nextnews: Gewinner & Verlierer 2023, Rabatte für E-Autos, Renault Scenic, Mini Cooper

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Zulassungszahlen

Insgesamt gab es 54.654 E-Auto Neuzulassungen im Dezember. Das entspricht einem Anteil von 23 Prozent. Das ist der zweithöchste Wert des Jahres und der dritthöchste Wert aller Zeiten. Auf dem ersten Platz ist wieder der VW ID.4/5, gefolgt von dem BMW i4. Insgesamt ist BMW wieder stark in den Top 20 vertreten mit drei Modellen. Nicht ganz so gut sieht es diesmal bei Tesla aus. Im Dezember waren es nur 4.001 neue Teslas. Das Model 3 Facelift schafft es nur auf Platz 18. Das Model Y landet zwar auf dem sechsten Platz, das reicht allerdings aus, um für das Gesamtjahr 2023 den Sieg zu holen. Auffallend schwach waren im Dezember die koreanischen Hersteller. Nur der Hyundai KONA schafft es im Dezember in die Top 20. Der IONIQ 5 landet auf Platz 22, Kia Niro EV auf Platz 28, EV6 auf Platz 32 und der Hyundai IONIQ 6 ist auf dem 35. Platz.

Gewinner und Verlierer des Gesamtjahres 2023

Das Tesla Model Y ist mit 45.800 Einheiten mit Abstand auf dem ersten Platz. Das macht einen Marktanteil von neun Prozent aus. Der Abstand zum zweitplatzierten VI ID.4/5 ist zwar deutlich, jedoch platzieren sich dahinter fast alle MEB-Fahrzeuge. Mit Ausnahme des ID. Buzz und dem gerade erst gestarteten ID.7. Der Skoda Enyaq schafft es auf den dritten Platz, gefolgt von Deutschlands beliebtesten Elektro-Kleinwagen – dem Fiat 500e. Die nächsten drei Plätze werden von den MEB-Modellen VW ID.3, Audi Q4 e-tron und Cupra Born eingenommen. Erst auf Platz acht folgt das Tesla Model 3. Noch im letzten Jahr war es auf dem zweiten Platz. Auf dem neunten Platz ist der iX1 als erster BMW. Mercedes hat insgesamt drei Modelle in den Top 30. Der EQA ist auf dem zwölften Platz. Der MG4 schafft es auf den 13. Platz. Der Dacia Spring ist auf dem 15. Platz. Der alte Smart fortwo ist sogar noch vor dem #1, der es auf Platz 24 schaffte.

Trotz dessen, dass Teslas Model Y den Gesamtsiegt geholt hat, dürfte Tesla unzufrieden sein. Der Gesamtmarkt stieg zwar um elf Prozent, aber die Zulassungszahlen von Tesla sind um neun Prozent zurückgegangen. 2022 waren es noch fast 70.000 Teslas. Dieses Jahr sind es nur 62.500 gewesen. Auch bei Renault lief es nicht so gut wie erhofft. Der Twingo ist auf Platz 28, Megane E-Tech auf der 30 und die ZOE kommt sogar nur auf Platz 42. Auch Hyundai hat es mit dem IONIQ 6 nur auf Platz 33 geschafft. Der ID. Buzz ist auf Platz 36 mit etwas mehr als 5.000 Zulassungen. Auch Nissan hat nicht gut abgeschnitten. Der Leaf ist auf dem 52. Platz, der Ariya sogar nur auf dem 60. Platz.

Im Gesamtjahr 2023 wurden in Deutschland 524.219 E-Autos neu zugelassen. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von elf Prozent. Allerdings stieg auch der Gesamtmarkt um sieben Prozent an. E-Autos wachsen zwar stärker als der Markt, aber nicht so dynamisch wie in den Vorjahren. Der relative Marktanteil hat mit 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 17,7 Prozent leicht zugelegt. Gesunken ist hingegen der Marktanteil von Plug-in-Hybriden. Sie kommen auf sechs Prozent. Das ist weniger als die Hälfte des Wertes des Vorjahres. Das erklärt auch den deutlichen Anstieg der CO2-Emmisisionen im Durchschnitt aller Neuzulassungen um fünf Prozent auf rund 115 g/km. Hybride ohne Stecker liegen bei 23 Prozent Marktanteil. Benziner kommen auf 34 Prozent. Diesel hat nur einen Anteil von 17 Prozent und hat damit erstmalig weniger Zulassungen im Gesamtjahr als reine E-Autos. Erdgas, Flüssiggas oder sogar Wasserstoff spielen keine Rolle mehr und liegen unter einem Prozent. Insgesamt wurden 238 Wasserstoff-Fahrzeuge zugelassen. Davon waren 95 Prozent gewerblich. Die Anzahl der Wasserstoff-Tankstellen sank zuletzt 2023 von 95 auf 92 Stück.

