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VW pausiert den ID. Golf: Geld für die Entwicklung fehlt – kommt der E-Golf jetzt aus China?

VW stoppt vorerst die Entwicklung des elektrischen Golf. Markenchef Thomas Schäfer: „Wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten.“ Wo und auf welcher Plattform er kommt, ist offen.

Grafik eines VW-Elektroautos mit eingeblendeter Fahrzeugarchitektur auf einer Stadtautobahn
Bild: Volkswagen Group China

Der Golf ist über 50 Jahre alt und mit weltweit mehr als 37 Millionen Fahrzeugen eines der meistverkauften Autos der Welt. Die elektrische Version lässt aber weiter auf sich warten: VW hat die Entwicklung des ID. Golf vorerst pausiert.

Vertraute Namen für die Elektro-Generation

Mit den ID.-Modellen hat VW seit 2020 zwar neue Kunden für die Marke gewonnen. Um die Stammkundschaft ins Elektrozeitalter mitzunehmen, dürfen die Autos aber nicht zu anders sein als das Gewohnte. Bei Polo, Cross und Tiguan ist VW deshalb schon zu bekannten Namen und vertrauter Optik zurückgekehrt. Als Nächstes wäre irgendwann ab 2030 der Golf an der Reihe gewesen.

Kein Geld für die SSP-Entwicklung

Grafik von Volkswagen zur Scalable Systems Platform SSP Die Scalable Systems Platform (SSP) soll die Basis aller Konzernfahrzeuge werden. Grafik: Volkswagen

Erwartet wird der ID. Golf auf der neuen Konzernplattform SSP, die durch weniger Komplexität auch die Kosten senken soll. Bei den Quartalszahlen meldete VW zwar steigende E-Auto-Verkäufe, aber auch geringere Margen als im Verbrennergeschäft. Für die Entwicklung künftiger E-Autos fehlt schlicht das Geld.

„Wir können uns diese Arbeiten gerade schlicht nicht leisten“, sagte Markenvorstand Thomas Schäfer. Die Entwicklung sei pausiert, bis „wir die nötigen Investitionen sicher abbilden können“.

Entwicklung in China als Option?

Vergangene Woche kündigte VW außerdem an, den Standort China zum zentralen Innovations- und Entwicklungszentrum auszubauen und die dort entwickelte Technik weltweit einzusetzen. Gemeint waren aber Märkte in Südamerika, Afrika und Asien, nicht Europa. Vor vier Jahren hatte VW in China mit der lokalen Entwicklung für den chinesischen Markt begonnen, offenbar erfolgreich, was Kosten und Tempo angeht.

Ralf Brandstätter auf der Bühne beim Technologietag von Volkswagen Group China Ralf Brandstätter beim Technologietag von Volkswagen Group China. Bild: Volkswagen Group China

Auffällig ist die deutsche Managerprominenz, die kürzlich beim Technologietag von Volkswagen Group China auf der Bühne stand: Ralf Brandstätter, früher Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen Pkw und heute für China verantwortlich, sowie Thomas Ulbrich, früher Entwicklungsvorstand in Wolfsburg und heute Entwicklungsvorstand in China.

Einschätzung nextnews: Stefan Moeller fragt sich, ob VW nur die Pausetaste gedrückt hat oder sogar die Stopptaste. Nicht für den ID. Golf, der kommt bestimmt, sofern VW die Krise meistert. Offen ist für ihn aber, wo und auf welcher Plattform er entwickelt wird. Angesichts der Erfolge in China sagt er: niemals nie.

Dieser Beitrag basiert auf der nextnews-Folge #345 und wurde mit KI-Unterstützung aus dem Sendungsskript erstellt und von der Redaktion geprüft.