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VW-Akku-Rückruf jetzt offiziell: 68.000 ID.-Modelle betroffen, Ladelimit 80 % hart gesetzt

Das KBA hat zwei neue VW-Rückrufe wegen Brandgefahr veröffentlicht: ID. Buzz, ID.3, ID.4 und ID.7, rund 8.600 davon in Deutschland. Das 80-%-Limit ist per Software fest eingestellt.

Fahrerin sitzt mit Tablet in einem VW ID. vor einem Volkswagen-Autohaus
Bild: Volkswagen

Was sich vergangene Woche abgezeichnet hat, ist jetzt offiziell: Mit Datum 19. Oktober hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zwei neue Rückrufe für Elektroautos von VW veröffentlicht. Grund ist laut KBA eine Brandgefahr: Hochvoltbatterien mit überlappenden Zellen, die nicht der Spezifikation entsprechen, können beim Schnellladen überhitzen.

Die Eckdaten laut KBA

KBA-Rückrufdatenbank: Eintrag zum VW-Rückruf 93MF Eintrag in der KBA-Rückrufdatenbank zum Rückrufcode 93MF. Screenshot: KBA

  • Betroffene Modelle: ID. Buzz, ID.3, ID.4 und ID.7
  • Rückruf 93MF: Produktionszeitraum 13.07.2022 bis 06.06.2025, weltweit 62.927 Fahrzeuge, davon 7.112 in Deutschland
  • Rückruf 93MV: Produktionszeitraum 18.09.2023 bis 27.06.2025, weltweit 5.050 Fahrzeuge, davon 1.538 in Deutschland
  • Zusammen: rund 68.000 Fahrzeuge weltweit, etwa 8.600 in Deutschland
  • Maßnahme: Halter sollen höchstens bis 80 % laden, im Fahrzeug kommt ein Warnaufkleber dazu, sofern sich die Begrenzung nicht systemseitig aktivieren lässt.

Auf der dänischen VW-Seite standen die Informationen samt Produktionszeiträumen schon einige Tage vorher. Der Ablauf ist voraussichtlich zweistufig: Zuerst wird die Batterie in der Werkstatt geprüft. Bei einem zweiten Termin im ersten Quartal 2027 soll ein Software-Update folgen, mit dem das Auto mögliche Gefahren frühzeitig erkennen soll.

Das 80-%-Limit ist kein Hinweis, sondern fest eingestellt

Nach der letzten Sendung haben sich viele Zuschauer bei nextnews gemeldet, darunter neben ID.-Buzz- auch mehrere ID.7-Besitzer. Ihre Hinweise zeigen: Das Limit ist keine bloße Empfehlung, VW hat es per Software-Update (OTA) fest gesetzt. Ein ID.-Buzz-Besitzer schickte ein Video vom Ladevorgang. Das Limit lässt sich zwar hochsetzen, springt aber von selbst auf 80 % zurück, und das Auto lädt nur bis dorthin. Vergangene Woche ließ sich dasselbe Auto trotz Hinweis in der App noch weiter laden.

Wahrscheinlich ist bei einigen Fahrzeugen auch die Leistung stärker begrenzt. Ein Zuschauer berichtet, dass bei starker Rekuperation oder Vollgas über einige Sekunden der Leistungsbalken kürzer wird und die Leistung merklich abnimmt. Nach etwa zehn Sekunden normaler Fahrt ist die volle Leistung wieder da. Offenbar soll so auch eine Überhitzung der Hochvoltbatterie verhindert werden.

Bereits Mitte September hatte die BNN über den Brand eines ID. Buzz aus der Serviceflotte von Fastned berichtet. Ein weiterer Fall wurde nextnews aus erster Hand geschildert.

Einschätzung nextnews: Ein Zusammenhang mit dem Fastned-Brand drängt sich aus Sicht von Stefan Moeller auf. Offen ist für ihn, ob die harte Ladebegrenzung ab Werk vorbereitet war oder mit dem Software-Update aus dem vorangegangenen Rückruf im März auf die Fahrzeuge kam.

Dieser Beitrag basiert auf der nextnews-Folge #343 und wurde mit KI-Unterstützung aus dem Sendungsskript erstellt und von der Redaktion geprüft.