Aber wie hat sich das Jahr in Bezug auf die Hersteller- beziehungsweise Markenebene entwickelt? VW und Tesla tauschen die Plätze und grob auch die Anzahl der Zulassungen. VW steig von 63.000 auf 70.000 Neuzulassungen im Jahr. Bei Tesla ist es genau umgekehrt. Danach kommt BMW mit etwas mehr als 40.000, gefolgt von Mercedes mit knapp 37.000. Auf Platz fünf ist Audi mit 30.000 Zulassungen. Auffällig ist hierbei, dass Tesla der einzige nicht-deutsche Hersteller in den Top fünf ist. Noch im letzten Jahr war VW als einziger deutscher Hersteller in den Top fünf vertreten. Hyundai, Fiat und Opel waren alle vor den deutschen Premium-Herstellern BMW, Mercedes und Audi. Die weitläufige Meinung, dass die deutschen Hersteller in der Elektromobilität hinterherhängen, trifft zumindest nicht für den Heimatmarkt zu. Der VW-Konzern kommt auf einen Marktanteil von 27 Prozent. BMW verdoppelt immerhin seinen Marktanteil von vier auf acht Prozent. Mercedes kommt auf sieben Prozent.

Interessant ist auch der Anteil der Elektroautos am Gesamtverkauf. MG steig von 56 Prozent auf 87 Prozent Elektro-Anteil. Jeep landet als Neueinsteiger bei 32 Prozent. Mini liegt bei 30 Prozent, ebenso wie Fiat. Im vergangenen Jahr hatten sie noch 38 Prozent. Ebenfalls von 31 Prozent auf 28 Prozent gefallen ist der Elektro-Anteil bei Hyundai. Bei Renault ist er sogar von 35 auf 23 Prozent gesunken. Ähnlich sieht es auch bei Peugeot aus. Dort ist es von 34 auf 22 Prozent gefallen. Kia konnte seinen Elektro-Anteil auf 20 Prozent steigern, ebenso wie Volvo, die jetzt bei 19 Prozent sind. Der durchschnittliche Elektro-Anteil liegt ja bei 18,4 Prozent, aber wie sieht es darunter aus? BMW bessert sich deutlich von elf auf 17 Prozent. Und auch Skoda steigt von acht auf 14 Prozent. 7.000 mehr E-Autos bringen VW eine Steigerung von 13 auf 14 Prozent. Auch Mercedes steigt auf 13 Prozent. Audi und Citroën liegen relativ stabil bei zwölf und 13 Prozent. Nissan hingegen hat nur noch einen E-Anteil von neun Prozent. Im Vorjahr waren es noch 17 Prozent.

Aufgrund der politisch aufgeheizten Stimmung ist es schwierig momentan Prognosen aufzustellen, wie es 2024 weitergehen könnte. Klar ist aber, dass die Elektromobilität am Übergang zum Massenmarkt steht. Die Stagnation, die wir 2023 schon fast erlebt haben, wird sich 2024 vermutlich fortsetzen. Auch ein Rückgang der Neuzulassungen ist nicht auszuschließen. Innovationsforscher kennen bereits solche Szenarien. Wir stehen an der Schwelle und die Überwindung er Kluft kann durchaus etwas dauern. Dasselbe Szenario fand auch in Norwegen statt, wo E-Auto schon einen Teil von 90 Prozent der Neuzulassungen ausmachen. Damit der Durchbruch der E-Mobilität in Deutschland gelingt, müssen zum einen E-Autos in der Anschaffung billiger werden. Das kann unter anderem durch Preissenkungen geschehen. Die ersten Hersteller machen bereits den Anfang.

Rabattschlacht geht weiter

Screenshot Dacia-Webseite

Die preislichen Reaktionen auf den Wegfall des Umweltbonus mit denen unter anderem VW und Renault in das neue Jahr gestartet sind, waren durchaus beachtlich. Diese Woche sind einige Hersteller nachgezogen und haben teilweise nochmals einen drauf gesetzt. So auch Dacia. Sie bieten 10.000 Euro Elektrobonus. Voraussetzung ist eine Zulassung vor dem 31. März. Es geht hier dementsprechend weniger um konfigurierte Bestellungen, sondern vielmehr um eine Lagerräumung. Zum anderen wurde der Spring im Zuge des Umweltbonus in Deutschland relativ hoch eingepreist. Zum Marktstart lag der Listenpreis bei gleicher Ausstattung 3.000 Euro über dem in Frankreich geltenden Listenpreis. Im Dacia-Onlineshop sind aktuell rund 1.600 Spring kurzfristig verfügbar. Das günstigste Angebot startet dort aktuell im Bereich von rund 15.000 Euro inklusive Überführung. Der günstigste Preis im Konfigurator mit Elektrobonus würde bei 12.750 Euro liegen. Wer sich für den Spring interessiert, sollte unbedingt eine ausführliche Probefahrt machen. Denn für das Geld bekommt man auch „wenig“ Auto.

