Bringt Hyundai das Wunderauto auf den Markt - nextnews #127

Bringt Hyundai das Wunderauto auf den Markt - nextnews #127

Bringt Hyundai das perfekte E-Auto, sozusagen das Wunderauto auf den Markt? Diese Frage steht diesmal im Zentrum der nextnews #127. Dürften sich unsere Kunden das perfekte Elektroauto wünschen, wäre die Liste der Wünsche lang:

  • Ausreichendes Platzangebot für Familien
  • 800-Volt-System für schnelles Laden von 20 auf 80 Prozent in 20 Minuten
  • Effizientes Fahrzeug mit Reichweite >500 Kilometer
  • Optional verfügbarer Allradantrieb
  • Umfangreiche Fahrassistenz
  • OTA Software-Updates
  • automatisches Bezahlsystem für Ladesäulen
  • Anhängerkupplung
  • Ein integriertes Solardach, das im Stand bei Sonne nicht nur den Innenraum kühlen, sondern auch echte Kilometer nachladen kann
  • Lokale Stromversorgung aus dem Akku heraus über eine normale Steckdose für Camping oder Inselbetrieb
  • Attraktiver Preis unterhalb der Modelle im Wettbewerb.

Ganz offenbar hat Hyundai, das mit dem Kona beispielsweise bereits ein sehr gutes Elektroauto gebaut hat, hier ganz genau in den Markt hineingehört - und viele der angesprochenen Punkte umsetzen. Offiziell bestätigt ist indes noch nicht viel, aber klar ist: Hyundai will den Massenmarkt nicht kampflos Renault, Tesla und VW überlassen.

Das neue Modell soll IONIQ 5 heißen (vormals Hyundai 45). IONIQ ist die neue Eigenmarke für mehrere kommende E-Fahrzeuge von Hyundai. Dafür wollen die Südkoreaner den nächsten Schritt mit einer eigenen Elektro-Plattform gehen.

Erwartet werden zwei Batteriegrößen von 58 und 72 Kilowattstunden netto und ein Verkaufsstart vielleicht schon in wenigen Wochen. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, ob die genannten Features tatsächlich kommen und auf unseren ersten Test mit dem neuen Wunderauto.

Wenn ihr schon elektrisch fahrt, dann haltet die Augen auf am Schnelllader, ob ihr vielleicht einen der Prototypen erwischt und uns Bilder schicken könnt.

Wie läuft es mit dem ID.3?

Es gibt widersprüchliche Meldungen zu den Absatzzahlen von Volkswagens VW ID.3. VW-Chef Herbert Diess sagte zuletzt, man habe die Absatzziele bei den Elektrofahrzeugen bisher nicht in dem Maße erreicht, wie man sich das vorgenommen hatte. Gleichzeitig stellte Diess sogar die Erreichung der CO2-Flottenziele in Frage - es werde sehr knapp. Insgesamt sieht er VW aber auf dem richtigen Weg. "Spätestens ab 2026 ist das E-Auto das bessere Konzept - ökologisch wie ökonomisch", so Diess.

Ein Konzernsprecher hingegen berichtete gegenüber der dpa, es länge 38.000 Bestellungen vor, 14.000 Fahrzeuge seien ausgeliefert. Einen sehr holprigen Start legt VW auch mit seinen Wallboxen hin, den sogenannten ID Chargern der Tochter Elli. Der Focus berichtete über einen Rückruf für einige hundert Ladestationen. Die internetfähigen Varianten sollen OTA ein Update erhalten. Noch nicht installierte Wallboxen können getauscht werden.

Weitere nextnews im Überblick:

  • Polestar-Rückruf: Durch einen Datenbankfehler kam es bei Polestar zum Eindruck eines falschen, technischen Wertes in den Fahrzeugpapieren. Dieser muss nun schnellstens berichtigt werden. "Hierfür ist Ihre Unterstützung und Zuarbeit notwendig", teilte uns Polestar auf Nachfrage mit. "Wir benötigen zur Korrektur der Daten die Zulassungsbescheinigung Teil1  - den Fahrzeugschein und die Zulassungsbescheinigung Teil 2 - den Fahrzeugbrief.” Mehr dazu im Video.
  • Upgrade für Nissan Leaf: Eines der erfolgreichsten Elektroautos, der Nissan Leaf, erhält ein Upgrade im Modelljahr 2021: 10 Jahre nach dem Launch gibt es für alle Varianten ein tiefenverstellbares Lenkrad. Außerdem eine Haifischantenne ab Ausstattung N-Connecta. Und für die hohe Ausstattung Tekna: ein digitaler Innenspiegel mit Kamerafunktion. Wer den Leaf mag und aktuell noch schönes Winterauto sucht und auf die bahnbrechenden neuen Features verzichten kann, der wird bei uns sicher fündig.

