Der Akku-Rückruf bei VW zieht weitere Kreise. Neben den bisher bekannten Aktionen 93MF und 93MV gibt es offenbar noch einen dritten neuen Rückruf, VW-intern als 93SO bezeichnet. Außerdem hat das Thema jetzt auch Cupra und Audi erreicht. Alle Eckdaten zu den ersten beiden Aktionen stehen in unserem Artikel zum offiziellen Rückruf.
Rückrufschreiben mit zwei Aufklebern
Am Donnerstag ist der Rückruf bei den ersten Kunden per Post eingetroffen. Tatsächlich liegen zwei passende Sticker für die 80-%-Begrenzung bei: einer für den Ladeanschluss, einer für den Innenraum.
Der zweite Aufkleber kommt in den Innenraum. Bild: Zuschauer-Einsendung an nextnews
Cupra Born und Audi Q4 e-tron
- Cupra Born: Ein Zuschauer meldete einen Born aus dem Jahr 2023 mit großer Batterie. Auch dort kam die Meldung in der App, das Auto ist hart auf 80 % Ladestand begrenzt, obwohl es erst vor wenigen Wochen wegen vorangegangener Rückrufe zum Batteriecheck beim Servicepartner war. Der offizielle Rückruf trägt die Kennung 93W4 und betrifft 1.231 Fahrzeuge in Deutschland.
- Audi Q4 e-tron: Diese Woche hat das KBA auch hier einen Rückruf gelistet, Kennung 93SK. Weltweit sind es 12.734 Fahrzeuge, davon kurioserweise nur eines in Deutschland.
- Skoda: Für die Skoda-Modelle hat nextnews bisher keine Rückrufe gefunden.
Als Mangel nennt das KBA in beiden Fällen Hochvoltbatterien, die nicht der Spezifikation entsprechen, überhitzen und zu einem Brand führen können. In einem zweiten Schritt soll eine aktualisierte Software folgen, die Auffälligkeiten in den Batteriemodulen früh erkennt. Falls nötig, werden einzelne Module oder die gesamte Batterie ersetzt.
Eintrag in der KBA-Rückrufdatenbank zum Cupra Born. Screenshot: KBA
So lässt sich das eigene Auto prüfen
Viele Zuschauer haben gefragt, wie man erkennt, ob das eigene Auto betroffen ist. VW bietet die Prüfung online über die Fahrzeug-Ident-Nummer (VIN) an, aber immer nur für einen bestimmten Rückruf. Die aktuellen Rückrufe waren dort Mitte dieser Woche noch nicht abrufbar.
Ein Zuschauer schickte deshalb den Link zur Rückruf-Prüfung des belgischen Mobilitätsdienstleisters D’Ieteren. Dort lässt sich die VIN auch für deutsche Fahrzeuge prüfen, im Test kam der passende Treffer.
Einschätzung nextnews: Stefan Moeller erinnert sich daran, dass die Aufkleber bei früheren Aktionen anderer Hersteller in der Autovermietung noch selbst gebastelt werden mussten. Diesen Service übernimmt VW jetzt selbst.