Besitzer eines VW ID. Buzz der ersten Generation erhalten seit Mittwochabend eine Meldung in der VW-App: „Aus Sicherheitsgründen können Sie Ihr Fahrzeug aktuell nur bis maximal 80 % laden. Diese Begrenzung wird automatisch eingehalten. Sie müssen die Einstellung nicht selbst vornehmen.“ Die Formulierung klingt nach einem per Software-Update (OTA) gesetzten harten Ladelimit. In der Praxis lässt sich das Limit aber weiterhin manuell einstellen, das Fahrzeug kann theoretisch auf 100 % geladen werden.
Betroffen: Antriebskennung APP310
In der App lässt sich das Ladelimit weiterhin manuell verstellen.
Betroffen sind offenbar nur Fahrzeuge der ersten Generation mit der Antriebskennung APP310. Jüngere ID. Buzz mit dem Motor APP550 zeigen die Meldung nicht an. Zwei Halter haben sich bei nextnews gemeldet. Eines der Fahrzeuge hat rund 120.000 km auf dem Tacho und war bereits vom großen Rückruf im März betroffen, der ordnungsgemäß per Software-Update umgesetzt wurde.
VW: Vorsorgliche Maßnahme, Rückruf folgt
Auf Nachfrage von nextnews meldete sich VW umgehend aus Wolfsburg:
- Es handelt sich zunächst um eine vorsorgliche Maßnahme.
- Ein weiterer KBA-Rückruf ist in Vorbereitung, intern ist von einer „Optimierungskampagne“ zum vorangegangenen Rückruf die Rede.
- Im Rückrufschreiben wird fahrzeugindividuell stehen, ob das Auto bis zur finalen Abhilfe im Battery Care Mode genutzt werden soll.
- Alle betroffenen Halter erhalten ein Schreiben, einige werden in die Werkstatt gerufen.
Auch in den USA: Rückruf für 22.000 ID.4
In den USA ruft VW aktuell rund 22.000 ID.4 der Modelljahre 2023 bis 2026 zurück, wegen Brandgefahr. Auch dort sollen Halter nur bis 80 % laden. Die Ursache ist noch unklar, VW schätzt, dass nur 0,1 % der Fahrzeuge tatsächlich defekt sind – also rund 22 Stück. Als Zelllieferant wird SK Battery America genannt. Beim großen Rückruf im März waren weltweit rund 75.000 ID-Fahrzeuge betroffen, davon etwa 22.000 in Deutschland.