewählt werden. Dann wird der in der Polestar-App generierte Code eingegeben und es zahlt sozusagen der Vertragspartner bei Tesla. Die nutzbaren Tesla-Ladestationen sind alle in der Polestar Charge App gelistet. Zur Freischaltung des Ladevorgangs ist aber jedes Mal der Absprung in die Tesla-App notwendig. Dort muss erneut der passende Standort gewählt werden. In der Tesla App erfolgt dann keine Preisanzeige mehr, sondern es wird allgemein auf den hinterlegten Ladekartenanbieter verwiesen. Denn die Preisauszeichnung erfolgt in der Polestar Charge App und die Preise sind nicht identisch zu den Tesla-Preisen im Direktvertrieb, sondern etwas höher. Beispielsweise liegt der Preis für die Supercharger Grünheide bei 52 Cent pro kWh ohne Mitgliedschaft. Für Tesla-Fahrer oder Fremdmarkenfahrer mit einer Mitgliedschaft liegt der Preis bei 41 Cent. Der angezeigte Preis in der Polestar-App liegt bei 53,55 Cent pro kWh.

Aber auch bei Polestar gibt es ein Abo. Gegen eine monatliche Grundgebühr von 13,99 Euro zahlt man bei Partnernetzwerken wie Fastned, Allego oder IONITY pauschal 55 Cent statt 79 Cent. Für Tesla-Supercharger bietet das Abo 30 Prozent Nachlass auf den Normalpreis in der Polestar Charge App. Für das Beispiel in Grünheide zahlt man dann nur noch 37,5 Cent und somit 3,5 Cent pro kWh weniger als Tesla-Fahrer. Damit geht auch Tesla den nächsten Schritt in der Öffnung seines Supercharger-Netzwerkes. 2021 wurden in den Niederlanden erste Stationen für Fremdmarken geöffnet. In Deutschland folgten die ersten offenen Stationen im Juni 2022. Heute sind in Deutschland fast alle Supercharger offen für Fremdmarken. Neben den bereits hinterlegten Bezahlmethoden DKV Mobility und Travel Card ist Polestar der erste Autohersteller mit einer Tarif-Kooperation mit Tesla.

Faktencheck zum Model 3 Highland

Vor einigen Wochen hatten wir über unerwünschte Vibrationen beim Model 3 Highland berichtet. Betroffene Nutzer berichteten über deutlich spürbare Vibrationen am Lenkrad oberhalb von 100 km/h. In einigen Fällen führten Spureinstellung, Räderwuchten oder Reifentausch zum Erfolg, aber nicht bei allen Fällen. Tesla soll vermehrt versucht haben Abhilfe zu schaffen, allerdings ohne Erfolg. Es ist daher wahrscheinlich, dass unterschiedliche Ursachen ein vergleichbares Fehlverhalten erzeugen können.

Ein Nutzer zitiert im TFF-Forum eine Mitteilung des Tesla-Service: „bei ihrem Fahrzeug ist uns aufgefallen, dass ein Reifen sowie eine Felge einen sehr starken Höhenschlag haben. Somit müsste diese eine Felge ersetzt werden und außerdem beide Reifen der Achse“. Der entsprechende Kostenvoranschlag beläuft sich auf knapp 700 Euro. Beschädigungen an Reifen oder Felgen werden seitens Tesla nur bei Mitteilung innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auslieferung kostenlos behoben. Eine Streitfrage wäre hier, ob äußere Einflüsse einen Höhenschlag in einer Felge verursachen können, ohne dass eine sichtbare Beschädigung entsteht.

Zweites Leben für Renaults E-Autos

2022 wurde die Renault-Tochter The Future is Neutral gegründet. Damals wollte man sich der Kreislaufwirtschaft widmen. Jetzt teil Renault konkrete Pläne mit. Es soll zukünftig um Re-trofit, Re-energy, Re-cycle und Re-start bei E-Autos gehen. Gemeint ist damit unter anderem, die Laufzeiten für Fahrzeuge zu verlängern. Beispielsweise durch die Überholung von Gebrauchtwagen. Außerdem sollen Teile und Materialien wieder aufbereitet, Batteriediagnosen und -reparaturen sowie Personalschulungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft durchgeführt werden. Damit will Renault bis 2030 einen Materialanteil aus der Kreislaufwirtschaft bei Neuwagen von 33 Prozent erreichen. Ressourcenverbrauch und ausgestoßene CO2-Emmissionen sollen somit verringert werden.

Foto: Renault

The Future is Neutral hat bereits mit der Wiederaufbereitung von Komponenten in dem französischen Werk Flins begonnen. In diesem Jahr sollen über 3.000 Bauteile aufbereitet werden. Konkret handelt es ich bei den Komponenten um Elektromotoren für die Zoe, Twingo E-Tech, Kangoo E-Tech und Master E-Tech, Leistungselektronik für die Zoe und Kangoo sowie Traktionsbatterien für Zoe, Twingo und Megane. Der Kunde kann dann bei einem After-Sales-Angebot entscheiden, ob er lieber neue Originalteile hätte oder die wiederaufbereiteten. Die Wahl für die aufbereiteten Bauteile soll dann bis zu 30 Prozent billiger sein.

Preisknaller Dacia Spring

Zuletzt wurden die Restbestände des alten Dacia Springs mit 10.000 Euro Rabatt abverkauft. Der Listenpreis lag laut der letzten Preisliste bei 22.750 Euro. Fraglich war, wie das Facelift eingepreist werden würde. Heute hat Dacia den Startpreis verkündet. Auf der Homepage steht ein Einstiegspreis von 16.900 Euro. Das sind fast 6.000 Euro weniger als der alte Listenpreis. Im Kleingedruckten steht, dass der Preis zunächst nur bis zum 30. Juni gilt. Was es konkret für den Preis gibt, hat Dacia offiziell noch nicht bekanntgegeben. Uns liegen aber interne Informationen vor. Enthalten sind unter anderem ein Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Einparkhilfe hinten und elektrische Fensterheber. Nicht enthalten und in der Basis auch nicht bestellbar ist ein CCS-Anschluss und manuelle Klimaanlage.

Die weiteren darüberliegenden Varianten sind in 1.000 Euro Schritten gestaffelt. In der Top-Ausstattung Extreme ist dann auch die V2L-Funktion enthalten. Für lokale Verbraucher können über einen Adapter bis zu drei kW Leistung bereitgestellt werden. Auch der Aufpreis für CCS wurde auf 600 Euro gesenkt. Voraussichtlich ab dem 16. April sollen Bestellungen möglich sein. Während andere Hersteller noch hart daran arbeiten, ein Auto unterhalb der 20.000 Euro Marke zu schaffen, zeigt schon heute Dacia, wie es billiger geht.


nextnews: Reku-King, VW ID.Buzz GTX, Dacia Spring, Vibrationen Tesla Model 3, Fisker, gratis laden

Neuer ID. Buzz GTX

Foto: Volkswagen

VW hat die GTX-Version des ID. Buzz präsentiert. Der ID. Buzz GTX kommt als Allrader und wird von zwei Motoren mit 250 kW Leistung angetrieben. Den Sprint auf 100 km/h schafft das Fahrzeug somit in 6,5 Sekunden. Zur Auswahl stehen zwei Varianten. Neu ist eine Version mit einem langen Radstand. Diese Version kommt mit einer 86-kWh-Batterie, wie sie kürzlich auch im ID.7 GTX präsentiert wurde. Die Version mit normalem Radstand bekommt im GTX auch etwas mehr Akku. Die Batterie ist 79 kWh groß. Auch die Anhängelast wurde gesteigert. Statt 1.000 Kilogramm sind jetzt maximal 1.800 Kilogramm mit der kurzen Version möglich. Die Langversion darf maximal 1.600 Kilogramm ziehen. Die Werte gelten für gebremste Anhänger bei maximal acht Prozent Steigung.

Foto: Volkswagen

Die Version mit dem normalen Radstand gibt es wahlweise mit fünf oder sechs Sitzen. Der Sechssitzer kommt mit drei Reihen á zwei Sitzen. Die Langversion gibt es als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer. Das maximale Ladevolumen liegt bei der Langversion bei 2,5 Kubikmetern. Hinter der dritten Sitzreihe gibt es dann noch 306 Liter Kofferraum. Das entspricht eher Kleinwagengrößen. Für die GTX-Varianten wird ein neues Rot eingeführt, das optional auch als Zweifarbenlackierung in Kombination mit Silber bestellbar sein wird. Die Markteinführung erfolgt im zweiten Halbjahr des Jahres. Der Vorverkauf startet bereits im Sommer.

Neuer Maxus Transporter

Die Marke Maxus gehört zum SAIC-Konzern, einem der Top zehn Autobauer weltweit. Seit rund sieben Jahren sind sie auch am deutschen Markt tätig – aktuell mit circa 120 Partnern für Vertrieb und Service. Bei Pkws hat die Marke Maxus noch keinen Kundenzugang gefunden. Anders sieht es bei ihren elektrischen Transportern aus. Maxus ist in Deutschland bereits 2017 mit dem EV80 in den Markt gestartet und zwar mit einem Gesamtpaket, das damals nahezu keine Konkurrenz hatte. Zwei komplett neue Modelle kamen dann 2022 auf den Markt mit dem eDeliver3 und dem eDeliver9. Inzwischen sind diese Fahrzeuge tausendfach in Europa verkauft worden.

Foto: Maxus

Jetzt kommt der Maxus eDeliver7. Auf den ersten Blick ähnelt er dem Hyundai Staria. Der wird aber bisher nur als Diesel angeboten und ist etwas kleiner. Der Maxus eDeliver7 kommt als Dreisitzer und wird in verschiedenen Längenvarianten angeboten mit 5,9 Kubikmetern beziehungsweise 6,7 Kubikmetern Ladevolumen. Die Nutzlast liegt konfigurationsabhängig zwischen 945 Kilogramm und 1.125 Kilogramm. Die maximale Anhängelast liegt bei 1.500 Kilogramm, wobei das Zuggesamtgewicht 4.520 Kilogramm nicht überschreiten darf. Da heißt bei voller Ausnutzung der Gesamtmasse des Zugfahrzeuges, darf ein Anhänger noch 750 Kilogramm wiegen.

Foto: Maxus

Beide Längen-Varianten sind mit wahlweise einem 77- oder 88-kWh-LFP-Akku verfügbar. Das sorgt für Reichweiten zwischen 310 Kilometern und 370 Kilometern. Auf den Akku gibt der Hersteller acht Jahre beziehungsweise 250.000 zurückgelegte Kilometer Garantie. Für das Fahrzeug selbst gibt es fünf Jahre beziehungsweise 100.000 Kilometer. Der Onboard-Lader ist dreiphasig und schnelles Laden erfolgt über den seitlichen CCS-Anschluss mit maximal 80 kW. In rund 43 Minuten ist das Fahrzeug auf 80 Prozent geladen. Im Angebot sind vier Außenfarben und die Preise liegen im Bereich von 46.000 Euro bis knapp 50.000 Euro netto. Serienmäßig gibt es auch eine sogenannte e-PTO Schnittstelle zum Anschluss externer Verbraucher. Zur konkreten technischen Umsetzung gibt es allerdings noch keine Informationen. Die Leistungsabgabe von fünf kW Entnahmemöglichkeit lässt entweder zwei Steckdosen oder einen Starkstromschluss vermuten.

Foto: Maxus

Probleme bei Fisker

Sich als Neugründung im Automarkt zu etablieren ist sicherlich keine leichte Aufgabe. Immer wieder kommt es zu Insolvenzen oder eingestellten Projekten, wie beispielsweise das Apple Car, Xbus, Unity One oder Faraday Future. Aber es gibt auch Beispiele, wo es neue Unternehmen schaffen. Sie bringen ein wettbewerbsfähiges Auto auf den Markt, so wie auch Fisker mit dem Ocean.

Screenshot Artikel Handelsblatt

Den langfristigen Erfolg garantiert das aber allein noch nicht. In den letzten zwei Wochen kam es immer wieder zu Meldungen, die den langfristigen Erfolg in Frage stellen. So kam es vor einigen Wochen zu einer Mitteilung in den USA zu einem bestehenden Insolvenzrisiko. Dabei handelt es sich allerdings um eine Pflichtmeldung nach Börsenrecht, da die Liquidität knapp ist. Es kam auch zu Schlagzeilen, dass sie eine Anwaltskanzlei beauftragt haben, um den eigenen Insolvenzantrag vorzubereiten. Die schlechten Neuigkeiten gehen weiter. Denn diese Woche wurde nun ein sechswöchiger Produktionsstopp verhängt. Laut offizieller Begründung erfolgte das, „… um die Lagerbestände anzugleichen und strategische und Finanzierungsinitiativen voranzutreiben“. Mit anderen Worten: neue Autos verkaufen sich aktuell nicht gut und das Geld wird knapp. Medien berichten über einen Bestand von 4.700 Fahrzeugen. Gespräche über den möglichen Einstieg eines großen OEM wurden bereits bestätigt. Vermutlich ist man mit Nissan in weit fortgeschrittenen Verhandlungen. Um den Verkauf zu beleben, startete man im März in Deutschland eine befristete Rabattaktion mit 5.355 Euro Umweltbonus. Außerdem bietet man Neukunden ein Jahr kostenfreies Laden an den Stationen von Allego an.

Faktencheck Vibrationen Model 3 Highland

Foto: Tesla

Letzte Woche berichteten wir über bisher ungeklärte Vibrationen beim neuen Tesla Model 3 Highland. Die Anzahl der betroffenen Fahrzeuge liegt vermutlich nur im einstelligen Prozentbereich, aber Tesla kann bisher keine Abhilfe schaffen. Der Umgang im Service mit den Fahrzeugen scheint auf Basis der Schilderungen sehr unterschiedlich. Eine konkrete interne Serviceanweisung scheint es also bisher noch nicht zu geben. So wurde einem Betroffenen nach fünf Serviceterminen ohne Abhilfe von Tesla sinngemäß mitgeteilt, dass es „mit diesem Reifenfabrikat nicht besser wird, da alle Reifen von diesem Modell von diesem Problem betroffen sind“. Einige Nutzer berichteten über eine Besserung nach Reifentausch. Bei den meisten war diese Maßnahme allerdings erfolglos.

Laut Meldungen im Forum und persönlichen Mitteilungen sind übrigens auch Tesla-Vorführwagen und Pressefahrzeuge betroffen. Einige Nutzer im Forum beschreiben zudem eine mögliche Abhängigkeit von Temperauren oder dem Straßenbelag. Im TFF-Forum wird auch über den Besuch eines betroffenen Kunden in einem Servicecenter in Dänemark berichtet. Dort scheint man sich schon etwas tiefgründiger auf Fehlersuche begeben zuhaben. „Der Ingenieur sagt, dass es ein Konstruktionsproblem im neuen Aufhängungssystem gibt, welches Straßenvibrationen auf die Komponenten der Aufhängung und das Lenkrad überträgt“. Weiter heißt es: „Tesla ist sich des Problems bewusst und legt großen Wert darauf, eine Lösung zu finden. Es konnte kein realistischer Zeitrahmen oder eine Lösung angegeben werden“. Denkbar ist aber auch, dass sich die Ursache des Problems überhaupt nicht im Bereich Räder oder Antrieb befindet, sondern beispielsweise in Teilen der Außenhülle des Fahrzeugs – also im Radkasten oder am Unterboden. Das Thema Vibrationen kann für Hersteller ein undankbares Problem darstellen, da die Ursachen vielfältig sind und manchmal bestimmte Faktoren kombiniert werden müssen, um Vibrationen zu erzeugen.

Update für den Dacia Spring

Foto: Dacia

Auch viele Dacia Spring Besitzer hatten Beschwerden. Es wurde ein „Klonk-Geräusch“ beim Lastwechsel in einem relativ breiten Geschwindigkeitsbereich. Als Ursache wurde von den beteiligten Gutachtern eine Überforderung des Getriebes durch den Motor vermutet. In Folge kam es zu einem zu großen Zahnflankenspiel im Getriebe. Das Schlagen und die Vibrationen im Getriebe übertragen sich auf das Fahrzeug und werden als Körperschall in die Fahrgastzelle weitergeleitet. Jetzt bietet Dacia eine Lösung an.

Screenshot aus dem Dacia Spring Forum

Konkret handelt es sich um ein Software-Update. In der Motorsteuerung wurde die Drehmomentregelung so verbessert, dass das vorhandene Spiel im Differenzial nicht schlagartig beim Wiederbeschleunigen angesprochen wird. Und tatsächlich berichten erste Betroffene davon, dass das Update weitgehende Abhilfe schafft. Für Fahrzeuge ohne das Problem beziehungsweise mit sehr geringer Ausprägung, scheint diese Lösung sich gut zu eignen. Es stellt sich aber die Frage, wie stark vorgeschädigte Fahrzeuge sich in den nächsten Jahren verhalten werden. Eine mögliche Abhilfe wäre hier eine Garantieverlängerung. Diese könnte selektiv für betroffene Fahrzeuge erfolgen und für den Antrieb und der Laufleistung erweitert werden. Zum Beispiel mit den Eckdaten der Batteriegarantie gleichstellen. Beim Dacia Spring sind das aktuell acht Jahre beziehungsweise 120.000 zurückgelegte Kilometer.

Wer rekuperiert am besten?

Rekuperation ist die Fähigkeit von Elektroautos Bewegungsenergie beim Verzögern zurückzugewinnen. Der Motor wird zum Generator und mit dem entstehenden Strom kann die Batterie wieder geladen werden. Der ADAC hat einen aktuellen Test durchgeführt zur Fähigkeit der Energierückgewinnung verschiedener Elektro-Modelle.

Betrachtet wurden zwei Szenarien. Im Szenario eins wurden drei Modelle bei einer Bergfahrt getestet. Also bei einer Bergauf- und -abfahrt. Um äußere Einflüsse wie Wetter und Verkehr auszuschließen, hat der ADAC ein reales Streckenprofil einer 5,5 Kilometer langen Strecke aufgezeichnet und die Verbrauchsmessungen der Testfahrzeuge dann auf dem Prüfstand durchgeführt. Dabei unterschieden sich die Testfahrzeuge sehr. Der Dacia Spring hat unter 1.200 Kilogramm Testgewicht, das Tesla Model Y hat knapp 2.200 Kilogramm und der BMW i7 liegt bei 2.800 Kilogramm. Dementsprechend erwartbar waren auch die hohen Differenzen im Verbrauch bergauf. Der Spring lag bei 26,35 kWh/ 100 km, das Model Y bei 48,74 kWh/ 100 km und der BMW bei knapp 60 kWh/ 100 km.

Grafik: ADAC

Aber bergab schiebt die hohe Masse mehr und der Verbrauchswert des BMW lag bei 26,27 kWh/ 100 km rückgewonnener Energie. Der Dacia hatte nur 7,05 kWh/ 100 km zurückgewonnene Energie. Vergleicht man die Werte, hat der BMW prozentual die beste Rekuperation und hat immerhin 50 Prozent zurückgewonnen. Beim Dacia sind es nur 35 Prozent. Addiert man die Verbrauchswerte bergauf und bergab, zeigt sich, dass der kleine Dacia Spring trotz schlechter Rekuperation im Gesamtverbrauch das effizienteste Fahrzeug im Test ist. Der Verbrauch liegt bei 9,65 kWh/ 100 km. Beim Model Y sind es 15,57 kWh/ 100 km und beim BMW i7 16,54 kWh/ 100 km.

Grafik: ADAC

Das Szenario zwei untersucht ein wesentlich realistischeres Alltagsprofil. Der ADAC hat dafür die Daten von 19 E-Autos von Green NCAP ausgewertet. Die Basis ist ein WLTP-Fahrprofil. Die Frage war, wie viel Prozent der Energie, die zuvor zum Beschleunigen und Fahren aufgewendet wurde, beim Verzögern zurückgewonnen werden kann. Durchschnittlich sind es 22 Prozent. Am schlechtesten schnitten der Dacia Spring mit neun Prozent zurückgewonnener Energie und der Cupra Born mit 16 Prozent ab. Die Ursache beim Spring ist vermutlich die geringe Rekuperationsleistung und somit häufiges mechanisches Bremsen. Überraschend ist die hohe Differenz zwischen den Plattformbrüdern Cupra Born und VW ID.5 mit 26 Prozent. Auch Tesla liegt zweifach im Mittelfeld. Das Model 3 liegt bei 23 Prozent zurückgewonnener Energie und das Model S bei 24 Prozent. Somit liegen die Modelle nur knapp über dem Durchschnittswert. An der Spitze stehen der Hyundai Ioniq 6 mit 29 Prozent und der Nio ET7 mit 31 Prozent.

Grafik: ADAC (Fortführung der vorherigen Grafik)

Außerdem wurde noch der Rekuperationsanteil auf verschiedenen Fahrprofilen ermittelt – also Stadt-, Landstraßen- und Autobahnverkehr. Am höchsten fällt dieser logischerweise in der Stadt aus, da hier am häufigsten verzögert wird. In der Spitze lag der Wert bei 41 Prozent. Auf der Autobahn verliert die Rekuperation an Bedeutung. Der Luftwiderstand treibt den Verbrauch nach oben und es wird seltener rekuperiert. Die Werte liegen bei vier Prozent bis 20 Prozent anteiliger Rückgewinnung. Grundsätzlich gilt aber, dass Rekuperation nur die zweiteffizienteste Möglichkeit ist. Geschwindigkeit abzubauen. Das Effizienteste ist das freie Rollen, sofern es denn Verkehr und Streckenprofil zulassen.

Grafik: ADAC

nextnews: Gratis Laden, Akkutausch Tesla, Probleme Model 3, VW ID.3 Performance, Preiskampf BYD

Ladesäulen-Offensive bei IKEA

IKEA bietet ihren Kunden in Deutschland noch immer kostenfreies Laden an ihren Standorten an. Aber an mindestens einem Standort wurde eine kuriose mechanische Ladesperre installiert, sodass nur noch ausgewählte Personen ihre Fahrzeuge Laden könnten. Außerdem wurde uns von zahlreichen Zuschauern berichtet, dass es dauerhaft defekte Ladestationen an zahlreichen Standorten gebe. Das zeigt, dass das von IKEA angebotene Ladeangebot aktuell eher unbrauchbar ist. Das scheint das Möbelunternehmen ähnlich zu sehen. Diese Woche berichtete zuerst die „BILD am Sonntag“ über die anstehende Überarbeitung des Ladeangebots.

Foto: IKEA

In den nächsten vier Jahren will man in Deutschland mehr als 1.000 Ladepunkte errichten. Im Statement heißt es: „Wir wollen helfen, dass sich die Elektromobilität noch schneller und stärker in Deutschland durchsetzt“. Die ersten Ladesäulen sollen nächstes Jahr an den Standorten Bielefeld, Bremen, Chemnitz, Freiburg, Kaarst und Mannheim errichtet werden. Die geplanten Schnelllader sollen dann Leistungen zwischen 50 kW und 400 kW ermöglichen. Auch die Nutzung außerhalb der Öffnungszeiten sollen ermöglicht werden. Mit dem Bau der neuen Ladesäulen entfällt aber auch das kostenfreie Laden.

Gratis Laden mit Ansage

Grafik: schnellladepark.app

Die Pfalzwerke sind einer der aufstrebenden Anbieter für schnelles Laden in Deutschland. Sie investieren deutschlandweit in den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Gemessen an der Anzahl der Schnellladeparks sind die Pfalzwerke auf Platz sieben in Deutschland. Gemessen an den CCS-Anschlüssen sind die sogar auf Platz sechs in Deutschland und damit noch vor IONITY. Die Pfalzwerke gehen verschiedene Kooperationen mit Einzelhandelsketten wie beispielsweise Hornbach, Globus oder REWE ein. Damit sind die Standorte auch für Kunden interessant, die keinen Zugriff auf eine private Ladeinfrastruktur haben und somit das Laden im Alltag integrieren können.

Nun gehen sie strategisch den nächsten Schritt und verkündeten diese Woche die Übernahme von 23 Prozent der Anteile an der EnerCharge GmbH. EnerCharge sitzt in Österreich und entwickelt und produziert Schnellladetechnik für Pkw, Lkw und Busse. An den insgesamt 16 Standorten für schnelles Laden in Österreich setzen die Pfalzwerke schon heute auf Stationen von EnerCharge.

Übersichtskarte Pfalzwerke

Wer zu den Top-Betreibern gehören will, der sollte sich auch bei potentiellen Kunden ins Gespräch bringen. Bereits vor einigen Wochen gab es zum 111-jährigen Bestand der Pfalzwerke eine Gratis-Ladeaktion. Jetzt kommt es zu einer Neuauflage – diesmal allerdings mit einer längeren Vorlaufszeit. Die Osteraktion findet am 23. März an 123 Standorten Statt. Aber nicht an allen Standorten ist das Laden kostenlos. Die Übersichtskarte zeigt, dass die Standorte über ganz Deutschland verteilt sind. Diesmal ist auch Österreich mit zehn Standorten dabei. Unter den 123 Stationen werden 23 „Ostereier“ versteckt – daher der Name Osteraktion. An diesen 23 Ladeparks, an deinen ein „Osterei“ versteckt ist, ist das Laden kostenlos. An den anderen 100 Standorten kostet es zu Laden. Aber auch hier lohnt es sich, denn es werden nur 23 Cent pro kWh berechnet. Die Aktion läuft am 23. März von zehn Uhr bis 19 Uhr. Maßgeblich für den Preis ist der Startzeitpunkt des Ladevorgangs innerhalb des Aktionszeitfensters. Ob die Ladung gratis ist, sieht man beim Start des Ladevorgangs. Das Ganze funktioniert allerdings nur über einen Adhoc-Zugang. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: entweder über einen QR-Code oder über die „Pfalzwerke Charge“-App. Bei der App ist es nicht erforderlich einen Nutzer-Account anzulegen. Es müssen lediglich die Kreditkartendaten hinterlegt werden. In beiden Fällen ist die Zahlung ausschließlich über eine Kredit- oder Debit-Karte möglich. Für den Start des Ladevorgangs werden systemseitig immer 35 Euro auf der Karte reserviert. Berechnet werden aber nur die anfallenden Kosten. Der nicht verbrauchte Kautionsbetrag wird zeitnah storniert.

Hier kommt ihr zur Aktionsseite!

Neuer Super-Porsche

Vor einigen Wochen wurde der neue Porsche Taycan vorgestellt. Das Modell wurde umfangreich verbessert. Die Effizienz wurde gesteigert und das Facelift bietet bis zu 35 Prozent mehr Reichweite bei zugleich kürzeren Ladezeiten. Jetzt kommen noch zwei weitere Varianten des Taycan: Der Taycan Turbo GT und dass gleiche Auto mit dem sogenannten Weissach-Paket. Mit Letzterem holte sich Porsche auch den Rundenrekord für Serien-Elektrofahrzeuge auf der Nordschleife. Mit sieben Minuten und knapp acht Sekunden überbot man den vorherigen Rekord des Modell S Plaid um 18 Sekunden.

Foto: Porsche (Links: Turbo GT mit Weissach-Paket; Rechts: Turbo GT)

Beide Taycan-Varianten bieten 580 kW Leistung. Bei launch Control sind bis zu 760 kW Overboost-Leistung möglich. Für zwei Sekunden sind auch 815 kW möglich. Die Beschleunigung auf 100 km/h ist mit 2,2 Sekunden beziehungsweise 2,3 Sekunden angegeben. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 305 km/h. Der Turbo GT ist 75 Kilogramm leichter als der Turbo S. Mit Weissach-Paket sind es als Zweisitzer nochmals 70 Kilogramm weniger. Der Preis beginnt bei 240.000 Euro. Die Auslieferungen sollen im Frühjahr starten.

ID.3 GTX Performance

Foto: Volkswagen

Der Elektroantrieb ermöglicht auch hohe Beschleunigungen in der Kompaktklasse im Bereich von unter vier Sekunden für den Sprint auf 100 km/h. Die meisten Modelle kommen aus China, wie beispielsweise der MG4 XPower oder Fahrzeuge auf der Geely-Plattform wie Smart Brabus-Varianten oder der Volvo EX30. Alle Modelle werden mit Alllrad angetrieben. Auch der Zusatz GTX stand bei VW bisher bei den MEB-Modellen für einen sportlichen Allrader. Der neue ID.3 GTX kommt aber mit einem Heckantrieb und leistet 210 kW. Außerdem gibt es noch eine Performance-Variante mit 240 kW Leistung. Das ist der bisher stärkste Einzelmotor in einem E-Auto bei Volkswagen. Es ist auch VWs schnellstes E-Auto mit maximal 200 km/h. Auch hier kommt der neue APP550 Motor zum Einsatz. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 5,6 Sekunden – eine halbe Sekunde schneller als Teslas Model 3 mit Hinterradantrieb.

Foto: Volkswagen

Die Reichweite wird durch eine neue 79-kWh-Batterie auf 600 Kilometer gesteigert. Hierbei handelt es sich allerdings vorerst um einen Prognosewert. Trotz der größeren Batterie verkürzt sich die Ladezeit. Innerhalb von 26 Minuten ist das Modell von zehn Prozent auf 80 Prozent geladen. Gekennzeichnet sich die GTX-Modelle durch ein individualisiertes Ex- und Interieur sowie eine erweiterte Serienausstattung. In der VW-Meldung heißt es weiter: „Zudem startet die Baureihe parallel zum GTX-Debüt mit einer komplett neu entwickelten Infotainmentgeneration durch“. Das klingt so, als würde es sich um eine Weiterentwicklung gegenüber dem ID.7 handeln. Erwartet wird eine Software-Generation 5. Beide Varianten sollen dieses Jahr auf den Markt kommen. Die Serienproduktion startet im Sommer.

Verkaufsstart ID.7 Tourer

Konfigurator VW ID.7 Tourer

Vor einer Woche öffnete VW den Konfigurator für den ID.7 Tourer – die Kombi-Variante des ID.7. Aktuell wird der Tourer im Konfigurator sogar etwas günstiger als die Limousine angeboten. Das liegt daran, dass im Preiss des Kombi weniger Serienausstattung enthalten ist. Zum Verkaufsstart gibt es auch noch VWs Aktionsprämie von 4.760 Euro. Die gibt es allerdings nur noch bis Monatsende. Daher startet der ID.7 Tourer ab rund 50.000 Euro. Bei gleicher Konfiguration wie die Basis der Limousine ergibt sich ein Kombi-Zuschlag von 1.000 Euro.

Foto: Volkswagen

Neben dem ID.3 bekommt auch der ID.7 Tourer eine GTX-Version. Beim Antrieb gibt es die bereits bekannten Plattform-Daten des neuen MEB-Antriebs. Das bedeutet der ID.7 GTX Tourer bietet 250 kW Leistung. Damit ist er immerhin der stärkste aller jemals gebauten Volkswagen Kombis. Für ausreichend Reichwiete sorgt eine neue 86-kWh-Batterie. Die Batterie ist aktuell noch nicht für die Heckantriebsvariante im Konfigurator verfügbar. Eine Reichweitenangabe gibt es allerdings noch nicht.

Gebrauchtwagenpreise im freien Fall

Grafik: DAT-Report

Bereits etliche Studienergebnisse zeigen, dass die Elektromobilität aktuell in Deutschland mit hoher Skepsis begegnet wird. Und dass trotz vieler Ergebnisse, die die Vorteile von E-Autos hervorheben. Bei so wenig Vertrauen in E-Autos entscheiden sich die meisten Kunden zum einen für einen Neuwagen und zum anderen eher für Leasing. Selbst Kunden, die grundsätzlich eher gebrauchte Autos kaufen, würden bei einem E-Auto eher zu einem Neuwagen greifen. Diese Effekte kommen jetzt immer stärker im Gebrauchtwagenmarkt an. Die Unternehmensberatung Berylls hat dazu eine Marktanalyse veröffentlicht und empfiehlt ein radikales Umdenken.

Den hohen Abfluss von jungen Gebrauchten in das Ausland bezeichnet Berylls sogar eher als Segen für den deutschen Gebrauchtwagenmarkt. Rechnerisch sind 25 Prozent der Neuzulassungen nicht im deutschen Fahrzeugbestand geblieben. Einem dreijährigen Gebrauchtwagen bescheinigt man mit 60.000 zurückgelegten Kilometern einen Restwert von 43 Prozent. Für die 524.000 Neuzulassungen des Jahres 2023 bescheinigt die Analyse für die nächsten drei Jahre einen Wertverlust von drei Milliarden Euro. Pro Auto sind das 6.000 Euro. Vermutlich bezieht sich diese Zahl auf die Restwertdifferenz zur ursprünglichen Erwartungshaltung. Die Studie empfiehlt auch eine Lösung: „Hersteller oder Leasingfirmen müssen bestrebt sein, die Fahrzeuge auch in zweiter oder dritter Hand selbst auszulasten“. Die schlechten Restwerte führen dazu, dass es immer schwieriger wird, attraktive Leasingraten darzustellen. Ein hohes Zinsniveau kommt erschwerend hinzu. Hier schließt sich der Neuwagen-Vermarktung.

Preiskampf bei BYD

In China tobt bereits ein Preiskampf bei E-Autos. Marktführer BYD hat nun die nächste Runde eingeläutet. Im neuen Modelljahr gibt es für den Kleinwagen Seagull eine preisreduzierte Glory Edition für umgerechnet unter 9.000 Euro. Laut Medienberichten soll bereits in der kleinen Batterie ein Natrium-Ionen-Akku zum Einsatz kommen. Die Reichweite wird mit 305 Kilometern angegeben. Das Modell soll auch auf andere Märkte kommen. Zunächst allerdings nur auf den mexikanischen und brasilianischen Markt unter der Bezeichnung Dolphin Mini. In Deutschland hat BYD bisher noch keine nennenswerten Stückzahlen verkauft. Zu Jahresbeginn gab es in kurzer Zeit zwei Preissenkungen. Das Ergebnis waren 94 Neuzulassungen im Februar über alle Modelle hinweg. Das sind sogar noch weniger Neuzulassungen als im Januar. Um hohe Stückzahlen unters Volk zu bringen, müssen aktuell bei Kleinen oder kompakten eine Leasingrate von 199 Euro angeboten werden – ohne Anzahlung und mit 10.000 Kilometern pro Jahr.

KBA

Auch BYD bietet auf der Seite des deutschen Importeurs aktuell eine Rate von 199 Euro an für den Dolphin Comfort. Die Rate entsteht durch einen rabattierten Zinssatz von 2,99 Prozent. Es wird aber noch eine Anzahlung von 4.670 Euro fällig und es handelt sich nicht um ein Leasingangebot, sondern eine Finanzierung. Damit trägt der Kunde das Restwertrisiko. Die 3.000 Euro Wechselprämie aus der zweiten Rabattrunde vom Januar wurde nun auf 4.320 Euro aufgestockt. Bei vier Jahren Laufzeit mit jährlich 5.000 Kilometer wird als Schlussrate ein Restwert von 17.105 Euro angenommen. Das entspricht nach vier Jahren noch rund 60 Prozent des rabattierten Kaufpreises.

In diesem Beispiel sind es 7.000 Euro Rabatt in Stufen. Zusätzlich gibt es einen internen Zinsrabatt, der den Herstellern vermutlich 3.000 Euro kostet. Hinzu kommen 4.670 Euro Anzahlung, die der Kunde eigentlich nicht zahlen möchte. Eine Rate ohne Anzahlung wäre also nur mit zusätzlichen 4.670 Euro Rabatt möglich. Der Restwert ist zudem so hoch, sodass die Santander Bank lieber eine Finanzierung anbietet. So liegt das Restwertrisiko nicht bei der Leasinggesellschaft oder dem Hersteller.

Tauschakkus für alte Teslas

Aus unserer Erfahrung sind Garantiefälle von Antriebsbatterien selten. Wenn es doch zu solchen Fällen kommt, erfolgt der Tausch meistens wegen technischer Defekte oder mangelhafter Zellen. Es kommt also eher zu Störungen wegen Produktionsfehlern. Die Unterschreitung der Mindestkapazität ist oftmals nicht der Grund. Die Ersatzteileverfügbarkeit bei Pkw ist seit 2019 EU-weit geregelt. Man hatte sich damals auf einen Zeitraum von sieben Jahren festgelegt. Deutsche Hersteller garantieren ihren Kunden eine Verfügbarkeit von zehn Jahren. Das entspricht dem deutschen Durchschnittsalter eines Pkw. Besonders bei auslaufenden Modellen oder Batterie-Varianten ist es für die Hersteller teuer und aufwändig passende Akkus über mehrere Jahre vorzuhalten. Man weiß auch nicht im Vorfeld, wie viele Ersatzbatterien gebraucht werden. Daher wäre es theoretisch einfacher, wenn man im Garantiefall in ältere Fahrzeuge einen Akku der neuesten Generation einbauen könnte.

Screenshot Artikel autoevolution

Das hat Tesla jetzt offenbar einem Kunden in den USA angeboten. Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, ob es sich um einen Garantiefall handelt. Das spielt aber für den Sachverhalt keine Rolle. Die Fahrzeuge der ersten Generation ab Baujahr 2017 waren mit NCA-Zellen – also Nickel-Cobalt-Aluminium im Format 2170 – ausgestattet. Zum Beispiel aus der Produktion von Panasonic oder LG. Als Ersatz wurde dem Kunden aber eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) aus der aktuellen Produktion angeboten. Für den Kunden bringt das sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Er profitiert von einem neuen Akku, statt eines aufgearbeiteten. Außerdem hat der neue Akku mehr Batteriekapazität und dementsprechend erhöht sich die Reichweite. LFP-Batterien haben eine deutlich höhere Lebenserwartung der Zellchemie. Durch diese ist es auch im Alltag möglich die Batterie regelmäßig auf 100 Prozent laden zu können. Zusätzlich sind Lithium-Eisenphosphat-Batterien billiger, wobei im Falle einer Garantie der Hersteller vom Kostenvorteil profitiert. Jedoch sind LFP-Akkus deutlich schwerer und das Gewicht würde sich um rund 100 Kilogramm erhöhen. Damit geht auch eine deutlich verminderte Zuladung einher. Auch die Beschleunigung auf 100 km/h wir um circa eine halbe Sekunde erhöht.

Tesla hat dem Kunden eine entsprechende Erklärung zur Unterschrift vorgelegt, in der die relevanten Positionen kurz und übersichtlich beschrieben sind. Um das höhere Gewicht und den Fahrkomfort zu halten, werden auch andere Federn und Dämpfer eingebaut. Außerdem soll eine Achsvermessung durchgeführt werden. Zwischen beiden Akkus liegen rund sechs Jahre Bauzeit des Modells. Tesla zeigt sich in diesem Fall erneut hoch flexibel. Seit Jahren nutzen sie schon LFP-Batterien, während viele deutsche Hersteller diese Zellchemie bis heute noch nicht in neuen Modellen anbieten.

Probleme beim Tesla Model 3 Highland

Immer wieder bekommen wir Kummer-Nachrichten, wenn Beschwerden zum Fahrzeug vorliegen. Wir greifen dieses Thema erst auf, wenn es sich um ein serienrelevantes Problem handelt und mehrere Fahrzeuge betroffen sind. Im Falle des Model 3 Highland scheint es tatsächlich einige Fahrzeuge zu betreffen. Es geht um unerwünschte Vibrationen bei höheren Geschwindigkeiten und bisher kann Tesla den betroffenen Kunden im Service keine Abhilfe anbieten. Im Tesla-Forum berichten Dutzende Betroffene über entsprechende Probleme. In einer Model 3 Facebook-Gruppe bestätigen 19 Prozent der Highland-Besitzer von dem Problem betroffen zu sein.

Umfrage im Tesla-Forum

Das Problem ist reproduzierbar ab 80 km/h. Deutlich spürbar wird es ab 120 km/h. Sicherheitskritische Fälle sind bisher nicht bekannt, aber die Besitzer begleitet stets ein Gefühl von Unsicherheit. Ein Nutzer schrieb im Forum: „Heute habe ich eine Strecke von 200 Kilometern mit 120 Stundenkilometern zurückgelegt. Meine Handgelenke schmerzten von den Vibrationen. Ich habe den Eindruck, dass die Vibrationen zunehmen. Mein ganzes Auto vibriert, Sitze, Pedale und Lenkrad“. Das ist sicherlich ein Extremfall, aber auch andere Besitzer bestätigten, dass die Vibrationen nicht nur am Lenkrad spürbar sind. Das Problem tritt in allen Varianten auf.

Screenshot Tesla-Forum

Ein Zuschauer beschrieb uns seine Versuche, das Problem zu beheben. Er besitzt seit Oktober das Fahrzeug. Das ist sein drittes Model 3, weshalb er sich auch sehr gut mit dem Fahrzeug auskennt. Er war bisher dreimal beim Service. Am 26. Oktober 2023 wurden die Räder ausgewuchtet. Die Vibrationen waren unverändert vorhanden. Am 21. November 2023 wurden alle Räder erneut ausgewuchtet. Auch hier bleib die Vibration unverändert. Am 11. Dezember wurde erneut versucht die Räder auszuwuchten. Die Vibrationen waren danach noch immer vorhanden. Anschließend wurden die Räder mit einem Tesla-Vorführwagen getauscht. Auch das hat nicht geholfen. Die Räder wurden danach wieder zurückgetauscht und anschließend fand eine Achsvermessung und Spureinstellung statt. Das hat auch keine Abhilfe geschaffen. Er schrieb: „bei Autobahnfahrten fühle ich mich nicht mehr sicher“. Er hat den Mangel am 11. Februar 2024 auch dem KBA gemeldet. Aber das wird erst aktiv, wenn sicherheitsrelevante Mängel festgestellt werden.