https://youtu.be/JwhayzMuFoo

nextnews #127 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:31 Nissan Leaf wird überarbeitet

03:27 Polestar Rückruf

06:17 VW ID.3 News

08:54 Tesla Service für freie Werkstätten

11:42 Modell-Rotation bei Tesla

14:15 Hyundai Ioniq 5

16:35 Erlkönige

17:25 Neues von nextmove

15:57 Neues von nextmove


Tesla: Rückgaberecht ade? nextnews #126

Tesla schafft 7-Tage-Rückgaberecht ab & zusätzliche Elektroauto-Förderung - nextnews #126

Es wurde schon länger gemunkelt, jetzt ist es offiziell: Nun ist es offiziell: Tesla wird den europäischen Markt mit Model 3 aus dem Werk in Shanghai beliefern. Den Anfang macht wahrscheinlich das Standard Range Plus, also die Version mit dem kleinen Akku. Was das für die zu erwartende Technologie und Qualität bedeutet, ist eines der Themen der #126 der nextnews in dieser Woche.

Tesla streicht 7-Tage-Rückgaberecht

Letzte Woche haben wir über das Hardware-Upgrade beim Model 3 berichtet, und die Frage aufgeworfen, wie Tesla damit umgehen wird, dass viele aktuelle Besteller noch die alte Hardware hingestellt bekommen. In den USA hat Tesla kurz nachdem das Hardware-Upgrade bekannt wurde, das 7-Tage-Rückgaberecht abgeschafft, das unschlüssige Käufer zum Kauf bewegen sollte.

Da seitens Tesla keine Begründung gegeben wurde, wird in Blogs und Foren über die Gründe spekuliert. So wird vermutet, dass damit eine mögliche Rückgabewelle der “alten” Model 3 verhindert werden soll und Käufer einfach das aufgefrischte Model 3 erneut bestellen. Auch die anhaltenden Qualitätsprobleme beim Model Y könnten zu einer zu hohen Rückgabequote geführt haben.

In Deutschland ist das Rückgaberecht aktuell noch gültig und sagt aus, dass binnen 7 Tagen das ausgelieferte Fahrzeug ohne Angaben von Gründen zurückgegeben werden kann. Voraussetzung ist ein Kilometerstand von weniger als 1.600 km, keine Beschädigungen und natürlich keine bereits beantragte BAFA-Förderung.

Unterdessen stellt Tesla aktuell neue Rechnungen für bereits bestellte Model 3 aus. Einige unserer Zuschauer wurden diese Woche informiert, dass sie das Facelift Model 3 zum alten Preis bekommen werden. Manche bereits im November.

Andere berichten, dass sie eine um 2.000 Euro reduzierte Rechnung ausgestellt bekommen haben und demnach das Model 3 mit alter Hardware erhalten.

Model 3 aus Shanghai: Reichweite, Akku und Co.

Die Lieferzeiten für das Model 3 Standard Range Plus sind letzte Woche von November 2020 auf Februar 2021 gesprungen. Seit Anfang Oktober setzt Tesla auf Lithium-Eisenphosphat-Akkus von CATL. Dadurch ist die Norm-Reichweite um rund fünf Prozent gestiegen, während der Preis für das Model 3 in China um acht Prozent sank. Ob dieser Kostenvorteil auch in Europa weitergegeben wird, ist eine spannende Frage.

Die Zellen sollen insgesamt robuster sein – vor allem weniger kälteanfällig als kalifornische Zellen. Und: sehr hilfreich für die Diskussionen bei der nächsten Familienfeier: diese Zellen sind kobaltfrei.

Der Wechsel von „Made in US“ zu „Made in China“ wirft die Frage nach der Fertigungs-Qualität auf. Amerikanische Tesla sind bisher dafür bekannt, dass es eine gewisse Spreizung in der Auslieferungsqualität gibt. Weiße Tesla der letzten Wochen werden beispielsweise als Cloudy White bezeichnet, weil der Lack an den Türen nicht homogen ist.

