Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat einen Zwischenbericht zur E-Auto-Förderung veröffentlicht. Zum Stichtag 1. Oktober wurden knapp 98.000 Förderanträge bewilligt und 432 Millionen Euro an Privatkunden ausgezahlt. Der Antragsstau wurde zuletzt deutlich aufgelöst.
Etwa jedes vierte neue E-Auto mit Förderung
Die Zahl der zusätzlich eingegangenen und noch nicht bearbeiteten Anträge nennt der aktuelle Bericht leider nicht mehr. Nimmt man grob 50.000 offene Anträge an, wurde im Jahresverlauf in Deutschland etwa jedes vierte neue Elektroauto mit Förderung verkauft. Man könnte auch sagen: „nur“ jedes vierte – mit Blick auf mögliche Einpreisungseffekte bei den Angebotspreisen für Neuwagen.
Wer gefördert wurde
- Ca. 90 % der bewilligten Anträge entfallen auf vollelektrische Fahrzeuge.
- Über die Hälfte stammt aus der unteren Einkommensstufe bis 45.000 Euro zu versteuerndem Jahres-Haushaltseinkommen.
- Ca. ein Drittel der Anträge kommt von Haushalten mit mindestens einem minderjährigen Kind.
Tesla führt bei den Marken
Auf Konzernebene führt der VW-Konzern vor Stellantis, Tesla und Hyundai inklusive Kia. Bei den Marken liegt Tesla mit seinem traditionell hohen Privatkundenanteil deutlich vorn, gefolgt von Skoda und Cupra. Die Marke VW landet nur auf Platz 7 – das dürfte sich mit der Auslieferung der neuen Kleinwagen aus dem VW-Konzern im kommenden Jahr deutlich verschieben.
Auffällig stark sind die chinesischen Marken Leapmotor und BYD, nahezu gleichauf auf den Plätzen 4 und 5. Im Detail unterscheiden sie sich deutlich: Bei Leapmotor waren nur 3 Prozent der geförderten Fahrzeuge Plug-in-Hybride, bei BYD dagegen 37 Prozent.
Porsche mit 115 geförderten Fahrzeugen
Aus der Modellstatistik geht außerdem hervor: Porsche ist mit 115 geförderten Fahrzeugen gelistet – darunter nur zwei Plug-in-Hybride.
Geförderte Porsche-Modelle laut BAFA-Modellstatistik