Die Kunden suchen teilweise auch Abhilfe auf eigene Kosten. Zum Beispiel eine Achsvermessung in einer freien Werkstatt. Auffallend ist, dass die Autos vermutlich selbst mitbekommen, dass etwas nicht stimmt. Über den Servicemode lassen sich rückwirkend Fehlermeldungen anzeigen. Viele Kunden haben hier den gleichen Fehlercode. Der Fehler bezieht sich auf ein Lenksäulen-Steuermodul. Tesla konnte trotz mehrerer Versuche keine Abhilfe schaffen. Daher besteht grundsätzlich auch ein Recht der Rückabwicklung. Für Privatpersonen besteht immer ein Recht auf Widerruf für zwei Wochen. Wenn man demnächst also das Model 3 Highland ausgeliefert bekommt, sollte man direkt erstmal auf die Autobahn fahren und schauen, ob alles rund läuft.

Neue Modelle für Grünheide

Foto: Tesla

Am Mittwoch war Elon Musk in der Gigafactory Berlin zu Besuch. Er wollte das Wiederanlaufen der Fertigung nach dem Brandanschlag begleiten. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf die Teilnehmer berichtet, sagte er in seiner Rede an die Mitarbeiter: „Ich denke es ergibt Sinn, den Semi-Lastwagen auch in Europa in der Giga Berlin zu produzieren“. Vermutlich wird der Semi-Truck aber nicht mehr allzu viel mit dem 2017 vorgestellten Modell gemeinsam haben. Tesla arbeitet momentan daran, das Design und die Produktion zu optimieren. Denn der Tesla-Lkw soll zu annähernd gleichen Preisen wie ein Diesel-Lkw angeboten werden. Auch ein weiteres Modell soll „definitiv langfristig nach Berlin“ kommen: das Model 2. Beide Ankündigungen sind zwar noch relativ unverbindlich, aber das Unternehmen braucht. Billige Autos, um mehr Marktanteile zu gewinnen.


Alternative Antriebe in der Umweltbilanzanalyse: Elektrofahrzeuge gehen als Sieger hervor

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist noch immer, dass E-Autos eigentlich umweltschädlicher seien als Verbrenner. Außerdem glaubten laut dem Automobilbarometer 2024 von Consors Finanz 51 Prozent der Befragten nicht daran, dass das E-Auto den Verbrenner komplett ersetzen wird. Um herauszufinden, welchen Einfluss verschiedene Antriebsarten wirklich auf die Umwelt haben und dementsprechend welche Antriebsart in Zukunft am relevantesten ist, hat das Umweltbundesamt eine Studie in Auftrag gegeben. Ziel dieser Studie war es die Umweltbilanz von Kraftfahrzeugen mit alternativen Antrieben zu analysieren. Die Studie wurde durch das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg durchgeführt.

Betrachtet wurden Pkw, leichte Nutzfahrzeuge sowie Lkw der Baujahre 2020, 2030 und 2050. In die Analyse ging nicht nur die Fahrzeugherstellung und Nutzung mit ein, sondern auch Fahrzeugwartung und -entsorgung sowie die Bereitstellung von Kraftstoff oder Strom. In der Studie werden zwei Szenarien berücksichtigt: Green Late und Green Supreme. Beide Szenarien nehmen an, dass die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom in 2020 429 Gramm CO2 verursacht hat. Laut dem Klimaschutzgesetz muss Deutschland bis 2045 treibhausgasneutral werden. Daher geht die Studie ebenfalls in beiden Szenarien im Jahr 2050 von Werten von acht Gramm CO2eq/kWh aus. Beim Szenario Green Supreme wurden der CO2-Ausstoß wesentlich schneller reduziert als bei Green Late. Für 2030 gehen Werte von 113 Gramm CO2eq/kWh in die Berechnung ein. Beim Green Late Szenario sind es 254 Gramm CO2eq/kWh.

So schneiden die einzelnen Antriebe ab!

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Das höchste Treibhauspotenzial der Pkw des Baujahres 2020 haben Diesel- und Benziner. Ein Diesel-Kompaktklasse-Pkw kommt auf 239 Gramm Co2eq/km. Beim Benziner ist es ein Gramm weniger. Viele sehen Wasserstoff-Autos als umweltfreundlichere Alternative. So setzt beispielsweise Toyota seit Jahren auf einen Brennstoffzellenantrieb. Auch den Umweltbonus gab es für FCEV-Pkw. Die Studie kommt aber zu dem Ergebnis, dass dieser Antrieb nur geringe Vorteile gegenüber einem Benzin- oder Dieselfahrzeug hat. Hier sind es 199 Gramm CO2eq/km bei einem Kompaktklassse-Pkw. Das liegt daran, dass der Wasserstoff noch aus fossilen Energiequellen wie Erdgas stammt. Diese Bilanz zieht sich bis 2030 fort. Auch in anderen Wirkungskategorien wie Versauerung, aquatische Eutrophierung und der Feinstaubbelastung schneiden FCEV-Fahrzeuge sogar schlechter ab als Verbrenner. Erst in einer treibhausneutralen Welt sind sie mit Benzinern gleich auf. Sogar ein Plug-in-Hybrid hat mit 190 Gramm CO2eq/km einen geringeren CO2-Ausstoß als ein Wasserstoff-Auto. Batterieelektrische Pkw mit einem 55-kWh-Akku haben das geringste Treibhauspotenzial. Pro Kilometer werden hier nur 140 Gramm CO2 verursacht. Damit liegt der CO2-Ausstoß eines BEVs 41 Prozent unter dem eines Benziners.

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Bei einer zukünftigen Entwicklung ab 2030 nach dem Green Late Szenario, kann das Elektroauto den Vorsprung noch weiter ausbauen. Auch die Herstellung von BEV wird weniger CO2 verursachen – und dass trotz größer werdenden Batterien. Sofern die Treibhausgasneutralität erreicht worden ist, schneiden BEV in allen Wirkungskategorien besser ab als alle anderen Antriebsarten. Dieser Effekt ist beim Green Supreme Szenario sogar noch größer. Bei Verbrennungsmotoren verursachen die direkten Nutzungsemissionen das größte Treibhauspotenzial. Diese verursachen bei Benzin oder Diesel 147 Gramm CO2eq/km. Die Bereitstellung von Kraftstoff nimmt den zweitgrößten Posten in der CO2-Bilanz ein. Bei alternativen Antrieben ist die Bereitstellung von Strom sogar am CO2-intensivsten. Wartung und Entsorgung hat bei allen Antriebsarten den geringsten Einfluss auf das Treibhauspotenzial.

 

Quelle: Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Ein heutiger Diesel-Sattelzug mit 40 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht und einer mittleren Beladung verursacht 1.000 Gramm CO2eq/km. Das meiste geht dabei auf die Kraftstoffverbrennung und -bereitstellung zurück. Auch hier sieht die Prognose für Wasserstoff schlecht aus. „Keine Vorteile gegenüber dem Diesel-Sattelzug hat der Brennstoffzellen-Lkw“. Das geringste Treibhauspotenzial haben O-BEV – also Oberleitungs-Sattelzüge - und normale BEV. Im Green Supreme Szenario sind die Vorteile der batterieelektrischen Lkw noch deutlicher. Wobei ein O-BEV sogar noch ein geringeres Treibhauspotenzial hat als ein BEV. Bei Sattelzügen sind die Herstellungsaufwände weniger relevant. Das liegt daran, dass diese wegen der hohen Fahrleistungen stark abgeschrieben werden. Den größten Einfluss haben die Kraftstoffverbrennung sowie die Bereitstellung von Kraftstoff und Strom. Bei einem Verbrenner macht das 90 Prozent des Treibhauspotenzials aus. Bei einem Elektrischen-Lkw sind es 75 Prozent.

BEV – die beste alternative Antriebsart der Zukunft

Quelle: Umweltbundesamt

Batterieelektrische Fahrzeuge waren in jedem Szenario die umweltfreundlichste Variante. Sogar schon zum heutigen Standpunkt lagen sie vor allen anderen Antriebsvarianten. In der Studie heißt es: „alle batterieelektrischen Fahrzeuge haben das Potenzial die Klimawirkungen gegenüber den heute üblichen verbrennungsmotorischen Fahrzeugen deutlich zu verringern, und zwar sowohl kurz- als auch langfristig“. Elektrofahrzeuge waren in allen Segmenten und Baujahren die überlegene Antriebsart bezüglich der Treibhausgaswirkung und des bereitgestellten Energieaufwands. Daher ist ein vermehrter Einsatz alternativer Antriebe im Verkehrs-Sektor zwingend notwendig. Nur so kann das Ziel - bis 2045 in Deutschland treibhausneutral zu sein – erreicht werden.

 

Hier geht es zur vollständigen Studie.


nextnews: Absatzkrise, Strafzoll für E-Autos, Dacia Spring, Hyundai IONIQ 5, FIAT E-Ducato

Fahrzeugbestand in Deutschland

Jedes Jahr zum Jahresanfang veröffentlicht das Kraftfahr-Bundesamt Daten zum aktuellen Fahrzeugbestand in Deutschland. Zum 01. Januar waren 49,1 Millionen Pkw zugelassen. Das ist ein Plus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 88,3 Prozent aller Pkw waren auf Privatpersonen zugelassen. Das durchschnittliche Alter der Pkw lag bei 10,3 Jahren. Das im Vorjahresvergleich am stärksten wachsende Segment sind SUVs mit einem Plus von 11,2 Prozent. Im Bestand waren es damit 12,2 Prozent.

Grafik: KBA

Die im Bestand am stärksten wachsende Antriebsart waren reine Elektroautos. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es ein Plus von 39,1 Prozent. Der Anteil am deutschen Pkw-Bestand wuchs damit auf rund 1,4 Millionen E-Autos. Das entspricht einem Anteil von 2,9 Prozent. Vergleicht man die Zahl der Neuzulassungen mit dem Bestandszuwachs, sieht man, dass bei weitem nicht alle neu zugelassenen E-Autos die Zahl des Fahrzeugbestandes erhöht haben. Es wurden 524.000 E-Autos neu zugelassen. Der Bestand erhöhte sich allerdings nur um knapp 396.000 Einheiten. Das bedeutet nur drei von vier E-Autos, die 2023 erstmals zugelassen wurden, erhöhen die Bestandszahl. 25 Prozent wandern also statistisch gesehen aus dem Altbestand ab. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 16 Prozent. Eine Fluktuation ist zwar natürlich, aber in diesem Falle ist die Hohe Differenz beachtlich. Denn das Durchschnittsalter der Pkw liegt bei etwas mehr als zehn Jahren und erst seit fünf Jahren werden nennenswerte E-Autos in Deutschland zugelassen. Wenn wir nun unterstellen, dass ein Teil dieser Abwanderung noch Mitnahmeeffekte durch den Umweltbonus sind, dann bedeutet das, dass diese Autos in den Neuzulassungen dieses Jahr fehlen werden. Der Wegfall des Umweltbonus trifft die deutschen Absatzzahlen also doppelt. Zum einen kommt es seitdem zu einem gebremsten privaten Konsumverhalten. Zum anderen entfallen Neuzulassungen, die mit dem Ziel einer möglichst kurzen Haltedauer angeschafft wurden.

Im Monat Juni können besonders hohe Neuzulassungen erwartet werden. Hintergrund ist der Stichtag für die Einführung neuer Pflichtausstattungen für alle neu zugelassenen Fahrzeuge ab dem 07. Juli. Das betrifft beispielsweise die Funktionen Abbiegeassistent, ein intelligenter Geschwindigkeitsassistent, Kollisionswarner, Müdigkeitswarner, Notbremsassistent und Notbremslicht, Notfall-Spurhalteassistent und Rückfahrassistent. Auch eine Blackbox im Auto wird Pflicht und eine Schnittstelle für eine alkoholempfindliche Wahrnehmung. Wenn ein Auto diese Systeme nicht hat, muss es bis zum 07. Juli zugelassen sein, um noch vom Bestandsschutz zu profitieren. Ein halbes Jahr später könnte ein gegenteiliger Effekt beobachtbar sein. Fahrzeuge könnten zurückgehalten werden mit dem Ziel, sie nicht im November oder Dezember zuzulassen, sondern im Januar 2025. Grund sind die CO2-Flottenwerte für Europa.

CO2-Flottenwerte für Europa

Seit 2020 beziehungsweise seit 2021 im vollen Umfang gelten in der EU strengere CO2-Flottengrenzwerte. Es gilt eine Grenze von 120 g CO2/km. Es gibt allerdings noch einen Gewichtsfaktor. Schwere Fahrzeuge dürfen etwas mehr ausstoßen und leichtere Fahrzeuge müssen den Wert unterbieten, um straffrei verkauft zu werden. Die Einführung führte bei vielen Herstellern zur Markteinführung neuer Elektro-Modelle, die mit 0 Gramm CO2-Ausstoß in die Berechnung eingehen. Damit können sie Fahrzeuge mit hohen CO2-Emissionen ausgleichen. Jedes Gramm Überschreitung kostet für ein Fahrzeuge 95 Euro Strafe. Gerade bei Herstellern wie VW oder Stellantis könnte sowas in Millionenhöhe gehen. Die Vorgaben blieben bis einschließlich 2024 zunächst konstant. Die Hersteller mussten die Werte also nicht weiter absenken. Im Detail gab es aber kleinere Verschärfungen. So durften noch 2020 die schmutzigsten fünf Prozent außer Acht gelassen werden. 2023 ist auch die Mehrfachanrechnung von E-Autos entfallen, sodass es nun an mehr E-Autos benötigte, um die Werte auszugleichen.

Grafik: ICCT

Wie es den Herstellern 2023 gelang, zeigt das ICCT in einem aktuellen Market Monitor. Im Durchschnitt gelingt es den Herstellern gut ihre Vorgaben einzuhalten. Die Vorgaben 2023 wurden sogar um 12 Prozent unterboten. Die Hersteller im Einzelnen schneiden allerdings sehr unterschiedlich ab. Volvo liegt bei 50 Prozent unter den Vorgaben. Bei BMW inklusive Mini sind es 21 Prozent. Mercedes liegt bei 14 Prozent und Stellantis ungefähr bei zwölf Prozent unterhalb des Limits. Bei den meisten Herstellern beruht die Reduktion der Flottenwerte auf einem steigenden Absatz von Elektroautos.

Grafik: ICCT

Im Durchschnitt wurden 15 Prozent E-Autos 2023 neuzugelassen. Eine Sonderrolle nimmt die Allianz aus Subaru, Suzuki und Toyota ein. Sie schaffen es mit zwei Prozent E-Autos die Vorgaben immerhin um neun Prozent zu unterbinden. Im aktuellen Market Monitor kann man auch sehen in welchen Ländern die meisten E-Autos verkauft werden. In Schweden sind es 39 Prozent, in den Niederlanden 31 Prozent. Dann folgen in ein-Prozent-Schritten Belgien, Österreich, Deutschland und Frankreich. Für die Zielerreichung ist es allerdings egal, in welchem Land welches Auto verkauft wird.

Grafik: ICCT

Das könnte für den Verbraucher auch mit einem gewissen Risiko verbunden sein. Branchenkenner Christoph Schwarzer schreibt in seinem Artikel bei heise Autos: „Der Zwischenerfolg könnte zu weniger Ambitionen beim Verkauf von Elektroautos führen“. Diese Gefahr besteht besonders für das laufende Jahr. 2025 wird der Grenzwert um 15 Prozent abgesenkt. Für die Hersteller, die jetzt schon im Durchschnitt liegen, ist das durchaus machbar. Aber es gibt auch Hersteller, die die Vorgaben nur knapp erfüllen. Ford nur um fünf Prozent und VW um vier Prozent unter dem Durchschnitt. Renault-Nissan-Mitsubishi liegt sogar nur bei zwei Prozent. Hier ist also im nächsten Jahr eine deutliche Steigerung notwendig. Hyundai hat mit dem Casper schon einen Kleinwagen an der Startlinie. Ford kann nur auf die neuen MEB-Fahrzeuge hoffen. Renault hat den R5 und Scenic neu im Programm. VW hat nichts Günstiges für 2025 geplant. Der ID.2 soll erst 2026 kommen. Was das bedeuten könnte, sagte erst kürzlich Markenchef Thomas Schäfer auf einer VW-internen Veranstaltung. VW benötige für 2025 „mehr als eine Verdopplung der E-Autos im Vergleich zu heute“. Die Alternative wäre ein Milliarden-Betrag an Strafe. Hersteller, die schlechter als die 12 Prozent sind, könnten bereits verkaufte Autos zurückhalten. Damit könnten die Fahrzeuge von November und Dezember in die Januar 2025 Zulassung eingehen. Es geht um mehrere Tausend Euro pro Auto und das nur, weil das Fahrzeug ein paar Wochen später zugelassen wird.

Dementsprechend könnte es drei starke Effekte geben, die die Neuzulassungen in Deutschland nach unten beeinflussen – und das unabhängig von der Nachfrageentwicklung. Zum einen der beschriebene „Schiebe-Effekt“ zum Jahresende bei Herstellern mit Flottenproblematik. Hinzu kommt der sinkende Gebrauchtwagenabfluss ins Ausland wegen des Auslaufens des Umweltbonus. Letztlich können Händler und Hersteller seit dem Wegfall des Umweltbonus auch wieder mit taktischen Zulassungen auf den Lagerbestand arbeiten – sogenannte Tageszulassungen. Stand heute gibt es in Deutschland bereits mehrere tausend neue E-Autos, die bereits zugelassen, aber noch nicht verkauft sind. Darunter auch 2023er Erstzulassungen, die die 2023er Zahlen verbessert haben und den Absturz 2024 somit verstärkt haben.

Zulassungszahlen

 

Wie auch schon im Januar wurden auch im Februar mehr Neuwagen zugelassen als in den jeweiligen Vorjahresmonaten. Insgesamt waren es in Deutschland 217.388 Pkw. Der Elektroanteil lag bei 13 Prozent und damit erneut relativ niedrig. 27.479 E-Autos wurden neu zugelassen. Das sind zwar mehr als im Januar, aber man kann noch nicht von einem Anstieg der Nachfrage reden. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Rückgang bei 15 Prozent. Aber einzelne Monate zeigen wegen hoher Schwankungen keinen Trend auf. Benziner haben im Februar 2024 einen Anteil von 36 Prozent. Diesel kommt auf 19 Prozent. Hybride ohne Stecker haben einen Anteil von 25 Prozent. Bei Plug-in-Hybride sind es sieben Prozent.

In den Top 20 der Elektro-Modellen im Februar zeigen sich bereits die Preisaktionen der Hersteller. Teslas Model Y ist noch immer auf Platz eins. Die Produktion in Grünheide wird aber zunächst noch bis Ende der nächsten Woche stillstehen. Grund war ein Brandanschlag auf die Gigafactory. Auf dem zweiten Platz ist der MG4. Vermutlich ist auch dieses Modell durch günstige Leasingraten so gut platziert. Der Skoda Enyaq ist auf Platz drei gefolgt von WV ID.4 und 5. Es geht noch weiter mit der MEB-Flotte. Auf Platz fünf ist der Cupra Born. Der Audi Q4 e-tron ist auf Platz sieben. Danach kommt der VW ID.3. Auf den Plätzen dahinter sind mit jeweils zwei Modellen die Marken Hyundai, Mercedes, BMW und Volvo.

Neue Regeln für Führerscheine

Das EU-Parlament hat neue Regelungen für Führerscheine auf den Weg gebracht. Es geht um mehrere Maßnahmen, wie beispielsweise die Befristung von Führerscheinen, den digitalen Führerschein, Probezeiten, begleitetes Fahren ab 17 und auch Gewichtsgrenzen für Fahrzeuge in den Führerscheinklassen. Aktuell liegt das Limit für die Klasse B bei acht Personen und 3.500 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht des Fahrzeugs. Bei Anhängern sind es 750 Kilogramm und auch hier gilt das Zuggesamtgewicht von 3.500 Kilogramm. Von diesen Beschränkungen sind vor allem jüngere Menschen, die ihren Führerschein ab 1999 erworben haben. Diese Gewichtsgrenze möchte das EU-Parlament nun ändern – zumindest für Personen, die die Klasse B bereits seit zwei Jahren besitzen.

Artikel ADAC

Die Gewichtsgrenze der Klasse B soll für Wohnmobile, Krankenwagen und Sonderfahrzeuge wie ein Feuerwehrwagen unabhängig der Antriebsart auf 4.250 Kilogramm anheben. Auch die Gewichtsgrenze aller anderen Fahrzeuge der Klasse B soll auf 4.250 Kilogramm gehoben werden – vorausgesetzt das Fahrzeug wird mit einem alternativen Antrieb betrieben. Das betrifft also vor allem Elektro-Transporter in der „Sprinter-Klasse“. Final beschlossen sind die neuen Regelungen aber noch nicht. Zunächst müssen noch das Parlament, die Kommission und der Ministerrat im sogenannten Trilog auf eine gemeinsame Position eingehen. Das Thema wird erst nach der Europawahl im Juni weiter behandelt. Mit einem Kompromissvorschlag wird im Herbst 2024 gerechnet. Sobald die neue EU-richtlinie beschlossen ist, muss Deutschland sie noch in nationales Recht umsetzen. In Deutschland gibt es bereits die Möglichkeit Elektro-Transporter bis 4,25 Tonnen zu fahren. Dies wurde durch eine gesetzliche Ausnahmeverordnung des Verkehrsministeriums auf den Weg gebracht. Hier waren aber noch „zusätzliche Fahrzeugeinweisungen“ und auch eine Eintragung im Führerschein notwendig.

Screenshot §6 Fahrerlaubnisverordnung

Zwischenzeitlich fand die Regelung auch Einzug in §6 der Fahrerlaubnisverordnung. Die Bedingungen waren, dass der Führerschein seit zwei Jahren im Besitz sein muss, es nur im Inland gilt, das Fahrzeug ganz oder teilweise einen alternativen Antrieb hat und es für die „Güterbeförderung“ gedacht ist. Auch Anhänger waren nicht gestattet. Von einer Pflicht zur Eintragung ist keine Rede mehr. Es ist aktuell noch nicht klar in welcher Form der Nachweis des Vergleichs zum Verbrenner erfolgen soll. Unter „Güterbeförderung“ versteht man im Allgemeinen einen gewerblichen genehmigungspflichtigen Transport von Waren. Handwerker-Fahrzeuge und auch ein privater Umzug fallen da vermutlich nicht rein.

Verkaufsstart Fiat E-Ducato

Fiat

Bereits vor einigen Wochen hatte Stellantis erste Daten für die überarbeiteten Transporter-Modelle vorgestellt. In der Klasse des Sprinters gab es jetzt auch den Verkaufsstart für den Fiat E-Ducato. Bereits bekannt war, dass Stellantis bei den großen Kastenwagen nur noch auf eine 110-kWh-Batterie setzt. Damit sollen bis zu 420 Kilometer nach WLTP möglich sein. Man setzt hier auf die klassische Nickel-Mangan-Cobalt-Zellchemie. Diese ist zwar hochpreisiger und performanter, aber dafür auch leichter. Der allgemeine Trend im Nutzfahrzeugsegment geht eigentlich zu Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Diese kommt auch im neuen Mercedes eSprinter zum Einsatz. Die verwendete Zellchemie ist auch entscheidend für die mögliche Zuladung. Beim E-Ducato liegen die Werte zwischen 590 Kilogramm und 635 Kilogramm. Diese Werte können aber je nach gewählter Ausstattung bis zu 225 Kilogramm abweichen. Mercedes verzichtet beim eSprinter bei der großen Batterie auf eine 3,5 Tonnen Variante. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 4,25 Tonnen. Das führt zu knapp 1.100 Kilogramm Zuladung.

Der E-Ducato als 4,25 Tonner bietet bis zu 1.385 Kilogramm Zuladung und damit 25 Prozent mehr als der Mercedes eSprinter mit LFP-Batterie. Der eSprinter kostet in der Basis mit großer Batterie ab rund 62.000 Euro netto. Da sind allerdings schon Online-rabatt und Barbonus abgezogen. Fiat platziert sich in den Listenpreisen deutlich günstiger. Aber auch hier ist damit zu rechnen, dass die Händler noch Rabatte gewähren. Der Frontantrieb des E-Ducato leistet 200 kW. Den Sprint auf 100 km/h schafft er in unter zehn Sekunden und er wird erst ab 130 km/h abgeregelt. Die maximale Anhängelast wird mit 2,4 Tonnen angegeben. Das kombinierte Maximalgewicht des Zuges ist aber noch nicht bekannt. AC-Laden ist mit 11 kW möglich. Es soll aber später noch eine 22-kW-Ladeoption geben. DC-Laden ist mit maximal 150 kW möglich. Damit ist der Akku in 55 Minuten wieder auf 80 Prozent. Das Ladevolumen der Varianten liegt zwischen 13 und 17 Kubikmetern.

Facelift Hyundai IONIQ 5

Foto: Hyundai

Diese Woche hat Hyundai den überarbeiteten IONIQ 5 präsentiert. Der große Akku wächst auf 84 kWh an. Damit sollen rund 570 Kilometer Normreichweite möglich sein. Für die Batterievorkonditionierung wird ein manueller Start verfügbar sein. Außen wird das Fahrzeug um zwei Centimeter länger. Der Heckspoiler wurde deutlich verlängert und am Heck gibt es jetzt einen Scheibenwischer. Auch das Fahrwerk und die Geräuschdämmung wurden verbessert. Neben Äußerlichkeiten wurde Innenraum und Funktionalität überarbeitet. Es gibt jetzt zusätzliche Tasten in der Mittelkonsole für häufig genutzte Funktionen. Die zweite Sitzreihe kann jetzt auch aus dem Kofferraum aus umgeklappt werden. Apple CarPlay und Android Auto sind jetzt kabellos verfügbar. Auch die Scheinwerfer wurden überarbeitet. Es gibt im Konfigurator ein optionales LED-Paket. Das beinhaltet „Voll-LED-Projektionsscheinwerfer im Pixel-Design“. Das ist allerding kein adaptives Matrix-Licht. Neu eingeführt wird außerdem eine neue Designlinie mit der Bezeichnung „N Line“. Die Einführung des neuen IONIQ 5 startet im Heimatmarkt Südkorea. Der europäische Markt soll im Laufe des Jahres folgen. Informationen zum Preis und den Ausstattungsoptionen sollen in Kürze folgen.

Foto: Hyundai

Preise für neuen Dacia Spring

Foto: Dacia

Vor wenigen Wochen hat Dacia das Facelift des Springs vorgestellt. Die Restbestände des Vorgängers werden aktuell noch mit 10.000 Euro Rabatt abverkauft. Der Verkaufsstart des überarbeiteten Springs wird für Anfang April erwartet. Erste vorläufige Preise sind aber jetzt schon bekannt geworden. Für die Top-Variante Extreme 65 wurde den Händlern ein vorläufiger Listenpreis von 22.000 Euro genannt. Als Optionen enthalten, sind bereits ein Farb-Aufpreis, Einparkhilfe vorn, ein CCS-Anschluss und ein Schuko-Ladekabel.  Das ist beim Spring schon Vollausstattung. Aktuell liegt der Listenpreis für ein ähnlich ausgestattetes Vorgängermodell bei 26.300 Euro. Wobei die Einparkhilfe und die V2L-Funktion bisher nicht verfügbar waren. Ohne Berücksichtigung dieser Mehrausstattung ergibt sich eine Senkung des Listenpreises von rund 4.500 Euro und damit deutlich mehr als der ehemalige Herstelleranteil am Umweltbonus. Für die Basisversion ist somit ein Listenpreis von 19.000 Euro zu erwarten.

Strafzölle für China-Importe

Screenshot Artikel Handelsblatt

Seit Oktober 2023 wird untersucht, ob chinesische Hersteller von unerlaubten Subventionen profitiert haben. Dadurch können sie ihre Fahrzeuge besonders günstig auf dem europäischen Markt anbieten und haben dementsprechend einen Wettbewerbsvorteil. Die EU-Kommission teilte mit, dass bereits jetzt ausreichen Hinweise darauf vorliegen. Daher planen sie die Importe durch den Zoll zu erfassen. Dadurch könnten auch zu einem späteren Zeitpunkt rückwirkend Importzölle erhoben werden. Bereits ab Juli könnten Zölle vorläufig eingeführt werden. Im Januar kamen 20 Prozent der E-Autos für Europa aus China. Gut die Hälfte der Fahrzeuge war von westlichen Marken.


nextnews: Apple steigt aus, Tesla Roadster, neue E-Autos, Rabatt bei Opel

Akzeptanz von E-Autos

Der Großteil der Europäer glaubt noch immer, Verbrenner seien umweltfreundlicher als E-Autos. Das geht aus den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Horváth hervor. Hierfür wurden rund 2.000 kaufwillige Autokäufer aus zwölf europäischen Staaten befragt. Vergleicht man die Akzeptanz für E-Autos in den unterschiedlichen Ländern, schneidet Deutschland recht niedrig ab. Nur 17 Prozent der befragten Deutschen würden sich beim nächsten Autokauf „sehr wahrscheinlich“ oder „eher wahrscheinlich“ für einen Stromer entscheiden. Damit liegt Deutschland auf dem neunten Platz. Das Interesse an E-Autos ist in Österreich (15 Prozent), der Schweiz (14 Prozent) und den Niederlanden (elf Prozent) am geringsten. Am größten ist das Interesse in Dänemark mit 77 Prozent, gefolgt von Norwegen mit 75 Prozent.

Grafik: STANDARD ; Daten: Horváth

89 Prozent der Autofahrer, die bereits elektrisch fahren, würden sich beim nächsten Autokauf wieder in E-Auto holen. Unter den Plug-in-Hybrid-Besitzern sind es 81 Prozent, die sich beim nächsten Autokauf für einen reinen Stromer entscheiden würden. Bei Hybriden sind es 40 Prozent. 38 Prozent der Befragten, die einen Verbrenner fahren, würden sich beim nächsten Autokauf für ein E-Auto entscheiden. Es werden auch Gründe gegen den Kauf eines Elektroautos genannt. Vor allem zu hohe Kosten, ein mangelhaftes Angebot und Reichweitenbedenken wurden genannt. Aber der ADAC hat erst kürzlich gezeigt, dass selbst nach dem Aus des Umweltbonus das Elektroauto beim Vergleich der Gesamtkostenabrechnung gut abschneidet. Denn laut dem ADAC ist man mit einem BMW i4 günstiger unterwegs als mit einem vergleichbaren BMW-Verbrenner. Auch einen VW ID.3 kann man günstiger fahren als einen aktuellen Golf. Diese Ergebnisse gelten für Neuwagen.

Grafik: ADAC

Knapp 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den Verbrenner-Pkw für die nachhaltigste Antriebsart halten, wenn man den gesamten Lebenszyklus betrachtet. Und das obwohl zahlreiche Studien das Gegenteil belegen. Beispielsweise zeigen der ADAC und auch das Umweltbundesamt die Umwelt- und Klimawirkungen von Pkw und Nutzfahrzeugen mit konventionellen und alternativen Antrieben. Der Klimavorteil von Elektroautos beträgt 40 Prozent im Vergleich zu Verbrennern. Aufgrund des starken Ausbaus von Wind- und Solarenergie wird der Vorteil für E-Autos aus dem Jahr 2030 auf 55 Prozent ansteigen.

Probleme in Grünheide

Foto: Tesla

Bereits seit Beginn des Baus der Gigafactory in Grünheide gibt es immer wieder Kritik zum Thema Wasser. Der Wasserverbrauch der Fabrik und die Abwasserentsorgung könnten die regionale Trinkwasserversorgung negativ beeinflussen. Erst kürzlich wurden die Bürger von Grünheide zu einer weiteren Tesla-Erweiterung befragt. Geplant ist ein Güterbahnhof, Lagerhallen und ein betriebskindergarten. Die Beteiligung der Anwohner war mit 70 Prozent relativ hoch. Deutlich war aber auch die Ablehnung. 65 Prozent der Befragten stimmten gegen eine Erweiterung – nicht zuletzt auch wegen der Kritik zum Thema Wasser. Schließlich steht die Gigafactory auch zu Teilen auf einem Wasserschutzgebiet. Die Befragung ist zwar nicht bindend, aber sie zeigt, wie die Stimmung Tesla gegenüber ist. Nun müssen Gemeindevertreter über die Bebauungspläne entscheiden. Auch der Finanzausschuss des Landtages müsste dem Verkauf der Flächen noch zustimmen.

Ausschnitt Artikel rbb24.de

Jetzt steht die Gigafactory erneut in der Kritik. Nach Angaben des Wasserverbandes Straußberg- Erkner (WSE) soll die Fabrik die zulässigen Grenzwerte für wassergefährdende Stoffe um ein sechsfaches überschritten haben und das schon seit zwei Jahren. Das geht aus einem Bericht des Sterns und RTL hervor. Es handelt sich konkret um erhöhte Phosphor- und Stickstoffwerte, die im Abwasser landen. Daraufhin hat das WSE für den Freitag (01. März) eine außerordentliche Sitzung einberufen. Sie fordern Tesla die Abwasserleitungen abzustellen. Das könnte einen erneuten Produktionsstopp bedeuten. Bisher wurden die Messwerte von Tesla nicht dementiert. Eine Sprecherin erklärte allerdings, dass die Gigafactory über eine Kläranlage verfüge. Es würde noch Abwasser der Küchen und Sanitäranlagen in das kommunale Netz eingehen. Es würden sich „keine negativen Auswirkungen“ auf die Kläranlage ergeben. Auch die Berliner Wasserwerke erklärten, dass die erhöhten Phosphor- und Stickstoffwerte „keinen Einfluss auf die Qualität des Berliner Trinkwassers“ hätten. Wasserwissenschaftler Martin Pusch des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei äußert allerdings einige Bedenken. Er ist der Meinung, dass die Werte die Trinkwasserversorgung negativ beeinflussen können. Teile des Abwassers fließen in den Müggelsee. Dessen Uferfiltrat speist eines der größten Wasserwerke Berlins.

Rabatt für Opel Corsa

Foto: Opel

Neue finanzielle Anreize für E-Autos werden seit Wochen immer wieder adressiert von uns. Eine neue und gleichzeitig kreative Variante für die praktische Umsetzung zeigt diese Woche Opel. Sie haben ein neues Sondermodell namens Corsa Electric Yes auf den Markt gebracht. Normalerweise bieten solche Sondermodelle eine reichhaltige Ausstattung und kosten dementsprechend auch mehr als das Basismodell. Opel macht da aber eine Ausnahme. Die Limited Edition des elektrischen Corsas startet bei einem Preis von 29.990 Euro. Das Sondermodell liegt somit fast 5.000 Euro unter dem Listenpreis der Basisversion bei zugleich mehr Ausstattung. Zum Ausstattungsumfang zählen verschiedene Designelemente inklusive 16-Zoll-Leichtmetallräder in schwarz und Sportsitzen. Verbaut ist ebenfalls das größere 10-Zoll-Display, welches es eigentlich erst in der höheren Ausstattungsvariante gibt.  Beim Antrieb wurde der etwas schwächere 100 kW-Motor genutzt. Die WLTP-Reichweite liegt bei 357 Kilometern. Wie hoch der Preisvorteil in Wirklichkeit ist, erfährt man allerdings nur beim Opel Händler. Denn vermutlich ist die Möglichkeit für Rabatte bei den frei konfigurierten Fahrzeugen deutlich höher als beim neuen Sondermodell.

Polestar im Umbruch

Foto: Polestar

Einst wurde Polestar als Rennsportteam gegründet und anschließend zur Tuning-Marke für Volvo-Modelle. Seit 2017 ist Polestar eine eigenständige Marke und fokussiert sich auf die Produktion von E-Autos.  Volvo war bisher mit 48 Prozent Polestars größter Anteilseigner. Bereits seit Anfang Februar ist bekannt, dass Volvo sich zurückziehen will. Sie möchten Polestar ab sofort nicht mehr finanziell unterstützen. Ausstehend ist noch ein Wandeldarlehen in Höhe einer Milliarde US-Dollar. Den Kredit hat Volvo allerdings bis 2028 verlängert. Volvo möchte nun Anteile im Wert von 850 Milliarden US-Dollar verkaufen. Der eigene Anteil soll auf 18 Prozent reduziert werden. Die Anteile sollen an Volvos Aktionäre verteilt werden. Vor allem an Geely. Der Aktiensplit soll im Verhältnis 2:1 erfolgen, gefolgt von einem automatischen Aktienrücknahmeprozess. Demnach können die Aktionäre wählen, ob sie als Eigentümer eintreten wollen oder die Rückkaufsaktien veräußern. Der Stichtag wird der 12. April sein. Geely wird damit zum neuen Großaktionär von Polestar und unterstützt das Unternehmen sowohl operativ als auch finanziell. Weitere 39 Prozent der Anteile an Polestar hält das Unternehmen PSD Investment. Das Unternehmen gehört Li Shufu – Vorstandsvorsitzenden von Geely. Volvo wird sich zwar finanziell zurückziehen, will aber weiterhin eng mit Polestar zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit bezieht sich auf Forschung und Entwicklung, Produktion, Kundendienst und Vertrieb.

Apple beendet Auto-Traum

Um ein mögliches Apple-Car haben sich schon immer viele Gerüchte gerungen. Aktuelle Entwicklungsstände zum geplanten Auto wollte Apple allerdings nie geben. 2014 haben sie mit der Entwicklung des Fahrzeuges begonnen. Das Ziel war es ein vollständig autonomes E-Auto schaffen. Apple soll sogar bereits vor Jahren potenziellen Partnern erste Prototypen vorgestellt haben. Laut Medienberichten habe man sich dann allerdings eher auf die Entwicklung einer Software zum autonomen Fahren konzentriert. Ein möglicher Preis hätte bei rund 100.000 US-Dollar gelegen. Bestätigt war zuletzt, dass Apple selbstfahrende Testfahrzeuge auf die Straßen des Silicon Valleys geschickt hat.

Zeitungsartikel von Bloomberg

Um das Multimilliarden-Dollar Projekt „Titan“ stand es allerdings nie richtig gut. Im Apple-Car-Team gab es wiederholt einen Strategien- und Führungswechsel. Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg von einem Auslaufen des Projekts. Sie berufen sich auf Insiderinformationen. Die 2.000 Mitarbeiter, die an dem Projekt arbeiten, seien diese Woche darüber informiert worden. Viele Mitarbeiter sollen in die Abteilung für künstliche Intelligenz versetzt werden. Auch interne Bewerbungen auf Stellen in anderen Apple-Teams sollen möglich sein. Aber es wird auch zu Kündigungen kommen. Es ist noch offen, wie viele Mitarbeiter das betreffen wird. Apple selbst wollte dazu noch keine Stellung nehmen.

Apple ist als Elektronik-Hersteller gescheitert an dem Projekt. Sicherlich auch weil die Margen im Autogeschäft nicht so hoch sind, wie es Apple gewohnt ist. Andere Elektronik-Hersteller versuchen sich aber weiterhin an einem E-Auto. Beispielsweise will Sony zusammen mit Honda 2026 einen Stromer auf den Markt bringen. Im nächsten Jahr soll dieser bereits vorgestellt werden. Xiaomi ist sogar noch weiter. Sie haben erst neulich die Limousine SU7 vorgestellt. Marktstart soll noch dieses Jahr auf dem heimischen chinesischen Markt sein. Sie haben ambitionierte Ziele. Xiaomi will in den nächsten 15 bis 20 Jahren zu den fünf größten Automobilherstellern gehören.

Tesla Roadster Reloaded

Foto: Tesla

Elon Musk ist für seine vollmundigen Versprechen bekannt. Der neue Tesla Roadster wurde ursprünglich während der Enthüllung des Tesla Semi Lkw im Jahr 2017 präsentiert. Der Elektro-Sportwagen sollte Teslas neues Aushängeschild sein, um der Marke mehr Prestige zu verleihen. Angepriesen wurde eine Beschleunigung von Null auf 60 Meilen pro Stunde in 1,9 Sekunden. Eine Höchstgeschwindigkeit von über 400 km/h sollten möglich sein. Die Reichweite wurde mit über 1.000 Kilometern in Aussicht gestellt. Ursprünglich sollte der Roadster bereits 2020 für 200.000 Euro bis 250.000 Euro auf den Markt kommen. Ebenso wie bei dem Semi-Truck wurde der Marktstart immer wieder verschoben. Diese Woche gab Musk auf X bekannt, dass Tesla „die Designziele für den neuen Tesla Roadster“ erhöht hat. Der Roadster soll den Sprint auf 60 Meilen pro Stunde in unter einer Sekunde schaffen. Aktuell hält der Rimac Nevera mit 1.97 Sekunden den Rekord für die Beschleunigung auf 100 km/h für „Serienfahrzeuge“. Studenten der ETH Zürich und der Hochschule Luzern halten mit ihrem Elektro-Rennwagen den Beschleunigungs-Weltrekord für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Sie brauchten nur 0.956 Sekunden für den Sprint auf einer Strecke von 12.3 Metern Sprintstrecke. Für die notwendige Traktion sorgt eine Art Staubsauger im Unterboden des Autos.