CEO Elon Musk hat die Qualität der Arbeit des Teams der Gigafactory Shanghai immer wieder gelobt. Das legt die Vermutung nahe, dass auch Elon einen Qualitätsunterschied der beiden Fabriken sieht. Das sieht man auch deutlich in Kundenbefragungen.

Mit 250 Problemen pro 100 Neufahrzeugen schneidet Tesla in den USA am schlechtesten von allen Marken ab (Quelle: JD Power). Eine vergleichbare Umfrage zur Neuwagenqualität in China, sieht Tesla mit großem Abstand an der Spitze. Chinesische Kunden haben offenbar so gut wie nichts auszusetzen an ihrem Model 3.

Zusätzliche Elektroauto-Förderung - Kumulationsverbot

Laut electrive und Handelsblatt wird das Wirtschaftsministerium in Kürze das sogenannte Kumulationsverbot bei der Förderung von Elektroautos abschaffen. Was heißt das: Im Zuge der Verdopplung des staatlichen Umweltbonus für Elektroautos wurde die Kombination des Umweltbonus mit anderen Förderungen der Bundesländer oder Kommunen ausgeschlossen.

Dafür gab es viel Kritik aus den Ländern: „Es kann kaum im Interesse des Bundes sein, dass regionale oder lokale Förderungen von E-Autos eingestellt werden, sobald diese nicht mehr mit der Bundesprämie kombiniert werden können.” sagte zum Beispiel die  Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg.

Aber auch aus dem eigenen Haus gab es Kritik: Das Umweltressort des Bundeswirtschaftsministeriums meldete Gesprächsbedarf an: Dort waren nämlich die bestehenden eigenen Förderprogramme mit einem Mal wertlos. Schnell war klar: Das Kumulationsverbot hatte es auf mysteriösen Wegen in die Richtlinie des Konjunkturpakets geschafft. Weder Wirtschafts- noch Umweltministerium wussten von dieser Passage. Es herrschte schnell Einigkeit, dass dies so nicht gewollt sei.

Die Richtlinie soll „in Kürze“ beschlossen werden. Es dauert aber vermutlich noch etwas. Für alle, deren Elektroauto Zulassung unmittelbar vor der Tür steht, wird es wohl leider zu knapp. Denn eine rückwirkende Förderung ist vermutlich nicht vorgesehen.

Wenn dein Auto aber erst in ein paar Wochen zugelassen werden soll, dann informiere dich jetzt ob es in deinem Bundesland oder deiner Stadt einen zusätzlichen Fördertopf gibt. Das entsprechende Wirtschaftsministerium des Landes oder das Wirtschaftsdezernat der Stadt ist die geeignete Anlaufstelle.

Weitere nextnews im Überblick:

  • Softwareupdate für den VW ID.3: Im First Mover Club bei Facebook hat  hat VW verkündet, das ein erster kleiner Software-Patch zur Verbesserung häufig gemeldeter Probleme zur Verfügung steht. Der Patch soll folgende Probleme beheben: Airbaglampe an, Probleme mit der Rückfahrkamera, schwarzer Bildschirm, Verlust der Auto-Hold-Funktion, Funktion des Sonnenschutzes)
    Wer diese Bugs bereits jetzt abstellen möchte, der kann einen Termin beim Volkswagen Partner vereinbaren
  • Die Formel E ist das elektrische Pendant zur Formel 1. Doch in den kommenden Monaten starten gleich mehrere, weitere Rennserien mit elektrischen Fahrzeugen: So beispielsweise die Offroad-Rennserie “Extreme E” mit 9 Teams. Sie wird von Alejandro Agag gegründet und geführt. Er hat bereits die Formel-E initiiert. Im Jahr 2022 soll die neue internationale Rennserie “SuperCharge” ihr Debüt haben: 16 Crossover-Fahrzeuge aus 8 Teams treten im KO-Verfahren a la Rallycross gegeneinander an.

https://youtu.be/agifR9w-h2Q

nextnews #126 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:31 Zusätzliche Förderung für E-Autos

02:06 Erstes ID.3 Software Patch

03:46 Neue E-Rennsport-Serien

06:15 Tesla streicht Rückgaberecht

08:20 Model 3 Made in China

10:53 Gigafactory 4 Update

13:12 Erlkönig-Schau mit BMW i4

15:57 Neues von nextmove


Söder Räumungsverkauf nextnews

Model 3 Facelift, Tesla-Preisschraube & Söders Gutscheine - nextnews #125

In dieser Woche stehen die nextnews #125 im Zeichen von Tesla. Denn vom kalifornischen Elektroauto-Dominator gab es gleich eine ganze Reihe von interessanten Neuigkeiten. Während Tesla die Preise für das Supercharging erhöht, reduzierte der Autobauer die Preise für das Model S. Außerdem erhielt das Model 3 einen doch deutlicheren Facelift.

