Die EU und China haben sich offenbar auf eine Obergrenze für den Import chinesischer Hybridfahrzeuge verständigt. Laut Zeit Online sollen künftig jährlich höchstens 350.000 Hybridautos aus China eingeführt werden dürfen – deutlich weniger als bisher, die Rede ist von mehr als einer Halbierung gegenüber dem laufenden Jahr. Die Vereinbarung gilt vier Jahre, die zulässige Menge steigt jährlich um 6 %.
Windhundprinzip beim Zoll
Zur Umsetzung schreibt Zeit Online: Die europäischen Zollbehörden sollen keine Hybridautos aus China mehr genehmigen, sobald die jährliche Obergrenze erreicht ist. Im Vorteil wären damit Hersteller mit großen Vorratshalden und schneller Logistik – BYD etwa hat zehn eigene Autotransportschiffe bestellt.
MG und BYD in Deutschland vor allem Hybrid-Marken
Eine nextnews-Auswertung der Neuzulassungen zeigt: In den ersten neun Monaten 2026 lag der E-Auto-Anteil bei MG nur bei 31 %, bei BYD bei 38 %. Der Hybridanteil liegt bei beiden Marken bei jeweils 62 %. Hintergrund: Hybride unterliegen nur dem normalen Importzoll von rund 10 %, zusätzliche EU-Strafzölle wie bei reinen E-Autos fallen nicht an.
Die Obergrenze könnte daher auch die Elektro-Strategie der betroffenen Hersteller beeinflussen – denn welcher aufstrebende Hersteller möchte schon eine Schrumpfung am Gesamtmarkt vermelden?
Wichtig für Käufer: Der letzte Tag für den Förderantrag eines zugelassenen Plug-in-Hybrids in Deutschland ist der 30. Juni 2027.