Elon Musk auf X

Elon Musk will nun mit einem Serienfahrzeug diese Werte erreichen. Der Schlüssel zu dieser Beschleunigung soll in der Kooperation mit SpaceX liegen. Das Auto wird mutmaßlich mit optionalen Kaltgas-Triebwerken ausgerüstet, die kurze Sprünge ermöglichen sollen. Musk äußert sich dazu: „So ein Auto wird es nie wieder geben, wenn man es überhaupt ein Auto nennen kann“. Diese Beschleunigung wirft allerdings die Frage auf, ob es den Roadster jemals geben wird. Zumindest scheint der Zeitplan fragwürdig. Erst diese Woche wurden die Designziele radikal überarbeitet. Bereits Ende 2024 soll das Auto präsentiert werden und 2025 in Produktion gehen.


nextnews: neue Rabatte, Dacia Spring, VW ID.7 Tourer, Laden für 29 ct/kWh

VW zeigt ID.7 Tourer

Foto: VW

VW hat diese Woche seinen ersten elektrischen Kombi präsentiert – den ID.7 Tourer. Die Maße entsprechen denen der Schräghecklimousine ID.7. Aber die hintere Karosserie unterscheidet sich. Der Tourer hat ein längeres Dach und eine steilere Heckklappe, weshalb der Kombi im Vergleich zur Limousine mehr Ladevolumen bietet. Der Kofferraum bietet 605 Liter Ladevolumen. Das sind 73 Liter mehr als die Limousine bietet. Bei umgeklappter Rückbank sind es sogar 1.714 Liter. Der ID.7 hat nur maximal 1.586 Liter. Den Tourer gibt es zunächst in den Versionen „Pro“ und „Pro S“. Beide Versionen sind Heckantriebsvarianten und haben eine Leistung von 210 kW. Die „Pro S“-Version kommt mit einer größeren 86-kWh-Batterie. Diese soll für Reichweiten von 685 Kilometer sorgen. Das sind aber vorerst nur Richtwerte. Diese Batterie wird auch bei dem iD.7 folgen. Die „Pro“-Version kommt mit der bereits bekannten 77-kWh-Batterie. Diese hat eine DC-Ladeleistung von 175 kW. Damit ist das Fahrzeug innerhalb von 28 Minuten von zehn Prozent auf 80 Prozent geladen. Die größere Batterie hat eine maximale Ladeleistung von 200 kW. Auch hier sollen Ladezeiten von unter 30 Minuten für zehn Prozent auf 80 Prozent möglich sein.

Foto: VW

Das Sprachassistenzsystem IDA wurde verbessert und kann nun auch auf ChatGPT zugreifen. Für den Tourer gibt es eine schwenkbare Anhängerkupplung. Die Stützlast beträgt 75 Kilogramm. Wie viel der Kombi ziehen darf, wurde nicht genannt. Aber der ID.7 Pro darf beispielsweise maximal 1.470 Kilogramm ziehen. Offen bleibt, ob mit der großen Batterie noch höhere Anhängelasten möglich sind. Der Tourer soll genauso wie der ID.4 und ID.7 im Werk in Emden produziert werden. Wie viel das Modell kosten soll und wann offizieller Marktstart ist, wurde auch nicht genannt.

Neuer Dacia Spring

Foto: Dacia

2021 kam der Dacia Spring auf den Markt und wurde seitdem jedes Jahr überarbeitet- so auch 2024. Bei dem diesjährigen Facelift wurde hauptsächlich Außen- und Innendesign verändert. Technisch hat sich nicht viel getan. Das Kofferraumvolumen ist minimal auf 308 Liter angestiegen. Optional gibt es jetzt auch einen 35 Liter Frunk. Im Spring kommt weiterhin die 26,8-kWh-Batterie zum Einsatz mit wahlweise 33 kW oder 48 kW Leistung. Bisher war es so, dass es das Ausstattungspaket „Essential“ nur mit dem leistungsschwächeren Motor und das Paket „Extreme“ nur mit dem leistungsstärkeren Motor gab. Inzwischen gibt es ein drittes Ausstattungspaket „Expression“. Für dieses isst sowohl der 33 kW-Motor als auch 48-kW-Motor möglich.

Foto: Dacia

Die Reichweite für alle Versionen soll bei über 220 Kilometern liegen. Die Homologation steht allerdings noch aus. Auch die Ladeleistung ist gleichgeblieben. Die AC-Leistung beträgt sieben kW, die DC-Leistung beträgt 30 kW. Damit braucht der Spring 45 Minuten, um von 20 Prozent auf 80 Prozent zu laden. Bessere Werte brauche es aber nicht, meint Dacia. Denn der Durchschnittskunde des Springs fahre 37 Kilometer pro Tag und lade zu 75 Prozent das Fahrzeug zuhause. Eine Neuerung gibt es allerdings. Der Spring ist nun Vehicle to Load (V2L) fähig. Auch das regenerative Bremssystem wurde verbessert.

Foto: Dacia

Im Innenraum gibt es jetzt für alle Versionen ein digitales sieben-Zoll-Display. Die beiden höheren Ausstattungsvarianten haben außerdem ein zehn-Zoll-Multimedia-Display. Das Lenkrad kann jetzt in der Höhe verstellt werden und optional gibt es für den Spring 15-Zoll-Räder. Dacia bewirbt außerdem ihr neues „YouClip“-System. An drei Punkten im Spring können Smartphone-Halterungen oder beispielsweise auch Taschen befestigt werden. Der Preis wurde aktuell noch nicht genannt. Ende März will den Dacia aber verkünden, bevor Anfang April die Bestellbücher geöffnet werden. Im Juni kommen dann die ersten Probewagen zum Händler.

 Rabattschlacht geht weiter

Aktuell verkaufen sich E-Autos nicht so gut, wie in den vergangenen beiden Jahren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Unter anderem der Wegfall des Umweltbonus. Das einfachste Mittel die Verkäufe wieder anzukurbeln, sind finanzielle Kaufanreize. Und davon machen viele Hersteller Gebrauch. Die Umsetzung ist dabei vielfältig. Beispielsweise gab es bereits Senkungen der Listenpreise, zeitlich befristete Rabatte, Zinsaktionen beim Leasing oder auch Gratis-Kilometer an der Ladesäule zusätzlich zum Neuwagen.

So bewirbt MG beispielsweise 6.000 Euro Ladeguthaben für umgerechnet 45.000 Kilometer. Die Aktion gilt allerdings nicht bei Leasing oder Finanzierung. Dort gibt es andere Angebote. So ist beispielsweise der MG5 oder MG ZS EV ab 199 Euro verfügbar für eine Laufzeit von 48 Monaten bei 10.000 Kilometern pro Jahr ohne Anzahlung. Auch VW hatte in den vergangenen Tagen eine Leasing-Aktion für den ID.3. Die beworbene Rate lag bei 222 Euro inklusive Wartung und Inspektion. In verschiedenen Online-Portalen waren auch Monatsraten unterhalb von 200 Euro verfügbar. Ein optisches Facelift gab es bereits für den ID.3. Die technische Modellpflege wird für Mitte des Jahres erwartet. Vermutlich gab es hier noch eine Lücke im Vertrieb zu schließen.

Nachgelegt hat dann nochmal Kia. Nachdem sie zum Jahresbeginn mit einem Umweltbonus von 4.785 Euro gestartet sind, legte man jetzt nochmal mit einer Leasingaktion nach. Die beworbenen Leasingraten liegen für den Niro EV bei 299 Euro und beim EV6 bei 359 Euro. Die Rate bezieht sich auf eine Laufzeit von drei Jahren und einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern. Und auch Hyundai schließt sich einer Rabattaktion an. Unter dem Namen „Frühlingswochen“ gibt es bis zum 31. März 2024 7.000 Euro „Umweltprämie“ beim Abschluss eines Kauf- oder Leasingvertrags für die Modelle Kona, IONIQ 5 und IONIQ 6. Die Rede ist hierbei von mindestens 7.000 Euro mit dem Hinweis: „Die Hyundai Umweltprämie wird in entsprechender Höhe beim Hyundai Partner von seinem Hauspreis abgezogen“. Es ist also nicht von den Listenpreisen die Rede. Die Aktion gilt nur bei teilnehmenden Händlern.

Auch bei Citroën wird am Preis geschraubt. Erst kürzlich hat Citroën die Bestellbücher für den ë-C3 geöffnet. Ein neues günstiges Modell und damit der Hoffnungsträger im Konzern.  Rein rechnerisch sind besonders günstige E-Autos vom Wegfall des Umweltbonus betroffen. Und gerade bei neu eingeführten Modellen tun sich Handel und Hersteller besonders schwer mit Rabatten. Citroën wagt nun den ersten schüchternen Schritt. Kunden, die ein Fahrzeug reserviert haben, aber noch nicht verbindlich bestellt haben, erhielten per E-Mail ein Angebot. Diejenigen, die den ë-C3 vorbestellt haben, bekommen ein Prozent Nachlass auf den UVP des ë-C3 MAX. Dafür muss nur ein Code beim Bestellvorgang eingegeben werden. Die Differenz in der Leasingrate liegt bei sieben Euro und der Aktionscode ist nur auf die Variante MAX anwendbar.

Renault R5

Betrachtet man die Verkäufe von E-Autos bei Renault 2023, kann man von einem Rückgang sprechen. In den Charts der meistzugelassenen E-Autos spielten die Modelle nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Twingo ist auf Platz 28, Megane E-tech auf Platz 30 und Renault ZOE nur noch auf Platz 42. Gemessen am Gesamtverkaufsvolumen der Marke gab es beim Anteil von E-Autos einen Einbruch von 35 Prozent auf 23 Prozent. Auch die Tochtermarke Dacia konnte diese Lücke nicht mit dem Spring schließen. Zwar lag der Dacia Spring auf Platz 15 in Deutschland, aber innerhalb der Marke sank der Elektroanteil von 24 Prozent auf 18 Prozent. Auch Renault will mit einer Modelloffensive zurück zu alter Stärke auf den E-Auto-Markt. Bereits vorgestellt wurde der Scenic mit optional über 600 Kilometer und einem familientauglichen Platzangebot. Auch im unteren Preissegment will Renault angreifen. Der R5 soll dafür das passende Modell sein. Dieser wird am Montag offiziell vorgestellt.

Vollbremsung bei Wasserstoff-Förderung

Das Bundesverkehrsministerium hat vorerst alle Fördermittel für Wasserstoff-Projekte gestoppt. Grund dafür ist die Affäre um die fragwürdige Rolle des Abteilungsleiters Klaus Bonhoff bei der Fördermittelvergabe. Das Anti-Korruptions-Netzwerk LobbyControl zeigt das Wasserstoff-Geflecht rund um das Verkehrsministerium.

Grafik: LobbyControl

Bonhoff soll enge persönliche Beziehungen zu Werner Diwald, einem Vertreter des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbands gehabt haben und diesem Fördermittel in Millionenhöhe zugeschrieben haben. Beide kennen sich gut, duzen sich und waren auch schon gemeinsam im Urlaub.Infolge von Medienberichten leitete das Ministerium eine interne Untersuchung ein, deren Ergebnis zunächst keinen Verdacht auf Vetternwirtschaft bestätigte. Jedoch wurde der Abteilungsleiter von seinen Aufgaben entbunden, nachdem durch einen SPIEGEL-Bericht vertrauliche E-Mails zwischen den beiden bekannt wurden. Inzwischen wurde auch ein weiterer Verdachtsfall bekannt. Ein bayerischer Unternehmer und seine Lebensgefährtin sollen ebenfalls in engem Kontakt zu Bonhoff gestanden haben. Auch sie wurden mit 72 Millionen Euro für den Bau einer Wasserstofffabrik bezuschusst. Wasserstoff wird auch weiterhin aufgrund des schlechten Wirkungsgrades keine Rolle bei Autos und Nutzfahrzeugen spielen.


Nutzfahrzeuge als Stromer: Notwendigkeit und Herausforderungen der Elektrifizierung

Der Anteil der E-Autos an den Neuzulassungen steigt immer weiter an. Zuletzt kamen sie auf einen Anteil von 18,4 Prozent im Jahr 2023. Während der Elektro-Antrieb im Pkw-Bereich inzwischen beliebter ist als Diesel, sieht es im Nutzfahrzeug-Segment anders aus. Der Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge an den Neuzulassungen liegt noch im einstelligen Bereich. Die beliebteste Antriebsart hier ist weiterhin Diesel. Aber auch hier gibt es immer mehr Fortschritte und inzwischen können beispielsweise auch Elektro-Transporter genauso vielfältig konfiguriert werden wie ihre Diesel-Ableger.

Foto: Siemens

Bereits 1882 gab es die ersten technischen Errungenschaften zu elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen. Siemens stellte den Elektromote vor. Das war das erste elektrisch betriebene Nutzfahrzeug und das zweite Elektro-Fahrzeug überhaupt. Das Nutzfahrzeug stellt einen Vorläufer des Oberleitungsbusses dar. Im 20. Jahrhundert ging man allerdings nicht weiter auf diese Technologie ein, da Verbrenner-Fahrzeuge billiger waren. Inzwischen forscht man wieder intensiver an Elektro-Fahrzeugen und es gibt bereits unterschiedlichste Modelle auf dem Markt, vom Pkw bis hin zum Schwerlaster. Aktuell sind in der EU Nutzfahrzeuge für 25 Prozent der im Verkehr entstehenden CO2-Emissionen verantwortlich. Damit sorgen sie für fünf Prozent aller Emissionen. Daher stellen Elektro-Nutzfahrzeuge eine Chance dar, die Werte zu senken. Das wird vor allem in Form von Elektrobussen in Städten umgesetzt. Hier stellt China einen Vorreiter dar. Dort fährt fast jeder fünfte Bus elektrisch. 99 Prozent der weltweiten elektrischen Busse sind in China unterwegs. Die Stadt Shenzhen hat sogar die komplette Busflotte elektrifiziert. Damit sollen 1,35 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Foto: Leipziger Verkehrsbetriebe

Vorteile elektrischer Nutzfahrzeuge

Der Einsatz von Elektro-Nutzfahrzeugen hat natürlich auch einige Vorteile zu bieten. Am offensichtlichsten ist, dass sie lokal emissionsfrei Fahren und keine Schadstoffe ausstoßen. Das führt dazu, dass die Luftqualität vor allem in Städten verbessert wird. Die Gefahr für Gesundheitsprobleme wie Atemwegserkrankungen wird somit reduziert. Auch der Lärm kann reduziert werden. Davon profitieren Anwohner und die Natur. Aber auch für Unternehmen ergeben sich wirtschaftliche Vorteile. Es kommt immer häufiger vor, dass Städte den Zugang zu ihren Innenstädten begrenzen. Man versucht damit Fahrzeuge mit hohen CO2-Ausstößen fernzuhalten. Durch ein elektrisches Nutzfahrzeug könnte der Zugang zu den Innenstädten weiterhin gesichert werden. Außerdem könnte auch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden. Schließlich befürworten immer mehr Städte und Länder die Umstellung auf die E-Mobilität. Das spiegelt sich auch in Steuererleichterungen wider. In manchen Ländern wird der Kauf eines elektrischen Nutzfahrzeuges auch noch gefördert. In Deutschland ist das aber nicht mehr der Fall. Zuletzt wurde vom Verkehrsministerium bestätigt, dass auch das Förderprogramm für klimaschonende Nutzfahrzeuge und für alternative Antriebe von Bussen im Personenverkehr eingestellt wird.

Aktuell sind Elektrische Nutzfahrzeuge noch teurer als Dieselbetriebene, aber es verbergen sich erhebliche Einsparungspotenziale. Strom kostet bei weitem weniger als Kraftstoff. Dadurch reduzieren sich schon allein die Kosten pro 100 Kilometer. Noch dazu besteht ein Elektroantrieb aus weniger Teilen als ein Verbrennungsmotor. Vor allem bewegliche Teile kommen nicht so oft vor. Das führt zu selteneren Kosten und weniger Wartungen. Die Betriebskosten eines elektrischen Fahrzeuges sind dementsprechend wesentlich geringer und könnten im Laufe des Lebens sogar die Preisdifferenz zwischen Elektro und Diesel wett machen.

Foto: BorgWarner (Elektro-Motor für Nutzfahrzeuge)

Ein weiterer Vorteil von batterieelektrischen Nutzfahrzeugen ist, dass sie wesentlich effizienter sind als ihre Verbrenner-Versionen. Das führt auch dazu, dass der Einsatz von beispielsweise Elektro-Lkw den Endenergieverbrauch im Straßenverkehr senken würde. Weil sie eben effizienter fahren, können sie auch schneller beschleunigen. Vor allem schwere Nutzfahrzeuge wären nicht mehr so träge wie bisher. Letztendlich bedeuten Elektronutzfahrzeuge auch mehr Unabhängigkeit. Denn sie können mit erneuerbaren Energien geladen werden, weshalb man nicht mehr auf importierte Rohstoffe angewiesen ist.

Die Elektrifizierung der Nutzfahrzeuge steht noch vor Herausforderungen

Foto: Heineken

In der Theorie mag es einfach klingen. Aber in der Praxis steht man hier noch vor einiges Herausforderungen. Momentan werden elektrische Nutzfahrzeuge eher im Nahverkehr eingesetzt. Beispielsweise setzt nun die Brauerei Heineken fünf schwere E-Lkw ein, um ihr Bier von der Brauerei in Den Bosch zum Zentrallager in Duisburg zu bringen. Das ist eine Strecke von 135 Kilometern. Insgesamt sollen die Lkw täglich 540 Kilometer fahren. Allerdings muss dafür mindestens eine Ladepause eingelegt werden. Denn die meisten elektrischen Nutzfahrzeuge kommen nur 200 bis 300 Kilometer weit mit einer Batterieladung. Denn bisher sind die Akkus noch zu groß und schwer. Es müssen erst noch kompaktere und leichtere Batterien entwickelt werden, welche trotz dessen für ausreichend Reichweite sorgen. Auch die Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge muss weiter ausgebaut werden. Es braucht ausreichend Ladestationen in angemessenen Abständen, die auch eine hohe Leistung bieten. Außerdem müssen die Ladezeiten verkürzt werden. Vor allem Busse, die im Dauerbetrieb sind, können nicht längere Ladepausen einlegen. Aber auch Lkws müssten nach 45 Minuten vollständig aufgeladen sein. Schließlich müssen Lkw-Fahrer nach 4,5-stündiger Fahrt eine 45-minütige Pause einlegen. In der Zeit sollte das Fahrzeug vollgeladen werden. Die Leistungen müssen zwar besser werden, gleichzeitig müssen die Fahrzeuge auch im Anschaffungspreis günstiger werden. Aktuell ist beispielsweise ein elektrischer Sprinter von Mercedes fast preisgleich mit einem vergleichbaren Diesel. Das liegt aber an aktuellen Rabatten und ist noch nicht die Regel im Markt.

Foto: Mercedes-Benz

Ob ein elektrisches Nutzfahrzeug für den Betrieb in Frage kommt, lässt sich meist erst wirklich in der Praxis sagen. Eine Möglichkeit das zu testen ist die Anmietung eines solchen Fahrzeuges. Wir haben einige Transporter im Angebot in unterschiedlichen Ausführungen. Beispielsweise den Maxus EV80 mit rund 900 Kilogramm Nutzlast und 11,6 m^3 Ladevolumen. Auch kleinere Transporter wie der VW ID.Buzz Cargo sind in unserer Flotte.


Doppelte Preiserhöhung bei Tesla – jetzt wird’s wieder 8.000 € teurer!

Seit dem Wegfall des Umweltbonus wird ein Elektro-Modell nach dem anderen reduziert. Damit erhoffen sich die Hersteller, die Absätze zu erhöhen. Als einer der Ersten war auch Tesla mit dabei. Mitte Januar haben sie unter anderem die Listenpreise reduziert. Für das Model Y ging es in der Basis 1.900 Euro nach unten und für die Allrad-Versionen 5.000 Euro. Damit fiel die Preisanpassung zunächst enttäuschend aus, denn zuvor konnte man mit Umweltbonus und Tesla-Dauerrabatt das Model Y weitaus billiger erwerben. In der Leasingrate hat sich allerdings noch ein Rabatt versteckt. Der Zins wurde auf 0,00 Prozent abgesenkt. Damit lag die monatliche Rate im Januar bei 421 Euro und die Ersparnis bei 195 Euro pro Monat. Kurze Zeit später ist die Leasingrate bereits auf 450 Euro angestiegen. In Kombination aus Listenpreis und Null-Prozent-Aktion erhielt man dadurch teilweise über 10.000 Euro Nachlass.

Model Y Basismodell (Mitte Januar)

Der allgemeine Trend liegt aktuell eher bei Preisreduktion und auch Tesla hat sich zunächst darangehalten. Umso überraschender ist die neueste preisliche Anpassung von Tesla. Denn Tesla hat die Preise für alle drei Model Y Varianten wieder erhöht! Zum einen wurden die Listenpreise erneut angepasst. Das Basismodell des Model Y wurde um 2.000 Euro erhöht und ist somit sogar 100 Euro teurer als Anfang Januar vor der ersten Preisreduzierung. Die Preise der beiden Allrader wurden um 2.500 Euro angehoben.

Noch stärker als die Listenpreise wirkt sich allerdings die Null-Prozent-Aktion für Leasing und Finanzierung aus. Und diese Entwicklung halten wir auch seit Jahresbeginn im Blick. Alle Beispielrechnungen beziehen sich auf die Basisversion des Model Y mit 48 Monaten Laufzeit und 10.000 Kilometern pro Jahr bei Null Euro Anzahlung. Mit der Erhöhung der Listenpreise ging auch eine Erhöhung des Zinssatzes einher. Der Zins für das Model Y in der Basisversion wurde auf 2,99 Prozent angehoben. Bei der Long Range und Performance Variante sind es nur 0,99 Prozent. Auch hier gilt weiterhin nur solange der Vorrat reicht und sofern das Fahrzeug bis zum 31. März ausgeliefert wird. Für das Basismodell ergibt sich eine monatliche Rate von 592 Euro. Damit ist das Fahrzeug über die gesamte Laufzeit um 8.208 Euro teurer geworden verglichen mit den Januar-Preisen. Bei teureren Ausstattungen und höheren Kilometerleistungen würden sich vermutlich noch höhere Differenzen ergeben. Noch spannender ist die aktuelle Differenz zum Model Y Long Range. Die monatliche Rate liegt hier bei 621 Euro bei gleichen Daten. Damit ergibt sich für die gesamte Laufzeit von 48 Monaten eine Differenz von 1.392 Euro zum Model Y Basismodell. Wie auch zuvor, gab es keine Änderungen bei den Konfigurator-Preisen des Model 3.

Model Y Long Range (Mitte Februar)

Jetzt ist auch der im Konfigurator gelistete Herstelleranteil zum Umweltbonus von 2.250 Euro entfallen. Dieser hatte zuletzt noch die Bruttolistenpreise einiger Varianten über die 60.000 Euro Marke in der 0,25 Prozent Dienstwagenbesteuerung gehoben. Es gibt noch eine weitere Neuerung im Online-Bestellprozess. Vor Abschluss der Konfiguration des Wunschfahrzeuges werden dem Kunden sofort verfügbare Fahrzeuge angezeigt – jeweils mit Standort und abweichenden Ausstattungsmerkmalen. Damit versucht Tesla die Performance im Vertrieb zu steigern und den Zeitraum zwischen Produktion und Vertrieb zu verkürzen.


nextnews: Tesla Cash-Back, hohe Rabatte eSprinter, Zulassungszahlen, Leistungsdrosselung beim Smart #1

Zulassungszahlen

Immer wieder wird in den Medien von einer rückläufigen Nachfrage gesprochen. Wir sehen es allerdings anders. Es ist vielmehr so, dass die Zulassungszahlen für den Januar typisch waren. Auch für den Gesamtmarkt ist der Januar normalerweise ein eher schlechter Monat. Im Vergleich dazu war der Januar 2024 aber überraschend stark mit 213.553 Neuzulassungen. Das ist ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Januar 2023. E-Autos waren von diesem Aufschwung allerdings nicht betroffen. 22.474 E-Autos wurden im Januar neu zugelassen. Das sind zwar 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber mit einem Anteil von 10,5 Prozent am Gesamtmarkt erzielen E-Autos eher ein schwaches Ergebnis. Benziner kommen auf einen Anteil von 38,3 Prozent, Diesel erzielt 19,2 Prozent. Hybride ohne Stecker haben einen Anteil von 24,4 Prozent. Hybride mit Stecker liegen bei 6,7 Prozent.

Dieses schwache Ergebnis kommt aber keineswegs unerwartet. Es gibt schließlich einen Grund, weshalb die ganzen Hersteller mit hohen Rabatten werben. Fraglich ist bisher, ob und wie sich die Rabatte mit Blick auf die einzelnen Modelle bereits im Januar wiederfinden. Die meisten Neuzulassungen bei E-Autos fiel auf das Tesla Model Y. Hier zeigt sicherlich schon die Null-Zins-Aktion ihre Wirkung. Auf Platz zwei liegt der Skoda Enyaq, gefolgt vom Audi Q4 e-tron. Danach wurden die Zahlen bereits dreistellig und das niedrige Niveau sorgte für eine komplette Neuplatzierung. Auffällig ist insgesamt ein starkes Abschneiden der deutschen Premium-Marken. Audi belegt sowohl Platz drei als auch Platz sieben. Mercedes und BMW haben sogar jeweils drei Modelle in den Top 20. Teslas Model 3 ist auf dem zehnten Platz. Neu in den Top 20 ist der Volvo EX30 auf Platz 13. Auffällig schwach war die Marke VW mit insgesamt 1.735 Fahrzeugen. ID. 4/5 liegt nur auf Platz acht, der ID. 3 sogar nur auf Platz zwölf. Der Cupra Born liegt sogar nur auf Platz 35.

Aktuell ist es allerdings schwierig Prognosen für das Gesamtjahr vorauszusagen. Wir erwarten eine Stagnation, plus oder minus zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Etwas genauer hat sich der VDA positioniert. Für 2023 lag die Prognose für E-Autos ziemlich gut. Der VDA rechnet bei den BEVs mit einem Rückgang von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten. Das wäre sogar noch unterhalb des Niveaus von 2022.

Cash-Back für Tesla-Fahrer

Wir haben diese Woche einige „Kummerkasten-Zuschriften“ von besorgten Besitzern erhalten. Alle fanden aber ein gutes Ende. Nämlich über 1.000 Euro Cash-Back für Tesla Bestandskunden.

Bereits im September haben wir in den nextnews über abgelehnte Anträge zum Umweltbonus berichtet. Bei der Bearbeitung der eingereichten Anträge war aufgefallen, dass die Leasinggesellschaft Tesla Financial Services den herstellerseitig erforderlichen Umweltbonus nicht in voller Höhe gewährte. Daraus folgten etliche Ablehnungsbescheide des Bafa. Erst nach der medialen Berichterstattung ging man dem nach und realisierte nachträglich die fehlenden Gutschriften. Bereits damals war klar, dass es noch Altfälle gibt, bei denen Kunden bei gleicher Sachlage positive Bescheide bekommen hatten. Grund dafür war eine mangelnde Prüfung. Jetzt wo es in der Sachbearbeitung des Bafa etwas ruhiger zugehen dürfte, rollt man diese Altfälle wieder auf.

Mehrere Betroffene haben uns angeschrieben, es geht um zunächst bewilligte Anträge aus dem Zeitraum April bis Herbst. Das Bafa fordert die Besitzer auf, den Fehlbetrag bei Tesla einzufordern und innerhalb von zwei Wochen einen entsprechenden Nachweis der Nachzahlung beim Bafa einzureichen. Damit wären auch die 4.500 Euro staatlicher Umweltbonus in Gefahr. Da das Problem nicht neu ist, reagiert Tesla diesmal sehr schnell. Bereits zwei Tage nach der entsprechenden Anfrage bei Tesla Financial Services erhielt ein Betroffener diese Antwort: „… um Ihnen eine unkomplizierte Lösung anzubieten, haben wir uns entschlossen – ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage – die von dem Bafa geforderte Gutschrift anzuweisen. Hiermit möchten wir Ihnen bestätigen, dass die Gutschrift verbucht und zur Rückzahlung, auf das bei uns hinterlegte Bankkonto, angewiesen wurde“.

Tesla News

Handelsblatt

Der IT-Konzern SAP hat laut dem Handelsblatt Tesla von der Beschaffungsliste für seine Dienstwagenflotte gestrichen. Die Flotte umfasst derzeit rund 29.000 Fahrzeuge. Zur Begründung verweist man wie Sixt und Hertz auf schwankende Listenpreise. Außerdem heißt es, dass Fahrzeuge oft früher als vereinbart geliefert würden, was Schwierigkeiten bei Lagerung und Logistik bereite.

Schlechte Nachrichten gibt es auch aus den USA. Dort berichtete Bloomberg über eine Ausweitung der Untersuchungen der Verkehrssicherheitsbehörde zu den Unregelmäßigkeiten im Bereich Raster-Lenkung. Im Fokus stehen Zahnstangengetriebe bei über 2.000 untersuchten Fällen, in denen Nutzer über ein gestörtes Lenkverhalten berichten. Ein Austausch der Baugruppe behob das Problem. Bisher lässt der Bericht offen, ob auch Fahrzeuge in Deutschland betroffen sind.

Mercedes eSprinter startet mit hohen Rabatten

Foto: Mercedes-Benz

Im Nutzfahrzeug-Segment gibt es aktuell eine sehr hohe Dynamik. Sowohl was neue Modelle angeht als auch preislich. So hatte auch Stellantis erst kürzlich ein umfangreiches Update seiner Transporter in allen Konzernmarken angekündigt. Auch Renault überarbeitet seine Modelle. Namensgeber und auch Marktführer in der Klasse bis zu 3,5 Tonnen und auch teilweise auch etwas darüber, ist der Mercedes Sprinter.

Inoffizieller Verkaufsstart war bereits schon vor wenigen Wochen, aber da waren noch nicht alle Eckdaten bekannt und es wurde auch nur der Preiss der Basisversion mit kleiner Batterie von 59.990 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer genannt. Inzwischen ist auch der Preis der großen Batterie bekannt. Die Basisversion mit der 113-kWh-Batterie kostet inklusive Mehrwertsteuer rund 104.000 Euro. Für Viele immer noch zu teuer. Und das scheint auch Mercedes bewusst zu sein, denn sie haben im Konfigurator mit gleich zwei Korrekturmaßnahmen eingegriffen. Sie geben einen Pauschalrabatt von 24 Prozent als Barnachlass. Obendrauf gibt es nochmals 5.000 Euro netto Rabatt. Für diesen gilt allerdings eine Einschränkung: „Der Barbonus gilt nur für Barkäufe für private und gewerbliche Einzelkunden mit bis zu acht Fahrzeugen und nicht in Verbindung mit Finanzierung, Leasing oder Dienstleistungsleasing“. Die Rabatte werden aktuell für alle Versionen in gleicher Höhe ausgewiesen. Prozentual ergibt sich für die Basis damit ein Rabatt von in Summe 33 Prozent. Damit ist der neue eSprinter zumindest mit der kleinen Batterie fast preisgleich zu einem vergleichbaren Diesel. Bei etwas geringerer Fahrleistung wird dort ein Preis von etwas über 38.000 Euro netto angezeigt, wobei auch dort beide Rabattpositionen bereits abgezogen wurden.

Eine Problemzone bei allen Elektrotransportern ist der Konflikt zwischen Zuladung und zulässigem Gesamtgewicht. Der eSprinter mit der kleinen Batterie ist nur mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen erhältlich. Die Zuladung liegt in der Basis bei 964 Kilogramm. Der Diesel darf 400 Kilogramm mehr. Wenn dann beim eSprinter die Hochdach-Ausführung ausgewählt wird, sind es nur noch 777 Kilogramm Zuladung. Die Alternative ist mehr Zuladung bei mehr Gesamtgewicht. Beispielsweise in der Kombination 1.541 Kilogramm Zuladung bei 4,1 Tonnen Gesamtgewicht. Dann landet das Fahrzeug allerdings auch in einer anderen Führerscheinklasse. Die Variante mit der 113-kWh-Batterie ist ausschließlich als Hochdach verfügbar. Hier sind es immer 4,25 Tonnen Gesamtgewicht bei rund 1.100 Kilogramm Zuladung. Nach Abzug der Rabatte liegt der Preis bei circa 62.000 Euro netto in der Basis. Fraglich ist, weshalb ein Hersteller zum Marktstart mit derartigen überhöhten Listenpreisen startet, um sie dann ab dem ersten Tag für jeden sichtbar so deutlich zu reduzieren. Ab Juli werden Transporter oberhalb von 3,5 Tonnen in Deutschland der Mautpflicht unterworfen. Ausnahmen gibt es unter anderem für Handwerker, aber auch für Elektrotransporter.

Teure Ladetarife

Häufig schreiben uns Zuschauer zum Thema unerwartet teure Ladefallen. Meistens geht es um Ladevorgänge, die im Bereich von einem Euro pro kWh abgerechnet werden. So auch hier in der Rechnung eines Zuschauers.

Alle Ladevorgänge fanden bei EnBW statt und wurden über die Charge My Hyundai im Flextarif bezahlt. Der Nutzer hatte zuvor einen Sondertarif und dachte offenbar, dass es so viel teurer ja nicht sein könnte, wenn man mal woanders lädt. Das war allerdings nicht der Fall. Die Preisangabenverordnung ist erfüllt und der Anbieter wird vermutlich nur den Einkaufspreis mit einem minimalen Aufschlag an den Kunden durchreichen.

Ein weiteres Beispiel ist Freshmile – ein Anbieter aus Frankreich. Bis vor wenigen Wochen war mit diesem Anbieter das Laben bei beispielsweise IONITY sehr günstig möglich, konkret 25 Cent pro kWh. Hinzu kommen 15 Cent pro Minute. Meist sind solche Angebote aber nicht von Dauer und die Tarife können sehr breit streuen und die Preise können sich jederzeit ändern. Daher sollte man zwingend vor jedem Ladevorgang die Preise prüfen. Andernfalls kann es sehr teuer werden.

Ein weiterer Zuschauer hat uns geschrieben und toppt vermutliche alle Ladepreise. Thomas war in Berlin im Kaufland und hat es geschafft in 17 Minuten 3.688 Euro Umsatz zu machen. Und zwar an einer AC-Ladesäule. Sein Account meldete über 12.000 geladene kWh. Auf telefonische Nachfrage erfuhr er, dass das Problem bereits bekannt sei. Hier liegt also ein klarer Abrechnungsfehler vor.

Gedrosselter Fahrspaß bei Smart?

Foto: Smart

Auch von Florian haben wir eine Zuschauernachricht bekommen. Er fährt seit wenigen Wochen die Basisversion des Smart #1 mit LFP-Batterie. Also eines der ersten Fahrzeuge in Deutschland und er hat ein Problem mit dem Auto, welches vermutlich mit dieser LFP-Batterie zusammenhängt. Lithium-Eisenphosphat-Batterien sind günstiger und werden vermutlich in den nächsten Jahren bei E-Autos im Preissegment unter 40.000 Euro dominieren – also genau das Segment, indem Elektromobilität in den Massenmarkt geht. Eine Herausforderung bei LFP-Akkus ist das Kälteverhalten. Eine weitere ist das Batteriemanagementsystem (BMS) und die Prognose der Restreichweite beziehungsweise die Anzeige des momentanen Ladestands. Grund dafür ist die flache Spannungskurve. Diese erschwert es dem BMS sich zu orientieren. Auch Tesla setzt seit drei Jahren diese Zellchemie bei Model 3 und Model Y ein. Auch sie hatten damals zum Start massive Probleme bis hin zu sporadischen Abschaltungen bei 20 Prozent Ladestand.

Screenshot YouTube-Video von FloLubo (https://youtu.be/Rv9_8oa2418?feature=shared)

Florian ist auch zuvor schon E-Autos mit LFP-Akku gefahren, aber was er auf der Fahrt mit seinem Smart erlebte, war neu für ihn. Auf seiner täglichen Pendelstrecke war er bei fünf Grad Celsius mit Tempomat 120 km/h unterwegs. Bei 15 Prozent Akkustand erfolgte ein abruptes Abbremsen beziehungsweise Rekuperieren ausgelöst vom Fahrzeug. Bei nur noch 50 km/h erfolgte keine Annahme des Strompedals mehr. Es gab keine Warnmeldungen und auch kein Schildkrötensymbol. Daher konnte er nur die Warnblinkanlage einschalten und langsam weiterfahren. Für ihn also eine unerwartete und gefährliche Situation. Bei zehn Prozent Ladestand war eine Steigung nur noch mit 25 km/h möglich, auch dann folgte kein Warnhinweis im Display. Vor der Fahrt wurde das Fahrzeug regelmäßig auf 100 Prozent geladen, was bei Tesla ein wichtiger Fixpunkt ist, um dem BMS die nötige Orientierung zu erleichtern. Der erste Ansprechpartner in solch einer Situation ist die Vertragswerkstatt des Herstellers. Die Antworten dort waren: „Das ist normal bei niedrigem Akkustand“ oder „Wir haben mit den chinesischen Smarts noch keine Erfahrung“. Noch dazu war auch dem eigens geschulten Mitarbeiter nicht bekannt, dass Unterschiede in der Zellchemie des Basismodells die Ursache für das Problem sein könnten. Florian ließ aber nicht locker, sodass die Werkstatt letztendlich eine Testfahrt machte. Und auch sie waren nur mit 30 km/h bei niedrigem Akkustand bergauf unterwegs. Trotzdem wurde Florian das Fahrzeug zurückgegeben mit dem Hinweis, er müsse niedrige Akkustände vermeiden. Wir reden hier allerdings über 20 Prozent Ladestand und Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt. Daher empfiehlt es sich in so einer Situation an den KBA Mangelmelder zu richten. Das hat Florian auch getan.

Oft weiß auch Moritz Leicht etwas zu Smart-Themen. Er ist Experte für diese Fahrzeuge. Er hat weiter nachgeforscht und es meldeten sich zwei weitere Betroffene in seinem Blog Smart Emotion. Die Dunkelziffer wird wahrscheinlich noch viel größer sein, schließlich wird das Fahrzeug noch nicht lange ausgeliefert. Von diesem Problem könnten auch Schwestermodelle betroffen sein, wie Smart #3, Zeekr X und Volvo EX30. Das Problem könnte unter anderem über das BMS gelöst werden. Eine andere Methode wäre ein entsprechender Hinweis in der Bedienungsanleitung, verbunden mit entsprechenden Warnmeldungen im Fahrzeug und das bestenfalls vor der Leistungsreduzierung. Der einzig versteckte Hinweis bisher ist eine Farbänderung des Batteriesymbols von Grün auf Gelb.

Ähnliche Probleme werden uns vermutlich noch bei anderen Herstellern beschäftigen, vor allem bei chinesischen Modellen. Björn Nyland beschreibt bei niedrigen Ladeständen im BYD Atto 3 eine sehr abrupte Leistungsreduktion. Auch wir haben es schon im Marvel R erlebt. Trotz warmer Batterie gab es bei fünf Prozent Ladestand einen so starken Leistungseinbruch, dass bergauf auf der Autobahn nur noch 20 km/h möglich waren. Die einzige Lösung war das Ausweichen auf den Standstreifen und das Verlassen der Autobahn über einen Wirtschaftsweg. Bei einer späteren Testfahrt in diesem Bereich zeigten sich Spannungswerte, die eigentlich unterhalb der Abschaltgrenze lagen. Es drängt sich hier der Verdacht auf, dass manche Hersteller zu viel nutzbare Kapazität freigeben, um bessere Datenblatt-Reichweiten auszuweisen. Hierbei trifft man auf rechtliches Neuland in der E-Mobilität. Wie stark dürfen die Einschränkungen in diesem Bereich sein und wie müssen solche Drosselungen dem Nutzer kommuniziert werden?


nextnews: Rabattaktion bei GWM und Polestar, DAT-Report 2024, Citroën ë-C3, Polestar 4, Akkuladung für 300 €

Neuer DAT-Report

Seit mehr als 50 Jahren ist der DAT-Report ein viel beachtetes Branchenbarometer. Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH sammelt bei Herstellern, Werkstätten und Versicherungen alle relevanten Fakten zu Autokauf- und Werkstattverhalten aus Sicht der Endverbrauchers. Diese Woche wurde die Ausgabe für 2024 vorgestellt. Dabei ging es auch um E-Autos. Im Zeitraum von März bis Oktober wurden dafür mehrere tausend private Autokäufer und Pkw-Halter in Deutschland befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ.

Grafik: DAT-Report 2024 (Deutsche Automobil Treuhand GmbH)

Die jährliche Fahrleistung sank erneut leicht auf 12.440 Kilometer. Die Unterschiede zwischen den Antriebsarten sind allerdings groß. 84 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen Autofahren Spaß mache. Für 90 Prozent bedeutet das eigene Auto zudem Freiheit und Unabhängigkeit. Wiederum 80 Prozent der Befragten gaben an, sie fahren das eigene Auto länger, um die Entwicklung der E-Mobilität abzuwarten. Daraus könnte man auch ablesen, dass generell Interesse besteht, man aber noch auf das passende E-Auto wartet.