Model 3: Facelift mit Wärmepumpe und mehr Reichweite

Heute hat Tesla den Konfigurator für das Model 3 umgestellt - und damit die Details des Modell-Facelifts veröffentlicht. Aus optischer Sicht wurde das Felgendesign überarbeitet, was vor allem beim Performance-Model ins Auge sticht. Dazu ist Chrome Delete etwa an Fensterrahmen, Seitenkameras und Außenspiegel-Halterungen nun schick matt und schwarz. 

Im Innenraum ist die Mittelkonsole leicht verändert und nicht mehr in Klavierlack sondern ebenfalls matt schwarz. Neu sind zwei induktive Ladeschalen für Smartphones. Der Himmel soll ebenfalls etwas dunkler sein. Auf den Bildern nicht zu erkennen, aber das Display soll etwas stärker zum Fahrer geneigt sein.

Das Model 3 bekommt nun eine elektrische Heckklappe spendiert, was für Fahrzeuge in dieser Preisklasse üblich ist. Wer sein altes Model 3 nachrüsten will, kann uns gern via info@nextmove.de kontaktieren.

Über weitere technische Änderungen wurde viel spekuliert. Anhand des Konfigurators lassen sie sich aber noch nicht bestätigen: Dazu zählen Wärmepumpe und Doppelverglasung, was die Reichweite vor allem im Winter erhöhen würde. Die Wärmepumpe wurde zwischenzeitlich telefonisch von Tesla -Mitarbeitern bestätigt. Mit Doppelglas wäre es zudem deutlich leiser – aktuelle Model 3 zählen eher zu den lautesten Elektroautos auf der Autobahn.

Insgesamt hat sich die WLTP Normreichweite für alle drei Varianten erhöht:

  • Beim Standard Range Plus um 21 km auf 430 km.
  • Beim Long Range Allrad um 20 auf 580 km.
  • Beim Performance um 37 auf 567 km.

Gute Nachricht für alle neuen Besteller: der Preis ist trotz diverser Upgrades vorerst gleich geblieben. Zudem ist davon auszugehen, dass es noch einige weitere Verbesserungen gibt, die noch nicht geleakt sind und auch im Konfigurator nicht sichtbar sind. Laut Konfigurator werden die neuen Autos ab Februar 2021 hierzulande ausgeliefert.

Für Besteller, die in den nächsten Wochen und Monaten ihr Model 3 ausgeliefert bekommen stellt sich die spannende Frage: alte Hardware wie bestellt abnehmen oder jetzt stornieren und neu bestellen? Das würde die Kunden 100 Euro kosten. Ist der Facelift das Wert?

Tesla-Preiserhöhung am Supercharger

Schnelles Gleichstromladen ist in diesem Jahr bei vielen Anbietern in mehreren Runden teurer geworden. Tesla hat mehrfach gesagt, dass das Supercharger-Netz nicht als Profitcenter geführt wird, sondern Mittel zum Zweck ist. Nun ist es trotzdem soweit: Tesla erhöht in nahezu allen europäischen Ländern die Preise.

Die Preise steigen von 33 auf 35 Cent pro Kilowattstunde. Das ist eine vergleichsweise moderate Erhöhung. Spontanes Laden mit Fremdmarken kostet bei Ionity aktuell stolze 77 Cent. Wer allerdings ein Auto von einem Ionity-Clubmitglied fährt, lädt ebenfalls günstig. Den VW ID.3 lädt man zum Beispiel für 10 Euro Clubgebühr im Monat auf Langstrecke mit 30 Cent pro Kilowattstunde.

Die Tesla-Supercharger-Preise sind in den allermeisten europäischen Ländern gestiegen:

  • Frankreich von 24 auf 30 Cent.
  • Osterreich von 27 auf 33 Cent
  • Schweiz von 30 Rappen auf 38 bis 40 Rappen - also ein Drittel teurer und damit nun teurer als in Deutschland.
  • In Norwegen bleiben die Preise unverändert und in den Niederlanden wurde sie sogar günstiger. Tesla-Fahrer zahlen nun 2 Cent weniger, nämlich 21-22 Cent pro kWh.