BYD Deutschland auf Facebook

Etwas weniger energisch reagiert BYD. Zum Beginn der Woche haben sie auf Social Media gepostet: „Wir setzen ein Zeichen und senken ab sofort die Preise für unsere vollelektrischen Modelle Atto 3, Dolphin sowie Seal“. Beim Atto 3 geht es um 7.000 Euro nach unten. Beim Dolphin sind es hingegen nur 3.000 Euro. Der Einstiegspreis für die Variante mit der großen Batterie liegt nun bei 32.990 Euro. BYD betont auch, dass es sich um eine dauerhafte Preissenkung handle. Die bisherige interne Preisliste weist für dieses Modell noch den alten Herstelleranteil von 2.250 Euro netto aus. Wenn die neuen Preise auf dieser Basis verglichen werden, ergibt sich beim Dolphin in der günstigsten Variante lediglich ein Abschlag von 323 Euro. Tesla lässt weiterhin auf sich warten.

Preise Renault Scenic und neuer Ladetarif

Foto: Renault

Der neue Scenic E-Tech Electric bietet deutlich mehr Platz als die bisherigen Volumenmodelle bei Renaults Elektroflotte. Die Preise starten ab 41.400 Euro, wobei der Händler vermutlich noch Luft nach unten hat. Angeboten werden zwei Antriebsarten in insgesamt fünf Ausstattungslinien. Der kleine Akku mit 60 kWh bietet 430 Kilometer Reichweite. Der große 87-kWh-Akku bietet 625 Kilometer Reichweite. Der Frontantrieb leistet in Verbindung mit dem kleinen Akku 125 kW, beim großen sind es 160 kW. Beide Varianten können serienmäßig mit 232 kW Wechselstrom geladen werden. Schnelles Laden erfolgt mit maximal 150 kW beziehungsweise 130 kW. Die Ladezeiten von 15 Prozent auf 80 Prozent sind mit 32 und 37 Minuten angegeben. Erfreulich hoch ist die Zuladung von 500 Kilogramm zusätzlich zu dem Gewicht des Fahrers. Beide Varianten dürfen gebremste Anhänger bis 1.100 Kilogramm ziehen. Das Gewicht für ungebremste Anhänger liegt bei 750 Kilogramm. Der Kofferraum bietet 545 Liter Volumen. Umgeklappt sind es bis zu 1.670 Litern. Die Stützlast und Dachlast werden jeweils mit 80 Kilogramm angegeben. Das Wartungsintervall ist jährlich beziehungsweise nach 30.000 Kilometern. Je nachdem, was zuerst eintrifft. Die Top-Variante kostet rund 52.000 Euro. Mit allen Optionen sind es dann 57.000 Euro. Die ersten Vorführwagen werden im April bei den Händlern erwartet.

Neben dem Scenic ist auch die Einführung eines neuen Ladetarifs für Renault-Kunden neu. In dem neuen Tarif Mobilize intense kann man gegen 9,99 Euro monatliche Grundgebühr für 39 Cent/kWh bei IONITY laden. Das Paket ist monatlich buch- beziehungsweise kündbar. Für andere Ladestationen gelten neun Prozent Rabatt, wobei es hier kein einheitliches Preismodell gibt. Die Aktivierung des Charge Pass und die Tarifauswahl erfolgen in der My Renault App.

Konfigurator Mini Cooper

Screenshot Konfigurator Mini Cooper E

Im Zuge der IAA wurde im September letzten Jahres die neue Generation des Mini Coopers vorgestellt. Anders als bisher, wird es nur noch rein elektrische Vertreter des Coopers geben. Neu ist auch, dass der Mini Cooper E aus einer Kooperation mit dem chinesischen Hersteller Great Wall Motors hervorgeht. Inzwischen wurde der Konfigurator für das Facelift freigeschaltet. Der offizielle Marktstart erfolgt allerdings erst im Mai.

Der Cooper E hat jetzt 135 kW Leistung und eine 40,7-kWh-Batterie. Damit liegt die WLTP-Reichweite nun bei 305 Kilometern. Der Mini Cooper SE hat einen 54,2 kWh großen Akku und kommt auf 160 kW Leistung. Damit soll eine WLTP-Reichweite von 402 Kilometern erreicht werden. Beide Varianten haben eine AC-Ladeleistung von 11 kW. Schnelles Laden erfolgt mit 75 kW beziehungsweise 95 kW für den Cooper SE. Damit sollen die Modelle unter 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können. Beide Versionen verfügen auch über eine Vorkonditionierung, um schnelles Laden auch wetterunabhängig zu ermöglichen. Der Mini Cooper E startet bei 32.900 Euro und hat serienmäßig LED-Scheinwerfer, 16-Zoll-Alufelgen, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und einige Fahrassistenzsysteme. Zusätzlich können noch fünf verschiedene Ausstattungspakete zugebucht werden, die zwischen 990 Euro und 8.160 Euro kosten.

 

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