Grafik: DAT-Report 2024 (Deutsche Automobil Treuhand GmbH)

Aber ganz so weit ist Deutschland dann doch noch nicht, denn nur 39 Prozent der Befragten gaben an, sich einen Umstieg überhaupt vorstellen zu können. Von den 39 Prozent gab die Hälfte einen Zeithorizont von fünf Jahren an. Der genannte Zeithorizont ist allerdings nicht allzu erstaunlich, wenn man sich die Haltedauern der sogenannten „Vorbesitzkäufer“ ansieht. Der Gebrauchtwagenkäufer des Jahres 2023 war mit dem Vorgängerfahrzeug immerhin durchschnittlich 80 Monate und mehr als 153.000 Kilometer unterwegs. Bei Neuwagenkäufern lag die Haltedauer durchschnittlich bei 72 Monaten und 92.000 Kilometern.

Grafik: DAT-Report 2024 (Deutsche Automobil Treuhand GmbH)

Allgemein ist die Skepsis gegenüber E-Autos immer noch groß. Dreiviertel der befragten halten die Technologie immer noch nicht für ausgereift. Für 80 Prozent gilt der Akku als Unsicherheitsfaktor. 87 Prozent geben an, E-Autos seien zu teuer. Das wirft die Frage auf, wie viel die deutschen Neuwagenkunden tatsächlich für ihre Autos bezahlt haben. Der Durchschnittspreis eines Neuwagens lag bei 44.630 Euro. E-Autos waren im Schnitt nur rund 5.000 Euro teurer und lagen damit fast gleichauf mit dem, was Kunden für deutsche Marken bezahlt haben. E-Auto-Käufer haben im Schnitt also nur zwölf Prozent mehr gezahlt als der durchschnittliche Neuwagenkunde. Und dennoch sagen 87 Prozent der Befragten E-Autos seien zu teuer. Grund dafür sind häufig Differenzen zwischen der Selbsteinschätzung und der Realität. Es kann aber auch daran liegen, dass die Werte aus unterschiedlichen Gruppen von Befragten kommen.

Grafik: DAT-Report 2024 (Deutsche Automobil Treuhand GmbH)

Der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis war gegenüber dem Vorjahr nur minimal rückläufig. Er wurde mit 18.620 Euro angegeben. Das sind aber nur 42 Prozent dessen, was für Neuwagen ausgegeben wurde. Kunden, die sich zum ersten Mal im Leben für den Kauf eines Gebrauchten entschieden, haben dagegen nur knapp unter 10.000 Euro ausgegeben. Der Elektroauto-Gebrauchtwagenmarkt hat es dementsprechend schwer sich zu etablieren, obwohl das Angebot deutlich wächst. Hier trifft ein begrenztes Budget auf große Skepsis zur Technologie. Nur 13 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer können sich ein gebrauchtes E-Auto vorstellen. 56 Prozent sagen, wenn sie sich ein E-Auto zulegen, sollte das unbedingt neu sein. Batteriezertifikate können aber helfen, die Akzeptanz von elektrischen Gebrauchten zu steigern. Trotzdem geht der Report noch von einer „Restwertproblematik“ aus.

Grafik: DAT-Report 2024 (Deutsche Automobil Treuhand GmbH)

Obwohl nur Autobesitzer befragt wurden, sehen 16 Prozent Carsharing als mögliche Alternative. Die Nutzung eines Auto-ABOS können sich immerhin 21 Prozent der Pkw-Halter vorstellen. Bei den unter 30-Jährigen liegt die Quote sogar bei 30 Prozent.

Polestar 4 Verkaufsstart

Foto: Polestar

Diese Woche hat Polestar den Verkauf für sein nächstes Modell gestartet und den Konfigurator in Europa und Australien online gestellt. Das Fahrzeug ist oberhalb des Polestar 2 platziert und startet wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb. Beide Varianten haben einen 100 kWh großen Akku in der Bauweise Cell to Pack. Es gibt also keine Gruppierung der Zellen in Module. Schnelles Laden erfolgt mit maximal 200 kW in 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Normales Laden erfolgt mit elf kW, optional sind aber auch 22 kW möglich. Die Heckantriebsversion fängt bei einem Preis von 61.900 Euro an und hat eine Leistung von 200 kW. Damit ist der Sprint auf 100 km/h in 7,4 Sekunden möglich. Die Reichweite wird mit maximal 610 Kilometern angegeben und optional darf der Anhänger bis zu 1,5 Tonnen ziehen. Bei der Allradversion sind es sogar zwei Tonnen. Außerdem soll es eine vollautomatisch einklappbare Anhängerkupplung geben. Bei der Allradvariante sind es dann schon 400 kW Leistung und der Sprint kann in 3,8 Sekunden geschafft werden. Der Aufpreis liegt bei 8.000 Euro. Die Reichweite wird mit maximal 580 Kilometern angegeben. Beide Varianten werden bei 200 km/h abgeriegelt. Der Kofferraum bietet einschließlich des 15 Liter Frunks 526 Liter Ladevolumen. Bei umgeklappten Sitzen sind es 1.536 Liter.

Durch den drei Meter langen Radstand und einer Gesamtlänge von 4,84 Metern bietet der Polestar 4 ein großzügiges Platzangebot. Das Panoramadach ist Serie und ist optional mit elektrochromen Glas verfügbar. Das bedeutet man kann per Knopfdruck entscheiden, ob das Panoramadach transparent oder blickdicht sein soll. Beim Polestar 4 hat man zudem auf eine Heckscheibe verzichtet. Die Sicherheits- und Assistenzsysteme sind durchaus umfangreich. Das Modell verfügt über zwölf Ultraschallsensoren, vier Nahbereich-Kameras, sieben HD-Kameras sowie eine Kamera im Innenraum zur Überwachung des Fahrers. Im Konfigurator gibt es vier optionale Ausstattungspakete und noch weitere Möglichkeiten zur Individualisierung des Fahrzeugs. Produktionsbeginn soll Mitte des Jahres beginnen und die ersten Fahrzeuge sollen im August beim Kunden ankommen.

Neustart bei GWM

Als Einzelbuchstaben ausgesprochen ist der Name etwas sperrig. Trotzdem hat man hierzulande die Herstellerkürzel von Great Wall Motors mit in die Modellbezeichnung aufgenommen. Aus dem Ora Funky Cat wurde jetzt GWM Ora 03. Am Auto selbst hat sich aber nichts geändert. Es scheint auch so, als hätte man noch einige Autos in den Lagerbeständen, denn für den GWM Ora 03 gibt es jetzt 12.000 Euro Rabatt. Auch hier gilt es wieder nur bei teilnehmenden Händlern und die Aktion ist bis zum 31. März 2024 gültig. Damit ist die Basisvariante bereits ab 26.990 Euro erhältlich. Der Aktionsrabatt wird auch für die restlichen Varianten in gleicher Höhe gewährt.

Überraschungen zum Bestellstart des Citroën ë-C3

Die Forderungen sind eindeutig: Die E-Mobilität muss bezahlbarer werden und es braucht günstigere Modelle. Daher ist der neue ë-C3 ein Hoffnungsträger in diesem Segment. Relevante Konkurrenten in diesem Segment sind der Dacia Spring, der Renault R5 und VW ID. 2. Letztere beiden wurden aber noch nicht einmal offiziell vorgestellt und der Spring erwartet eine deutliche Modellpflege.

Die Frage ist allerdings, ob der Wegfall des Umweltbonus den Verkaufsstart des ë-C3 beeinflusst. Allerdings sind die 23.300 Euro für die Basis keineswegs ein deutscher Preis. In Frankreich und Österreich kostet das Auto das Gleiche. Insofern scheint der Preis eher langfristig platziert. Seit Donnerstag (01. Februar) gibt es nun die Preisliste und das Modell ist bestellbar. Daher gibt es jetzt auch noch ein paar mehr Details, die durchaus überraschen.

Statt 320 Kilometer stehen nur 300 Kilometer im Datenblatt. Grund dafür ist die bisher fehlende Homologation. Man gibt also die Minimalannahme im Prospekt an, um rechtssicher in den Verkauf starten zu können. Überraschend ist, dass der drei-phasige elf-kW-Onboard-Lader für beide Varianten optional bestellbar ist. Der Aufpreis liegt bei 400 Euro. Ein Typ2-Ladekabel ist Serie und wird passend zum jeweils bestellten Onboard-Lader beigelegt. Die größte Überraschung ist aber vermutlich, dass Stellantis offenbar grünes Licht für eine Anhängerkupplung gegeben hat. 550 Kilogramm können gezogen werden. Die Stützlast liegt bei 61 Kilogramm. Das ist zwar nicht viel, aber in diesem Segment durchaus ungewöhnlich, wobei auch der ID. 2 mit Anhängerkupplung kommen soll. Offen bleibt weiterhin, ob der LFP-Akku auch im Winter annähernd an die Werksangabe von 26 Minuten für 20 Prozent auf 80 Prozent herankommt.

Vollladen für 300 Euro

Uns wurden mehrere Bilder eines Erlkönigs geschickt, welches mit einem Ladevorgang mehr Strom zieht, als die meisten nicht in zwei Monaten verfahren. Das Fahrzeug ist ein Mercedes Truck. Zuerst wurde er von Torsten auf dem Autohof Egestorf an der A7 südlich von Hamburg gesichtet. Das gleiche Auto wurde einige 100 Kilometer südlich von Michael erneut gesehen. Diesmal aber nur als Zugmaschine. Das Display der Ladesäule zeigte 349 kW Ladeleistung und das vermutlich über einen längeren Zeitraum. Insofern stellt es einen echten Belastungstest und zugleich jede Menge Umsatz dar. Der Akku des Mercedes Trucks hat ungefähr 600 kWh Kapazität. Eine Vollladung kostet im IONITY Passsport Tarif ungefähr 300 Euro. Und damit hat das Fahrzeug eine reale Reichweite von rund 500 Kilometern. Grob gesagt liegt der Verbrauch bei etwas mehr als einem kWh pro Kilometer.

X-Bus insolvent

Als neuer Automobil-Hersteller in den Markt zu starten, funktioniert eigentlich nur noch mit E-Autos. Aber auch das ist kein Selbstläufer. Nicht alle, die angetreten sind, waren auch erfolgreich. Prominente Beispiele sind Byton und Sonomotors. Eine Insolvenz kann aber auch eine Chance für einen Neustart darstellen. Um den Marktstart einfacher und günstiger zu machen, meiden viele Hersteller die Pkw-Schwelle und suchen den Erfolg mit sogenannten Leichtfahrzeugen der Klasse L7e. Egal ob es für die Personenbeförderung gedacht ist oder als Nutzfahrzeug. Die maximale Motorenleistung ist auf 15 kW begrenzt und die maximale Leermasse liegt bei 450 Kilogramm für Personenbeförderung und 600 kg für Gütertransport. Ein bekanntes Beispiel ist unteranderem der Renault Twizy.

Daher verwundert es auch nicht, dass auch X-Bus auf ein modulares System auf dieser Basis setzte. Auf zwei verschiedenen Basismodulen konnten die Kunden zwischen Varianten wie Bus, Kipper, Box, Transporter, Pickup, Cabrio oder Camper wählen. Der 15 kW Allrad-Antrieb leistet im Peak bis zu 56 kW. Zur Wahl stehen auch verschiedene Battery-Packs von 15 kWh bis 45 kWh. Besonders ist, dass die mögliche Zuladung von 800 Kilogramm bis 1.100 Kilogramm oberhalb des Leergewichtes liegt. Das liegt nämlich maximal bei 800 Kilogramm.

Screenshot Webseite electricbrands.de

Nach Angaben des Unternehmens haben sie bereits 17.000 Vorbestellungen aus rund 30 Ländern gesammelt. Zur Reservierung ist eine Anzahlung von zehn Prozent notwendig. Die Produktion sollte durch den Auftragsgeber VDL Nedcar in den Niederlanden erfolgen. Doch ob das wirklich so kommt, ist seit dieser Woche unklar. Auf einer Seite der Unternehmensgruppe heißt es: „Die ElectricBrands AG mit Sitz in Eppertshausen hat beim Amtsgericht Darmstadt einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt; die vorläufige Eigenverwaltung wurde am 29.01.2024 vom Gericht antragsgemäß angeordnet. Ziel ist eine vollständige Sanierung der Gesellschaft. Die angeschlossenen Unternehmen ElectricBrands Financial Service GmbH, Evetta GmbH und XBUS GmbH werden in den Restrukturierungsprozess mit einbezogen”. Bisher hatten es Leichtfahrzeuge vor allem in Deutschland schwer, denn sie waren im Sinne des Umweltbonus nicht förderberechtigt. Doch vielleicht könnte der Wegfall des Umweltbonus das ändern.


Lieber E-Auto statt Flieger: Mit dem EQS von Berlin nach Marrakesch

Häufig hört man noch die Vorurteile Elektroautos seien nicht langstreckentauglich. Daher wären gerade längere Fahrten in den Urlaub unpraktisch. Das sieht die fünfköpfige Familie Mentzel vermutlich anders. Sie wollten dem Winter entkommen und wieder wärmere und längere Tage erleben. Daher haben sie sich kurzerhand dazu entschieden sie wollen nach Marrakesch in Marokko. Um dorthin zu kommen, sollte es aber kein Flugzeug werden. Sie haben sich für einen Roadtrip entschieden, und zwar mit ihrem Familienauto Mercedes EQS. Denn sie wollten auch den EQS auf langer Strecke testen, und zwar außerhalb von Europa. Der Ausgang der Reise beweist, dass ein E-Auto nicht nur für solch lange Strecken geeignet ist, sondern auch angenehm und eine weitaus klimafreundlichere Alternative zu Flugzeug oder herkömmlichen Verbrenner.

Am 22. Dezember 2023 ist Eric Mentzel samt Frau und drei Kinder aus Berlin losgefahren. Ohne viel Vorbereitung sollte es in den Süden gehen. Einzig und allein musste eine Ladeapp ein paar Tage vor Abreise freigeschaltet werden. Schließlich wollte Familie Mentzel in Marokko öffentliche Ladepunkte nutzen. Der Anbieter war FastVolt. Von Berlin aus ging es als erstes nach Besançon, Frankreich. Am nächsten Morgen haben sie sich auf nach Barcelona, Spanien, gemacht. Das nächste Ziel war Denia, Spanien. Dort haben sie dann auch Heiligabend gefeiert. Als nächstes haben sie den Badeort Benidorm angesteuert, wo sie auch mehrere Stunden verbracht haben. Schließlich ging es weiter nach Malaga. Am Abend des 25. Dezembers kamen sie an und sie blieben bis zum 27. Dezember. Daher hatte Familie Mentzel auch genügend Zeit um die Festung Alcazaba zu besuchen. Als nächstes wurde Algeciras angesteuert, denn von dort aus überquert die Fähre Balearia die Straße von Gibraltar nach Tanger Med, Marokko. Die Fährfahrt sei mit anderthalb Stunden nicht allzu lang gewesen. Allerdings haben administrative Formalien für die Ausreise aus Europa und Einreise nach Marokko viel Zeit beansprucht. Als sie endlich Tanger Med verlassen konnten, fuhren sie zum 200 Kilometer entfernten Casablanca. Auf ihrer Reise waren sie doch vom Fortschritt des Landes positiv überrascht. Es erinnerte sie an ein „Europa 2.0“ vor 20 Jahren sah es dann doch noch etwas anders aus.

Foto: Eric Mentzel

In Casablanca haben sie dann auch das erste Mal in Marokko geladen. Der Ladepunkt war an einer AFRIQUIA Tankstelle. Zur Verfügung stand eine 50 kW Ladesäule mit CCS, AC Typ2 und Chademo-Stecker. Der Ladevorgang wurde einfach per App gestartet. Das Ladesystem ist allerdings etwas anders in Marokko. Der Verkauf von Strom an Ladesäulen ist verboten. Stattdessen kauft man Parkzeit an einer Ladesäule. Für sieben Tage mit bis zu acht Ladevorgängen pro Tag haben sie umgerechnet 28 Euro gezahlt. Haushaltsstrom würde neun Cent pro kWh kosten. Am 28. Dezember ging es nun endlich nach Marrakesch – dem ursprünglichen Ziel der Familie Mentzel. Dort haben sie die nächsten drei Nächte verbracht. Dem Winter entflohen hatten sie 23 Grad Celsius im Schatten und die Sonne ging erst gegen 19 Uhr unter. Ihren EQS konnten sie während ihres Aufenthaltes an einer Schuko-Steckdose auf dem Gästeparkplatz ihres Hotels laden. Alternativ hätte es aber auch einen 100-kW-DC-Lader am Rande der Stadt gegeben.

Foto: Eric Mentzel

Am 31. Dezember hat Familie Mentzel einen Ausflug zu der Lehmbaustadt Ait Ben Haddou aus dem elften Jahrhundert gemacht – natürlich wieder mit E-Auto. Auf einer Strecke von 100 Kilometern ging es dann von 400 Meter Höhe auf 2.200 Meter Höhe. Innerhalb von 80 Kilometern ging es dann wieder auf 1.300 Meter Höhe runter. Die Gesamtstrecke betrug rund 400 Kilometer. Der Verbrauch lag bei nur 15,3 kWh pro 100 Kilometer – und das trotz voller Besetzung und Reisegepäck. Das führte natürlich dazu, dass nach der Vollladung eine prognostizierte Reichweite von 770 Kilometern angezeigt wurde. Nur zum Vergleich: die WLTP-Reichweite wird beim EQS 450+ mit 748 Kilometern angegeben. Der kombinierte Verbrauch liegt bei 16,6 kWh pro 100 Kilometer.

Am Neujahrstag ging es dann weiter Richtung Westen. Es sollte in die Medina nach Essaouira gehen an den Atlantik. Am nächsten Tag ging es Kentira, denn dort wir unter anderem der Citroen Ami produziert, der in Deutschland schon ab 15 Jahren gefahren werden darf und auch von den beiden älteren Kindern der Mentzels genutzt wird. Danach ging es für sie weitere nach Asilah – dem letzten Übernachtungsort in Marokko. An einer TOTAL Tankstelle gab es sogar kostenlose Lademöglichkeiten, mit einer 50 kW DC-Ladeleistung. Am 03. Januar ging es dann wieder mit der Fähre zurück nach Spanien. Auch hier war wieder der Ausreiseprozess sehr zeitaufwändig. Angekommen in Spanien ging es dann nach Alicante, wo sie auch noch bis zum 06. Januar geblieben sind. Dann ging es 1.400 Kilometer Richtung Norden. Der Winter wurde wieder spürbarer, denn die Tage wurden wieder deutlich kürzer. Am Abend des 07. Januars sind sie wieder in Berlin angekommen. Schließlich mussten die Kinder wieder am nächsten Morgen in die Schule.

Foto: Eric Mentzel

Familie Mentzels Erfahrungen mit dem EQS auf Langstrecke!

Es gab einzig und alleine eine Einschränkung während ihrer Reise. Sie hätten gerne den Rand der Sahara bei Merzouga besucht. Das war allerdings durch mangelnde Ladeinfrastruktur nicht möglich. Sie hätten ihren EQS nur an einem Einphasigen-Stecker an einem Hotel laden können. Ann hätte die Ladezeit aber auch 45 Stunden betragen. Ansonsten hatten sie keine Probleme auch in Marokko Ladesäulen zu finden.

Screenshots von Eric Mentzel

Die gesamte Strecke lag bei 8.500 Kilometern. Er Verbrauch pendelte sich bei 21,5 kWh pro 100 Kilometer ein. Zum Vergleich hätte ein Flugzeug drei bis vier Liter Kerosin pro Person je 100 Kilometer verbraucht. Für Familie Mentzel lässt sich zusammenfassend sagen, dass es eine entspannte Reisemethode war. Fahrten haben sie für Gespräche, Spiele oder auch Reiseplanung genutzt. Eric Mentzel beschreibt die Fahrt als „leise, auf Luft gefedert, nahezu schwebend dahingleitend“.

Bei einer solch langen Fahrt sind aber auch Schwächen beim EQS aufgefallen. Alle fünf Minuten startete auf der Fähre die Alarmanlage des Fahrzeuges, die durch Auf- und Zuschließen immer wieder deaktiviert werden musste. Probleme hat auch Mercedes Infotainment-System MBUX gemacht. In Marokko funktionierte es gar nicht. Es war kein Kartenmaterial verfügbar und auch die Verkehrszeichenerkennung hat nicht funktioniert. Einen online Kartenkauf zur Lösung des Problems hat das Auto nicht vorgeschlagen. Und auch ein Anruf bei Mercedes per Me Button im Fahrzeug war nicht möglich. Wenn eine Ladesäule als Navigationsziel eingegeben wurde, warnte dass MBUX nur bei niedrigem Akkustand anstelle eine Ladesäule aufzusuchen. Auch die hinterlegten Angaben zu den technischen Daten der Ladeinfrastruktur stimmten häufig nicht. Häufig waren an den Säulen weniger Ladeleistung möglich, als im System angegeben.


nextnews: Tesla Zahlen 2023, Cupra Garantie, mehr Rabatte, elektrischer Macan, Preissenkung bei IONITY

BYD-Wechselprämie

Bereits vor zwei Woche hatte BYD in Deutschland die Listenpreise für die Modelle Atto 3 und Dolphin um 7.000 Euro beziehungsweise 3.000 Euro dauerhaft reduziert. Die eigentliche Preissenkung beim Dolphin lag aber eigentlich nur im Bereich von 300 Euro, da zuvor noch der Herstelleranteil zum Umweltbonus gewährt wurde. Insofern überrascht es nicht, dass jetzt der Preis nochmals angepasst wird und es jetzt eine Rabattaktion mit dem Titel „Wechselprämie“ gibt. Diesmal erfolgte die Kommunikation auf der Seite der Importeurgesellschaft – die Hedin Electric Mobility GmbH. Für den Atto 3 und Dolphin geht es nochmals um 3.000 Euro nach unten. Damit startet der Dolphin mit der großen Batterie bei 29.990 Euro.

Die Rabattaktion wurde auch auf die anderen Modelle ausgeweitet. Beim Seal sind es ebenfalls 3.000 Euro weniger. Bei den Premium-Modellen Han und Tang sind es sogar ungefähr 14.000 Euro und 17.000 Euro. Die Aktion gilt für Bestellungen bis Ende März, sofern die Zulassung und Auslieferung bis zum 30. Juni erfolgt. Jedoch gibt es die Wechselprämie nur bei Barkäufen und Finanzierungen. Das bedeutet, dass der Kunde ein gewisses Restwertrisiko trägt.

Toyota Vertrauensgarantie

Bei BYD ist es die Wechselprämie, bei Toyota die Vertrauensgarantie. Und diese soll Toyota-Kunden bei Bestellungen bis zum 31. März 4.500 Euro Umweltbonus sichern. Inzwischen ist aber auch bereits bekannt, dass 4.500 Euro auf die hohen Listenpreise nicht ausreichen, um den Kunden eine attraktive Rate anzubieten. Daher legt Toyota im gleichen Angebot nochmals nach. Insgesamt wird ein Preisvorteil von 12.600 Euro für den Stromer Bz4x beworben. Die beworbene Leasingrate von 329 Euro bezieht sich auf 48 Monate Laufzeit und 10.000 Kilometer pro Jahr.

Nissan Angebotspreis

Die höchsten Rabatte gibt es aktuell für Modelle, die etwas in die Jahre gekommen sind. Beispielsweise 10.000 Euro beim Dacia Spring. Beim Tesla Model Y sind in Kombination von Preissenkung und Null-Prozent-Aktion sogar noch höhere Nachlässe möglich. Etwas in die Jahre gekommen ist auch der Nissan Leaf. Deswegen hat auch hier Nissan preislich reagiert und bewirbt das Auto zum Angebotspreis ab 27.687 Euro. Hierbei sind auch die Überführungskosten mit einberechnet. Gemessen am Listenpreis sind das also 9.000 Euro Nachlass. Im Kleingedruckten heißt es: nur bei teilnehmenden Nissan-Händlern und nur gültig für Kaufverträge und Zulassungen bis zum 14. April 2024. Also geht es auch hier hauptsächlich um den Lagerbestand. Rabattfähig sind aber auch Leasingverträge. Aktuell wird eine Rate von 219 Euro beworben. Hinzu kommen allerdings noch Überführungskosten und eine Leasingsonderzahlung.

Stellantis teilt aus

Foto: Stellantis (Chef Carlos Tavares)

Bereits im November sagte Stellantis-Chef Carlos Tavares im Spiegel-Interview: E-Autos sind in der Produktion um 40 Prozent teurer als konventionelle Autos mit Verbrennungsmotor. Viele Konsumenten können aber einen entsprechend höheren Preis nicht bezahlen. Also müssen die Autokonzerne reagieren – mit dem härtesten Wettbewerb, den wir in der Geschichte der Industrie erlebt haben”. Er beschreibt das Dilemma der etablierten Hersteller zwischen margenstarken Verbrennern und politischen Vorgaben hin zum E-Auto. „Die EU-Kommission hat sich für eine sehr kostspielige Technologie entschieden: die E-Mobilität, die sich nur einige Kundinnen und Kunden leisten können“. Im Dezember führte er mit Blick auf das Wachstum von E-Autos fort und prophezeite, dass diejenigen, die mit E-Autos kein Geld verdienen würden, bald in Schwierigkeiten geraten werden. Wen genau er damit meint, sagte er nicht. Gegenüber der Financial Times meinte er sogar: „Ich kenne ein Unternehmen, das die Preise brutal gesenkt hat und dessen Rentabilität brutal eingebrochen ist”. Stellantis selbst will sich nicht in den aktuellen Preiskampf hineinziehen lassen. Daher gibt es auch von den meisten Konzernmarken keine Rabattaktion. Stellantis selbst ist nach eigenen Aussagen gut aufgestellt. Die Umsatzrendite sei höher als bei vielen anderen Herstellern.

Neue Garantien bei Cupra

Für viele Kunden, die jetzt auf die E-Mobilität umsteigen wollen, stellt das E-Auto noch eine Unbekannte dar und man möchte das „Technologie-Risiko“ möglichst absichern. Zum einen über eine Beschaffung im Leasing, um nicht selbst das Restwert-Risiko tragen zu müssen. Zum anderen aber auch über lange Garantiedauern. Für den Akku sind lange Garantiezeiten inzwischen marktüblich und auch gesetzlich abgesichert. Immerhin ist damit das teuerste Bauteil eines E-Autos abgesichert, anders als bei Verbrennern, bei dem der Motor das Teuerste ist und in der Regel nur durch kurze Garantiezeiten abgedeckt wird. Beim Rest des Autos gibt es häufig nicht solche langen Garantiezeiten und es kommt immer wieder zu teuren Einzelfällen.

Um mehr Vertrauen zu schaffen und Neukunden zu gewinnen, bieten einige Hersteller langjährige Garantien an. Bei Tesla beträgt die Garantie beispielsweise 4 Jahre oder 80.000 Kilometer, je nachdem, was zuerst eintrifft. Auch BYD hat gestaffelte, aber lange Garantiezeiten. Beim Akku sind es acht Jahre beziehungsweise 200.000 Kilometer. Beim Antrieb sind es 150.000 Kilometer und acht Jahre. Grundlegend sind aber sechs Jahre und 150.000 Kilometer ausgewiesen. Bei vielen anderen Marken ist jedoch nach zwei Jahren Schluss. So auch bei Volkswagen. Hier sind es zwei Jahre ohne Kilometerbegrenzung.

Die VW Marke Cupra startet jetzt allerdings mit deutlich längeren Garantiezeiten. Das gilt nicht nur auf das gesamte Auto. Es gibt auch eine gestaffelte Batteriegarantie. Für drei Jahre oder 60.000 Kilometer sollten mindestens 78 Prozent der ursprünglichen Kapazität verfügbar sein. Bei fünf Jahren beziehungsweise 100.000 Kilometer sind es 74 Prozent. Und letztendlich bei acht Jahren oder 160.000 Kilometern 70 Prozent.

Weiterhin gelten für Vielfahrer unbegrenzte Kilometer bis zwei Jahre. Neu ist, dass es inzwischen eine Garantie von fünf Jahren beziehungsweise 150.000 Kilometern gibt. Per Stichtag werden konkret Werksbestellungen ab dem 21. Dezember 2023 begünstigt. Bestandsfahrzeuge profitieren also nicht von der neuen Garantie.

IONITY senkt die Preise

IONITY-Ladekarte (Stand: 26. Januar 2024)

IONITY ist einer der größten Anbieter für schnelles Laden mit derzeit 595 Ladeparks europaweit. Der Fokus liegt klar auf Standorten an Fernstraßen, meist Autobahnen. Die meisten Baustellen für neue Ladeparks gibt es aktuell in Polen, Schweden, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland mit 21 neuen Standorten in Bau. Bei den Preismodellen hat man 2023 einen Strategiewechsel vollzogen. In der Vergangenheit gab es preislich sehr attraktive ABO-Modelle für Kunden der an IONITY beteiligten Autohersteller. Die meisten dieser ABO-Deals sind allerdings ausgelaufen oder laufen demnächst aus.

Bereits vor wenigen Monaten gab es eine Preissenkung im Ad-hoc-Preis. In Deutschland lag der Preis bei 69 Cent pro kWh. Jetzt legt IONITY nochmals nach. Im Ad-hoc-Preis gab es Senkungen in Dänemark, Norwegen, Österreich und Schweden. Gleichzeitig haben sie aber auch die Grundgebühr im Passport-Tarif halbiert. Bei nur noch 5,99 Euro pro Monat reduziert sich der kWh-Preis um 20 Cent – in Deutschland liegt der Preis also aktuell bei 49 Cent pro kWh. Der Tarif ist monatlich kündbar. Es kann also auch gezielt für längere Reisen gebucht werden.

Bei EnBw zahlt man aktuell 39 Cent pro kWh bei einem monatlichen Beitrag von 17,99 Euro. Bei Tesla liegt der ABO-Preis bei 12,99 Euro monatlich. Dann zahlt man variable Preise, die in Deutschland zwischen 37 Cent und 47 Cent liegen.

Neuer elektrischer Macan

Foto: Porsche (Macan Turbo)

Porsche hat sein zweites Elektroauto präsentiert. Der Macan, der bisher als Verbrenner bekannt war, fährt in der nächsten Generation rein elektrisch vor. Das SUV ist 4,4 Meter lang und basiert als erster Porsche auf der neuen PPE-Plattform. Das Fahrzeug steht auf 22 Zoll großen Rädern und hat einen 540 Liter großen Kofferraum. Zusätzlich gibt es einen 84-Liter-Frunk. Vorerst wird es den Macan in zwei Versionen geben. Beide haben einen zweimotorigen Allradantrieb. Ebenfalls sind beide Versionen mit einer 100 kWh großen Batterie ausgestattet und verfügt über die 800-Volt-Technologie. Maximal 270 kW Ladeleistung sind möglich. In vier Minuten sollen 100 Kilometer nachgeladen werden können.

Die vorübergehende Basisversion hat 408 PS, also 300 kW Leistung. Damit schafft es den Sprint auf 100 km/h in 5,2 Sekunden. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Laut WLTP-Reichweite soll das Modell bis zu 613 Kilometer weit kommen. Der Preis startet bei 84.100 Euro. Außerdem ist der Macan noch in einer Turbo-Version erhältlich. Bei dieser steigt die Leistung auf 639 PS beziehungsweise 470 kW. Der Sprint ist dann in 3,3, Sekunden möglich. Die Höchstgeschwindigkeit erhöht sich auf 260 km/h. Die Reichweite ist mit 591 Kilometern etwas geringer. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch noch eine Heckantriebsvariante folgen.

Tesla Zahlen

Quelle: Tesla

Tesla hat seine Jahreszahlen für 2023 veröffentlicht. Das Unternehmen hat 97 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Der Gewinn lag bei 15 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um 19 Prozent. Tesla lieferte 1,81 Millionen E-Autos aus. Das entspricht einem Wachstum von 38 Prozent. Damit bleibt Tesla jedoch unter dem selbst gestecktem Wachstumsziel von 50 Prozent pro Jahr. Auch für 2024 rechnet das Unternehmen mit einem geringeren Wachstum als 2023. Tesla gibt jedoch keine Prognosen mehr ab – Analysten rechnen jedoch mit 20 Prozent. Der Hersteller nennt als Grund die Einführung der nächsten Fahrzeuggeneration, die signifikante Entwicklungskapazitäten in der Gigafactory Texas bindet. Ende 2025 soll dort die Produktion von Teslas 25.000 Euro Autos anlaufen. Das soll die Art revolutionieren, wie Fahrzeuge gebaut werden.

Quelle: Tesla

Das wichtigste Modell im Konzern ist das Model Y. Zwei von drei Teslas waren ein Model Y. Insgesamt wurden davon 1,2 Millionen Autos verkauft. Damit ist es auch das meistverkaufte Auto der Welt über alle Antriebsarten hinweg. Für Tesla ist der Marktanteil wichtiger als die Marge und das ist eine gute Nachricht für Neukäufer. Regelmäßig berichten wir über Rabattaktionen von Tesla. Und diese Strategie schlägt sich auch in den Zahlen nieder. Die operative Marge sank von 17 Prozent im Jahr 2022 auf neun Prozent in 2023.

Dennoch stehen die Zeichen darauf, dass der chinesische Hersteller BYD in diesem Jahr Tesla als Marktführer ablösen könnte. Während einer Analysekonferenz sagte Elon Musk selbst: „Wenn es keine Handelsbarrieren gibt, werden die chinesischen Hersteller die meisten anderen Autohersteller der Welt praktisch zerstören“. In den USA hält ein Importzoll von 25 Prozent chinesische Autohersteller vom Markt. In Europa hat die EU eine Anti-Dumping- und Anti-Subventionsuntersuchung gegen chinesische Elektroauto-Importe erst eingeleitet. Weiterhin hat Tesla verraten, dass das Ramp-Up des Cybertrucks länger dauern soll als bisher angenommen. Die Anzahl an Supercharger-Stationen stieg um 27 Prozent auf 5.952. Diese halten rund 55.000 Ladepunkte bereit. Full Self Driving soll 2024 endgültig Realität werden.


nextnews: Tesla 10.000€ billiger, Preisschlacht, Autovermieter steigen aus, Dienstwagen-Falle

Autovermieter listen E-Autos aus

Bereits vor einigen Wochen gab es Nachrichten zu SIXT. Sie hatten mit der Elektromobilität abgerechnet. Im letzten Quartalsbericht hieß es: „Ferner haben die in den vergangenen Monaten deutlich veränderten Marktbedingungen für Elektrofahrzeuge das Ergebnis belastet". In einer weiteren Mitteilung an ihre Kunden wurde man noch konkreter: „Wir möchten Sie darüber informieren, dass wir derzeit keine weiteren Tesla-Fahrzeuge anschaffen”. Den bisherigen Bestand wolle man zudem abbauen.

Artikel von ecomento.de

Jetzt zog auch Hertz als weiterer Big Player der Branche nach. Sie trennen sich von 20.000 E-Autos. Bereits im Oktober sagte Firmenchef Scherr bei der Vorlage der Quartalszahlen, dass man den Anteil an Elektroautos langsamer ausbauen werde, als erwartet. Nun kommt es drastischer als angenommen. Schließlich entsprechen 20.000 E-Autos einem Drittel an Hertz‘ Elektroauto-Bestand. Auch hier werden hohe Kosten für Unfallreparaturen und niedrige Restwerte genannt. Man wolle außerdem das Angebot an die Nachfrage anpassen. Der Abverkauf soll sich über rund ein Jahr erstrecken. Dafür nimmt Hertz sogar eine zusätzliche Abschreibung in Höhe von 245 Millionen US-Dollar in Kauf. Sie verweisen aber darauf, dass der operative Gewinn durch den Umstieg auf Verbrenner-Modelle steigen werde.

Tesla Preissenkung – Kaufe jetzt keinen Tesla!

Am Mittwoch war es so weit. Tesla hat für mehrere Varianten die Listenpreise in Deutschland gesenkt. Allerdings fielen die Preissenkungen geringer aus als erwartet. Beim Model 3 ist sogar gar nichts passiert. Dafür aber beim Model Y. Die Basis mit Heckantrieb wurde im Konfigurator-Verkaufspreis um 1.900 Euro reduziert. Bei den Varianten mit Allradantrieb fiel die Reduzierung um 5.000 Euro schon deutlich höher aus. Im November noch konnte man als Privatkunde sowohl das Basismodell als auch die Allradversion mit Tesla-Dauerrabatt und Umweltbonus 6.000 Euro günstiger kaufen als nach der Preissenkung diese Woche. Bei einer Kalkulation für die Leasingrate im Tesla-Konfigurator mit Standarddaten lag die Rate bei 616 Euro pro Monat. Das galt für das Model Y ohne Anzahlung, mit 10.000 Kilometern pro Jahr und einer Laufzeit von 48 Monaten. Scheinbar war man aber noch nicht ganz fertig.

Im Tagesverlauf wurde der Zinssatz im Konfigurator sowohl für Leasing als auch Finanzierung auf 0,00 Prozent gesenkt. Für dieselben Daten eines Model Y, lag die Rate nur noch bei 421 Euro. Die Rate sank um 195 Euro und das für 48 Monate. Damit ergibt sich eine Ersparnis von 9.360 Euro für eine vierjährige Laufzeit. Bereits zuvor hatten wir Preisnachlässe in dieser Höhe für denkbar und notwendig erachtet. Es handelt sich hier also um eine massive Preissenkung in Summe aus Listenpreis und Null-Prozent-Aktion von teilweise über 10.000 Euro. Dementsprechend sollte man momentan kein Tesla kaufen. Stattdessen sollte man das Finanzierungs- oder Leasingangebot von Tesla nutzen.

Durch eine Null-Prozent-Aktion ist man preislich extrem flexibel. Dadurch wirft man auch indirekt einen sehr hohen Rabatt in den Markt, hält sich aber gleichzeitig die Option offen, die Aktion jederzeit wieder einstellen zu können. Im Kleingedruckten heißt es: “Das Finanzierungsangebot ist begrenzt verfügbar und kann nur angewendet werden, solange der Vorrat reicht”. Außerdem hat die Aktion einen Effekt auf die Restwerte der Gebrauchtwagen. Eine Preissenkung um 10.000 Euro würde zu hohen Verlusten führen, sofern nicht anderweitig vorab Restwertvereinbarungen getroffen wurden. Die jetzige Zinsaktion stabilisiert allerdings die Restwerte, weil der Rabatt sich über mehrere Jahre erstreckt.

Preisschlacht oder nicht?

Bisher haben beispielsweise VW, Renault, Dacia und jetzt auch Tesla preislich reagiert. Bisher sind solche Reduzierungen allerdings nicht marktüblich. Nicht alle Hersteller ziehen mit. Aus unserer Sicht müssen die Reduzierungen schließlich auch nicht sofort erfolgen – schließlich ist erst Januar. Trotz dessen haben auch diese Woche einige Hersteller ihre Preise angepasst. Bei Smart hieß es in einer Pressemitteilung: „Bei einer neuen Bestellung von Privatkunden zwischen dem 15.01.2024 und dem 29.02.2024 wird die „Smart Umweltprämie“ von 3.285 Euro inkl. MwSt. von smart übernommen. Privatkunden in Deutschland erhalten bei Kauf eines Smart #1 Neufahrzeugs den Sondernachlass auf den Kaufpreis”. Das Gleiche gilt auch im Leasing. Allerdings nur für Privatkunden und zeitlich befristet.

Pressemitteilung Stellantis

Mit Fiat hat auch die erste Marke aus dem Stellantis-Konzern eine Reduzierung durchgeführt. „Schnellentschlossene können derzeit bei FIAT ein ganz besonderes Schnäppchen machen: Die teilnehmenden Händler der italienischen Marke und FIAT gewähren noch bis 31. März 2024 einen Nachlass in Höhe von 5.000 Euro beim Kauf eines neuen Fiat 500 Elektro“. Auch hier werden nicht die Listenpreise reduziert. Scheinbar wollen die Hersteller erst einmal die Verkaufszahlen beobachten, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Wir schätzen allerdings: wer in den Zulassungszahlen relevante Größen einbringen möchte, der muss die Preise anpassen. Und das auch absehbar für das gesamte Jahr.

Artikel von SPIEGEL

Wie viel E-Autos kosten dürfen haben potenzielle Käufer kürzlich in einer großen Studie beantwortet. Laut der Umfrage liegt die Preisgrenze für 55 Prozent der Befragten für ein Auto bei unter 30.000 Euro. Jeder Vierte nannte einen Kaufpreis zwischen 30.000 Euro und 50.000 Euro. Und der Preis ist meist wichtiger als die Marke. Außerdem wurde gezielt nach dem Kaufinteresse für E-Autos gefragt. 13 Prozent der Befragten gaben an, bei dem nächsten Kauf ein E-Auto zu bevorzugen. Im Vorjahr waren es noch 14 Prozent.

Neue Dienstwagenbesteuerung

Die Kosten für einen Dienstwagen übernimmt im Normalfall der Arbeitgeber beziehungsweise das eigene Unternehmen. Für die Versteuerung des geldwerten Vorteils kann entweder ein Fahrtenbuch geführt werden oder von den meisten bevorzugt die pauschale Versteuerung nach der sogenannten ein-Prozent-Regelung gewählt werden. Das bedeutet das ein Prozent des Bruttolistenpreises aus der Preisliste des Herstellers am Tag der Erstzulassung verteuert werden müssen. Rabatte werden dabei nicht abgezogen und auch nachträglich erworbenes Zubehör bleibt unberücksichtigt. Für E-Autos gibt es einen deutlichen Anreiz, denn es besteht ein Steuerrabatt von 75 Prozent beziehungsweise 50 Prozent. Um in die 0,25-Prozent-Regel zu fallen, war bisher ein Listenpreis von maximal 60.000 Euro erforderlich. Im Zuge des Wachstumschancengesetzes sollte die Grenze bereits ab dem 01. Januar 2024 auf 70.000 Euro steigen. Auf haufe.de heißt es dazu im aktuellen Lexikonbeitrag: „Da das Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist, kann es im Laufe des Jahres 2024 zu einer Änderung kommen. Bis zur Verabschiedung eines Gesetzes gilt weiterhin die Bruttolistenpreisgrenze von 60.000 Euro”.

