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Gebrauchte E-Autos werden teurer: Preise seit Januar um 9 % gestiegen, Tesla mit höchsten Restwerten

Daten aus rund 5.000 Händlerauktionen: Gebrauchte E-Autos sind seit Jahresbeginn gut 9 % teurer geworden. Am wertstabilsten sind Tesla Model 3 und Model Y.

Grafik Aampere EV Resale Index 2026: Anstieg von 100 im Januar auf 109,3 im September
Grafik: Aampere, gezeigt in nextnews #343

Gebrauchte Elektroautos verlieren nicht immer weiter an Wert, im Gegenteil. Das zeigen neue Zahlen der E-Auto-Handelsplattform Aampere, die bereits mehr als 2.000 E-Autos gehandelt hat. Grundlage sind rund 5.000 Händlerauktionen, also eine realistische und breite Datenbasis. Aampere war in der Vorwoche Werbepartner von nextnews.

Preisindex: plus 9 % seit Jahresbeginn

Aampere hat die Auktionsergebnisse in einen Preisindex übersetzt (Januar 2026 = 100). Seit Jahresbeginn sind die Preise um rund 9 % gestiegen, im Vergleich zum Februar sogar um etwa 13 %. Im September lag der Index bei 109,3. Grob deckt sich die Kurve mit der Preisentwicklung an den Tankstellen.

Am stärksten gefragt ist die Mittelklasse: Bei E-Autos mit einem ursprünglichen Listenpreis zwischen 50.000 und 85.000 Euro bieten pro Auktion die meisten Händler mit. Kleinwagen und Oberklasse sind weniger umkämpft.

Tesla mit den höchsten Restwerten

Aampere-Grafik: Restwerte der Einzelmodelle nach 36 Monaten Restwert nach 36 Monaten je Modell, ab 20 Auktionen pro Modell. Grafik: Aampere

Bei den Restwerten nach 36 Monaten sticht eine Marke heraus:

  • Tesla Model 3: 57,6 % des Neupreises
  • Tesla Model Y: 55,9 %
  • BMW iX3: 50,7 %, Škoda Enyaq: 50,0 %
  • Marktdurchschnitt: 48,0 %, Tesla als Marke liegt mit 57,2 % gut 9 Prozentpunkte darüber
  • Am unteren Ende: Mercedes EQE (37,1 %), BMW iX (36,3 %), Audi Q4 (36,0 %)

Deutsche Premiummarken haben bei E-Autos traditionell relativ hohe Wertverluste. Unterdurchschnittlich schneiden auch chinesische Marken ab: Nach vier Jahren liegen sie 7 % unter dem Marktschnitt.

DAT-Barometer: Leben im Gebrauchtmarkt

Auch das DAT-Barometer mit Zahlen bis August zeigt eine Belebung. Bei den Besitzumschreibungen, die grob die Gebrauchtwagenkäufe abbilden, sind E-Autos mit 5 % zwar noch schwach vertreten. Seit Februar ist der Markt aber deutlich in Bewegung: Im April gab es einen Rekord bei privaten Gebrauchtkäufen von E-Autos. Danach dominierten wieder die Neuwagen, getragen von der staatlichen Förderung. Bei den Standzeiten im Handel kam der Schub erst im Juni, seitdem verkaufen sich E-Autos schneller als Verbrenner.

Einschätzung nextnews: Für die hohen Tesla-Restwerte sieht Stefan Moeller mehrere Gründe: das Software- und Supercharger-Ökosystem, eine Herstellergarantie, die nicht an Wartungen gebunden ist, als zuverlässig und reparaturfreundlich geltende Fahrzeuge und realistische Listenpreise ohne eingepreiste Händlerrabatte. Letzteres ist auch ein statistischer Effekt. Bei chinesischen Marken vermutet er neben teils künstlich erhöhten Listenpreisen fehlendes Vertrauen der Gebrauchtkunden in die Langlebigkeit.

Dieser Beitrag basiert auf der nextnews-Folge #343 und wurde mit KI-Unterstützung aus dem Sendungsskript erstellt und von der Redaktion geprüft.