Tesla senkt Preise für Model S

Während die Preise fürs Laden steigen, hat Tesla die Preise für das Model S gesenkt. Diese Woche ging es 3.000 Euro nach unten für alle aktuellen Tesla Model S in Deutschland, aber auch in den USA und anderen Märkten.

Das Model S ist in die Jahre gekommen. Lange Zeit war es das einzige langstreckentaugliche Elektroauto. Mittlerweile gibt es Alternativen. Um die rückläufigen Absatzzahlen anzukurbeln, dreht Tesla nun an der Preisschraube.

Die - wie wir sie gerne nennen- Basis-Vollausstattung mit 652 km Reichweite (42 Kilometer mehr) nach WLTP gibt es jetzt für 76.990 Euro. Tesla rückt damit wieder ganz nah an die Fördergrenze in Deutschland heran die bei 65.000 Euro Netto Basispreis liegt. Nur 1370 Euro netto trennen das Model S noch von einer möglichen BAFA-Listung. Es winken 5000 Euro staatlicher Prämie.

Weitere nextnews im Überblick:

  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sogenannte Transformationsgutscheine ins Spiel gebracht - quasi eine Verbrennerprämie durch die Hintertür. Wer heute einen effizienten Diesel oder Benziner kaufe, solle einen Gutschein für die Anschaffung eines neuen Elektrofahrzeugs in drei bis fünf Jahren bekommen. Wir lassen diese absurde Idee einmal unkommentiert...
  • Renault hat zwei neue Elektroautos vorgestellt: Der neue Dacia Spring soll eine Reichweite von 225 Kilometern nach WLTP bekommen mit einer 28,5-kWh-Batterie. Der Preisknaller soll um die 12.000 Euro kosten - das Fahrzeug startet aber zunächst im Leasing und kann ab Herbst 2021 gekauft werden.
  • Ebenfalls neu kommt der elektrische Renault Megane - er soll ab Ende 2021 in Serie gehen und 450 Kilometer Reichweite bieten.

https://youtu.be/JpjuMoFKgZw

nextnews #125 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:26 Supercharger werden teurer

02:44 Model S Preissenkung

05:24 Model Y Siebensitzer

06:19 Model 3 Facelift

09:28 Söders Transformations-Gutscheine

12:52 Preisknaller von Dacia

14:26 Renault öffnet CO2-Pool

16:47 Erlkönig-Schau

18:33 Neues vom E-Auto-Markt, Faktencheck & Kauftipps

21:15 neues von nextmove


E-Auto-Rekord, neue Förderung, mehr ID.3 Bugs & mehr - nextnews #124

Die Woche war vollgepackt mit interessanten News aus der Welt der Elektroautos. Wir haben in der Folge #124 der nextnews auch in dieser Woche die Highlights, die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Wie immer präsentiert hier in Textform oder als Video auf unserem Youtube-Kanal (Video ist unten eingebettet). Los geht es mit dem E-Auto-Rekord im Monat September.

E-Auto-Rekord: Die Zulassungen im September

Vor einem Monat hatten wir für September die Zahl von 20.000 bis 22.000 vollelektrische Neuzulassungen prognostiziert. Tatsächlich wurden im September in Deutschland 21.188 reine Elektroautos neu zugelassen. Mit diesem neuen Allzeithoch kommen Elektroautos auf einen Marktanteil von acht Prozent. Im August waren es noch 6,4 Prozent.

Das dynamische Wachstum bei den Zulassungen hält also weiter an: Mit einem Plus von 260 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Jeder 13. Neuwagen ist aktuell ein Elektroauto.

Schaut man sich die E-Auto-Charts an, sticht sofort der Renault Zoe mit 3.603 Einheiten ins Auge. Verfolger ist das Tesla Model 3 mit 2.776 Zulassungen. Rund tausend Fahrzeuge weniger wurden vom ID.3 zugelassen, nämlich 1.071. Das reichte für Platz 3. Seit dem 11. September laufen die Auslieferungen in Deutschland. Wir gehen von einer deutlichen Steigerung im Oktober auf 3.000 ID.3 aus.