Mehr Schnelllade-Parks für Deutschland

Foto: XXXLutz

Die Pfalzwerke verkündeten eine Standortpartnerschaft mit der Möbelhaus-Kette XXXLutz zum Ausbau des Netzes. Die Pfalzwerke sind deutschlandweit gemessen an der Anzahl der CCS-Ladepunkte auf Platz Sechs und somit noch vor IONITY. Nun sollen an über 70 Standorten insgesamt 500 neue Ladepunkte entstehen. In den meisten Fällen sollen es Schnellladepunkte bis 400 kW Leistung werden. Für dieses Jahr ist immerhin die Inbetriebnahme von 14 Standorten geplant.

Quelle: schnellladepark.app

Auch Aral möchte weiter wachsen. Gemessen an der Anzahl an CCS-Ladepunkten sind sie deutschlandweit auf Platz zwei, sogar noch vor Tesla. Bis 2030 wollen sie auf 20.000 Ladepunkte kommen und dabei nicht nur das eigene Tankstellennetz nach- beziehungsweise umrüsten. Das bedeutet, dass inzwischen auch oft schon fossile Zapfsäulen abgebaut werden, um sie durch Ladesäulen zu ersetzen. Inzwischen schauen sie ich aber auch nach anderen Standorten um. Allerdings ist die Standortsuche nicht immer leicht. „Teilweise können die örtlichen Netzbetreiber die Leistung, die wir für unsere ultraschnellen Ladesäulen benötigen, nicht bereitstellen. Das erleben wir an allen Ecken und Enden der Republik“, so Achim Bothe, Vorstandsvorsitzender von Aral gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Neue Spielregeln für Ladestationen

Ab dem 13. April gilt die Regelung der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe der EU, kurz AFIR genannt. Diese ersetzt inhaltlich in weiten Teilen die bisherigen Vorgaben der deutschen Ladesäulenverordnung. Enthalten sich auch grundsätzliche Vorgaben zum Aufbau von Ladeparks an wichtigen Fernstraßen. Im konkreten bedeutet das bis 2026 alle 60 Kilometer für Autos und alle 120 Kilometer für Lkw und Busse.

Die wohl wichtigsten Regeln gelten in Bezug auf das Zugangs- und Abrechnungssystems. Öffentlich zugängliche DC-Lader ab 50 kW Leistung müssen mit einem Kartenleser oder einer kontaktlosen Bezahlmöglichkeit für die Ad-hoc-Bezahlung ausgestattet sein. Bei Ladesäulen mit geringer Leistung reicht ein dynamisch erzeugter QR-Code. Hierfür ist ein entsprechendes Display erforderlich. Einen Bestandsschutz für ältere Ladestationen gibt es nicht. Diese müssen bis 2026 nachgerüstet werden. Falls Auto und Ladesäulen Plug&Charge fähig sind, muss der Betreiber dem Kunden eine Möglichkeit bieten, diese Option abzuwählen, damit der Kunde eine andere Zahlungsmethode wählen kann. Davon besonders betroffen wären Tesla-Fahrzeuge am Supercharger. Allerdings gab es im Passus konkret keine Regelung, wie das umgesetzt werden müsste. Möglicherweise könnte ein Menüpunkt im Fahrzeug ausreichen.

Die Vorgaben gehen aber auch weiter, denn es geht auch ums Geld. „Die von den Betreibern öffentlich zugänglicher Ladepunkte berechneten Preise müssen angemessen, einfach und eindeutig vergleichbar, transparent und nichtdiskriminierend sein“, heißt es. Sollte es mehrere Preisbestandteile geben, müssen diese in einer definierten Reihenfolge aufgelistet werden. Zunächst der Preis pro kWh, dann der Preis pro Minute, der Preis pro Ladevorgang und danach jeder „anderen anwendbaren Preiskomponente“. Es gibt noch weitere Vorgaben, damit große Anbieter ihre Marktposition nicht missbräuchlich ausnutzen. „Die Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte dürfen durch die berechneten Preise nicht zwischen Endnutzern und Mobilitätsdienstleistern oder zwischen verschiedenen Mobilitätsdienstleistern diskriminieren”. Und bisher sind unterschiedliche Preise gang und gäbe. Weiter heißt es: „Eine Differenzierung des Preisniveaus darf allerdings stattfinden, jedoch nur, wenn die Differenzierung verhältnismäßig und objektiv gerechtfertigt ist”.

Neuer Elektro-Sprinter

Foto: Mercedes-Benz Vans

Bereits Anfang des letzten Jahres wurde die nächste Generation des Mercedes eSprinters vorgestellt. Nun soll die Neuauflage des Transporters an den Start gehen. Der neue eSprinter kommt wahlweise in drei Batterie-Varianten: 56 kWh, 81 kWh und 113 kWh. Die mittlere Batterie soll allerdings erst im Laufe des Jahres hinzukommen. Die kleine Batterie kommt auf eine WLTP-Reichweite von 220 Kilometern. Bei der mittleren sind es 310 Kilometer und bei dem großen Akku immerhin 440 Kilometer. Zum Einsatz kommen ausschließlich LFP-Batterien. Die AC-Ladeleistung liegt bei 11 kW für alle Batterie-Varianten. Schnelles Laden erfolgt mit 115 kW im Peak. Damit sind Ladezeiten zwischen 28 und 41 Minuten möglich, um von zehn auf 80 Prozent zu laden. Zuvor konnte die 47-kWh-Batterie der ersten Generation nur mit maximal 20 kW geladen werden. Damit hatte die erste Generation deutlich weniger Reichweite und trotz dessen längere Ladezeiten. Der neue eSprinter hat einen Hinterradantrieb und kommt mit zwei Leistungsstufen. Wahlweise hat der Motor entweder 100 kW oder 150 kW Leistung.

Bisher gab es den eSprinter nur als Kastenwagen. Das soll sich jetzt ändern. Mercedes möchte einen größtmöglichen Gestaltungsfreiraum bei den Aufbauten gewähren – ähnlich wie bei den Verbrenner-Versionen. Als Kastenwagen sind maximal 14 Kubikmeter Ladevolumen möglich. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 4,25 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 120 km/h begrenzt. Neu ist außerdem eine optionale Anhängerkupplung für Anhänger bis zwei Tonnen. Preislich startet der eSprinter als Kastenwagen mit der kleinen Batterie bei 59.990 Euro netto. Wie viel die Version mit der größeren Batterie kosten soll, ist bisher nicht bekannt. Offiziell hieß es in der Pressemitteilung, dass sowohl der Kastenwagen mit der kleinen als auch großen Batterie bereits ab dem 16. Januar bestellt werden kann. Stand heute (19. Januar) ist der Online-Konfigurator aber immer noch nicht verfügbar.


nextnews: Gewinner & Verlierer 2023, Rabatte für E-Autos, Renault Scenic, Mini Cooper

Zulassungszahlen

Insgesamt gab es 54.654 E-Auto Neuzulassungen im Dezember. Das entspricht einem Anteil von 23 Prozent. Das ist der zweithöchste Wert des Jahres und der dritthöchste Wert aller Zeiten. Auf dem ersten Platz ist wieder der VW ID.4/5, gefolgt von dem BMW i4. Insgesamt ist BMW wieder stark in den Top 20 vertreten mit drei Modellen. Nicht ganz so gut sieht es diesmal bei Tesla aus. Im Dezember waren es nur 4.001 neue Teslas. Das Model 3 Facelift schafft es nur auf Platz 18. Das Model Y landet zwar auf dem sechsten Platz, das reicht allerdings aus, um für das Gesamtjahr 2023 den Sieg zu holen. Auffallend schwach waren im Dezember die koreanischen Hersteller. Nur der Hyundai KONA schafft es im Dezember in die Top 20. Der IONIQ 5 landet auf Platz 22, Kia Niro EV auf Platz 28, EV6 auf Platz 32 und der Hyundai IONIQ 6 ist auf dem 35. Platz.

Gewinner und Verlierer des Gesamtjahres 2023

Das Tesla Model Y ist mit 45.800 Einheiten mit Abstand auf dem ersten Platz. Das macht einen Marktanteil von neun Prozent aus. Der Abstand zum zweitplatzierten VI ID.4/5 ist zwar deutlich, jedoch platzieren sich dahinter fast alle MEB-Fahrzeuge. Mit Ausnahme des ID. Buzz und dem gerade erst gestarteten ID.7. Der Skoda Enyaq schafft es auf den dritten Platz, gefolgt von Deutschlands beliebtesten Elektro-Kleinwagen – dem Fiat 500e. Die nächsten drei Plätze werden von den MEB-Modellen VW ID.3, Audi Q4 e-tron und Cupra Born eingenommen. Erst auf Platz acht folgt das Tesla Model 3. Noch im letzten Jahr war es auf dem zweiten Platz. Auf dem neunten Platz ist der iX1 als erster BMW. Mercedes hat insgesamt drei Modelle in den Top 30. Der EQA ist auf dem zwölften Platz. Der MG4 schafft es auf den 13. Platz. Der Dacia Spring ist auf dem 15. Platz. Der alte Smart fortwo ist sogar noch vor dem #1, der es auf Platz 24 schaffte.

Trotz dessen, dass Teslas Model Y den Gesamtsiegt geholt hat, dürfte Tesla unzufrieden sein. Der Gesamtmarkt stieg zwar um elf Prozent, aber die Zulassungszahlen von Tesla sind um neun Prozent zurückgegangen. 2022 waren es noch fast 70.000 Teslas. Dieses Jahr sind es nur 62.500 gewesen. Auch bei Renault lief es nicht so gut wie erhofft. Der Twingo ist auf Platz 28, Megane E-Tech auf der 30 und die ZOE kommt sogar nur auf Platz 42. Auch Hyundai hat es mit dem IONIQ 6 nur auf Platz 33 geschafft. Der ID. Buzz ist auf Platz 36 mit etwas mehr als 5.000 Zulassungen. Auch Nissan hat nicht gut abgeschnitten. Der Leaf ist auf dem 52. Platz, der Ariya sogar nur auf dem 60. Platz.

Im Gesamtjahr 2023 wurden in Deutschland 524.219 E-Autos neu zugelassen. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von elf Prozent. Allerdings stieg auch der Gesamtmarkt um sieben Prozent an. E-Autos wachsen zwar stärker als der Markt, aber nicht so dynamisch wie in den Vorjahren. Der relative Marktanteil hat mit 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 17,7 Prozent leicht zugelegt. Gesunken ist hingegen der Marktanteil von Plug-in-Hybriden. Sie kommen auf sechs Prozent. Das ist weniger als die Hälfte des Wertes des Vorjahres. Das erklärt auch den deutlichen Anstieg der CO2-Emmisisionen im Durchschnitt aller Neuzulassungen um fünf Prozent auf rund 115 g/km. Hybride ohne Stecker liegen bei 23 Prozent Marktanteil. Benziner kommen auf 34 Prozent. Diesel hat nur einen Anteil von 17 Prozent und hat damit erstmalig weniger Zulassungen im Gesamtjahr als reine E-Autos. Erdgas, Flüssiggas oder sogar Wasserstoff spielen keine Rolle mehr und liegen unter einem Prozent. Insgesamt wurden 238 Wasserstoff-Fahrzeuge zugelassen. Davon waren 95 Prozent gewerblich. Die Anzahl der Wasserstoff-Tankstellen sank zuletzt 2023 von 95 auf 92 Stück.

Aber wie hat sich das Jahr in Bezug auf die Hersteller- beziehungsweise Markenebene entwickelt? VW und Tesla tauschen die Plätze und grob auch die Anzahl der Zulassungen. VW steig von 63.000 auf 70.000 Neuzulassungen im Jahr. Bei Tesla ist es genau umgekehrt. Danach kommt BMW mit etwas mehr als 40.000, gefolgt von Mercedes mit knapp 37.000. Auf Platz fünf ist Audi mit 30.000 Zulassungen. Auffällig ist hierbei, dass Tesla der einzige nicht-deutsche Hersteller in den Top fünf ist. Noch im letzten Jahr war VW als einziger deutscher Hersteller in den Top fünf vertreten. Hyundai, Fiat und Opel waren alle vor den deutschen Premium-Herstellern BMW, Mercedes und Audi. Die weitläufige Meinung, dass die deutschen Hersteller in der Elektromobilität hinterherhängen, trifft zumindest nicht für den Heimatmarkt zu. Der VW-Konzern kommt auf einen Marktanteil von 27 Prozent. BMW verdoppelt immerhin seinen Marktanteil von vier auf acht Prozent. Mercedes kommt auf sieben Prozent.

Interessant ist auch der Anteil der Elektroautos am Gesamtverkauf. MG steig von 56 Prozent auf 87 Prozent Elektro-Anteil. Jeep landet als Neueinsteiger bei 32 Prozent. Mini liegt bei 30 Prozent, ebenso wie Fiat. Im vergangenen Jahr hatten sie noch 38 Prozent. Ebenfalls von 31 Prozent auf 28 Prozent gefallen ist der Elektro-Anteil bei Hyundai. Bei Renault ist er sogar von 35 auf 23 Prozent gesunken. Ähnlich sieht es auch bei Peugeot aus. Dort ist es von 34 auf 22 Prozent gefallen. Kia konnte seinen Elektro-Anteil auf 20 Prozent steigern, ebenso wie Volvo, die jetzt bei 19 Prozent sind. Der durchschnittliche Elektro-Anteil liegt ja bei 18,4 Prozent, aber wie sieht es darunter aus? BMW bessert sich deutlich von elf auf 17 Prozent. Und auch Skoda steigt von acht auf 14 Prozent. 7.000 mehr E-Autos bringen VW eine Steigerung von 13 auf 14 Prozent. Auch Mercedes steigt auf 13 Prozent. Audi und Citroën liegen relativ stabil bei zwölf und 13 Prozent. Nissan hingegen hat nur noch einen E-Anteil von neun Prozent. Im Vorjahr waren es noch 17 Prozent.

Aufgrund der politisch aufgeheizten Stimmung ist es schwierig momentan Prognosen aufzustellen, wie es 2024 weitergehen könnte. Klar ist aber, dass die Elektromobilität am Übergang zum Massenmarkt steht. Die Stagnation, die wir 2023 schon fast erlebt haben, wird sich 2024 vermutlich fortsetzen. Auch ein Rückgang der Neuzulassungen ist nicht auszuschließen. Innovationsforscher kennen bereits solche Szenarien. Wir stehen an der Schwelle und die Überwindung er Kluft kann durchaus etwas dauern. Dasselbe Szenario fand auch in Norwegen statt, wo E-Auto schon einen Teil von 90 Prozent der Neuzulassungen ausmachen. Damit der Durchbruch der E-Mobilität in Deutschland gelingt, müssen zum einen E-Autos in der Anschaffung billiger werden. Das kann unter anderem durch Preissenkungen geschehen. Die ersten Hersteller machen bereits den Anfang.

Rabattschlacht geht weiter

Screenshot Dacia-Webseite

Die preislichen Reaktionen auf den Wegfall des Umweltbonus mit denen unter anderem VW und Renault in das neue Jahr gestartet sind, waren durchaus beachtlich. Diese Woche sind einige Hersteller nachgezogen und haben teilweise nochmals einen drauf gesetzt. So auch Dacia. Sie bieten 10.000 Euro Elektrobonus. Voraussetzung ist eine Zulassung vor dem 31. März. Es geht hier dementsprechend weniger um konfigurierte Bestellungen, sondern vielmehr um eine Lagerräumung. Zum anderen wurde der Spring im Zuge des Umweltbonus in Deutschland relativ hoch eingepreist. Zum Marktstart lag der Listenpreis bei gleicher Ausstattung 3.000 Euro über dem in Frankreich geltenden Listenpreis. Im Dacia-Onlineshop sind aktuell rund 1.600 Spring kurzfristig verfügbar. Das günstigste Angebot startet dort aktuell im Bereich von rund 15.000 Euro inklusive Überführung. Der günstigste Preis im Konfigurator mit Elektrobonus würde bei 12.750 Euro liegen. Wer sich für den Spring interessiert, sollte unbedingt eine ausführliche Probefahrt machen. Denn für das Geld bekommt man auch „wenig“ Auto.

BYD Deutschland auf Facebook

Etwas weniger energisch reagiert BYD. Zum Beginn der Woche haben sie auf Social Media gepostet: „Wir setzen ein Zeichen und senken ab sofort die Preise für unsere vollelektrischen Modelle Atto 3, Dolphin sowie Seal“. Beim Atto 3 geht es um 7.000 Euro nach unten. Beim Dolphin sind es hingegen nur 3.000 Euro. Der Einstiegspreis für die Variante mit der großen Batterie liegt nun bei 32.990 Euro. BYD betont auch, dass es sich um eine dauerhafte Preissenkung handle. Die bisherige interne Preisliste weist für dieses Modell noch den alten Herstelleranteil von 2.250 Euro netto aus. Wenn die neuen Preise auf dieser Basis verglichen werden, ergibt sich beim Dolphin in der günstigsten Variante lediglich ein Abschlag von 323 Euro. Tesla lässt weiterhin auf sich warten.

Preise Renault Scenic und neuer Ladetarif

Foto: Renault

Der neue Scenic E-Tech Electric bietet deutlich mehr Platz als die bisherigen Volumenmodelle bei Renaults Elektroflotte. Die Preise starten ab 41.400 Euro, wobei der Händler vermutlich noch Luft nach unten hat. Angeboten werden zwei Antriebsarten in insgesamt fünf Ausstattungslinien. Der kleine Akku mit 60 kWh bietet 430 Kilometer Reichweite. Der große 87-kWh-Akku bietet 625 Kilometer Reichweite. Der Frontantrieb leistet in Verbindung mit dem kleinen Akku 125 kW, beim großen sind es 160 kW. Beide Varianten können serienmäßig mit 232 kW Wechselstrom geladen werden. Schnelles Laden erfolgt mit maximal 150 kW beziehungsweise 130 kW. Die Ladezeiten von 15 Prozent auf 80 Prozent sind mit 32 und 37 Minuten angegeben. Erfreulich hoch ist die Zuladung von 500 Kilogramm zusätzlich zu dem Gewicht des Fahrers. Beide Varianten dürfen gebremste Anhänger bis 1.100 Kilogramm ziehen. Das Gewicht für ungebremste Anhänger liegt bei 750 Kilogramm. Der Kofferraum bietet 545 Liter Volumen. Umgeklappt sind es bis zu 1.670 Litern. Die Stützlast und Dachlast werden jeweils mit 80 Kilogramm angegeben. Das Wartungsintervall ist jährlich beziehungsweise nach 30.000 Kilometern. Je nachdem, was zuerst eintrifft. Die Top-Variante kostet rund 52.000 Euro. Mit allen Optionen sind es dann 57.000 Euro. Die ersten Vorführwagen werden im April bei den Händlern erwartet.

Neben dem Scenic ist auch die Einführung eines neuen Ladetarifs für Renault-Kunden neu. In dem neuen Tarif Mobilize intense kann man gegen 9,99 Euro monatliche Grundgebühr für 39 Cent/kWh bei IONITY laden. Das Paket ist monatlich buch- beziehungsweise kündbar. Für andere Ladestationen gelten neun Prozent Rabatt, wobei es hier kein einheitliches Preismodell gibt. Die Aktivierung des Charge Pass und die Tarifauswahl erfolgen in der My Renault App.

Konfigurator Mini Cooper

Screenshot Konfigurator Mini Cooper E

Im Zuge der IAA wurde im September letzten Jahres die neue Generation des Mini Coopers vorgestellt. Anders als bisher, wird es nur noch rein elektrische Vertreter des Coopers geben. Neu ist auch, dass der Mini Cooper E aus einer Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motors hervorgeht. Inzwischen wurde der Konfigurator für das Facelift freigeschaltet. Der offizielle Marktstart erfolgt allerdings erst im Mai.

Der Cooper E hat jetzt 135 kW Leistung und eine 40,7-kWh-Batterie. Damit liegt die WLTP-Reichweite nun bei 305 Kilometern. Der Mini Cooper SE hat einen 54,2 kWh großen Akku und kommt auf 160 kW Leistung. Damit soll eine WLTP-Reichweite von 402 Kilometern erreicht werden. Beide Varianten haben eine AC-Ladeleistung von 11 kW. Schnelles Laden erfolgt mit 75 kW beziehungsweise 95 kW für den Cooper SE. Damit sollen die Modelle unter 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können. Beide Versionen verfügen auch über eine Vorkonditionierung, um schnelles Laden auch wetterunabhängig zu ermöglichen. Der Mini Cooper E startet bei 32.900 Euro und hat serienmäßig LED-Scheinwerfer, 16-Zoll-Alufelgen, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und einige Fahrassistenzsysteme. Zusätzlich können noch fünf verschiedene Ausstattungspakete zugebucht werden, die zwischen 990 Euro und 8.160 Euro kosten.

 

All unsere Grafiken können benutzt und geteilt werden, sofern nextmove als Quelle angegeben wird.


nextnews: gratis Laden, Preiskampf bei E-Autos, erneuerbare Energien, Deutschlandnetz, BYD vor Tesla

Rekordjahr für erneuerbare Energien

Grafik: Energy-Charts

Das Fraunhofer ISE veröffentlichte mit seinen Energy-Charts die Zahlen zur Stromversorgung in Deutschland 2023. Die erneuerbaren Energien erreichten einen Rekordanteil von 60 Prozent an der öffentlichen Nettostromerzeugung. Ihr Anteil an der Last, dem Strommix, der tatsächlich verbraucht wurde, lag bei 57 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 50 Prozent. Grund für den Anstieg ist zum einen der Ausbau erneuerbarer Stromversorgungsquellen. Gleichzeitig ging mit der schwachen Wirtschaft auch der Stromverbrauch zurück und hohe Strompreise und höhere Temperaturen führten zu zusätzlichen Stromeinsparungen. Wind- und Sonnenenergie sind mit 140 Terawattstunden die wichtigste Quelle für öffentliche Stromerzeugung.

Grafik: Energy-Charts

Im Frühjahr wurden auch die letzten Atomkraftwerke stillgelegt. Es gab keinerlei Stromausfälle und auch der Börsenstrompreis ist von durchschnittlichen 23 Cent im Jahr 2022 auf neu Cent gesunken. Und auch Braunkohle wird deshalb nicht mehr verbraucht. Die Kohlestromversorgung ist im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent gesunken und viel damit auf das Niveau von 1963. Sogar im Winter lag der Wert rund ein Viertel niedriger als im Vorjahr.

Mehr erneuerbare Energien bedeuten gleichzeitig auch Netzausbau und mehr Speicherkapazitäten. Die installierte Speicherkapazität aus stationären Batterien erhöhte sich im vergangenen Jahr von 6,5 auf 11,2 Gigawattstunden. Besonders relevant für die Elektromobilität ist Photovoltaik. Sie ist die günstigste Form der Stromerzeugung am Ort des Verbrauches.

Artikel der Tagesschau

Über eine Million neue Photovoltaikanlagen wurden errichtet. Sie kommen auf eine Gesamtleistung von 14 Gigawatt. Das ist ein Plus von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund die Hälfte wurde auf privaten Eigenheimen errichtet. Die andere Hälfte auf Gewerbe- und Flächenanlagen. Auch 270.000 Balkonsolaranlagen wurden angemeldet. Das ist das Vierfache des Vorjahres. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. Damit sind jetzt offiziell 3,7 Millionen Solaranlagen in Betrieb. Diese haben in 2023 rund 12 Prozent des deutschen Strombedarfs gedeckt.

Erster Ladepark im Deutschlandnetz

Foto: Stadt Düren

Am 21. Dezember erfolgte die Inbetriebnahme des ersten Standortes im Deutschlandnetz. Der Betreiber ist Fastned. Der Standort befindet sich in Düren an der A4 zwischen Köln und Aachen. Installiert wurden vier Ladepunkte mit maximal 400 kW Leistung. Eine Erweiterung um nochmals acht Ladepunkte wurde gleich mit vorbereitet. Insgesamt sollen in der Ausschreibung des Deutschlandnetzes 9.000 Ladepunkte an 1.000 Orten entstehen. Die entsprechende Vergabe erfolgte bereits im Herbst.

Offen war bisher, welche Preise nun für eine Ad-hoc-Bezahlung an der Ladesäule aufgerufen werden. Zum Start der Ausschreibung ist man mit einem Regelwerk gestartet, welches eine dynamische Preisobergrenze von 44 Cent pro kWh vorsah. Im Fastned-Buchungstool wird für die Ladepunkte in Düren ein Preis von 69 Cent pro kWh angezeigt. Das ist derselbe Preis, der auch an Fastned-Stationen gilt, die ohne Förderung errichtet wurden. Dass es sich hierbei nicht um einen Fehler handelt, bestätigte auch Lind Boll, Deutschland-Managerin von Fastned. Offensichtlich hat man im Zuge der Ausschreibung nochmals deutliche Änderungen am Förderkonstrukt vorgenommen und Vorgaben zur zukünftigen Preisgestaltung gestrichen.

Umweltbonus geht und Rabattschlacht beginnt

Am Samstag, den 16. Dezember, kam die offizielle Ankündigung: der Umweltbonus läuft aus. Der Tag darauf war dann auch schon der letzte Tag, an dem noch Anträge gestellt werden durften. Kurz nach Auslaufen des Umweltbonus sprangen viele Hersteller ein und übernahmen den Umweltbonus. Im Kleingedruckten gab es aber dann je nach Hersteller verschiedene Einschränkungen. In den Pressemitteilungen stand häufig die Einschränkung auf „teilnehmende Händler“. Dahinter verbirgt sich die Information, dass die Kompensation nicht vollständig vom Hersteller getragen wird, sondern verkaufende Händler sich beteiligen.

Mit dem Wegfall des Umweltbonus war bereits im Vorfeld klar, dass die Hersteller ihre Preise anpassen werden. Tesla hat direkt die Chance ergriffen. Sie haben versprochen für neue Bestellungen den Umweltbonus in voller Höhe zu tragen, sofern die Auslieferung bis Silvester erfolgt. Auf der Homepage wurde zudem auf die Auswahl eines vorkonfigurierten und damit sofort verfügbaren Fahrzeuges verwiesen. Bereits zuvor gab es bereits Rabatte bei Tesla. Mit der Übernahme des Umweltbonus fielen die allerdings weg. So kam es, dass die Fahrzeuge rund 3.500 bis 4.000 Euro teurer wurden als zuvor mit Förderung.

Auch andere Hersteller haben schnell reagiert. Verschieden isst dabei die Strategiewahl. Ob man über die Senkung der Listenpreise vorgeht oder über Rabatte. Für Rabatte hat sich beispielsweise Kia entschieden. Für 2024 werden für mehrere Modelle 4.500 Euro Umweltbonus für Bestellungen bis zum 31. März beworben. Mit dabei ist auch der Kia EV6 GT. Für diesen hätte es 2024 eigentlich gar keine Förderung mehr gegeben. Auch VW startet zum Jahresbeginn eine Rabattaktion auf ID. 3, 4, 5 und 7. Zunächst wurde das über das Händlernetzt kommuniziert. Neu ist, dass der Rabatt in gleicher Höhe sowohl bei Leasing als auch Kauf gleichberechtigt anwendbar ist. In Summe ergeben sich für die Endkunden Rabatte zwischen 4.760 Euro und 7.735 Euro. Auch der ID.3 ist in der Basis mit über 7.000 Euro berücksichtigt. Bisher hat VW auf eine entsprechende Pressemitteilung verzichtet und auch im Online-Konfigurator werden die neuen Prämien nicht angezeigt.

Renault entschied sich für eine Preissenkung und hat dementsprechend auch den Konfigurator umgestellt. Alle Antriebs- und Ausstattungsvarianten haben neue Namen bekommen. Die Listenpreise wurden um 6.400 Euro bis 7.200 Euro gesenkt. Da sich aber auch die Ausstattungspakete verändert haben und Winterpaket und bestimmte Fahrassistenzsysteme optional konfigurierbar sind, liegen in Summe die Reduzierungen bei 4.000 Euro bis 6.000 Euro. Das Basismodell startet jetzt bei 35.600 Euro. Eine große Reduzierung bei Tesla wird vermutlich in den kommenden Tagen folgen. Beim Model Y könnte es um 5.000 Euro bis 6.000 Euro nach unten gehen. Auch beim Model 3 sind ähnliche Preissenkungen realistisch.

BYD überholt Tesla

Im letzten Quartal kam es zu einem Wechsel der Führungsposition beim Absatz für E-Autos weltweit. BYD landete erstmals knapp vor Tesla. Im chinesischen Heimatmarkt sind sie bereits führend. BYD verkaufte 526.409 reine Stromer. Dazu kamen nochmal 400.000 Plug-in-Hybride. Damit hat BYD mehr E-Autos verkauft als Tesla und das trotz Auslieferungsrekord von 484.507 E-Autos im Pkw-Bereich. Bezogen auf das Gesamtjahr 2023 hat allerdings noch Tesla die Nase vorn. Das verdeutlicht auch, dass die Wachstumskurve bei BYD steiler als bei Tesla ist. Bei Tesla waren es rund 38 Prozent mehr E-Autos, bei BYD sogar 73 Prozent. Vor allem auf dem deutschen Markt führt BYD noch ein Nischendasein. Trotzdem sollte man davon ausgehen, dass sich BYD auch auf dem europäischen Markt etablieren wird. Die Zeichen stehen klar auf Expansion. Zum einen in der Logistikkette. Hier hat BYD im Dezember den ersten eigenen Autofrachter in Betrieb genommen. Insgesamt sind acht Schiffe mit Kapazitäten von je 7.000 Autos geplant.

BYD Global auf X

Im Dezember verkündete man außerdem den Aufbau einer europäischen Produktion von E-Autos. Mit einem Produktionsstandort in Deutschland könnten wesentliche Preisvorteile entstehen und die Kosten für BYD-Modelle sinken. Damit könnte BYD auch in Europa stärker als Tesla werden. Das BYD-Werk wird in der Stadt Szeged im südlichen Ungarn entstehen. Wie groß die Produktionsstätte werden soll und wann sie in Betrieb genommen werden soll, ist bisher nicht bekannt.

Zulassungszahlen

Im Dezember 2023 wurden 54.654 E-Autos neu zugelassen. Damit kommen Stromer auf einen Anteil von 23 Prozent im Dezember. Im Gesamtjahr wurden 524.219 E-Autos neu zugelassen. Das ist eine Steigerung von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtmarkt stieg nur um sieben Prozent. Der relative Marktanteil hat mit 18,4 Prozent aber nur leicht gegenüber dem Vorjahr mit 17,7 Prozent zugenommen.

Obwohl anteilig mehr E-Autos zugelassen wurden, steig der durchschnittliche CO2-Aussstoß von Neuzulassungen deutlich an. Von 109,6 g/km 2022 auf 114,9 g/km 2023. Das ist eine Steigerung um fast fünf Prozent. Eine Erklärung bietet der Anteil an Plug-in-Hybriden. Mit nur sechs Prozent haben sie weniger als die Hälfte des Wertes vom Vorjahr. Weitere Hybride kommen auf einen Anteil von 23 Prozent. Benziner haben einen Anteil von 34 Prozent. Diesel liegen bei 17 Prozent. Damit war der Anteil an E-Autos auch erstmalig höher als der von Diesel, bezogen auf das Gesamtjahr.

Neuer Nio ET9

Foto: Nio

Nio hat sein neues Flaggschiff ET9 vorgestellt. Zielgruppe für die Luxuslimousine sind vermutlich Kunden, die sich lieber fahren lassen, anstatt selbst hinterm Steuer zu sitzen. Der Viersitzer bietet bei 5,33 Meter Länge, 2.02 Meter Breite und 1,62 Meter Höhe reichlich Platz. Das Modell basiert auf einer 900-Volt-Plattform. Auch beim ET9 bietet Nio den Batteriewechsel an. Alternativ können aber auch in fünf Minuten 255 Kilometer nachgeladen werden. Der ET9 hat einen 120-kWh-Akku. Angaben zur Reichweite gibt es bisher keine. Angetrieben wird das Flaggschiff von einem Allradantrieb mit einer Gesamtleistung von 520 kW. NIO-typisch steckt jede Menge Technik an Bord:  drei Lidar-Systeme zur Generierung von 3D-Informationen und ein SkyRide Intelligent Chassis System, welches Drive-by-Wire, Hinterradlenkung und eine vollaktive Federung miteinander vereint.

Foto: Nio

Im Inneren gibt es vier Bildschirme, also auch für Passagiere auf der Rückbank. Außerdem gibt es einen 360-Grad-Klapptisch und einen Mini-Kühlschrank. Der Preis hat es aber in sich. In China kann der ET9 bereits für 800.000 Yuan vorbestellt werden. Das entspricht rund 102.000 Euro. Für Deutschland würde sich ein deutlich höherer Verkaufspreis ergeben. Die Auslieferungen sollen im ersten Quartal 2025 starten.


Diese Hersteller übernehmen den Umweltbonus: Auch VW zieht jetzt nach!

Letzte Woche kam für Viele das überraschende Urteil: Mit Auslaufen des 17. Dezembers ist der Umweltbonus Geschichte. Zuvor hatten wir bereits darüber berichtet, dass uns ein Dokument vorliegt. In diesem war geschrieben, dass die Förderung Ende 2023 auslaufen soll. Am 16. Dezember kam es dann zu einem offiziellen Statement. Anträge können nur noch bis einschließlich dem 17. Dezember eingereicht werden. Das ist natürlich auch auf viel Kritik gestoßen. Personen, die bereits vor dem Urteil ein Fahrzeug bestellt haben und den Umweltbonus mit einkalkuliert haben, drohten leer auszugehen und die Kosten selbst tragen zu müssen. Inzwischen haben bereits einige Hersteller sehr schnell auf den Wegfall des Umweltbonus reagiert und Privatkunden zugesichert, sie werden die Prämie in voller Höhe oder zumindest in Teilen übernehmen. Unklar ist allerdings, ob sie das tun, weil sie durch den Umweltbonus ohnehin schon genug verdient haben oder aus Angst tun, dass ihr Image schaden nehmen könnte. Schließlich wollen sie auch nächstes Jahr E-Autos verkaufen und möchten das Kundenvertrauen nicht verlieren.

Stellantis gibt als Erstes Mitteilung zum Umweltbonus

Der Stellantis-Konzern war der Erste der eine Mitteilung zum Umweltbonus gegeben hat. Der Konzern garantiert, dass Privatkunden, die bereits bestellt haben und noch vor dem 31. Dezember 2023 ihr Fahrzeug zulassen, den Umweltbonus in voller Höhe bekommen. Es sind auch diejenigen eingeschlossen, die vielleicht ihr Fahrzeug bereits zugelassen haben, aber noch keinen Antrag beim BAFA gestellt haben. Auch für diejenigen gibt es Hoffnung, deren E-Auto erst 2024 ausgeliefert wird. Auch hier übernimmt der Stellantis-Konzern den Umweltbonus in voller Höhe, der eigentlich ab dem 01. Januar 2024 ausgezahlt werden sollte. Voraussetzung ist allerdings, dass das Fahrzeug bis zum 29. Februar 2024 zugelassen wird. Auch hier gelten die bisherigen BAFA-Richtlinien. Diese Regelungen gelten für die Marken Abarth, Citroen, DS Automobiles, FIAT, Jeep, Opel und Peugeot.

Fragwürdiges Marketing bei Tesla

Auch Tesla hat verkündet, dass sie den Wegfall des Umweltbonus ausgleichen wollen. Sie bieten für bestehende Bestellungen eines Tesla Model 3 oder Y eine Kompensation an. Sofern diese zwischen dem 18. Dezember und 31. Dezember ausgeliefert wurden. Den Herstelleranteil von 2.250 Euro wollen sie auch zukünftig beibehalten. Trotzdem kann ein Tesla Model Y für Privatkunden jetzt ca. 4000 € teurer sein als zuvor. Denn Tesla hat seine Aktion zum Ausgleich des Umweltbonus auf vorkonfigurierte Fahrzeuge beschränkt. Die Dort seit vielen Wochen konstant angebotenen Dauerrabatte von bis zu 7000€ wurden im Gegenzug deutlich abgeschmolzen.

MG Motor

Auch MG Motor möchte ihre Kunden entlasten. Sie übernehmen für alle Bestellungen bis einschließlich den 17. Dezember den Umweltbonus. Allerdings nur, wenn zuvor keine Zulassung möglich war. Für Zulassungen bis zum 15. Januar 2024 zahlen sie den für 2023 geltenden Umweltbonus in voller Höhe. Auch danach zahlen sie weiterhin den Umweltbonus, der für 2024 geplant war.

Renault Group

Auch die Renault Gruppe veröffentlichte ein Statement. Demnach sollen alle bereits bestellten Fahrzeuge von Renault und Dacia, die noch 2023 ausgeliefert werden, den Umweltbonus in Höhe von 4.500 Euro bekommen. Voraussetzung ist, dass die Zulassung im Zeitraum vom 18. Dezember bis zum Jahresende erfolgt. Auch für die Modelle, die erst 2024 ausgeliefert werden, verspricht die Renault Gruppe den für 2024 geplanten Umweltbonus. Die Zulassung muss dann innerhalb der 01. Januars 2024 und dem 31. März 2024 erfolgen. Das Geld wird in Form einer zusätzlichen VKF-Prämie ausgezahlt.

Nissan

Alle vollelektrischen Nissan-Fahrzeuge, die bis einschließlich dem 17. Dezember bestellt wurden, sollen ebenfalls den Umweltbonus vom Hersteller bekommen. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug erst ab dem 18. Dezember zugelassen wurde. Für Zulassungen bis zum 31. Dezember 2023 gelten die bisherigen Förderrichtlinien in Höhe von 4.500 Euro. Ab dem 01. Januar 2024 zahlen sie die für 2024 geplante Umweltprämie. Der Umweltbonus wird als zusätzlicher Nachlass gezahlt.

Mercedes-Benz und Smart

Auch Mercedes-Benz und Smart möchten ihre Kunden nicht hängen lassen. Smart übernimmt den Umweltbonus von 2023 in voller Höhe, wenn das Fahrzeug bis zum 31. Dezember 2023 zugelassen wurde. Wer bereits bestellt hat oder noch vor hat bis Ende 2023 zu bestellen und demnach sein Fahrzeug 2024 ausgeliefert bekommt, soll den für 2024 geplanten Umweltbonus bekommen. Auch hier wird der Umweltbonus als zusätzlicher Nachlass gewährt.

Mercedes-Benz garantiert für alle Bestellungen, die bis zum 31. Dezember 2023 eingehen den Herstelleranteil am Umweltbonus. Auch der staatliche Anteil soll übernommen werden, wenn die Zulassung zwischen dem 18. Dezember und 31. Dezember erfolgt. Sowohl für bereits eingegangene Bestellungen als auch Neuaufträge ab dem 01. Januar 2024, sichert Mercedes zumindest den Herstelleranteil zu, der für 2024 gelten sollte.

Kia

Bereits Ende November haben sie eine Mitteilung rausgeschickt. Sie garantierten schon damals, dass alle Privatkunden der Modelle Niro EV, EV6, EV6 GT und Kia e-Soul bei einer verbindlichen Bestellung bis zum 31. Dezember 2023 der volle Umweltbonus nach 2023 zugesichert sei. Das gilt auch, wenn das Fahrzeug erst 2024 zugelassen wird.

Hyundai

Schon vor dem Ende des Umweltbonus hat die Schwestermarke von Kia eine ähnliche Garantie ausgesprochen. Jetzt konkretisieren sie es nochmals. Auch sie übernehmen den staatlichen Anteil von bis zu 4.500 Euro für Privatkunden. Das gilt für diejenigen, die ihr Fahrzeug bis zum 16. Dezember bestellt hatten. Eingeschlossen sind hierbei die Modelle KONA Elektro, IONIQ 5 und IONIQ 6. Sofern die Zulassung noch vor dem 31. Dezember erfolgt, übernimmt Hyundai die 4.500 Euro. Wer erst im neuen Jahr zulassen kann, bekommt die für 2024 geltende Umweltprämie. Das gilt allerdings nur für Zulassungen bis zum 31. März 2024. Außerdem muss der Kauf- oder Leasingvertrag eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten haben.

Volkswagen

Einen Tag nachdem die anderen Hersteller mitteilten, dass sie den Umweltbonus übernehmen, zog jetzt auch Volkswagen nach. Sie übernehmen den staatlichen Anteil am Umweltbonus für alle förderfähigen ID.-Modelle, wenn diese bis zum 15. Dezember bestellt wurden. Sofern die Modelle noch in diesem Jahr ausgeliefert werden, wird der für 2023 geltende Umweltbonus gezahlt. Ab dem neuen Jahr soll dann der reduzierte Umweltbonus für 2024 gezahlt werden. Voraussetzung ist, dass das Auto bis zum 31. März 2023 zugelassen wird.