Weitere Auffälligkeiten:

  • Hyundai Kona seit Juli auf konstant hohem Niveau.
  • Opel Corsa-e fährt weiter kontinuierlich hoch, aktuell 834
  • Auch der Mazda MX-30 startet mit 548 Autos in den Markt
  • Nicht mehr in den Top 20: Der Polestar 2 knickt auf 147 ein.

Wir erwarten dass Zoe, Model 3 und ID.3 für den Rest des Jahres um den ersten Platz in den Monatszulassungen kämpfen werden.
Im Gesamtjahr wird vermutlich Renault Zoe das meistzugelassene Elektroauto.

https://youtu.be/z6G4aMhap3g

Rückrufe bei Kona und Polestar 2

Wir hatten letzte Woche von den massiven Software und Hardware-Problemen beim Polestar 2 berichtet. Seit dieser Woche werden die Kunden in Deutschland informiert, dass alle bisher ausgelieferten Fahrzeuge zurückgerufen werden. Laut dem Unternehmen kann ein Software-Problem in der Batteriesteuerung zu einem „Antriebsverlust“ führen, bei dem das Auto ohne Vorwarnung stehen bleibt. Das Unternehmen hatte vorab im Polestar Club über den Rückruf informiert.

Auch beim Hyundai Kona droht ein Rückruf: In Südkorea ruft Hyundai ab dem 16. Oktober über 25.000 Kona zurück wegen eines potenziellen Fehlers an den Batteriezellen. Laut Reuters waren insgesamt 13 Kona von Bränden betroffen, darunter auch ein Fahrzeug in Österreich.

Die Zellen für den Kona werden von dem koreanischen LG-Konzern geliefert.
Laut LG haben erste Experimente ergeben, dass die Feuer nicht auf fehlerhafte Zellen zurückgeführt werden können. Es bleibt also spannend.

Der freiwillige Rückruf betrifft Konas die zwischen September 2017 und März 2020 gebaut wurden. Ob auch europäische Fahrzeuge zurückgerufen werden, ist derzeit unklar.

ID.3 Bugs: 22 Fehler im Video

In dieser Woche berichteten wir in diesem Video über 22 Software-Bugs beim VW ID.3. Das Video sorgt für herausragendes Interesse, ist bereits 67.000 mal aufgerufen worden:

https://youtu.be/tcjKnzwZfWY

Übrigens: Trotz der Softwarefehler genießt Volkswagen bei uns bis Weihnachten noch Welpenschutz. Wir haben diese Woche elf VW ID.3 eingeflottet - und von Erfurt aus teilweise direkt an Langzeitmieter übergeben. Darüber hat auch das Thüringen-Journal, 24Auto und autohaus.de berichtet.

Bundesregierung fördert Wallboxen

Zusätzlich zum Umweltbonus für die Autos werden ab dem 24. November auch Ladestationen an Privatgebäuden gefördert. Und zwar mit pauschal 900 Euro pro Ladepunkt.  Gefördert werden der Kaufpreis sowie Kosten für Einbau und An­schluss der Lade­station, inklusive aller Installations­arbeiten. Dafür müssen insgesamt mindestens 900 Euro Kosten anfallen.

Das Programm der KfW bezieht sich ausschließlich Ladestationen an privat genutzten Stell­plätzen von Wohngebäuden – also nicht öffentlich zugänglich und nicht an gewerblichen Gebäuden. Wer wird gefördert? Eigentümer und Wohnungs­eigentümer­gemein­schaften, also Mieter oder Vermieter.

Die Wallbox muss von einer Fachfirma stationär installiert werden und mindestens ein Jahr in Betrieb bleiben. Wichtig: Genau 11 kW muss die Ladestation pro Ladepunkt aufweisen. Also nicht 7 oder 22 kW sondern 11 kW pro Ladepunkt.

Förderfähig sind ausschließlich Ladestation die netzdienlich - also durch den Netzbetreiber steuerbar sind. So können mit zunehmender Verbreitung von Elektroautos die Netze geschont werden.

Im November 2020 veröffent­licht die KfW eine Liste der förderfähigen Ladestationen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Ladestation ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien nutzt – zum Beispiel direkt aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder über dem Energieversorger.

Die Anlage ist beim Netzbetreiber anzumelden – das gilt bisher auch für 11 kW-Anlagen. Der Fördertopf umfasst zunächst 200 Mio Euro  - das reicht also für 220.000 Ladepunkte. Ganz wichtig: Die Antragstellung ist ab dem 24. November möglich und der Antrag muss vor der Bestellung gestellt werden.

Größter Schnellladepark eröffnet

Wer schließlich aus NRW kommt oder durch NRW reist, findet künftig in Hilden eine wichtige Anlaufstelle für Elektroautos: Dort eröffnete jetzt der größte Schnellladepark mit Ladesäulen von Tesla, aber auch von Fastned. Die Besonderheit: Gebaut hat den Ladepark Bäckermeister Roland Schüren - natürlich gibt es am Standort auch frisch zubereitete Speisen. Alles Weitere dazu im Video.

nextnews #124 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:43 Zulassungszahlen im September

04:01 Rückrufe bei Elektroautos

05:37 Bug Report VW ID.3

08:44 Großer Vermieter flottet ID.3 ein

10:41 Förderung für private Ladestationen

12:48 Deutschlands größter Schnelllade-Park eröffnet

19:03 Neues Tarif-Modell bei Plugsurfing

20:14 Erlkönig-Schau

21:01 Neues vom E-Auto-Markt


22 Bugs beim ID.3: Software-Fehler von nextmove identifiziert

Der Fehler-Report: 22 Bugs beim VW ID.3

In unserem Youtube-Channel haben wir heute ein neues Video veröffentlicht: "22 Bugs beim VW ID.3" zeigt detailliert, welche Software-Fehler die First Edition des Elektroauto-Hoffnungsträgers aus Wolfsburg zu bieten hat. Die Probleme reichen von sehr langer Ladezeit beim Start des Infotainment-Systems über Schwierigkeiten beim Laden des VW ID.3 bis hin zu einer doch recht eigenwilligen Sprachbedienung und einem Navigationssystem, das "vergisst", dass die elektrische Energie in den Akkus nicht ausreicht, um in einem Rutsch von Leipzig nach München zu kommen.

Hier geht es zum Fehler-Report für den VW ID.3:

https://youtu.be/tcjKnzwZfWY

Die Vorgeschichte: Was davor geschah

Der Diesel sollte eigentlich VWs Lösung sein - für die immer strenger werdenden CO2-Emissions-Vorgaben, insbesondere ab 2020 in der EU. Doch 2015 wurde bekannt, dass VW über illegale Abschalteinrichtungen bei vielen Dieselmodellen einsetzte, und versuchte,, mit möglichst geringen Kosten möglichst sauber dazustehen. Auf dem Prüfstand gelang das – nicht jedoch in der Realität.

Daraufhin brachen die Diesel-Verkäufe weltweit ein - bei allen PKW-Herstellern. Aber mit Benziner- und Diesel-Fahrzeugen ohne Abschalteinrichtung sind die CO2-Flottengrenzwerte in der EU nicht einzuhalten.

2018 wurde Herbert Diess neuer Konzernchef und blies als Konsequenz zur Elektro-Offensive. VW entwickelte den neuen Modularen E-Antriebs Baukasten MEB. Viele Werke weltweit sollen zukünftig für die Produktion entsprechender Fahrzeuge umgerüstet werden: Den Anfang machte das Werk in Zwickau mit dem Anlauf der Produktion für den ID.3 im November 2019. 

Die ersten VW ID.3 sollten dann im Sommer zu den Kunden, denn schließlich gilt es ja möglichst viele E-Autos in diesem Jahr zuzulassen, um die CO2-Flottengrenzwerte einzuhalten. In der Halbjahresbilanz lag VW noch 12 Prozent über der Vorgabe, dass würde saftige Strafen in Milliardenhöhe bedeuten.

Aber, die neue ID-Familie ist nicht irgendeine Fortführung einer Modell-Reihe, sondern komplett neu entwickelt. Und zwar nicht nur das Fahrzeug an sich, sondern insbesondere die Software. Sie kommt nicht mehr von den Zulieferern und wird zentral gesteuert, sondern alle Komponenten werden nun direkt integriert.

Doch das Thema Software war und ist offenbar für den weltweit größten Autokonzern eine ganz besondere Herausforderung. Was macht man, wenn das Auto in seiner Hardware eigentlich fertig, aber die Software noch nicht final entwickelt ist? Den Marktstart zu verschieben ging nicht, denn die Autos müssen 2020 in großer Stückzahl auf die Straße.

Die Lösung: Man produziert die Autos vor und stellt sie auf Halde. Und die Software entwickelt man parallel weiter und spielt sie später auf die Autos auf. Bei einem komplexen VW-typischen Konfigurator geht das natürlich nicht, denn Kunden können oft tausende Varianten eines Modells individuell konfigurieren.