Toyota und Lexus

Alle Toyota und Lexus Kunden, die bereits ein förderfähigen E-Auto bestellt haben, sollen eine Prämie bis zu 6.750 Euro bekommen. Außerdem bieten sie den Umweltbonus all denjenigen an, die bis zum 31. Dezember 2023 ein E-Auto aus dem Bestand kaufen. Wie hoch die Prämie ausfällt, soll vom nettolistenpreis des Fahrzeuges abhängen. Sie soll aber auch gezahlt werden, wenn die Zulassung erst 2024 erfolgt.

Subaru

Auch Subaru möchte für den Wegfall des staatlichen Umweltbonus aufkommen. Alle Kunden, die einen Vertrag bis zum 31. Januar abschließen, bekommen den Umweltbonus in voller Höhe. Vorausgesetzt das Fahrzeug wird bis zum 29. Februar 2024 zugelassen.

BMW

BMW hat sich bisher relativ bedeckt verhalten. Ein Sprecher der BMW Group teilte electrive mit, sie seien im Kontakt mit den Vertriebspartnern, um eine Lösung zu finden. Die Händler seien mit den betroffenen Kunden in Kontakt. Ein Follower von nextmove teilte uns mit, dass sein bestellter iX nächste Woche zugelassen werden sollte. Auch er berichtet davon, dass sein Händler momentan im Austausch mit der BMW Group steht. Der Konzern soll wohl bis zu 3.000 Euro Umweltbonus übernehmen. Ab 2024 wären dann sowieso nur noch iX1 und i4 förderfähig gewesen.

BYD

Auch BYD reagierte zuletzt auf den Wegfall des Umweltbonus. Sie zahlen für alle bereits bestehenden Kaufverträge, die bis zum 31. Januar 2024 ihr Fahrzeug zulassen, den Umweltbonus in Höhe von 4.500 Euro. Voraussetzung ist, dass der Kaufvertrag bis zum 16. Dezember 2023 abgeschlossen wurde. Für alle weiteren Aufträge, die biss zum 31. Dezember 2023 eingehen, garantieren sie den Herstellerzuschuss von 2.677 Euro, sofern das Fahrzeug bis zum 31. März 2024 zugelassen wird.

Volvo

Auch Volvo hat sich gegenüber electrive geäußert. Demnach soll Volvo den Herstelleranteil sowie 1.500 Euro vom staatlichen Umweltbonus übernehmen. Vorausgesetzt das Fahrzeug wird bis zum 31. Dezember 2023 zugelassen. Wie sie es für Zulassungen im Jahr 2024 regeln, ist bisher noch nicht klar. Aber sie sollen wohl auch hier an einer Lösung arbeiten.

Seat/ Cupra

Seat hat veröffentlicht, dass sie sowohl den Herstelleranteil sowie den staatlichen Anteil übernehmen werden. Das gilt für all diejenigen, die bis zum 18. Dezember 2023 einen Cupra Born bestellt haben, „aber noch nicht übernommen und zugelassen haben“. Sofern das Modell noch 2023 ausgeliefert und zugelassen wird, ist die für 2023 geltende Umweltprämie in voller Höhe möglich. Bei Zulassungen vom 01. Januar 2024 bis 31. März 2024 zahlen sie den für 2024 geplanten Umweltbonus.

Skoda

Auch Skoda möchte für den staatlichen Anteil in voller Höhe aufkommen. Sie übernehmen die 4.500 Euro, wenn das Fahrzeug bis zum 15. Dezember 2023 bestellt wurde und ein bestätigtes Lieferdatum bis zum 10. Januar 2024 hat. Es muss allerdings bis zum 31. Dezember 2023 zugelassen werden. Für den Enyaq und Enyaq Coupe gilt weiter, dass bei einem Bestelldatum bis zum 15. Dezember 2023 und einem Lieferdatum ab dem 11. Januar 2024, auch der reduzierte Umweltbonus übernommen wird, der für 2024 vorgesehen war.

Audi

Audi möchte allen bis einschließlich dem 16. Dezember bestellten Fahrzeugen den Umweltbonus gewähren, vorausgesetzt sie sind nach bisherigen geltenden Richtlinien förderfähig. Sie wollen für alle Fahrzeuge, die bis Ende 2024 ausgeliefert werden, den Umweltbonus in voller Höhe übernehmen. Das schließt Herstelleranteil und staatlichen Anteil ein.

Mazda

Alle Kauf- oder Leasingverträge, die bis zum 17. Dezember 2023 abgeschlossen wurden, sollen von Mazda eine Kompensation für den Umweltbonus bekommen. Das gilt für alle Fahrzeuge, die zwischen dem 17. Dezember 2023 und dem 31. März 2024 zugelassen werden. Zulassungen bis zum Jahresende sollen den für 2023 geltenden Umweltbonus bekommen. Ab dem 01. Januar wird dann der für 2024 geplante Umweltbonus ausgezahlt.

Nio

Mit Nio beteiligt sich ein weiterer chinesischer Hersteller an der Kompensation für den Umweltbonus. Sie übernehmen sowohl den Herstelleranteil in Höhe von 1.500 Euro netto und den staatlichen Anteil in Höhe von 3.000 Euro netto. Das gilt für eingehende Bestellungen bis zum 31. Dezember 2023, welche bis zum 31. Januar 2024 ausgeliefert werden. Nio bietet auch immer die Wahl zwischen Batteriemiete und Batteriekauf an. Die Kompensation bekommen nur diejenigen, die sich für die Batteriemiete entscheiden.

Fisker übernimmt nicht den staatlichen Umweltbonus!

Alle Privatkunden, die bis zum 31. Dezember 2023 einen Fisker Ocean bekommen, bekommen auch den Herstelleranteil des Umweltbonus von 2.250 Euro. Allerdings hat sich das Unternehmen dagegen entschieden den staatlichen Teil zu übernehmen.

Polestar bezieht auch Geschäftskunden mit ein

Polestar wird den Herstelleranteil von 1.500 Euro für Bestelllungen bis zum 31. Dezember 2023 weiterhin zahlen. Außerdem führen sie den Polestar Umweltbonus ein für den Polestar 2 des Modelljahres 2024. Privatkunden bekommen dann zusätzlich noch 1.500 Euro. Damit bekommen sie insgesamt 3.000 Euro als Ersatz zum Umweltbonus. Neben Privatkunden beziehen sie auch Geschäftskunden ein. Neben dem Herstelleranteil, der ausgezahlt wird, bekommen sie den Polestar Umweltbonus in Höhe von 3.000 Euro. Auch hier gilt es nur für Bestellungen bis zum 31. Dezember 2023 und nur für den Polestar 2 des Modelljahres 2024. Der Betrag wird beim Kauf des Fahrzeuges vom Kaufpreis abgezogen beziehungsweise beim Leasing in die Rate einberechnet.

Wir bemühen uns, diese Liste zu ergänzen, sollten noch weitere Hersteller folgen.


nextnews: Game Over Umweltbonus, ID.2ALL, Rabatt NIO, VW Elektro-Transporter, Verkaufsstart IONIQ 5N

Aus für den Umweltbonus

Obwohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vor rund einer Woche auf deren Webseite mitteilte, dass weitere Anträge für den Umweltbonus eingereicht werden können, wurde diese Woche ein Auszahlungs- und Bewilligungsstopp für bereits eingereichte Anträge bekannt. Darunter befinden sich auch offene Anträge aus den Monaten August bis Oktober. Damit liegt das Antragsdatum deutlich vor dem Urteil des Verfassungsgerichts. Das bestätigte auch die Behörde gegenüber einem Antragsteller. Das Bafa schrieb auf Nachfrage: „Aktuell ist … keine belastbare Prognose möglich, wann die Bewilligung von Anträgen durch das Bafa wieder aufgenommen werden darf“. Derselbe Antragsteller, der diese Antwort bekam, hat am 08. Dezember in seiner Online-Statusabfrage bereits einen bewilligten Antrag angezeigt bekommen. Dieser wurde jedoch noch nicht postalisch verschickt. Bei einer erneuten Abfrage ein paar Tage später zur gleichen Auftragsnummer, wurde der Status „in Bearbeitung“ angezeigt. Da das Bafa das Antragsformular offenhält, während andere Förderprogramme komplett geschlossen wurden, gehen wir davon aus, dass es sich bei der Nachricht an den Antragsteller um eine aufschiebende Mitteilung handelt. Bereits gestellte Anträge könnten also noch ihr Geld bekommen. Wir haben inzwischen auch die ersten Nachrichten erhalten, dass Anträge wieder bewilligt werden.

Am Mittwoch kam nun endlich etwas Klarheit und die Regierungsspitzen traten vor die Presse und verkündeten die Eckdaten der Lösung zum Haushaltsstreit. Das Statement dauerte rund 16 Minuten und der Umweltbonus wurde konkret in wenigen Sekunden angesprochen. Der Umweltbonus wird beendet, und zwar früher als gedacht. Wann genau sie ausläuft, wurde nicht gesagt. Medien, die darüber berichteten, gingen aufgrund von Habecks Äußerungen davon aus, dass das Auslaufen um ein paar Monate vorgezogen wird. Nach unserer Kenntnis ist das Ende bereits näher als zuvor angenommen. Uns erreichte ein Auszug aus einem internen Dokument einer Regierungsfraktion. In diesem ist das vereinbarte Szenario sehr konkret beschrieben. Darin heißt es: „Der Umweltbonus für neue Elektrofahrzeuge wird mit sofortiger Wirkung beendet“. Bisher ist es noch nicht formal beschlossen, sondern nur eine Willenserklärung aus dem Kreis der Verhandler. Aus terminbezogenen Gründen kann der Bundeshaushalt für 2024 erst im neuen Jahr beschlossen werden. Es ist aber höchst unwahrscheinlich, dass es bis dahin noch nennenswerte Veränderungen gibt. Wann genau die Förderung eingestellt wird, bleibt also weiterhin offen. Es ist allerdings davon die Rede, dass er Ende 2023 auslaufen wird. Demnach halten wir den 31. Dezember 2023 für ein realistisches Datum. Vermutlich handelt es sich hierbei eher um Tage als Wochen. Wer erst ein E-Auto neu zugelassen hat und bisher keinen Antrag gestellt hat, sollte das jetzt schnellstmöglich tun. Sollten noch vor der Zulassung Dokumente fehlen, dann macht Druck beim Händler. Denn nur wer bereits einen Antrag gestellt hat, solange das Formular offen ist, hat noch eine Chance auf den Umweltbonus. Sofern der Antrag gestellt wurde, sollte die Förderung auch relativ sicher sein. Denn weiter heißt es in dem Auszug: “Wer bereits einen Antrag auf Förderung gestellt hat und die Förderbedingungen erfüllt, wird den Bonus in voller Höhe erhalten“.

Nachdem der Umweltbonus ausläuft, müssen die Preise runter. Gewerbekunden können schon länger keinen Antrag für die Förderung mehr stellen. Für diese gibt es bei vielen Herstellern bereits Bewegung. Beispielsweise bei Tesla 2.250 Euro für registrierte Flottenkunden. Bei Polestar werden sogar 4.500 Euro Rabatt geboten. Es gibt aber auch Privatkunden-Rabatte. Rabatte finden häufig auch über das Leasing statt. VW beispielsweise steuert den Absatz der MEB-Fahrzeuge über die interne Kalkulation der Leasingrate. Und da gab es bei mehreren Modellen einiges an Bewegung. Es ergibt momentan Sinn, Anfragen zu stellen und Preise zu vergleichen.

Verkaufsstart Hyundai IONIQ 5N

Diese Woche war der Verkaufsstart für den Hyundai IONIQ 5N in Deutschland und es gab einige Überraschungen. Im Listenpreis hat man sich 2.000 Euro über dem Kia EV6 platziert und das obwohl der IONIQ 5N im Performance-Leistungsumfang deutlich extremer aufgestellt ist. 7 kWh mehr Akku als beim Kia, mehr Leistung, breitere Reifen, simuliertes Schaltgetriebe und deutlich weitergehende Individualisierung der Fahreinstellung. Dank des größeren Akkus reicht es für 448 Kilometer Reichweite. Das Fahrzeug bietet 448 kW Leistung. Im boost sind allerdings kurzzeitig zusätzliche 30 kW verfügbar. Trotz des größeren Akkus bleibt es bei 18 Minuten Ladezeit für 10 Prozent auf 80 Prozent. Maximal sind 240 kW Ladeleistung gegeben. Im Konfigurator ausgewählt werden, können Außenfarbe, Panoramadach und belüftete Vordersitze. Das Leergewicht ist online inklusive Fahrer mit 2.305 Kilogramm angegeben. Die Zuladung ist bisher nicht bekannt.

VW zeigt Innenraum des ID.2All

Foto: Martin Freuchen

Umfragen, Experten und Medienberichte fordern alle eines – E-Autos müssen besser und günstiger werden. Und diesem Ruf möchte auch VW nachgehen mit ihrem ID.2All. Jetzt zeigen sie die ersten Blicke ins Innenleben des ID.-Modells. VW hat sich bei diesem ordentlich ausgetobt, um es möglichst zu einem Raumwunder zu machen. Der zweiteilige Kofferraum bietet 491 Liter Volumen. Erstmals wird es auch einen Frunk geben. Den hat VW allerdings noch nicht gezeigt. Der Beifahrersitz kann komplett flach nach vorn gekippt werden. Zusätzlich gibt es Staufächer unter den hinteren Sitzen. Optional soll es auch eine Anhängerkupplung geben. Die Stützlast beläuft sich dann auf 75 Kilogramm, die gebremste Anhängelast liegt bei 750 Kilogramm.

Foto: Martin Freuchen

Es gibt auch eine große Mittelkonsole mit induktivem Laden für zwei Smartphones. Auch das Bedienkonzept ist neu. Sowohl am Lenkrad als auch in der Klimaleiste gibt es haptische Tasten. Geplant sin zwei batterie-Varianten. Zum einen soll ein 40-kWh-LFP-Akku kommen. Es soll auch eine Variante mit einem 56-kWh-Akku geben. Bestätigt wurde auch der Startpreis zu 24.995 Euro. Der Funktionsumfang der Serie ist noch offen.

Neben dem ID.2All ist in den Medienberichten auch häufiger die Sprache von einem 20.000 Euro Auto von VW. Hier gibt es Spekulationen darüber, dass für dieses Modell eine Kooperation geplant sei. Man sei bereits in Gesprächen mit Renault. Das Handelsblatt berichtete entsprechend darüber und bezog sich auf Insider. Dafür spricht der Umstand, dass weder Renault noch VW bisher dementiert haben. Bei den Gerüchten zu einer erneuten Partnerschaft von Renault und Smart gab es hingegen sofort ein Dementi.

30 Prozent Rabatt bei NIO

Nio schreibt: “...gerne unterstützen wir Sie dabei, die Flotte Ihres Unternehmens mit unseren vollelektrischen smarten Premium-Fahrzeugen zu erweitern oder neu aufzubauen”. Ganz konkret heißt es, dass es ein limitiertes Angebot bis Ende des Jahres gebe. Und zwar 30 Prozent Rabatt auf den Listenpreis der sofort verfügbaren Limousine NIO ET7.  Es wird eine Lieferzeit von 30 tagen in Aussicht gestellt. Damit sinkt der Listenpreis für einen ET7 mit Batteriemiete von knapp 59.000 Euro auf nur noch 41.000 Euro.

Mitteilung von NIO

Der ET7 ist allerdings kein Auslaufmodell und solche starken Rabatte sind meist auch ein Vorbote für eine Preissenkung. Denn solche Rabatte drücken auch die Restwerte. Das bedeutet die Leasingraten steigen, sofern der Hersteller nicht mit garantierten Restwerten gegensteuert.

Im Jahresverlauf steht NIO in Deutschland bei 1.224 Neuzulassungen. Im November waren es allerdings zuletzt nur 50. Und auch global sind die Verkäufe im vergleich zum Vorjahr rückläufig. Legt man das Ergebnis aus dem zweiten Quartal auf die verkauften Autos um, ergibt sich ein Minus von 35.000 US-Dollar pro Auto. In Deutschland werden aktuell fünf Modelle zu Preisen ab rund 60.000 Euro inklusive Batterie angeboten. Wer die NIO Power Swap Stations zum Batterietausch nutzen will, muss die Batterie allerdings mieten. Davon gibt es aktuell sieben Stück in Deutschland, die jeweils ein Fahrzeug bedienen können. Das Einführungsangebot zum Gratis-Akkutausch wird ab April auch zwei Tauschvorgänge pro Monat beschränkt. Wer mehr braucht, zahlt dann pauschal zehn Euro und für den Strom 39 Cent pro kWh. Der Ausbau des Netzes geht weiter. Aktuell sind zehn Stationen in Bau oder Planung.

Auch in der Batterie-Strategie hat man kurzfristig nochmal die Pläne umgestellt und hat den Ausbau einer eigenen Produktion vorerst ausgelagert. Damit versucht man kurzfristiger rentabler zu werden. Klar ist allerdings eines, NIO ist angeschlagen und benötigt jeden Monat neues Geld. Gleichzeitig verkaufen sich die angebotenen Fahrzeuge nicht zu den angesetzten Preisen. Wer sich aktuell für ein Fahrzeug dieser Marke entscheidet, sollte lieber nicht ins Restwertrisiko gehen und daher eher ABO oder Leasing wählen.

 

Neuer VW Elektro-Transporter

Foto: VW

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat die nächste Generation der aktuellen Modelle Transporter 6.1 und Caravelle 6.1 vorgestellt. Neben einer Diesel- und Hybrid-Version wird es den neuen Transporter auch als reinen Stromer geben. Die Fahrzeuge sollen 2025 auf den Markt kommen. Seit gestern können allerdings schon die Diesel- und Hybrid-Varianten vorbestellt werden. Als Stromer kann man ihn voraussichtlich nächstes Jahr konfigurieren.

Bereits bekannt ist, dass es eine umfangreiche Serienausstattung geben wird. Mit enthalten ist ein digitales Cockpit, ein Zentralbildschirm und neueste Assistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Notbremssystem und Verkehrszeichenerkennung. Auch LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten sind in der Serienausstattung enthalten. Das Nutzfahrzeug kann als Kastenwagen in jeweils zwei Höhen und Längen konfiguriert werden. Etwas mehr als fünf Meter sind es in der kurzen Version, maximal 5,45 Meter bei verlängertem Radstand von vier Metern. Den Transporter wird zusätzlich auch als verglasten Kombi, Pritschenwagen mit Doppelkabine und Caravelle geben. Das Ladevolumen beträgt mindestens 5,8 bis maximal neun Kubikmeter. Das gilt allerdings vermutlich nur für den Dieselantrieb.

Foto: VW

Den Transporter soll es als Stromer mit vier Antriebsleistungen geben: 85 kW, 100 kW, 160 kW und 210 kW. Die Batterien sollen einen Energiegehalt von 83 kWh oder 54 kWh brutto haben. Die kleinere Batterie ist allerdings nur für die kleinste Leistungsstufe vorgesehen. Im Gegensatz zu Diesel und Hybrid haben die Elektro-Versionen einen Heckantrieb. Später soll noch ein Allradantrieb folgen.


nextnews: VW-Krise, billiger Laden, Umweltbonus, neue Toyota-Stromer, Sixt trennt sich von Tesla

Zulassungszahlen

Im November wurden 245. 701 Pkw neu zugelassen. 44.942 davon waren E-Autos. Damit betrug ihr Anteil rund 18 Prozent. Immerhin im dritten Monat in Folge zeigt sich eine leichte Aufwärtstendenz nach dem Bafa-Peak vom August. Benziner machen mit 33 Prozent den größten Anteil an Neuzulassungen aus. Diesel-Fahrzeuge kommen auf 16 Prozent. Hybride liegen insgesamt bei 32 Prozent. Sieben Prozent sind davon Plugin-Hybride.

In der Summe für die ersten elf Monate des laufenden Jahres kommen wir auf knapp 470.000 E-Autos. Das entspricht ungefähr den Neuzulassungen aus dem gesamten Jahr 2022. Alle Neuzulassungen, die im Dezember noch folgen, können als Wachstum gewertet werden. Ob es zu einer Jahresendrallye kommt, ist wegen der spürbaren Kaufzurückhaltung und der noch offenen Zukunft des Umweltbonus fraglich. Wir erwarten trotzdem mindestens 50.000 Neuzulassungen. Das entspräche dann einem Wachstum von zehn Prozent.

Beim relativen Anteil der Pkw-Neuzulassungen werden wir Stagnationen im Bereich von 18 Prozent Elektro-Anteil der gesamt Pkw-Neuzulassungen erleben. Auch für das kommende Jahr erwarten wir aufgrund der aktuellen Stimmungslage kein Wachstum in den Neuzulassungen, sondern ein Verharren unterhalb der 20-Prozent-Grenze.

Bei den Einzelzahlen der Modelle gab es wieder einige Überraschungen. Auf Platz eins der Top 20 neuzugelassenen E-Autos ist der Skoda Enyaq mit 3.588 Stück. Bereits letzten Monat hat er sich den ersten Platz erkämpft. Teslas Model Y liegt immerhin in diesem Monat wieder auf der zwei mit 2.840 Neuzulassungen. Weit vorn dabei sind diesmal sogar zwei BMW-Modelle. Der i4 liegt auf Platz drei, der iX1 hat es auf den fünften Platz geschafft. Zwischen den beiden Modellen liegt der VW ID. 4/5. Knapp beieinander sind Tesla Model 3 und VW ID. 3 auf den Plätzen sechs und sieben. Auch Mercedes hat es mit zwei Modellen in die Top 20 geschafft. Auffällig schwach waren hingegen die Koreaner. Nur Hyundai IONIQ 5 hat es in das Ranking geschafft. Sogar der VW ID. Buzz hat es mit dem 20. Platz noch in die Top 20 geschafft.

Auf Konzernebene liegt VW in Deutschland im November bei 31,5 Prozent. Im Markenranking liegen sie bei 13 Prozent und führen somit. Nach ihnen kommt BMW mit zwölf Prozent. Tesla macht elf Prozent aus. Mercedes kommt auf sieben Prozent.

VW in der Krise

Foto: VW

Volkswagen hat das Ziel 2030 in Europa 80 Prozent aller Neuwagen mit einem vollelektrischen Antrieb zu verkaufen. Im letzten Jahr haben BEV ein en Anteil von 13,1 Prozent ausgemacht, zumindest in Deutschland dem stärksten europäischen Markt.  Auch im laufenden Jahr kommt man auf einen Anteil unterhalb von 14 Prozent. Wenn man auf die aktuellen Neuzulassungen sieht oder mit Händler spricht, zeigt die Nachfrage-Kurve deutlich nach unten. VW reagiert jetzt auf die schwache Nachfrage mit einer erneuten Drosselung der Produktion. Im Zwickauer MEB-Werk wurde bereits die Umstellung eines drei-Schicht-Betriebs auf einen zwei-Schicht-Betrieb vorgenommen. Außerdem werden befristete Verträge nicht verlängert. Davon betroffen sind rund 750 Mitarbeiter. Diese Woche wurde dann auch die Produktion des ID.3 und des Cupra Born heruntergefahren. Die Produktionspause soll bis zum Jahresende anhalten. Markenchef Thomas Schäfer hatte selbst erst im VW-Intranet gesagt „die Situation ist sehr kritisch“.

Hoffnung für den Umweltbonus

Screenshot Bafa-Webseite

Diese Woche kam es zu einer deutlichen Auskunft, wie es mit dem Umweltbonus weiter geht. Mit Verweis auf die Haushaltslage hieß es in einer Mitteilung: „Entsprechend werden mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres sowohl die Annahme als auch Bewilligung von Anträgen pausiert“. Das bedeutet, dass auch bereits eingereichte Anträge kein Geld bekommen. Weiter hieß es: „Ausgenommen von der Antragspause sind die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus)“. Zwar regelt die Förderrichtlinie, dass das Einreichen eines Antrages noch keine Reservierung von Fördermitteln sichert, aber wir haben die Vermutung, dass es auch 2024 eine Förderung für Privatkunden geben wird. Schließlich wurden andere Förderprogramme gestoppt.

Markttrends beim Schnellladen

Vor einigen Wochen kam es zur Verkündung der Förderbescheide im Deutschlandnetz. Damals stand die Frage im Raum, wie lange die Umsetzung in die Praxis wohl dauern würde und welcher Anbieter wohl am schnellsten ist. Vermutlich wird das jetzt Fastned sein. Noch vor Weihnachten soll in Düren der erste Standort live gehen. Vermutlich gab es hier bereits Vorlauf in der Planungsphase, sodass dieses Projekt so schnell realisiert werden konnte. Offen ist noch, wie die preisliche Platzierung im Adhoc-Tarif des Standortes stattfindet.

Auch im Markt gehen die Preistendenzen aktuell nach unten. So auch bei MER Deutschland für die Tank- und Rast-HPC-Ladestationen. Zuvor musste man 1,05 Euro pro kWh zahlen. Jetzt sind es nur noch 87 Cent pro kWh. Preislich liegen sie jetzt unterhalb von Mercedes und EnBW. Diese Preise beziehen sich auf die Preise für das vertraglose Bezahlen direkt an der Ladesäule. Über verschiedene Anbieter kann man die meisten dieser Stationen auch deutlich günstiger nutzen, teilweise auch ohne monatlich anfallende Grundgebühr.

Toyotas neue Stromer

Nach Toyotas Einsicht, dass ein Wasserstoff-Antrieb für Pkws noch nicht vollständig ausgereift ist, war klar, dass mehr E-Autos hermüssen. Bis 2026 planen sie sechs Elektromodelle auf dem europäischen Markt zu haben. Einschließlich leichter Nutzfahrzeuge sollen es sogar 15 Modelle sein. Pro Jahr wollen sie damit 250.000 E-Autos absetzen, das soll einen Anteil von 20 Prozent ausmachen. Bisher haben sie nur ein Elektromodell, den bZ4X. Im letzten Jahr haben sie bereits eine Studie veröffentlicht, das bz Compact SUV Concept. Diese Woche folgten zwei weitere Studien auf der Veranstaltung Kenshiki. Einschließlich dieser Studien wären damit vier der sechs Modelle bekannt.

Foto: Toyota

Die erste Studie ist das Urban SUV Concept. Es handelt sich um einen Kompakt-SUV, der bereits 2024 erscheinen soll. Daher soll das Konzept sehr dem Seriendesign entsprechen. Das SUV ist 4,3 Meter lang, 1,82 Meter breit und 1,62 Meter hoch. Laut Toyota soll dieses Modell eine hohe Sitzposition haben. Technische Details sind bisher nicht bekannt. Allerdings hat man bereits verkündet, dass es mehrere Antriebsvarianten geben soll. Darunter auch eine Allradversion. Außerdem soll es zwei Batterieversionen geben.

Foto: Toyota

Das Sport Crossover Concept soll „Ausblick auf ein neues batterieelektrisches Modell, dass 2025 auf den Markt kommen soll“ geben. Viel ist nicht zu dem Modell bekannt. Allerdings soll es einen großen Kofferraum haben und viel Beinfreiheit im Fond. Um das Modell zu entwickeln, hat man sich Hilfe aus China von BYD geholt. Geplant ist das Modell für den chinesischen und europäischen Markt.

Neuer Ladetarif

Diese Woche startet das neue ABO-Angebot für Kia Charge Kunden an Aral-Ladestationen. Aus unserer Sicht könnte etwas mehr dahinterstecken, als man auf den ersten Blick zeigt. Bekannt sind nun auch die finalen Preise. Für eine monatliche Grundgebühr von 5,99 Euro reduziert sich der Preis um 30 Prozent auf 54 Cent pro kWh. Für 11,99 Euro im Monat sind es sogar 45 Prozent Rabatt, sodass sich die Kosten nur noch auf 42 Cent pro kWh belaufen. Basispreis für die Anwendung der Rabatte ist der aktuelle Preis im Easy-Tarif von 77 Cent pro kWh. Auch die sogenannte einmalige Ladevorgangsgebühr entfällt. Die Tarife sind dabei monatlich kündbar.

Grafik: schnellladepark.app, Stand Dezember 2023

Das ist spannend, denn Aral Pulse ist auf Platz Zwei der Top Betreiber von Schnellladeparks. Aral hat vermutlich das am schnellsten wachsende Netz in Deutschland und ist bei der Anzahl an Standorten an Tesla vorbeigezogen. Den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bietet Arals Netzwerk an fossilen Tankstellen. Andere Betreiber müssen passende Standorte erst suchen. Aral verfügt bereits über diese. Hinzu kommt, dass im aktuellen Marktumfeld der Premium-Tarif eines der günstigsten Schnelllade-Angebote ist. Aktuelle gelten die Tarife nur für Kia-Kunden. Aber Kia Charge ist kein eigenständiger Anbieter, sondern ein Produkt des Anbieters Digital Charging Solutions GmbH (DCS) in Kooperation mit Kia. Mit Charge Now hat DCS noch ein weiteres Tarifangebot – offen für alle Kunden. Es ist also durchaus denkbar, dass das Aral-Abo zukünftig auch für andere Kunden buchbar sein wird. Darauf deutet auch die Formulierung in der Pressemitteilung hin. Dort hieß es „als erste Automobilmarke“.

Keine Teslas mehr bei Sixt


Vor drei Wochen hatten wir bereits darüber berichtet. Damals waren es noch Gerüchte. Jetzt ist es offiziell. Sixt wird vorerst keine weiteren Tesla-Fahrzeuge mehr anschaffen. Das teilte das Unternehmen in einer Nachricht seinen Kunden mit. Zusätzlich wolle man den Bestand an Tesla-Fahrzeugen in der Flotte abbauen. Sie begründen diese Entscheidung mit „deutlich höheren Haltekosten“, die durch hohe Reparaturkosten und niedrigen Restwerten in Folge von Rabatt-Aktionen von Herstellern entstanden. Hohe Haltekosten in Folge von Wertverlusten haben auch immer mit dem Zeitpunkt der Bestellung zu tun.

Reform der Netzentgelte

Die Bundesnetzagentur möchte mehr Fairness bei der Verteilung der Netzentgelte. Eine Anpassung einer entsprechenden Umlage würde alle Stromverbraucher betreffen. Der Netzausbau für den Anschluss erneuerbarer Stromerzeugung kostet den Netzbetreibern viel Geld. Diese zusätzlichen Kosten werden derzeit über regional gestaffelte Netzentgelte durch Stromkunden mitgetragen. Wer also in einer Region wohnt, in der vermehrt ein Ausbau von erneuerbaren Energiequellen stattfindet, zahlt in der Regel höhere Netzentgelte. Das führt zu starken regionalen Differenzen von bis zu zehn Cent pro kWh. Und dass, obwohl der Strom von ganz Deutschland genutzt wird.

Grafik: Bundesnetzagentur

Um nun für einen fairen Ausgleich zu sorgen, hat die Bundesnetzagentur ein Eckpunktepapier zur Verteilung der Netzkosten veröffentlicht. Man möchte die Mehrkosten auf alle Stromverbraucher verteilen. Zuerst soll ermittelt werden, ob ein Netzbetreiber durch den Ausbau im besonderen Maße höhere Kosten trägt. Das Betrifft momentan 17 Netzbetreiber, die zusammen 10,5 Millionen Menschen versorgen. Für diese Nutzer könnten die Netzentgelte bis zu 25 Prozent sinken. Damit das möglich ist, soll eine bereits bestehende Umlage erweitert werden. Dadurch entstehen zusätzliche Kosten für alle Stromverbraucher. Die Umlage soll dann von 0,4 Cent pro kWh auf 0,64 Cent pro kWh steigen. Das wären Mehrkosten von 8,40 Euro für einen Haushalt, der im Schnitt 3.500 kWh im Jahr verbraucht. Haushalte in bisher „benachteiligten“ Zonen würden hingegen beim gleichen Verbrauch bis zu 120 Euro einsparen.

Bis zum dritten Quartal nächsten Jahres möchte die Bundesnetzagentur, dass ein Gesetz erlassen wird. Vor dem 01. Januar 2025 wird die Regelung allerdings nicht in Kraft treten. Das Vorhaben stößt allerdings auch auf Widerstand. Am meisten hat sich zuletzt Bayern dagegen gewehrt. Dort hat man schlussendlich doch eingesehen, dass solch ein Gesetz auch Vorteile bringt. Denn auch in Bayern schreitet der Ausbau erneuerbarer Stromerzeugungen voran. Daher ist Bayern auch eines der Bundesländer, die am meisten entlastet werden. Konkret geht es hierbei um 40 Millionen Euro.


VW gibt den offiziellen Startschuss für bidirektionale Laden!

VW ist eine Kooperation mit E3/DC eingegangen. Mit dem System „EDISON V2H“ ist ab sofort erstmals eine bidirektionale Ladelösung auf CCS-Basis verfügbar. Sie selbst schreiben, dass „bidirektionales Laden mit der Funktion Vehicle to Home“ nun möglich ist und das mit vielen Modellen der VW-Familie. Das System ist allerdings an die Nutzung eines E3/DC-Batteriespeichers gekoppelt. Wie viel dieser kosten wird, nennt weder VW noch E3/DC. Wir rechnen mit einem Preis im höheren vierstelligen Bereich für das Wallbox-Modul. In der Anlaufphase sollte mit längeren Lieferzeiten und begrenzter Verfügbarkeiten gerechnet werden. Branchen-Insider nennen für den flächendeckenden Rollout Zielpreise von 2.000 Euro bis 3.000 Euro.

Mit dieser Funktion dienen die Modelle als zusätzlicher Stromspeicher und können den Strom auch an das Haus abgeben. Dadurch soll auch die Stromversorgung mit Solarenergie an bewölkten Tagen oder in der Nacht ermöglicht werden. Laut VW können Kunden „selbst entscheiden, wann sie Energie aus dem öffentlichen Netz beziehen und wann sie auf den selbstproduzierten und in der Fahrzeugbatterie gespeicherten Strom zurückgreifen“. Sobald der Energiespeicher zusätzliche Energie benötigt, aktiviert sich das Fahrzeug und gibt Energie an das Haus ab. Wenn das nicht mehr notwendig ist, wird die Energieübertragung beendet und das Fahrzeug schaltet in den Standby-Modus. Der Ladestand des Autos sollte allerdings nicht unter 20 Prozent fallen. Damit möchten sie uneingeschränkte Mobilität gewährleisten. Zwei Tage soll ein ID.-Modell einen Haushalt von rund 15 kWh pro Tag versorgen können.

Alle wichtigen Details auf einen Blick

Foto: VW

Bidirektionales Laden wird vorerst nur mit einer DC(CCS)-Wallbox der Reihe S10 E COMPACT von E3/DC (Hager Energy) möglich sein. Weitere sollen allerdings folgen. Welche das sind und wann diese kommen sollen, ist bisher unklar. Außerdem ist ein Haus-Batteriespeicher von E3/DC notwendig.  Damit wird stoßweise der Strom an den Hausspeicher übergeben, um fahrzeugseitige Bereitschaftsverluste zu mindern und die Laufzeit der Steuergeräte im Fahrzeug zu begrenzen.

Diese Technik ist kompatibel mit VW ID.-Modellen, Skoda Enyaq sowie Cupra Born, die einen 77-kWh-Akku oder auch mögliche größere Batterien besitzen und die ID.-Software 3.5 haben. Auch bereits ausgelieferte Fahrzeuge können dieses Update bekommen. Mit diesen Fahrzeugen ist Vehicle to Home möglich. Das bedeutet gleichzeitig, dass eine Rückspeisung in das öffentliche Netz zumindest noch nicht verfügbar ist.

Der Vertrieb läuft ausschließlich über E3/DC, also Hager Energy. Zunächst ist das System nur in Deutschland verfügbar. Die Betriebsdauer und abgegebene Energiemengen sind ebenfalls pro Fahrzeug begrenzt. Maximal dürfen rund 10.000 kWh abgegeben werden und 4.000 Betriebsstunden entladen werden. Theoretisch könnte VW diese Limitation nach Ablauf der Garantie aufheben. Maximal können elf kW Leistung in beide Richtungen abgegeben werden. Es bedient sich einem CCS-Anschluss und die Grundlage bildet die ISO-Norm 15118-2.

Der Rollout startet im ersten Quartal des Jahres 2024. Ein konkreter Preis wurde wie bereits erwähnt nicht genannt. E3/DC schreibt allerdings dazu, dass dieser individuell variieren kann. Bereits jetzt können Anfragen abgeschickt werden. Unserer Einschätzung nach könnte der Preis oberhalb von 10.000 Euro liegen - nur für die Wallbox. Für die bidirektionale Ladestation bekommt man 24 Monate Garantie. Die Installation muss dann allerdings von einem E3/DC zertifizierten Fachpartner ausgeführt worden sein.

Ursprünglich hatte VW eine eigene 22-kW-Bidi-Wallbox angekündigt. Diese wurde aufgeschoben, soll aber nicht aufgehoben sein.


Sorgenfrei mit dem E-Auto durch den Winter: Das kannst du machen für mehr Reichweite und Ladeleistung!

Der erste Schnee ist gefallen und die Temperaturen erreichen Minusgrade. Das kann auch an der Akkuleistung eines E-Autos zerren und dementsprechend auch zu geringeren Reichweiten führen. Gängige Vorurteile sind noch immer, dass dann nur noch die halbe Reichweite möglich sei, die Ladeleistung sehr gering sei und man im Stau auf der Autobahn erfrieren könnte. Ganz so schlimm sieht es in der Realität allerdings nicht aus. Aber der Energieverbrauch ist im Winter tatsächlich höher und somit führt das auch zu geringeren Reichweiten als gewohnt. Vor rund zehn Jahren hat ein E-Auto keine 100 Kilometer geschafft, ohne geladen zu werden. Bei deutlich weniger verfügbaren Ladesäulen war das ein richtiges Problem. Inzwischen sind auch E-Autos im Winter Langstreckentauglich. Trotzdem haben wir ein paar Tipps, die das meiste aus einem E-Auto herausholen können.

Weshalb kommt es zu einer geringeren Effizienz im Winter?

Bevor wir darauf eingehen, wie man im Winter energiesparend fährt, sollte man die Gründe verstehen, warum es zu einer niedrigeren Effizienz kommt. In der kalten Jahreszeit kommen einige Faktoren zusammen, die dafür sorgen, dass mehr Energie verbraucht wird. Zum einen gibt es einen höheren Luftwiderstand, durch den mehr Energie aufgewendet werden muss. Denn sowohl kalte als auch trockene Luft haben eine höhere Dichte. Wenn es dann doch mal feucht wird durch Schnee oder Regen, haben Reifen einen höheren Rollwiderstand. Auch Winterreifen an sich haften besser an der Straße und haben deshalb einen höheren Verbrauch. Der Einfluss dieser Faktoren ist allerdings relativ gering.

Deutlich mehr Einfluss nimmt eine kalte Batterie. Bei niedrigen Temperaturen verändert sich die Zellchemie und es kann weniger nutzbare Kapazität entnommen werden. Es steht also weniger Energie zur Verfügung und das wirkt sich direkt auf eine geringere Reichweite aus. Innerhalb von wenigen Stunden kann die Batterie vollständig auskühlen. Ein kalter Akku kann auch nicht so schnell geladen werden wie üblich. Es könnte sogar zu einer schnelleren Degradation der Batterie kommen. Um den Akku möglichst zu schonen, setzt das Batteriemanagementsystem ein und reduziert die Ladeleistung. Ein kalter Akku beeinträchtigt auch die Rekuperation.

Laut ADAC ist es allerdings das Heizsystem Grund Nummer eins, weshalb es zu einem höheren Energieverbrauch und damit auch zu geringeren Reichweiten kommt. Besonders auf kurzen Strecken mit längeren Stehzeiten ist das spürbar. Denn es benötigt wesentlich mehr Energie, das Auto immer wieder aufzuheizen, als es auf einer Temperatur zu halten.

Mit diesen Tipps holst du das beste aus Reichweite und Ladeleistung raus!

Die meisten Tipps beziehen sich auf längere Strecken, hier ist es eher möglich Energie einzusparen. Es gibt aber auch ein paar Allgemeine Tipps, die man im Winter berücksichtigen sollte.

Schon bevor die Fahrt überhaupt losgeht, sollte man auf die Wahl der Winterreifen achten. Am effizientesten und auch am billigsten ist die am kleinsten eingetragene Reifengröße. Auch der richtige Reifendruck ist entscheidend. Lieber etwas mehr Luftdruck einstellen, als im Sommer und diesen regelmäßig überprüfen. Wer mit zu wenig Reifendruck fährt, hat mehr Kontakt mit der Fahrbahn und erhöht somit wiederum den Verbrauch.

Bei einem E-Auto dreht sich alles um Aerodynamik, daher ist es wichtig, den Schnee vom kompletten Fahrzeug zu entfernen. Wenn Schnee auf dem Dach oder der Fronthaube ist, dann erhöht sich die Stirnfläche und es muss mehr Energie aufgewendet werden, um voranzukommen. Das gilt insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten. Am einfachsten ist es natürlich, das Fahrzeug in die Garage zu stellen, wenn eine vorhanden ist. Neben dem Kratzen, das entfällt, bietet das auch noch mehr Vorteile. Das Auto steht trocken und in der Regel ist es in einer Garage auch wärmer als in der Umgebungstemperatur. Das bedeutet, dass die Batterie nicht all zu kalt geworden ist und somit mehr Ladeleistung und auch Reichweite bietet.

Egal, wo das E-Auto abgestellt wird, es sollte sichergegangen werden, dass die Batterie nicht fast leer ist. Wir empfehlen mindestens 20 Prozent Restkapazität. Denn bei niedrigen Temperaturen altern die Zellen schneller. Manche Hersteller empfehlen sogar einen höheren Ladestand. Dies sollte in der Bedienungsanleitung stehen.

Wenn es möglich ist, empfiehlt es sich, das Fahrzeug bereits zehn bis 15 Minuten vor Abfahrt vorzuheizen. Wenn das E-Auto dann noch am Ladekabel hängt, beeinträchtigt das Vorheizen nicht die Reichweite. Somit steigt man nicht nur in ein warmes Auto ein, sondern der Schnee auf dem Fahrzeug ist auch bereits geschmolzen. Standheizung ist bei allen Elektroautos Serie, anders als bei Verbrennern. Wenn es einmal aufgeheizt ist, benötigt es nicht mehr so viel Energie die Wärme zu halten. Daher sollten Fenster und Türen nicht länger als nötigt geöffnet bleiben. Viel Energie kann auch eingespart werden, indem man smart heizt. Wenn man beispielsweise allein unterwegs ist und es eine „Drivers only“-Funktion gibt, dann sollte man diese auch nutzen. Das bedeutet, dass die warme Luft nur auf den Fahrer gerichtet wird. Das spart Energie. Hilfreich ist es auch, die Wärme direkt am Körper zu platzieren. Beispielsweise, wenn man Sitz- und Lenkradheizung aktiviert. Dadurch dreht man intuitiv die Innenraumlüftung herunter. Jedes Grad, das weniger geheizt wird, bedeutet gleichzeitig mehr Reichweite. Daher empfiehlt es sich auch, mit einem dicken Pullover anstelle eines T-Shirts zu fahren. Wenn eine Frontscheibenheizung vorhanden ist, sollte man diese auch nutzen. Die verbraucht einige hunderte Watt. Die Enteiser-Funktion des Gebläses verbraucht hingegen vier bis fünf kW. Zusätzlich sollte man bei der Innenraumlüftung auf Umluft stellen. Das wärmt den Innenraum schneller auf. Zudem sollte der Innenraum möglichst Schnee und Wasserfrei bleiben. Die Schuhe sollten vor Einstieg abgeschüttelt und nasse Jacken im Kofferraum aufbewahrt werden. Andernfalls könnten die Scheiben schneller beschlagen. Häufig wird auch eine Wärmepumpe empfohlen. Allerdings ist der Reichweitengewinn nicht so groß, wie man vielleicht denkt. Daher macht es aus unserer Sicht nur Sinn für Viel- und Langstreckenfahrer und diejenigen, die in einer Region wohnen, in der regelmäßig richtiger kalter Winter herrscht.

Im Winter kann auch die Ladeleistung des Fahrzeuges nachlassen. Das liegt, wie bereits erwähnt, an einer kalten Batterie. Wenn man eine lange Strecke mit mehreren Ladestopps fährt, sollte man die ersten ein bis zwei Stunden mit höherer Geschwindigkeit fahren. Das bewirkt, dass sich der Akku bereits um zehn bis 20 Grad Celsius erwärmt und somit eine bessere Ladeleistung hat. Einige E-Autos heizen auch die Batterie eigenständig vor. Dafür muss man nur den Ladepunkt in die Navigation einfügen. Bei einer verminderten Ladeleistung hilft es auch, den ersten Ladestopp mit einem geringen Ladestand einzulegen. Umso niedriger der Ladestand ist, umso höher ist anfangs die Ladeleistung.

Auch das eigene Fahrverhalten hat Einfluss auf die Reichweite. Man kann beispielsweise den Ecomodus aktivieren. Die Heizleistung reduziert sich unteranderem. Bei Glätte drehen aber auch die Räder nicht so schnell durch. Das liegt daran, dass das Strompedal träger als normal reagiert. Der Ecomodus sorgt nicht dafür, dass das Fahrzeug sparsamer unterwegs ist. Aber es stellt dem Fahrer eine Hilfe dar, sparsamer zu fahren. Sollte Jemandem im Fahrzeug kalt werden, dann sollte man allerdings den Ecomodus wieder deaktivieren. Weiter kann man darauf achten, wie man auf der Spur fährt. Bei Regen sowie Schnee bilden sich Spurlinien. Dort ist der Regen beziehungsweise Schnee bereits etwas verdrängt wurden. Daher sollte man in diesen Spuren fahren, denn somit stößt man auf weniger Rollwiderstand. Auch der Bremsweg verkürzt sich.

Das Einsparen von Energie, sollte aber niemals auf Kosten der eigenen Sicherheit geschehen. Auch die Rekuperation ist eingeschränkt. Daher funktioniert One-Pedal-Driving nicht so gut. Am Anfang einer Fahrt sollte man also selbstständig bremsen. Außerdem sollte man für Langstrecken etwas mehr Restreichweite einplanen als üblich.

Diese Tipps solltest du im Alltag beachten!

Benutzerhandbuch Tesla Model 3, Stand Dezember 2023

Die besten Tipps und Hinweise, die es zu beachten gilt, geben immer noch die Hersteller. Daher empfiehlt es sich in die Bedienungsanleitung zu schauen, was dazu geschrieben steht. Aber auch wir haben für euch noch einige hilfreiche Hinweise. Auf die Waschstraße sollte man beispielsweise verzichten, wenn es nicht zwingend notwendig ist. Denn die Gummis frieren schneller ein und können Schaden nehmen. Wenn es doch mal sein muss, sollte man danach die Gummis trockenreiben. Auch die Ladeklappe sollte trocken gehalten werden. Wenn es doch mal dazu kommt, dass sie einfriert, dann leistet nur Enteiserspray Abhilfe. Das sollte am besten nicht im Auto liegen. Schließlich können auch die Türen festfrieren. Auch die Spiegel können vereisen. Wir empfehlen daher das automatische Zuklappen der Spiegel zu deaktivieren. Es könnte sonst zu Schäden kommen.

Wenn das Infotainment über einen längeren Zeitraum genutzt wird, sollte das Fahrzeug komplett angeschaltet werden und im P-Modus stehen. Denn die zwölf-Volt-batterie könnte sich entladen. Das haben auch wir bereits bei einigen Modellen erlebt. Grund dafür ist ein Software-Problem.

Auch im Winter muss das Auto geladen werden. Bei starkem Schneefall muss allerdings der Winterdienst priorisieren, was freigeräumt wird. Es kann also passieren, dass die Schnelllader an den Autobahnen zugeschneit sind. Bei kritischen Lagen kann es helfen, eine Schaufel dabei zu haben. Damit kann man auch notfalls das Auto selbst freischaufeln.

Keine Angst haben vor möglichen Staus

Wir haben damals einen Härtetest mit einem Kia e-Niro gemacht. Wir haben ihn stehen lassen und der Innenraum sollte auf 19 Grad Celsius durchgehend geheizt werden. Ganze drei Tage hat die Batterie gehalten, um den Innenraum zu heizen. Bei einem Drittel Ladestand ist es also immer noch für 24 Stunden warm. Auch der ADAC hat so einen Härtetest durchgeführt. Sie haben einen Renault Zoe und einen VW e-up! getestet. Die Heizung wurde auf 22 Grad Celcius eingestellt und die Fahrzeuge wurden für zwölf Stunden bei minus neun bis minus 14 Grad Celsius abgestellt. Danach hatte der Renault Zoe noch einen Batteriestand von 70 Prozent. Beim VW e-up! waren es sogar 80 Prozent. Solltet ihr also doch einmal in einen Stau kommen, solltet ihr keine Angst davor haben Stehenzubleiben oder frieren zu müssen.


nextnews: Cybertruck-Preise, Umweltbonus, Wallbox-Verbot, Tesla Autopilot, Strafe für Ladebummler

Gipfeltreffen in Berlin

Am Montag kam es wieder zu einem Autogipfel im Kanzleramt. Dieses Mal wurden deutlich mehr Gäste geladen als zu „Merkel-Zeiten“. Neben Spitzen der deutschen Autoindustrie und Tesla waren auch Vertreter von Gewerkschaften, weitere Ministerien, Vertreter des Digitalverbands Bitkom, der Energie- und Wasserwirtschaft sowie Sachverständige geladen. Besonders brisant war der Zeitpunkt. Denn vor kurzem wurde die Umwidmung der Corona-Mittel in den Klima- und Transformationsfond für nichtig erklärt. Damit ist auch die Zukunft vieler Förderprogramme zur Elektromobilität unklar, darunter auch die des Umweltbonus.

Screenshot Artikel von Handelsblatt

Im Fokus des Treffens stand die Frage, wie das politisch erklärte Ziel von 15 Millionen BEV bis 2030 erreicht werden kann. Aktuell gibt es 1,3 Millionen zugelassene vollelektrische Autos in Deutschland. Die Bundesregierung möchte an der 15-Millionen-Marke festhalten. Viele Branchenvertreter haben im Vorfeld Szenarien im Bereich von sieben bis zehn Millionen E-Autos bis 2030 als realistisch eingestuft. Unabhängig davon, gab es von allen Beteiligten ein klares Bekenntnis zum weiteren Ausbau der E-Mobilität. Um diesen Anstieg zu erreichen, haben sie sich auf einen „intensiven“ Ausbau der Ladeinfrastruktur geeinigt. Einig ist man sich auch darüber, dass die Preise für E-Autos sinken müssen. Beispielsweise durch weitere Steuererleichterungen für Dienstwagen.

Es gab allerdings nicht nur einen Autogipfel, sondern auch einen Europäischen Gipfel zum bidirektionalen Laden im Wirtschaftsministerium.  Dabei ging es auch darum „Strommarkt, -netz und systemdienliches bidirektionales Laden in Europa möglichst zügig voranzutreiben“. Ziel ist es bis 2025 die Technologie zur Marktreife zu bringen.

Umweltbonus wackelt

Bereits vor zwei Wochen haben wir sowohl beim Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle sowie bei dem Wirtschaftsministerium angefragt, wie es zumindest für dieses Jahr mit dem Umweltbonus weitergehe. Die Antworten waren sehr zurückhaltend und unverbindlich. Wie Kundenbefragungen zeigen, sind Neuwagenpreise und Förderungen wichtige Kriterien bei der Kaufentscheidung.

Screenshot BAFA-Homepage

Diese Woche gab es dann ein inhaltliches Update auf der Homepage des BAFA unter der Überschrift: „Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Auswirkungen auf BAFA Förderprogramme“. Klarheit darüber, wie es mit dem Umweltbonus weitergeht, hat man trotzdem nicht bekommen. Selbst im Zuge des Autogipfels kam es zu keinem Statement zum Umweltbonus. Das veranschaulicht, wie groß die Not ist, die Lücke im Haushalt für das kommende Jahr zu schließen. Insgesamt fehlen 17 Milliarden Euro. Finanzminister Christian Lindner sprach davon, dass man aktuell eine „Entscheidungskrise“ habe. Befeuert wird die Entscheidungsfindung durch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin vom Donnerstag. Das Urteil bescheinigt den Ministerien für Bau und Verkehr unzureichendes Handeln beim Klimaschutz und somit Verstöße gegen das Klimaschutzgesetz. Das Urteil verpflichtet zu weiteren Sofortmaßnahmen, wobei eine Revision noch zulässig ist. Der Ernst der Lage wurde von den handelnden Personen erkannt und man ist sichtlich bemüht, sich zunächst intern zu einigen. Daher wird es vermutlich noch eine Weile dauern, ehe Klarheit herrscht.

Das Antragsformular für neue Anträge ist weiterhin geöffnet und durch den neuen Nachtragshaushalt sollten die Mittel für 2023 gesichert sein. Zumindest für die Bewilligungsbescheide, die noch im laufenden Jahr erstellt werden können. Fraglich ist aber, ob es 2024 wie geplant weitergehen wird und die 3.000 Euro für Privatkunden im kommenden Jahr gewährt werden können.

Aktuelle Markttrends beim Schnellladen

Auszug BDEW Elektromobilitätsmonitor

Der aktualisierte Elektromobilitätsmonitor des BDEW wurde veröffentlicht. Im November stieg die Anzahl öffentlicher Ladepunkte auf 113.000 mit einer verfügbaren Gesamtleistung von 5,2 Gigawatt. Besonders spannend sind aus unserer Sicht nun erstmals die Auslastungsdaten des Bestands Deutscher Ladesäulen. Der BDEW zeigt, dass trotz der Zunahme des Bestandes an E-Autos in Deutschland die Auslastung konstant bleibt. Die Auslastung liegt im Durchschnitt bei rund zwölf Prozent. Neu ist, dass der BDEW auch die zeitliche Auslastung der verschiedenen Leistungsklassen präsentiert. Die höchste Belegung gibt es momentan mit rund 15 Prozent an normalen AC-Ladepunkten. Bei HPC-Ladepunkten mit Leistungen von 150 kW und mehr liegt die Auslastung ungefähr bei zehn Prozent. Die geringste Auslastung verzeichnen DC-Ladepunkte mit Leistungen zwischen 22 und 150 kW. Hier beträgt die Auslastung sechs bis sieben Prozent.

Foto: Mercedes

Es gibt noch weitere Lade-Neuigkeiten. Mercedes hat sein erstes eigenes Schnellladehub in Mannheim in Betrieb genommen. Zum Einsatz kommen sechs Alpitronic Hypercharger mit jeweils 300 kW Leistung. Pro Station ist nur ein Ladeanschluss verbaut. Normalerweise ist es üblich, dass zwei Anschlüsse mit Power Sharing zum Einsatz kommen. Das reduziert zwar die Anzahl an Ladepunkten, bietet aber Kunden ein Premium Ladeerlebnis. Premium ist auch der Aufbau der Ladepunkte als Durchfahrtslösung samt Überdachung mit PV-Anlage. Bis Ende 2024 möchte Mercedes insgesamt 30 Ladeparks mit 200 Ladepunkten errichten. Beim Aufbau und Betrieb setzt man auf eine Partnerschaft mit E.ON. Mercedes ist allerdings mit einer eigenen Betreiber-Kennung, MBM, gelistet. Der Preis für die Ad-hoc-Nutzung liegt momentan bei 98 Cent pro kWh.

Auch bei IONITY hat sich etwas getan. Bilder zeigen jetzt die ersten Alpitronic Ladestationen bei IONITY. Anders als bei Mercedes haben diese 400 kW Leistung und zwei Ladeanschlüsse. Der Beschriftung zufolge hat man sich gegen eine dynamische Verteilung entschieden und setzt auf fixe 200 kW pro Ladeanschluss. Flexible Preise haben sie auch getestet, zunächst im Direct Payment. An elf ausgewählten Standorten in Deutschland reduzierten sich die Preise für knapp eine Woche auf 45 Cent pro kWh. In Kombination mit dem IONITY-Passport zahlten Kunden sogar nur 25 Cent pro kWh. An sieben weiteren Standorten sind die Preise allerdings auf 89 Cent pro kWh gestiegen.

Screenshot IONITY-Preisübersicht

Enercity hat die easyGo App eingeführt. Zum Start waren alle ARAL Pulse Ladestationen mit einem Preis von zwei Cent pro Minute angegeben. Die Information verbreitete sich schnell über Soziale Medien und Viele nutzen das Angebot. Auch ARAL selbst teilte die Aktion in den Sozialen Medien. Enercity selbst sprach auf dem Schnäppchenportal „MyDealz“ von einer „Zwei-Cent-Aktion“. Wir vermuten, dass es kein Aktionsangebot war, sondern eher ein Betriebsunfall. Denn die Preisangabenverordnung regelt, dass Strom an Ladesäulen in kWh abzurechnen und zu bepreisen ist. Minutentarife sind also unzulässig und die Aktion wäre somit illegal gewesen. Die meisten Nutzer werden aber wahrscheinlich nicht der Abrechnung widersprechen.

Kia hat ein neues Kooperationsangebot mit ARAL geteasert. Start ist nächste Woche am 05. Dezember. Über Kia Charge soll es spezielle ARAL-Preisangebote gegen monatliche Grundgebühren geben. Die Rede ist von bis zu 45 Prozent Rabatt, wobei Kia noch nicht konkretisiert, auf welche Preise sich der Rabatt beziehen wird.

Ein besonderes Feature hat jetzt Tesla eingeführt. Es handelt sich um eine Strafe für zu langsames Laden. An ausgewählten Standorten in Nordamerika ist es jetzt so, dass ein Aufladen über einen Ladestand von 90 Prozent mit einer Zusatzgebühr belegt wird. Sofern die Station sehr hoch ausgelastet ist. Im konkreten handelt es sich um einen US-Dollar pro Minute. Die Nutzer werden vorab gewarnt und es gibt eine fünfminütige Nachfrist. Man möchte damit erreichen, dass Staus an Ladestationen minimiert werden.

Sinneswandel in Japan

Screenshot Artikel von Autocar

Der weltgrößte Autohersteller Toyota gilt als Pionier und harter Verfechter der Wasserstofftechnologie im Pkw-Bereich. Der Toyota Mirai ist eines der wenigen Wasserstoffautos, welches es in Serienproduktion auf die Straßen geschafft hat. Technologie-Chef Hiroki Nakajima sagte jüngst: "Wir haben den Mirai ausprobiert, waren aber nicht erfolgreich“. Als Grund für den ausgebliebenen Markterfolg sieht er ein fehlendes Netz für Wasserstofftankstellen, da diese für Pkw schwer zu realisieren sind. Toyota verlagert nun seinen Schwerpunkt von der Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzelltechnologie von Personenkraftwagen auf Nutzfahrzeuge. Hier sieht Toyota immer noch großes Potenzial. Sie argumentieren, dass Batterien zu schwer und zu groß für den Einsatz in Nutzfahrzeugen seien. Und auch ein Tankstellennetz wäre besser planbar.

Auch Pick-Up-Trucks haben laut Toyota Potenzial für den Einsatz von Wasserstoff. Aber auch im Pkw-Bereich geben sie ihre Hoffnung nicht gänzlich auf. Sie erforschen die Technologie weiter und hoffen auf einen Fortschritt in diesem Bereich, sodass man zukünftig eventuell doch noch Wasserstoff-Technologie in Pkw zum Einsatz bringen könnte. Diese Erkenntnis bedeutet gleichzeitig, dass nun batterieelektrische Fahrzeuge in den Mittelpunkt rücken müssen.

Auch Nissan muss seine Pläne überarbeiten. Sie galten lange als Vorreiter in der Elektromobilität. Der Leaf war vor einigen Jahren ein E-Auto, welches ein attraktives Gesamtpaket mit gutem Preisleistungsverhältnis bot. Doch in den letzten Jahren hat Nissan bei günstigeren Modellen den Anschluss verloren. Und das sieht auch Nissan so. Nissan-Chef Makoto Uchida, sagte: „Der Markt für Elektroautos entwickelt sich schneller als erwartet, und die Ankunft der preiswerten Elektroautos aus China ist laut Nissan ein Weckruf für alle traditionellen Autohersteller“. Die Preise für Elektroautos sinken "massiv" schneller als das Unternehmen dies noch vor 2 Jahren erwartet hat. Auch chinesische Hersteller hätten diesen Prozess beschleunigt. Diese Entwicklung hat nun Nissan dazu veranlasst, seine Entwicklungspläne zu überarbeiten. Dadurch will man die eigenen E-Autos preiswerter machen. Des Weiteren zeigt sich Makoto Uchida offen für weitere Partnerschaften mit anderen Herstellern, um diese Herausforderung zu meistern.

Neue Spielregeln für Wallboxen

Screenshot Bundesnetzagentur-Homepage

Diese Woche hat die Bundesnetzagentur neue Regelungen festgelegt, wie steuerbare Verbrauchseinrichtungen für E-Autos sicherer und zügig in das Stromnetz integriert werden können. Der Netzbetreiber darf den Anschluss von neuen Wärmepumpen oder privaten Ladeeinrichtungen für E-Autos zukünftig nicht ablehnen oder verzögern mit dem Verweis auf mögliche lokale Überlastungen seines Netzes. Dafür darf der Netzbetreiber, wenn eine akute Beschädigung oder Überlastung des Netzes vorliegt, die Belastung reduzieren. Dies geschieht, indem er den Strombezug steuerbarer Verbrauchseinrichtungen temporär dimmt. Es muss allerdings immer eine Mindestleistung zur Verfügung stehen, sodass Wärmepumpen weiter betrieben und E-Autos geladen werden können. Die Mindestleistung liegt bei 4,2 kW. Der reguläre Haushaltsstrom ist davon nicht betroffen. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass dies nur in Einzelfällen erfolgen wird und ohne wesentlichen Komforteinbußen verläuft. Die vollständigen Abschaltungen der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen sind somit nicht mehr zulässig. Zudem müssen solche Eingriffe auf einer Online-Plattform transparent und frei zugänglich gelistet sein. Diese Regelung tritt am 01. Januar 2024 in Kraft.  Für die Bestandsanlagen, für die eine Vereinbarung zur Steuerung durch den Netzbetreiber besteht, gibt es Übergangsregelungen. Bestandsanlagen ohne solche Vereinbarungen bleiben dauerhaft ausgenommen.

Screenshot Bundesnetzagentur-Homepage

Bei diesen Regelungen geht es auch ums Geld. Im Gegenzug für die netzorientierte Steuerung, sollen die Betreiber der steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ein reduziertes Netzentgelt zahlen. Dafür gibt es nach Wahl des Kunden verschiedene Modelle. Möglich ist ein pauschaler Rabatt von jährlich 110 Euro bis 190 Euro je nach Netzgebiet. Dies wird „Modul 1“ genannt. „Modul 2“ beinhaltet eine prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises um 60 Prozent. Was konkret der 60 Prozent Rabatt bedeutet, ist bisher noch nicht ganz klar. Technische Voraussetzung ist ein separater Zahlpunkt für die steuerbare Verbrauchseinrichtung. Ab 2025 soll es dann noch ein „Modul 3“ geben, indem es auch zeitlich gestaffelte Netzentgelte geben soll.

Zur praktischen Umsetzbarkeit gibt es aber bisher noch ein paar Zweifel. Beispielsweise wie die Steuerbarkeit technisch und praktisch umgesetzt werden soll. So muss man dann erstmal einen passenden Elektriker finden, der die vorgegebenen regeln auch umsetzen kann. Und auch der Netzbetreiber muss zunächst erstmal ein passendes System an den Start bringen. Besonders herausfordernd könnte es werden, wenn Wallbox und Wärmepumpe im gleichen Haushalt nach unterschiedlichen Standards zu regeln sind.

Illegaler Autopilot bei Tesla?

Für großes Aufsehen sorgte diese Woche ein Video von Ove Kröger auf seinem Social-Media-Kanal T&T Tesla. Es zeigt, wie ein Besitzer eines Tesla Model S oder X mit Yoke-lenkrad nach Installation eines aktuellen Updates den sogenannten Autopiloten aktiviert und dann über längere Zeit freihändig fährt. Das bedeutet es war keine Präsenz am Lenkrad gefordert. Die Strecke führt über eine kurvige Landstraße und das Auto fährt nicht nur selbstständig, es fordert auch mindestens über eine Minute lang keine Präsenz am Lenkrad. In den Kommentaren unter dem Video wird spekuliert, ob es sich seitens Tesla um Absicht oder versehen handelt und ob solche Fahrfunktionen in Europa legal sind. Denkbar wäre, dass Tesla zwischenzeitlich eine erweiterte Zulassung für die Überwachung der Aufmerksamkeit des Fahrers über die Innenkamera hat. Möglich ist aber auch, dass das Feature illegal ausgerollt wurde. Sollte dem so sein, könnte Tesla ein vorübergehender Auslieferungsstopp für betroffene Fahrzeuge drohen. Vermutlich ist das Feature nur in den Fahrzeugen aktiv, bei denen das „volle Potenzial für autonome Fahren“ gekauft wurde.

Cybertruck Delivery Event

Screenshot Tesla.com

Am Donnerstagabend war es so weit. Tesla übergab die ersten Fahrzeuge an ausgewählte Kunden. Vorab gab es keine verlässlichen Informationen zu Preisen und Batteriegrößen. Inzwischen wurden auf der Homepage technische Daten veröffentlicht. Diese sind aber vorerst nur vorläufig, denn das Fahrzeug kann aktuell nicht konfiguriert werden, sondern nur vorbestellt. Die genannten Preise liegen deutlich oberhalb dessen, was erwartet wurde. 2024 startet das Fahrzeug in zwei Varianten. Wahlweise eine Allrad-Version für 80.000 US-Dollar oder das Cyberbeast mit drei Motoren für 100.000 US-Dollar. Beide Varianten wiegen im Leergewicht über drei Tonnen und dürfen Anhänger mit einem Gewicht von bis zu fünf Tonnen ziehen. Die Topversion beschleunigt in 2,6 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde, also knapp 100 km/h. Die Allradversion bietet eine maximale Reichweite von 547 Kilometern. Die Rede ist momentan auch von einem optionalen Range Extender für 200 Kilometer zusätzliche Reichweite. Bisher ist allerdings nicht bekannt, ob dies über einen zusätzlichen Akku oder einen fossil betriebenen Motor geschehen soll. Der Cybertruck bietet fünf Sitzplätze und eine Ladeleistung bis zu 250 kW. Außerdem gibt es Steckdosen zur Entnahme von bis zu 11 kW Leistung für den Anschluss externer Geräte auf Basis von 120 Volt oder 240 Volt. 2025 soll dann noch eine Heckantriebsvariante mit rund 400 Kilometern Reichweite folgen. Diese darf dann 3,4 Tonnen ziehen und soll bei 61.000 US-Dollar starten.

Abschied vom Honda-e

Der Honda-e kam 2019 als erstes Elektroauto des Herstellers auf den Markt. Immerhin war im Jahr 2022 jeder elfte verkaufte Honda in Deutschland ein Honda-e, auch wenn es insgesamt nur 677 Stück waren. Im laufenden Jahr sind es nur 101 Neuzulassungen. In der Kritik stand vor allem der hohe Preis für das Fahrzeug bei kleiner Batterie und geringer Reichweite. Zuletzt konnte man das Modell nicht mehr konfigurieren.  Nun kam die Bestätigung. Nach vier Jahren ist Schluss mit dem Honda-e und er wird nicht mehr in Europa angeboten. Einen Grund hat Honda nicht genannt. Wir vermuten, dass man jetzt eher auf den e:Ny1 setzt.

Aktuelle Rückrufe!

Wenn neue Modelle auf den Markt kommen, sind Rückrufaktionen nicht sonderlich selten. Häufig geht es dabei um Ausfallerscheinungen im Bereich Antrieb, die fast immer durch software-Updates behoben werden können. So auch bei den beiden aktuellen Fällen. Zum einen betrifft es den Nissan Ariya. „Nissan hat festgestellt, dass die Möglichkeit besteht, dass leitfähige Faserspäne aus der Schleifring-Baugruppe der Antriebsmotoren kurzzeitig einen Kurzschluss zwischen den beiden Schleifringen verursachen können“. Die Faserspäne sollen allerdings „unmittelbar“ verbrennen und somit keine Bauteile beschädigen. Durch den kurzzeitigen Überstrom kann es aber zu einer Kurzschluss-Erkennung kommen, die eine Fehlermeldung und Ausfall des Antriebs zur Folge hat. Abhilfe schafft ein kostenfreies Update, dass in der Werkstatt aufgespielt werden muss.

Auch der neue Opel Astra Electric ist betroffen. Betroffen von dem Rückruf sind knapp 1.500 Fahrzeuge. Davon ist über die Hälfte in Deutschland zugelassen. Die Ursache liegt in einem Kommunikationsproblem zwischen Motor- und Karosseriesteuergerät. So heißt es von Opel: „In der Folge könnte sich das Fahrzeug beim Anfahren aus einer Parkposition am Hang in die entgegengesetzte Richtung bewegen, bis der Fahrer die Bremse betätigt und das Fahrzeug anhält“. Unfälle wegen des Problems gab es bisher nicht. Das behebende Update dauert rund 20 Minuten.


Kia, BYD, Renault und Viele mehr: neue Modelle zum Greifen nah!

Diese Woche wurde nicht nur ein neues Elektromodell präsentiert, sondern gleich mehrere von verschiedenen Herstellern. Auch Neuigkeiten zu bereits bekannten Modellen wurden veröffentlicht. Damit könnte 2024 ein interessantes Jahr werden in der Elektromobilität, vor allem, was bezahlbare E-Mobilität angeht.

Kia EV5 kommt!

Wie der EV5 aussieht, wurde bereits im August veröffentlichts. Optisch ähnelt der EV5 sehr dem EV9. Technische Details waren bisher nicht bekannt – bis jetzt. Der EV5 wurde jetzt offiziell auf dem chinesischen Markt eingeführt. Wann er nach Europa kommen soll, ist bisher nicht bekannt. Eine Einführung in den europäischen Markt erscheint allerdings für 2024 sehr realistisch.

Die technische Basis bietet die E-GMP Plattform der Hyundai Motor Group. Der EV5 wird auf dem chinesischen Markt in drei Versionen angeboten. Die Standard-Variante kommt mit Frontantrieb und 160 kW Leistung. Die Batterie hat eine Kapazität von 64 kWh und soll damit bis zu 530 Kilometer weit kommen, laut der chinesischen CLTC-Norm. Die Long Range Variante kommt mit einer 88-kWh-Batterie und kommt wahlweise mit Frontantrieb oder Allradantrieb. Der Motor der Frontantriebsvariante kommt auf 160 kW Leistung. In dieser Variante kommt man nach CLTC-Norm bis zu 720 Kilometer weit. Die Allradversion kommt kombiniert auf 230 kW Leistung. Damit ist eine CLTC-Reichweite von 650 Kilometern drin. Anders als bei den bisherigen Kia-Modellen wurde bei dem EV5 kein Hinterradantrieb verwendet. Später soll auch noch eine GT-Variante auf den Markt kommen. Der Basispreis startet bei 149.800 Yuan und ist damit rund 10.000 Yuan günstiger als zuerst angenommen. Das sind umgerechnet rund 19.000 Euro. Das Fahrzeug wird im Yancheng Werk in China produziert und auch in Korea.

Foto: Kia

Auch für den koreanischen Fahrzeug wurde der EV5 angekündigt. Für diesen wurden allerdings noch ein paar Anpassungen vorgenommen. Die Standard-Version bekommt einen 58-kWh-Akku und die Longe Range Variante eine 61-kWh-Batterie. Die Leistung der Allradversion wird auf 225 kW gedrosselt. Es wird vermutet, dass die Daten auch für den europäischen Markt gelten könnten. Anders als der EV6 und EV9, kommt der EV5 nicht mit der 800-Volt-Technologie. Stattdessen wird eine 400-Volt-Architektur verwendet. Das hat den Hintergrund, dass der Preis möglichst niedrig bleibt. Daher kann auch die Ladeleistung nicht so sehr überzeugen, wie bei den übrigen Modellen. Mit Gleichstrom benötigt der EV5 27 Minuten von 30 Prozent auf 80 Prozent.

BYD bringt nächstes Meeres-Modell auf den Markt

Foto: BYD

Im Rahmen der Guangzhou International Automobile Exhibition hat BYD noch ein Modell für den chinesischen Markt vorgestellt. Das Modell Sea Lion 07 soll bereits im ersten Halbjahr von 2024 auf den Markt kommen. Das neueste Modell ist ein SUV-Coupe und soll vor allem Konkurrenz für das Tesla Model Y und den VW ID. 4 darstellen. Der Sea Lion 07 ist 4,83 Meter lang, 1,93 Meter breit und 1,62 Meter hoch. BYD hat aber auch bekanntgegeben, bereits ein kleineren Sea Lion-Modellen zu arbeiten, die als Sea Lion 05 und Sea Lion 06 auf den Markt kommen werden. Technische Details wurden bisher nicht verraten. Aber es wurde ein Preis genannt. Je nach Ausstattung kostet das Modell in China umgerechnet zwischen 25.000 Euro und 33.000 Euro.

Neues Zeekr Modell und Auslieferungsstart für Deutschland bekannt

Foto: Zeekr

Neben BYD hat auch Zeekr auf der Messe in Guangzhou ein neues Modell vorgestellt. Es handelt sich um den Zeekr 07, eine Limousine der Mittelklasse. Sie schafft es auf eine Länge von 4,86 Metern, ist 1,9 Meter breit und 1,45 Meter hoch. Im Kofferraum sind bis zu 462 Liter Platz. Diese kommt mit Heckantrieb, wahlweise mit 310 kW oder 475 kW Leistung. Zur Auswahl sollen auch zwei Batterievarianten stehen. Damit sollen Reichweiten zwischen 688 und 870 Kilometer nach CLTC-Norm erreicht werden können. Den Sprint auf 100 km/h schafft die Limousine mit dem 475 kW starken Motor in 2,84 Sekunden. Bei der 310 kW Leistungsversion sind es 5,4 Sekunden. Der Zeekr 07 verwendet eine 800-Volt-Architektur und basiert auf der PMAZ+ Konzernplattform. Der Vorverkauf ist in China bereits gestartet. Der Preis beginnt bei 29.500 Euro und die Auslieferung ist bereits für Januar 2024 angekündigt. Bisher ist nicht bekanntgegeben, ob und wann das Modell nach Europa kommt.

Neuigkeiten zu den Auslieferungen des Zeekr 001 und Zeekr X für Deutschland gibt es aber. In Stockholm wurde bereits der erste europäische Showroom eröffnet. Ein zweiter soll noch im Dezember in Amsterdam erfolgen. Im Jahr 2024 sollen dann weitere Standorte folgen, angefangen bei Deutschland. Parallel zur Eröffnung des Showrooms in Deutschland, sollen auch die beiden Modelle ausgeliefert werden.

Renault kommt mit zweifachen Neuigkeiten!

Foto: Renault

Renaults Nutzfahrzeug der E-Master geht in die vierte Generation. Und mit dem Facelift kommen auch einige Verbesserungen. Neu ist das sogenannte „Aerovan“-Design. Dieses soll windschnittiger sein als bisher und dementsprechend auch für eine gesteigerte Energieeffizienz sorgen, sodass der Verbrauch nur noch 21 kWh pro 100 Kilometer beträgt. Der Luftwiderstandsindex, bestehend aus Cw-Wert und der Stirnfläche, soll 20 Prozent unterhalb der Vorgängerversion liegen. Der E-Master wird in zwei Ausführungen kommen. Es wird eine Version mit einem 96 kW starken Motor geben und einer 40-kWh-Batterie. Damit sind 170 Kilometer WLTP-Reichweite möglich. Außerdem wird es eine 105 kW starke Version geben. Diese hat einen 87-kWh-Akku und schafft sogar bis zu 410 Kilometer nach WLTP. Das entspricht der doppelten Reichweite der aktuellen Version. Mit 57 kW Leistung und einer 52-kWh-Batterie werden hier nur 200 reale Kilometer versprochen. Die Nutzlast beläuft sich auf bis zu 1,625 Tonnen und eine Anhängelast bis zu 2,5 Tonnen ist ebenfalls möglich. Die Ladeleistung für Gleichstrom liegt bei 130 kW. In 30 Minuten können somit 229 Kilometer nachgeladen werden. Beim Wechselstrom sind es 22 kW. Das ist ein enormer Sprung zur bisherigen Technik. 22 kW Ladeleistung waren gerade einmal beim DC-Laden möglich. Außerdem ist der E-Master neben Vehicle-To-Load jetzt auch Vehicle-To-Grid fähig. Die große Auswahl der aufbauvarianten wollen sie beibehalten. Damit liegt die Ladekapazität zwischen elf und 22 Kubikmetern. Neu ist außerdem ein verkürzter Radstand und ein anderthalb Meter kleinerer Wendekreis. Die Neuauflage des E-Masters kommt mit 20 Fahrassistenzsystemen und hat jetzt auch das Multimediasystem OpenR Link mit Apple CarPlay und Android Auto. Der Marktstart findet im Frühjahr 2024 statt.

Foto: Renault Trucks E-Tech T

Bei den Renault-Nutzfahrzeugen hat sich noch etwas getan. Allerdings ein paar Gewichtsklassen darüber. Der Start der Serienproduktion der beiden Schwerlast-Lkw E-Tech T und E-Tech C hat begonnen. Der E-Tech T wurde für den regionalen verteilerverkehr entworfen. Der E-Tech C soll im baustellenverkehr zum Einsatz kommen. Die beiden Lkw sollen in Frankreich im Werk Bourg-en-Bresse zusammen mit den Diesel-Modellen auf einer Linie produziert werden. Die Batteriezellen und -module stammen von Samsung SDI. Abhängig vom Fahrzeug, sollen vier bis sechs Batteriepacks zur Verfügung stehen, die auf eine Batteriekapazität von 390 bis 540 kWh kommen. Maximal soll eine Reichweite von 300 Kilometern möglich sein. Innerhalb von 9,5 Stunden kann mit einer AC-Ladeleistung von 43 kW die Fahrzeuge wieder aufgeladen werden. Sie sind auch schnellladefähig. Die DC-Ladeleistung liegt bei 250 kW. Damit sind sie in 2,5 Stunden aufgeladen. Die Gesamtleistung liegt bei maximal 490 kW. 44 Tonnen Gesamtzuggewicht sind möglich.

Bestellstart des Peugeot e-3008

Foto: Peugeot

Die nächste Generation des Peugeot 3008 wird rein elektrisch und ausschließlich als SUV-Coupe gebaut. Es kommt auf 4,54 Meter Länge, 1,89 Meter Breite und 1,64 Meter Höhe.  Bisher kann nur die Allure-Ausstattungsvariante bestellt werden. Die beginnt bei einem Preis von 48.650 Euro. Sie kommt mit Front- und Allradantrieb. Es gibt eine Frontantriebsvariante mit 157 kW Leistung und einer 64-kWh-Batterie. Diese kommt auf eine WLTP-Reichweite von 525 Kilometern. Außerdem gibt es eine Long Range Variante mit Fronantrieb. Diese bietet 170 kW Leistung und hat einen 98-kWh-Akku- Damit sind 700 Kilometer WLTP-Reichweite drin. Bei der Allradvariante sind es 240 kW Leistung mit einer 73-kWh-Batterie. Auch hier kommt man auf eine Reichweite bis zu 525 Kilometer. Verwendet wird eine Lithium-Ionen-Zellchemie. Die maximale Ladeleistung liegt bei 160 kW, wodurch innerhalb von 30 Minuten das Fahrzeug aufgeladen sein soll. Die Long Range und Allradversion sind allerdings noch nicht bestellbar.

Zum ersten Mal wird auch das neue Panorama i-Cockpit verbaut. In der Allure-Version sind es zwei Bildschirme, die je 10 Zoll groß sind. Bei den höheren Ausstattungsversionen ist es ein gebogener Panoramabildschirm, der insgesamt 21 Zoll groß ist. Neu ist auch ein überarbeitetes Lenkrad mit haptischen Bedienelementen. Auch teilautonomes Fahren ist möglich. Das Fahrzeug steuert Geschwindigkeit und lenkt selbstständig. Es liest Geschwindigkeitsschilder, passt diese allerdings nicht selbst an, sondern benachrichtigt nur den Fahrer. Das e-3008 wird das erste Modell auf der neuen STLA-Plattform sein.

Preise für den Fiat Topolino bekannt

Foto: Fiat

Ab sofort kann der Topolino auch in Deutschland bestellt werden. Der Zweisitzer kann entweder als geschlossener Zweitürer bestellt werden oder als offenes Fahrzeug ohne Türen und mit Rollverdeck. Der Kaufpreis liegt bei 9.890 Euro. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h. Damit können auch schon 15-Jährige das kleine E-Auto fahren. Die Batterie hat eine Kapazität von 5,4 kWh und schafft eine Reichweite von 75 Kilometern. Zum Aufladen soll eine 220-Volt-Steckdose genügen.


Umweltbonus nach Urteil, HU für Teslas, VW drosselt Produktion, Lade-Flatrate, Polestar 4

Neuer Volvo-Van

Volvo: EM90

Volvo hat ihre erste Großlimousine vorgestellt, den EM90. Bis zu sechs Personen haben Platz. Sie selbst beschreiben es als „skandinavisches Wohnzimmer auf Rädern“. Zunächst kommt das Fahrzeug nur auf den chinesischen Markt. Ob er auch in Europa erhältlich sein wird, ist noch unklar. Die Basis des EM90 bildet der 009 der Schwestermarke Zeekr. 200 kW Leistung sollen drin sein und eine 116-kWh-Batterie. Der Sprint auf 100 km/h soll in 8,3 Sekunden möglich sein. Die Reichweite wird mit 738 Kilometern angegeben. Allerdings ist das nach dem chinesischen CLTC-Testzyklus berechnet. In weniger als 30 Minuten ist der EM90 von 10 Prozent auf 80 Prozent geladen. Auch bidirektionales Laden ist möglich. Auch die Preise sind bisher nicht bekannt. Allerdings kann man bereits sagen, dass er EM90 im Luxussegment einreiht.