Die Lösung für VW war eine First Edition mit 3 Linien und insgesamt nur ca 15 Ausstattungsvarianten, sozusagen Verkauf aus Regalfächern heraus. Das Pre-Booking für die First Edition begann im September 2019, also ein Jahr vor Auslieferung der ersten Autos. 

So eine First Edition mit wenigen Varianten erleichtert natürlich auch den Produktionshochlauf mit vergleichsweise hohen Stückzahlen und ist in der Branche üblich. Auch Tesla startete ja beim Model 3 in den USA in den ersten Monaten nur mit einer Variante. 

Schon im Dezember 2019 gab es Medienberichte, dass die Software des ID.3 eine besondere Herausforderung darstellt und der Marktstart in Gefahr sei. Im Frühjahr wurde gemunkelt, dass einige Funktionen, wie das Augmented Reality Head-Up-Display die Prozessoren überfordert. VW dementierte lange, zumeist aber nur relativ wortkarg ohne ins Detail zu gehen.

Am 10. Juni wird der First Mover Club gegründet

Aber am 10. Juni lässt man schließlich mit einer Pressemeldung die Katze aus dem Sack und geht beim Thema Software in die Offensive: VW gründete den sogenannten First Mover Club und Start der Auslieferungen am dem 11. September.

„Mit der Öffnung dieser Community bietet Volkswagen einen Erfahrungsaustausch unter allen ID 1st-Movern und auch einen direkten Draht zu Volkswagen. Zum einen wird so direkt auf Kundenfragen eingegangen, zum anderen werden die gesammelten Alltagserfahrungen und Hinweise der ID.3 Erstfahrer für die Weiterentwicklung genutzt.“ 

Kommuniziert wurde ebenfalls der Lastabwurf von zwei Digitalfunktionen zum Marktstart, nämlich App Connect sowie der Fernbereich des Head-up-Displays“. Diese Funktionen will man mit einem Softwareupdate zu Beginn 2021 nachliefern.

Und weiter: „Als Dankeschön fahren alle 1st Mover im Leasing die ersten drei Monate lang ratenfrei“, so Jürgen Stackmann. Barzahler bekommen übrigens die Winterräder gratis.

Wir fassen zusammen: VW schenkt dem Kunden knapp 1000 Euro für zwei fehlende Funktionen und einen zusätzlichen Werkstattbesuch? Hmmm? Wer 1 + 1 zusammenzählen kann, weiß: da steckt mehr dahinter dahinter.

Geschlossene Facebook-Community für First Mover

Der Austausch zwischen VW und den Kunden im First Movers Club findet nicht auf einer VW-Seite, sondern über Facebook statt.

Den erforderlichen Zugangscode zur geschlossenen Facebook-Gruppe bekommen die Kunden vom Händler. Die Gruppensprache ist Englisch, aber die Beiträge werden von Nutzern in vielen Sprachen verfasst. Aktuell hat die Gruppe knapp 2.500 Mitglieder.

Aktuell haben aber viele Kunden ihre Autos noch gar nicht bekommen und obwohl zahlreiche Fehlermeldungen gepostet werden, sind die Leute offenbar heiß auf ihre Autos und beim Thema Lieferverzögerung wird der Ton gerne mal etwas rauer als bei Fehlern. Und das zurecht. In der Zusatzvereinbarung zur Clubmitgliedschaft hieß es: „Zirka 3 Monate vor der breiten Markteinführung können Sie schon im September Ihren ID.3 mit nach Hause nehmen“

Diese Zusage wurde bei vielen Kunden nicht erfüllt.

Guter Austausch in der Gruppe

Der Austausch in der Gruppe läuft aber insgesamt für VW sehr gut. Die Zahl der Mitleser ist beschränkt, und  VW hat als Admin natürlich volle Kontrolle. Nutzer geben sich zudem gegenseitig Hilfestellung bei Problemen. Zensur habe ich bisher nicht gesehen, sogar Übergabechecklisten werden von Mitgliedern zum Download gepostet.

Welcher andere große Hersteller legt schon online der eigenen Kundschaft den kompletten Posteingang an Fehlermeldungen und Beschwerden offen? Außerdem reagiert VW bei häufigen Problemen, zum Beispiel mit einem FAQ die viele Hilfestellungen bei Bugs listet oder einem Erklärvideo zur Einrichtung der App.