Polestar 4 Produktionsstart

Diese Woche erfolgte der Produktionsstart des Polestar 4. Auch die Auslieferung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Allerdings nicht für den europäischen Markt, sondern vorerst nur für China. Das Auto wird in einer Fabrik von Geely produziert in Hangzhou Bay, China. Die Fabrik wird ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben. Das führt auch dazu, dass der Polestar 4 den kleinsten CO2-Rucksack aller Polestar-Fahrzeuge hat. Für alle Fahrzeuge veröffentlichen sie eine Lebenszyklusanalyse. Der Polestar 4 mit Heckantrieb und der kleineren Batterie wird mit 19,4 Tonnen CO2 bei Markteinführung angegeben. Beim Allradantrieb sind es 21,4 Tonnen CO2. Die Allradvariante kommt auf 400 kW Leistung und hat eine 102-kWh-Batterie. Damit kommt man auf 560 Kilometer WLTP-Reichweite. Die Heckantriebsvariante hat 200 kW Leistung und kommt mit zwei Batterievarianten. Die große Batterie hat ebenfalls 102 kWh. Damit sind 600 Kilometer nach WLTP-Reichweite drin. Daten zur kleinen Batterie gibt es noch nicht. Aber alle Fahrzeuge haben bis zu 200 kW DC-Ladeleistung und 22 kW AC-Ladeleistung.

Polestar: Lebenszyklusanalyse Polestar 4

Bisher gab es in Europa noch keinen Verkaufsstart für den Polestar 4. Das könnte sich Anfang 2024 ändern und auch die ersten Auslieferungen werden 2024 erfolgen. Preislich soll das Modell zwischen Polestar 2 und 3 liegen. In einer Pressemitteilung vom April 2023 wurden Einführungspreise ab 60.000 Euro kommuniziert. Diese allerdings nur unter Vorbehalt. In der zweiten Hälfte von 2025 wird der Polestar 4 zusätzlich noch in Busan in Südkorea produziert für den eigenen und nordamerikanischen Markt.

Automarkt im Sinkflug

Aktuell geht es dem Autohandel so schlecht, wie seit Langem nicht mehr. Das entspricht zumindest unserer Wahrnehmung. Betroffen sind Pkw in allen Segmenten, vor allem aber Elektroautos. In nur einem Jahr hat sich die Situation um 180 Grad gedreht. 2022 gab es einen Teilemangel. Das führte zu einem knappen Angebot bei hoher Nachfrage. Und trotz hoher Preise gab es einen hohen Auftragseingang. Auch der Gebrauchtwagenmarkt war hochpreisig und knapp besetzt. Seit dem Jahreswechsel gehen die Preise zurück. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt kommen zwei Effekte zusammen. Zum einen die seit Januar sinkenden Preise für Neuwagen. Diese drücken auch die Preise für Gebrauchtwaagen. Zum anderen gibt es auch mehr Angebot.

Wenn wir uns den Markthochlauf der Neuzulassungen in Deutschland ansehen, dann wurden erst 2020 und 2021 nennenswerte Stückzahlen zugelassen. Viele dieser Fahrzeuge wurden geleast und landen dann zwei bis vier Jahre später als junge Gebrauchte auf dem Markt. Daher werden Gebrauchtwagen wieder zu fairen Preisen angeboten. Viele große Flottenbetreiber und Leasinggesellschaften haben aber offenbar mit höheren Restwerten kalkuliert und müssen jetzt Verluste realisieren. Laut einem Insider sollen aktuell dreijährige Gebrauchte eines koreanischen Modells rund 6.000 Euro unterhalb des kalkulierten Restwerts angeboten werden. Die Leasinggesellschaft zahlt drauf, aber für Handel und Kunden ergeben sich dadurch neue Chancen. Möglicherweise haben auch große Autovermietungen, die mit kurzen Haltedauern arbeiten, die Marktentwicklung falsch eingeschätzt. So gab es letzte Woche einen Beitrag in einem Mietwagen-Forum mit dem Titel: „Tesla Model Y nicht mehr buchbar bei SIXT“. Wie viel daran dran ist, wissen wir allerdings nicht. Es wäre plausibel, denn ein anderer großer Autovermieter geht etwas offener mit dem Problem um. Hertz verkündete noch vor zwei Jahren die 100.000. Bestellung bei Tesla, verbunden mit entsprechenden Hochlaufplänen für den Elektroanteil an der Flotte. Jetzt sagte Firmenchef Stephen Scherr, man wolle den Anteil an Elektroautos langsamer ausbauen als erwartet. “Ein Problem sei, dass die wiederholten Preissenkungen von Tesla auch den Wiederverkaufswert der zuvor gekauften Flotten-Fahrzeuge gesenkt hätten“.

VW drosselt Produktion

Die Kaufzurückhaltung schlägt auch bei den Herstellern durch. Bereits vor einer Woche gab es Meldungen von VW zur Drosselung der Produktion bei E-Autos in den Werken Zwickau und Emden. Grund dafür war zunächst eine gestörte Lieferkette in der Motorenproduktion im VW-Komponentenwerk in Kassel. Zunächst sollte nur der Standort in Zwickau betroffen sein. Damit wollte man den Produktionshochlauf des ID.7 in Emden priorisieren. Für Zwickau bedeutete diese Drosselung einen Produktionsstopp von drei Wochen für ID.4 und 5 sowie die Audi-Modelle. Die Linie für ID.3 und Cupra Born lief weiter. Letztendlich musste auch im Werk in Emden drei Tage pausiert werden.

heise Autos

Diese Woche kam es dann zu weiteren Kürzungen in Zwickau. Die verbliebenen Produktionslinien wurden von einem Drei- auf einen Zweischicht-Betrieb umgestellt. Geschäftsführung und Betriebsrat hätten sich auf eine neue Fahrweise verständigt, hieß es in einer Erklärung.  "Je nach Marktlage können im nächsten Jahr beide Fertigungslinien auf einen klassischen Zwei-Schicht-Betrieb mit Früh- und Spätschicht umgestellt werden". Offenbar stellt man sich auch bei VW auf eine Stagnation bei den Neuzulassungen von E-Autos in den nächsten ein bis zwei Jahren ein. Der Standort Zwickau war mit 10.000 Mitarbeitern das erste VW-Werk, welches ausschließlich E-Autos produziert hat. Inzwischen ist auch bekannt, dass VW das ursprünglich für Wolfsburg vorgesehene Modell Trinity in Zwickau bauen wird.

Umweltbonus in Gefahr?

Deutscher Bundestag


Am Mittwoch kam es zu einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts. Dieses könnte auch für die Förderung der Elektromobilität weitreichende Konsequenzen haben. Darunter fällt auch die Förderung des Umweltbonus. Die Regierung hatte 20221 Kreditermächtigungen in Höhe von 60 Millionen Euro in den Klima- und Transformationsfond, kurz KTF, verschoben. Ursprünglich war das Geld für die Bewältigung der Coronakrise gedacht. Dagegen hatte die Unionsfraktion geklagt und schlussendlich auch Recht bekommen. Die Umsetzung des Gerichtsbeschlusses erfolgte innerhalb weniger Stunden.

Erst im August hatte sich das Bundekabinett die Finanzierung des KTF für die Jahre 2024 bis 2027 verständigt und dafür knapp 212 Milliarden Euro eingeplant. Nun fehlen davon rund 30 Prozent. Allein 2024 wurden 4,7 Milliarden Euro aus dem KTF für die Förderung der Elektromobilität eingeplant. Beispielsweise für die Ladeinfrastruktur oder auch den Umweltbonus. Jetzt soll ein neuer Wirtschaftsplan für den KTF aufgestellt werden. Wirtschaftsminister Habeck sagt, dass alle „zugesagten Verpflichtungen“ eingehalten werden sollen. Was diese genau sind, wurde nicht erläutert. In der Förderrichtlinie heißt es: „Ein Rechtsanspruch der Antragstellerin/des Antragstellers auf Gewährung der Zuwendung besteht nicht. … Die Gewährung der Zuwendung steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel“. Das würde bedeuten, dass ein eingereichter, aber bisher noch nicht bewilligter Antrag noch keine „zugesagte Verpflichtung“ ist. Wir haben auch beim Bafa nachgefragt, wie es weiter geht und dabei uns lediglich auf das laufende Jahr beschränkt. Sie haben uns an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) verwiesen. Auch an sie haben wir unsere Frage gerichtet. Inhaltlich verweist man auf die Pressestatements der Minister. Weiter heißt es: “... bitte haben Sie Verständnis, dass wir aktuell keine Aussagen zu spezifischen Fragen und Programmen machen können". Das veranschaulicht, dass die Herausforderung groß ist, die fehlenden 60 Milliarden Euro einzusparen oder anderweitig aufzutreiben. Die nächsten Wochen bringen hoffentlich Klarheit darüber, wie es weiter geht. Wir sind allerdings optimistisch, dass für die letzten sechs Wochen des Jahres keine Probleme auftreten werden. In der Förderrichtlinie in Punkt acht zur Geltungsdauer steht: “Sofern die nach dem Wirtschaftsplan des KTF zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft sind, können keine weiteren Fördergelder bewilligt werden". Weiter steht geschrieben, dass die Bewilligungsbehörde berechtigt sei, einen Antragsstopp auszuschreiben. Das ist bisher noch nicht passiert. Das könnte bedeuten, solange Anträge gestellt werden können, sind die entsprechenden Fördermittel auch da.

Förderrichtlinie

 

Tesla Model 3 versagt beim TÜV-Report

Alle paar Jahre erscheint bei der Autobild ein exklusives Sonderheft zum TÜV-Report. Ausgewertet werden Millionen an Hauptuntersuchungen mit detaillierten Auflistungen der Schwächen einzelner Modelle. Fahrzeuge mit „erheblichen Mängeln“ fallen bekanntermaßen durch und bekommen zunächst keine Plakette, sondern müssen technisch nachgebessert werden. In dem aktuellen Report sind auch Elektroautos dabei. Allerdings nur drei Modelle. Die Ergebnisse müssen statistisch abgesichert sein, das heißt die Autos müssen seit mehreren Jahren in nennenswerten Stückzahlen im Markt vertreten sein.

Autobild

Die Durchfallquote bei zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen liegt im Mittel bei 5,7 Prozent. Auf Platz 44 von 110 liegt Renault ZOE mit einem Wert von 5,1 Prozent. Auch der eGolf wurde getestet und hat es auf Platz vier mit einer Durchfallquote von 2,6 Prozent geschafft. Auch Teslas Model 3 wurde in dem Report berücksichtigt. Es hatte eine Durchfallquote von 14,7 Prozent und landet somit auf dem letzten Platz. Damit ist jedes siebte Fahrzeug im TÜV durchgefallen. Die durchschnittliche Laufleistung liegt somit bei 55.000 Kilometern. Die häufigsten Schwachpunkte sind Achsaufhäufung und die Bremsscheiben, konkret Rost an den Bremsen. Im Fall von Tesla kommt vermutlich erschwerend hinzu, dass viele Besitzer ihre Autos für wartungsfrei halten und daher in jungen Jahren Werkstätten meiden. Grund ist, dass es keine fest definierten Wartungsintervalle gibt. Bei Tesla sind Wartungsarbeiten keine Voraussetzung für den Erhalt der Garantie. Trotzdem gibt es klare Empfehlungen.

Tesla: Bedienungsanleitung

Die Bremsflüssigkeit sollte beispielsweise alle vier Jahre überprüft werden. Das Reinigen und Schmieren der Bremssättel sollte jährlich erfolgen oder alle 20.000 Kilometer, sofern die Fahrzeuge im Winter auf gesalzenen Straßen bewegt werden. Darüber hinaus werden dem Besitzer täglich Prüfungen empfohlen, wie beispielsweise die Funktion von Hupe, Blinker und Scheibenwischer, aber auch die Funktionsfähigkeit der Bremsen. “Tesla empfiehlt, das Bremspedal häufig zu betätigen, um die mechanischen Bremsen zu aktivieren und so die Bremsbeläge und Bremsscheiben zu trocknen, wodurch die Bildung von Rost und Ablagerungen vermieden wird“. Abgesehen von Fahrwerkmängel, gehen wir davon aus, dass ein nennenswerter Teil der Durchgefallenen, auf die Nichtbeachtung dieses Hinweises zurückzuführen ist. Daher vergesst nicht, regelmäßig eure Bremsen zu betätigen. Egal ob ihr ein Fahrzeug von Tesla oder eines anderen Herstellers fahrt. Vor allem im Winterhalbjahr, wenn die Straßen häufiger nass sind.

Flatrate nur für Auserwählte

FlatCharge

Vor einigen Wochen hatten wir über den vermeintlichen Marktstart eines neuen Ladetarif-Anbieters berichtet. Stand dieser Woche, konnte bisher noch kein einziger Ladevorgang vollzogen werden. Direkt nach dem Start des Angebotes, wurde die Bestellmöglichkeit für Neukunden wieder von der Seite genommen. Es gab einen Verweis, man könne nach dem Marktstart im September noch einmal vorbeischauen. Kartenbesteller der ersten Stunde wurden seitdem immer wieder vertröstet. Diese Woche wurde dann tatsächlich die erste Ladekarte verschickt, die aber erst noch aktiviert werden müssen. Im selben Zuge wurden en ersten Kunden das Ende der Flatrate angekündigt, noch bevor es überhaupt richtig losging. „Einstellung der FlatCharge-Ladekarte“ hieß die Überschrift. „Nach intensiver Überlegung sehen wir uns nun dazu veranlasst, die Herausgabe der FlatCharge-Ladekarte einzustellen und unseren Fokus voll auf die in Kürze erscheinende FlatCharge-App zu richten“. Nicht nur die Ladekarte soll entfallen, sondern auch die 79-Euro-Flatrate. „Da sich die Preisgestaltung und die Abo-Modelle der FlatCharge-App von unserem derzeitigen Angebot unterscheiden werden, erstatten wir alle getätigten Zahlungen für die Ladekarte sowie bereits getätigte Abonnement-Zahlungen, sofern die Ladekarte noch nicht aktiviert wurde“. Bereits aktivierte Ladekarten sollen zum 15. Dezember auslaufen.


nextnews: Zulassungsüberraschung im Oktober, Tesla-News, E-Mobilität im Autohandel, Neue Dienstwagenbesteuerung?

Tesla Supercharger - wirklich offen für alle?

Der Ausbau des Supercharger-Netzwerkes schreitet voran. Unter besonderer Beobachtung standen dabei die neuen Stationen der vierten Generation. Zuletzt gab es teilweise monatelangen Stillstand fertig gebauter Standorte, wie in Peine oder Grünheide. In Peine gab es sogar vor vier Wochen eine Eröffnungsparty. Strom gab es aber keinen. Die Medien berichteten über vermutlich ausstehende Genehmigungen. Ende der letzten Woche war es so weit und die ersten V4-Supercharger gingen offiziell in Betrieb. Die neuen Ladepunkte haben ein Display mit einer Preisanzeige für Fremdkunden und ein Kartenlesegerät für eine Kreditkartenzahlung. Zudem haben die V4-Stationen längere Kabel. Das erleichtert die Nutzung für Fahrzeuge anderer Marken.

Tesla

Momentan sind in Deutschland mindestens sechs Standorte aktiv oder im Bau. Ob Tesla mit den neuen Stationen auch die Vorgabe des Eichrechts erfüllt, ist aktuell noch nicht bekannt. In der Außerbetrachtung ist allerdings auffällig, dass die sogenannten Kompatibilitäts-Kennzeichen in Form eines wabenförmigen Labels mit entsprechenden Buchstaben fehlen. Konkret also die “Kennzeichnung für elektrisch wiederaufladbare Straßenfahrzeuge und Ladeinfrastruktur”. Diese Kennzeichnungspflicht geht auf eine EU-regelung aus dem Jahr 2014 zurück. Seit dem 20. Marz 2021 muss die sogar verbindlich eingehalten werden, bei Ladestationen auch mit rückwirkender Kennzeichnung im Bestand.

Das gilt für alle 27 Mitgliedsstaaten der europäischen Union, die EWR-Länder (Island, Lichtenstein und Norwegen) sowie Mazedonien, Serbien, der Schweiz und der Türkei. Diese Regelung erfüllt Tesla auf der Fahrzeugseite über kleine Symbole neben dem Ladeanschluss. An den V4-Superchargern haben wir bisher keine solcher Kennzeichnungen gesehen. Das kann im Einzelfall bedeutungsvoll werden, wenn beispielsweise Fahrzeuge trotz passendem Stecker nicht kompatibel sind. Nach wie vor ist es so, dass Fahrzeuge des Typs Honda-e einen Ladevorgang am Tesla Supercharger nach Abschluss mit einer Fehlermeldung quittieren und danach nicht mehr ladefähig sind. Weder per Schnellladung noch normales Laden an Wallboxen. Der anschließende Werkstattbesuch ist dann teilweise kostenpflichtig. Man beruft sich hier zum Teil auf Verstöße gegen die Bedienungsanleitung durch den Nutzer. Konkret die Nutzung nicht kompatibler Ladestationen. Falls jemand Hintergründe zur fehlenden Kennzeichnung bei Tesla oder auch zum aktuellen Stand bezüglich Eichrecht kennt, schreibt uns gerne an insider@nextmove.de.

Mehr Tesla-News

Bei der Öffnung für Dritte geht Tesla jetzt den nächsten Schritt. Der Verkauf der Hardware an andere Betreiber von Ladestationen. Der Mineralölkonzern BP meldete kürzlich, für 100 Millionen Dollar Tesla-Stationen für den Ausbau des eigenen Ladenetzes bestellt zu haben. Die Meldung bezieht sich zunächst nur für Nordamerika. Ausgestattet sind die Stationen mit Tesla-Steckern nach dem neu definierten NACS. In den letzten Monaten haben immer mehr Autohersteller erklärt, für die eigenen Fahrzeuge zukünftig auf den neuen Ladeanschluss zu wechseln. Entsprechende Adapter sind ebenfalls verfügbar.

Tesla: Gigafactory in Grünheide

Tesla-Chef Elon Musk war letzte Woche erneut zu Besuch in Deutschland und hatte einige Ankündigungen. Zum einen soll der Standort in Grünheide auf ein Produktionsvolumen von einer Million Fahrzeuge pro Jahr ausgeweitet werden. In dieser Zahl enthalten ist auch das neue 25.000 Euro teure Einstiegsmodell. Bisher war noch unklar, ob es auch in Grünheide gebaut werden soll. Das Fahrzeug befindet sich bereits in der Entwicklung.

Außerdem verkündete Musk Lohnerhöhungen von vier Prozent ab November. Mitarbeiter in der Produktion bekommen dann ab Februar nochmal eine deutliche Erhöhung um 2.500 Euro. Die Preise für die Modelle gingen hingegen diese Woche wieder nach unten. Tesla steuert Preissenkungen häufig über Neufahrzeugs-Inserate im verfügbaren Bestand. Das Model Y Basis mit Heckantrieb wurde dort diese Woche rund 1.800 Euro günstiger angeboten. Bei Allradfahrzeugen waren es knapp 6.000 Euro zusätzlicher Nachlass.

Elektromobilität im Autohandel

Mobile.de ist Deutschlands größte Plattform im Autohandel. Jeder zweite Gebrauchtwagen wird über mobile.de verkauft, darunter auch immer häufiger E-Autos. Stand heute gibt es 74.000 Angebote. Und auch wir sind seit fünf Jahren registrierter Händler auf dem Portal und bieten in Direktvermarktung E-Autos aus unserer Flotte an. So bekommen wir auch Einblicke ins Marktgeschehen, die wir mit euch teilen können. Wir stellen fest, dass auch mobile.de im Wandel ist und unter anderem tiefe Einblicke in den eigenen Datenschatz gewährt. Wandel bedeutet aber auch, dass sie offenbar dabei sind, die gute Positionierung im Markt auszubauen, indem man die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt. Und dabei scheuen sie sich nicht das Thema Elektromobilität zu bohren.

Folgende Daten sind einige aktuelle Daten, aus einer internen Analyse. Im Jahresverlauf stehen Elektroautos bei den Neuzulassungen bei rund 18 Prozent. Im deutschen Pkw-Bestand sind es allerdings nur 2,4 Prozent. Entsprechend sieht auch der Gebrauchtwagenmarkt aus. Nur 3,2 Prozent aller Inserate bei mobile.de waren im Jahresverlauf voll elektrisch. Allerdings gibt es 4,3 Prozent der Suchanfragen einen leichten Überhang in der Nachfrage. Aktuell ist der E-Auto-Markt Neuwagen-dominiert. Die logische Folge dessen ist auch, dass Themen wie Gebrauchtwagenmarkt und Batterie-Lebensdauer dieser Entwicklung zeitlich versetzt folgen.

mobile.de

Dieser zeitliche Nachlauf zeigt sich auch in einer aktuellen Umfrage von mobile.de. Vor wenigen Wochen wurden Geschäftsführer und Verkaufsleiter aus dem Autohandel befragt. Rund 45 Prozent behaupten, dass E-Mobilität nur ein „Hype“ sei und Verbrenner die dominierende Antriebsform bleiben werden. Es gibt also auch neben manchen Kunden auch Autohändler, die Skeptiker sind. 48 Prozent der Autohändler schätzen die Situation anders ein. Sie sind der Meinung, dass E-Mobilität die Zukunft sei. Sie gehen sogar so weit, dass sie sagen: „Nur wer in seinem Bestand überwiegend E-Autos anbietet, wird 2030 noch als Fahrzeughändler existieren“.

Genau diesem Spannungsfeld widmet sich mobile.de auf einer großen Konferenz im November. Die Konferenz ist prominent und kompetent besetzt. Auch das komplette Management, die Produktentwickler und Datenanalysten von der Plattform werden dabei sein. Die Konferenz findet am 22. Und 23. November in Hannover statt. Die Tickets sind bereits alle vergeben. Es wird aber auch einen Online-Livestream geben. Die Zielgruppe der Konferenz ist der Autohandel. Für die Anmeldung zum Livestream ist aber kein mobile.de-Händleraccount notwendig. Das bedeutet es kann sich jeder kostenlos anmelden und zusehen. Das komplette Programm ist auch bereits online.

Screenshot mobile.de-Webseite

Neue Dienstwagenbesteuerung?

Bisher gibt es keinen Beschluss, aber es deutet darauf hin, dass es demnächst weitere steuerliche Erleichterungen für einen bestimmten Personenkreis gibt. Unter der Dienstwagenbesteuerung nach der sogenannten ein Prozent Regel versteht man eine pauschale Besteuerung des geldwerten Vorteils, der sich aus der privaten Nutzungsmöglichkeit eines vom Arbeitgeber bezahlten Dienstwagens ergibt. Das bedeutet, dass ein Prozent der am Tag der Erstzulassung gültigen Bruttolistenpreises des Fahrzeuges jeden Monat fiktiv auf das gezahlte Einkommen aufgeschlagen und mit versteuert werden. Bei Elektroautos reduziert sich dieser Satz auf 0,25 Prozent, sofern das Fahrzeug nicht mehr als 60.000 Euro Bruttolistenpreis kostet. Die komplette Ausstattung ist dabei mit eingerechnet. Rabatte, Förderungen oder Überführungskosten werden nicht berücksichtigt. Für Elektroautos oberhalb der 60.000 Euro gilt ein ermäßigter Satz von 0,5 Prozent. Diese Schwelle könnte bald nach oben verschoben werden. Zumindest steht dies im Entwurf der Bundesregierung zum „Gesetz zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovationen sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness“. Kurz genannt „Wachstumschancengesetz“. In dem Entwurf heißt es: „Zur Steigerung der Nachfrage unter Berücksichtigung der Ziele zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität und um die gestiegenen Anschaffungskosten solcher Fahrzeuge praxisgerecht abzubilden, wird der bestehende Höchstbetrag von 60.000 Euro auf 80 000 Euro angehoben“. Geplant ist es für das nächste Jahr, ob es wirklich in Kraft tritt, ist bisher unklar.

Zulassungszahlen im Oktober

218.959 Pkw wurden im Oktober neu zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat isst das eine marginale Steigerung um rund fünf Prozent. Benziner kommen auf einen Anteil von 33 Prozent. Hybrid-Fahrzeuge ohne Stecker kommen auf 26 Prozent. Elektroautos sind mit 37.334 Fahrzeugen auf Platz drei. Und damit sind sie wieder vor dem Dieselantrieb mit 16 Prozent. Plugin-Hybride haben einen Anteil von acht Prozent. Der November könnte im Vergleich zum Oktober stärker ausfallen, denn im neuen Jahr sinkt der Umweltbonus für Privatkunden.

Bei den Einzelzulassungen gab es so einige Überraschungen. Zum ersten Mal auf dem ersten Platz mit 2.579 Fahrzeugen ist der Skoda Enyaq. Im letzten Jahr hatte er es mit dem 15. Platz nicht einmal in die Top zehn geschafft. Im laufenden Jahr liegt er momentan auf Platz fünf. Diese gestiegenen Platzierungen des Enyaq sind vermutlich auch einer Rabattaktion über die Leasingrate für die Einstiegsvariante geschuldet.

Auf Platz zwei liegt der Plattform-Bruder Audi Q4 e-tron mit 1.867 Einheiten. Im laufenden Jahr ist er auf Platz sechs. Auf dem dritten Platz ist der Kleinwagen Fiat 500e. MG4 ist normalerweise auf dem zehnten Platz. Diesmal liegt er auf dem vierten Platz. Teslas Model Y ist im Jahresverlauf auf dem ersten Platz und hatte durchschnittlich 4.000 Neuzulassungen pro Monat. Diesmal sind es nur 1.649 Fahrzeuge und somit liegt das Model Y auf dem fünften Platz. Damit liegt das Model Y nur 42 Einheiten vor dem Model 3. Nachdem es im September nur 130 Neuzulassungen vom Model 3 gab, startet jetzt das Model 3 Highland sein Comeback.

Auch selten in den Top zehn ist der BMW i4. Diesmal liegt er auf Platz sieben mit 1.444 Einheiten. Neben dem Model Y ist auch der VW ID.4/5 im Ranking abgerutscht. Im Gesamtjahr liegt das Fahrzeug zwar auf dem zweiten Platz, diesen Monat hat es aber nur für den achten Platz gereicht. Und auch der ID.3 ist abgestürzt. Nicht einmal 1.000 Neuzulassungen führen zum 15. Platz. Im Gesamtjahr liegt er momentan noch auf dem dritten Platz. Wenn aber zwei weitere solcher Monate folgen, liegen Fiat 500e und Skoda Enyaq vor ihm.

Auch der Hyundai IONIQ 5 ist zwischen den Plätzen zehn bis 20 auffällig. Es handelt sich um das einzige Auto, welches nicht von einem deutschen Hersteller stammt. Insgesamt werden 13 der 20 Modelle von deutschen Herstellern produziert. Skoda zählen wir mit zu den deutschen Herstellern, da sie zu dem VW-Konzern gehören.


Gratis Laden mit Ansage!

Ich fahre seit Jahren elektrisch, was auch einige Zuschauer von nextmove wissen. 2012 bin ich in die E-Mobilität eingestiegen. Damals waren öffentliche Ladepunkte dünn gesät, dafür aber kostenlos. Und auch ich habe über lange Zeit im Alltag gratis laden können. Es gab früher zu wenig Kundschaft, daher hieß es häufig von Betreibern hinter vorgehaltener Hand: „verschenken ist billiger als abrechnen“. Bis 2020 war es für einige E-Fahrer eine Herausforderung längere Strecken komplett über Gratisangebote abzudecken.

Diese Zeiten haben sich geändert und kostenlose Lademöglichkeiten sind die Ausnahme. Das bietet gleichzeitig Unternehmen die Möglichkeit, Gratis-Laden als gezielte Marketing-Aktion einzusetzen. Beispielsweise wie Tesla macht. Bei ihnen gibt es den Sonderfall, dass ältere Fahrzeuge über eine lebenslange fahrzeuggebundene Flatrate für das Laden am Supercharger verfügen. Aktuell bietet Tesla den Besitzern dieser Altfahrzeuge aus den Jahren bis 2016 an, auf ein neues Model S oder X umzusteigen und die Flatrate mitzunehmen. Und auch Ende August sorgten sie für großes Aufsehen, als sie in vielen Ländern Europas für einen Tag kostenloses Laden in großen Teilen des Supercharger Netzwerkes ermöglichten. Und das Angebot galt für alle Marken. Offiziell war es ein Geburtstagsgeschenk zum zehnjährigen Bestehen der ersten Supercharger in Europa. Wir vermuteten damals, dass es damals wohl vielmehr darum ging, Berührungsängste mit der Marke Tesla abzubauen, Neukunden an die Supercharger zu locken und über die App auf dem Handy der Kunden zu landen. Dieses Angebot erfolgte, für Tesla üblich, ohne vorherige Ankündigung.

Tesla auf X

Und auch jetzt gibt es eine Aktion zum gratis Laden und das mit Ansage! Das Angebot startet am 11. November um 11:11 Uhr und endet am selben Abend um 20:11 Uhr. Diesmal nicht bei Tesla, sondern den Pfalzwerken an 111 ausgewählten Standorten. Anders als der Name Pfalzwerke es vielleicht vermuten lässt, handelt es sich dabei aber nicht um ein regional begrenztes Angebot. Gemessen an der Anzahl der installierten CCS-Ladepunkte, sind die Pfalzwerke immerhin Platz sechs in Deutschland und damit sogar noch vor IONITY. Bei den Standorten setzt man häufig auf Partnerschaft mit dem Einzelhandel. Mit dabei sind viele Hornbach-, Globus-, Rewe- und Decathlon-Filialen. Die Übersichtskarte zeigt, dass die Standorte über das gesamte Land verteilt sind.

So kommst du zu deiner Gratisladung!

Pfalzwerke: Standortkarte der 111 ausgewählten Standorte

Um gratis Laden zu können, müssen drei Punkte erfüllt sein. Zuerst gilt es einen passenden Aktionsstandort zu finden. Die Übersichtskarte und Standortliste der ausgewählten Gratis-Stationen haben wir euch hier verlinkt.  Des Weiteren darf der Ladevorgang frühestens 11:11 Uhr und spätestens 20:11 Uhr gestartet werden.  Letztendlich funktioniert die Aktion nur über den Ad-hoc-Zugang. Falls ihr bereits eine Ladekarte oder App besitzt, solltet ihr diese nicht benutzen. Andernfalls wird euch der normale Preis eures Anbieters berechnet. Die Ad-hoc-Freischaltung läuft entweder über einen QR-Code, wie an der Ladesäule beschrieben, oder über die Pfalzwerke Charge App. In beiden Fällen muss eine Karte hinterlegt werden und die Bezahlung ist nur mit einer Kredit- oder Debit-Karte möglich. Bei der App ist es nicht erforderlich einen Nutzer-Account anzulegen. Die Kreditkartendaten reichen aus. Für den Start des Ladevorgangs werden systemseitig 35 Euro auf der Karte reserviert. Die werden aber nicht abgebucht.

Offizieller Anlass ist übrigens der 111. Geburtstag der Pfalzwerke. Vermutlich ist aber auch hier der Hintergrund, mehr Kunden auf das eigene Netzwerk inklusive der Nutzung der ad-hoc-Freischaltung aufmerksam zu machen. Auf der Landingpage deutet einiges darauf hin, dass es keine einmalige Aktion bleiben soll. Angeboten wird eine Registrierung für einen Newsletter mit der Überschrift: “Anmelden und Sparen: Sie möchten künftig über Preisaktionen rund ums E-Laden sowie weitere Angebote der Pfalzwerke informiert werden? Dann melden Sie sich heute noch an.” Auch wenn verschenken aus Anbietersicht vermutlich kein tragfähiges Geschäftsmodell ist, können zukünftige Aktionsangebote von Anbietern auch einen Beitrag für mehr Wettbewerb bei Ladepreisen leisten.


Mythen rund um die E-Mobilität: Wie sieht die Realität aus?

Im Laufe der Jahre haben sich einige Mythen und Zweifel zum Thema E-Mobilität angesammelt. Nicht alle davon sind wahr oder berechtigt.

E-Autos seien umweltschädlicher als Verbrenner

Es ist wahr, dass E-Autos in der Herstellung noch umweltfreundlicher werden müssen. Die Produktion der Akkus erfordert viel Energie und damit hängen auch Treibhausgas-Emissionen zusammen. Dadurch wird zwischen 40 bis 60% mehr CO2 freigesetzt als bei Verbrenner-Motoren. Jedoch sind Elektroautos im Laufe ihres Lebenszyklus für weniger CO2-Ausstoß verantwortlich als Verbrenner. Hinzu kommt, dass E-Autos meist länger gefahren werden können. Da auch in der Herstellung zukünftig noch mehr erneuerbare Energien eingesetzt werden, reduziert sich natürlich auch der "CO2-Rucksack" aus der Produktion. Mehrere Hersteller haben ihre Produktion von Batterien und Autos schon heute auf 100% erneuerbare Energien umgestellt. Studien zum CO2-Ausstoß, die in der Datenanalyse in die Vergangenheit schauen, sind also mit Vorsicht zu genießen.

E-Autos würden in der Anschaffung zu viel kosten

Grafik von mobile.de

Aber stimmt das denn? Fakt ist, dass die Preise für E-Autos nach einem deutlichen Anstieg in den Jahren 2021 und 2022 seit dem Jahreswechsel 2022/23 deutlich sinken. Die Preise für die Batterien sind inzwischen 80% billiger im Vergleich zu denen vor zehn Jahren. Auch in der Gesamtkostenbetrachtung, d.h. inkl. laufender Kosten, ist ein E-Auto preiswerter als ein Verbrenner - zumindest dann, wenn es ausreichend bewegt wird. Das liegt unter anderem an Steuervorteilen oder Förderungen, aber auch an geringen Wartungs- und Servicekosten. Außerdem ist der "Sprit-Preis" pro Kilometer günstiger als bei Verbrenner-Motoren. Wer sein E-Auto zu hause oder beim Arbeitgeber mit lokal erzeugtem Solarstrom aufladen kann, fährt mit Stromkosten von 1,50 € pro 100 km. Auch das aufkommen flexibler Stromtarife kann die Ladekosten senken - im Extremfall kann der Nutzer sogar pro geladene kWh Geld beim Tanken verdienen.

Zu wenig Ladestationen stünden in Deutschland zur Verfügung

Bundesnetzagentur

Momentan gibt es über 80.000 Normalladepunkte und über 19.000 Schnellladepunkte und die Betreiber bauen ihre Netze weiterhin aus. EnBW ist der Betreiber mit den meisten Ladeparks und zudem bieten sie mit ihrem Hypernetz den größten öffentlichen Zugang zu Schnelllade-Stationen. Aber auch Unternehmen und der Verwaltung von Mehrfamilienhäusern haben die Aufgabe die Ladeinfrastruktur auszubauen. Schließlich werden 70% aller Ladevorgänge Zuhause oder auf Arbeit getätigt. Durch Förderprogramme wurden mehrere Hunderttausend Wallboxen gefördert, sodass es Stand 2023 vermutlich genauso viele nicht-öffentliche Ladepunkte wie E-Autos gibt. Ein Fahrzeug der Kompaktklasse, das monatlich 2000 km bewegt wird, muss pro Woche nur ca. 10 Stunden an einer normalen Station nachgeladen werden

E-Autos hätten zu wenig Reichweite und bräuchten zu lange zum Laden

Es ist wahr, dass die meisten Verbrenner eine höhere Reichweite haben. Aber ein vollgeladenes E-Auto kann rund 450km weit fahren, manche Modelle sogar noch mehr, Kleinwagen etwas weniger. Aber immer noch wesentlich mehr als die durchschnittliche Strecke von 35km, die pro Tag zurückgelegt werden. Solange die mögliche Reichweite eines E-Autos größer ist als die Strecke, die man täglich fährt, sollte man keine Probleme haben. Außerdem sind viele Elektrofahrzeuge innerhalb von 18-50 min (modellabhängig) an einer Schnelllade-Säule wieder vollgeladen. Diese gibt es überall in ganz Deutschland verteilt. Die reine Reichweite ist dabei nur die halbe Wahrheit: die meisten E-Autos können im Stadtverkehr über 20 Stunden gefahren werden, ohne nachladen zu müssen.

Deutschlands Stromnetz sei nicht ausgelegt für so viele E-Autos

Damit haben sich bereits zahlreiche Studien beschäftigt. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass das deutsche Stromnetz auch weitere E-Autos versorgen könnte. Eine Million E-Autos machen nicht mal 1% des Jahresstromverbrauchs aus. Noch dazu sind "steuerbare flexible Verbraucher" ein wichtiger Baustein für die Umstellung auf eine komplett regenerative Stromversorgung. In normalen Nutzungsszenarien muss nur ca. 10 Stunden pro Woche aufgeladen werden. Und das kann dann passieren, wenn der Strom "übrig" und damit günstig ist. Die Alternative wäre, den Strom zu exportieren oder Solaranlagen und Windräder abzuschalten.

E-Autos würden häufiger zu Bränden neigen als Verbrenner

Grafik von AutoinsuranceEZ

Bisher konnte die Forschung diese These nicht bestätigen. Vergleicht man jedoch die Zahlen von Versicherungsunternehmen kommt man zu einem anderen Ergebnis. E-Autos brennen seltener als Verbrenner. Bei diesen kommen Autobrände zwischen zehn und 100-mal häufiger vor. Pro Tag verbrennen in Deutschland ca. 40 (nicht-elektrische) fahrzeuge, ohne das jemand Notiz davon nimmt, weil es als allgemeines Betriebsrisiko anerkannt ist.

Ein Brand bei einem Elektrofahrzeug ist aber schwieriger zu löschen. Das liegt daran, dass die Akkus vor Flüssigkeiten geschützt sind und das Feuer nicht mit CO2 gelöscht werden kann. Die Batterien müssten im Wasser abgekühlt werden. In neuen Fahrzeugen kommen aber immer öfter Batterien zum Einsatz, die als nicht brennbar oder zumindest schwer entflammbar gelten, zum Beispiel Lithium-Eisenphosphat-Akkus oder Natrium-Ionen-Batterien.


So wirkt sich Schnellladen wirklich auf die Batterie aus!

Wer weite Strecken mit seinem E-Auto zurücklegen möchte, der muss auch mal schnellladen. Davor schrecken aber immer noch Einige zurück, aus Angst damit die Batterie langfristig zu schädigen. Diesem Thema haben sich auch schon etliche Studien gewidmet. Erst im Frühjahr des Jahres wurde medial über die Ergebnisse einer Studie berichtet.

Aviloo untersuchte die Korrelation zwischen der Batteriegesundheit (SOH) und dem Schnellladeanteil. Sie konnten einen Zusammenhang zwischen dem SOH und wie oft das Auto DC-geladen wurde, feststellen. E-Autos mit einer Laufleistung von 180.000 bis 200.000 km und einem hohen Schnellladeanteil hatten rund 17 Prozentpunkte weniger Restkapazität als E-Autos mit einem geringen Schnellladeanteil. Bei Laufleistungen von 80.000 bis 100.000 km hatten Stromer mit einem hohen DC-Anteil rund 7,5 Prozentpunkte weniger Restkapazität der Batterie als Fahrzeuge mit einem geringen Anteil. In die Analyse sind ungefähr 160 E-Autos einbezogen wurden, die von verschiedenen Herstellern waren.

Schadet Schnellladen doch nicht der Batterie?

Das, was also lange angenommen wurde und auch als erwiesen galt, könnte aber nicht die vollständige Wahrheit sein. Recurrent hat kürzlich ebenfalls eine Studie zum Schnellladen veröffentlicht. Sie wollten herausfinden, ob die Software und die Sicherheitsmechanismen in den Batterie Management Systemen den Akku vor Schäden schützen. Für die Analyse stand die Datenbasis von 12.500 Fahrzeugen der Marke Tesla in den USA zur Verfügung.

Mit einer verminderten Batteriekapazität sinkt auch die Reichweite. Recurrent kam allerdings zu einem überraschenden Ergebnis. Sie konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen häufigen und seltenen schnellladen beim Reichweitenverlust feststellen. Dafür haben sie sich Teslas angesehen, die mindestens 90 Prozent der Zeit schnellladen und Fahrzeuge, die weniger als 10 Prozent der Zeit schnellladen.

Statistik von Recurrent: Einfluss von Schnellladen beim Tesla Model Y

Die Datenbasis bezieht sich auf Tesla Model 3 und Y. Auf der Y-Achse ist die Prozentzahl der Originalreichweite zu sehen, so wie sie auch vom Dashboard angezeigt wird. Die unterschiedet sich allerdings von der Realreichweite. Die ist schließlich noch von Temperatur, Fahrstil und Umwelt abhängig. Recurrent geht sogar davon aus, dass die Ergebnisse auf andere Tesla Modelle und sogar andere E-Auto-Hersteller übertragen werden können.

Tipps, um einer Schädigung der Batterie beim Schnellladen vorzubeugen

Recurrent geben aber trotzdem ein paar Hinweise, wie man die Batterie möglichst schont. Auch wenn sie Hinweise feststellen konnten, dass häufiges Schnellladen zu einer verminderten Reichweite führt. Im Allgemeinen braucht man keine Angst haben ein E-Auto an einer DC-Säule zu laden. Sie sagen „anlassbedingtes Schnellladen ist in Ordnung“.

Wenn aber die Batterie nicht vorklimatisiert ist und eine große Hitze besteht, sollte man es doch eher vermeiden. Wenn der Akku vorgekühlt ist, kann er mehr Energie aufnehmen, ohne zu überhitzen. In der Regel wird aber der Akku automatisch vorklimatisiert, wenn man die Schnellladesäule ins Navi eingibt. Dasselbe gilt auch bei extremer Kälte. Außerdem sollte man es vermeiden, dass Auto bei sehr geringen oder hohen Akkuständen schnellzuladen.