Reichweitenkiller E-Auto mit Anhänger

Anhänger-Check fürs E-Auto: VW ID.4 Reichweite & Markt-Überblick zu E-Autos mit AHK

In den vergangenen Jahren mussten E-Auto-Kunden bei einer Kaufentscheidung das Kriterium Anhängerkupplung aussparen, da kaum Modelle mit eingetragener Zuglast am Markt verfügbar waren. Seit 2020 ändert sich das Zug um Zug, aber ganz einfach ist es noch nicht. Im folgenden Blogbeitrag zeigen wir, was schon alles möglich ist, wo noch Probleme liegen, und machen zudem den ultimativen Praxistest. Dieser zeigt, wie sich verschiedene Anhänger auf die Reichweite von E-Autos auswirken.

Wer darf denn nun alles einen Anhänger ziehen?

Wir haben für Euch eine Übersicht mit aktuellen Fahrzeugen zusammengestellt. Außerdem haben wir einige kommende Modelle wie IONIQ5, Mercedes EQA und Tesla Model Y mit den erwarteten Eckdaten mit aufgenommen. 

Wir haben die Fahrzeuge von oben nach unten nach Basis-Listenpreis sortiert. Weitere Angaben sind die Anhängelast und der Aufpreis für die Kupplung. Spitzenreiter ist das Tesla Model X mit 2.250kg anhängelast. Damit lassen sich auch größere Wohnwagen ziehen. Besonders auffällig ist die Quote an hochpreisigen Fahrzeugen aus dem SUV-Segment. Neben einigen Vans sind sonst nur der Polestar 2 und das Tesla Model 3 zu finden. Nur zwei Autos liegen unter 40.000€ Listenpreis, wobei der Einstiegspreis beim Skoda Enyaq eher theoretisch ist, weil wie Basis-Ausstattung quasi unkaufbar ist. 

Wenn wir 1500 kg als Schwelle für das Ziehen von leichten Wohnwagen ansetzen, dann kommen ca. sieben Modelle in Frage, von denen derzeit nur 5 am Markt verfügbar sind.

Gibt es Alternativen für andere Fahrzeuge? 

Ja, gibt es, aber nicht viele. Neben dem Tesla Model S gibt es eine AHK-Nachrüstung von Drittanbietern noch für Renault Zoe, soweit bekannt für alle Modellvarianten von 2013 bis heute. Es handelt sich jeweils um fahrzeugspezifische Lösungen mit eigener Zulassung. In beiden Fällen wurde die AHK aber jeweils ohne den Segen der Hersteller entwickelt. Es bestehen gewisse Restrisiken für Streitfälle bei garantie-relevanten Defekten. Das Recht ist sicher in den meisten Fällen auf der Seite der Kunden, aber Recht haben und Recht bekommen ist ja leider nicht immer das Gleiche.

AHK Anbieter für Elektroautos zum nachrüsten - Tesla Renault VW

Darüber hinaus gibt es noch weitere Angebote für den Kupplungsantrieb ausschließlich als Lastträger, z.B. für den Transport von Fahrrädern. Diese haben wir in den Zusammenstellungen nicht berücksichtigt.

Wie sind die Testergebnisse?

Getestet wurden zwei ähnliche Anhänger, die sich im wesentlichen in der Höhe des Spriegelaufbaus unterscheiden. Das Zugfahrzeug war ein VW ID.4 1st Max. Ein Anhänger war flach und ein Anhänger hoch aufgebaut und den ID.4 überragend. 

Spezifikationen des Anhängers: 750 kg zul. Gesamtgewicht (im Test auf ca. 450kg beladen), 250x120cm Ladefläche, ungebremst, auf 80 km/h limitiert.

Gefahren wurden mit beiden Aufbauten  nacheinander je eine Testrunde von knapp 94 km auf der Autobahn rund um Leipzig bei nasser Straße und winterlichen Witterungsbedingungen mit jeweils 80 km/h. Als Referenz diente eine Normalfahrt über die gleiche Distanz ohne Anhänger bei maximal. 120 km/h, im Schnitt wurden 107 km/h erreicht.

Der flache Anhänger rollt im Windschatten des ID.4 und erhöht den Luftwiderstand kaum. Was bedeutet das für die Reichweite? Die Autobahnreichweite wird mit einem flachen Anhänger gegenüber der Fahrt ohne Anhänger nicht reduziert, sondern steigt sogar. Das lag natürlich am Speed. Der Luftwiderstand steigt mit der Geschwindigkeit nicht linear, sondern im Quadrat. Im Resultat verbraucht das Gespann bei 80 km/h ca. 9% weniger als der ID.4 allein bei 120 km/h. 

https://youtu.be/lSH-n7VzoHg

Reichweitenvergleich VW ID.4 Anhängerbetrieb

Die resultierenden Autobahnreichweiten für den ID.4 liegen im Winter also bei 310 bzw. 340 km Testfahrt im Januar 2021, 0-3°C, leicht windig, Straße nass, VW ID.4 1st Max 77 kWh 150 kW, 19 Zoll Winterräder, Heizung 21 °C, Anhänger WM Meyer: 1-achsig, ungebremst, 80 km/h-Zulassung, 750 kg zul. Gg., Ladefläche 250x125cm, ca. 200 kg Zuladung, flache Plane und Spiegelaufbau, Gesamtreichweite geschätzt auf Basis 75 kWh Entnahme bis Anzeige 0 km

Im Stadtverkehr, könnte sich ein anderes Bild ergeben, da der Luftwiderstand nahezu egal ist, sich aber die Masse stärker auswirkt - auch wenn das E-Auto dank Rekuperation viel Energie zurückgewinnt. Aber auf der Autobahn dominiert der Luftwiderstand. Das zeigt sich im Test mit der hohen Plane – denn ihr ahnt es schon, das sieht nicht sehr windschlüpfrig aus. Der ID.4 hat einen Strömungswiderstandsbeiwert - kurz CW-Wert - von 0,28. Das ist jetzt nicht atemberaubend niedrig für ein Elektro-SUV - aber immer noch besser als beim Tiguan mit seinen 0,32.

Aber die Plane steht natürlich wie eine Wand im Fahrtwind und ruiniert erstens den cW-Wert und vergrößert zweitens die Stirnfläche. Dies zeigen die Schnee-Ablagerungen auf dem Foto mit Anhänger. Diese weiße Fläche ist Schuld, dass der ID.4 deutlich mehr Energie aufwenden muss, um den Anhänger zu ziehen und die Geschwindigkeit zu halten. Der Motor zieht bei 80 km/h sage und schreibe 37% mehr Energie aus dem Akku, als bei der Fahrt mit flacher Plane. Und das lässt die Reichweite von 340 km auf 250 km kollabieren.

Was heißt das jetzt für Elektroautos als Zugmaschinen und für wen sind sie geeignet?

Wer häufig lange Strecken mit einem großen Anhänger, Pferdeanhänger oder einem Wohnwagen fahren will, für den ist ein Elektroauto derzeit vermutlich derzeit ein zu großer Kompromiss. In der Oberklasse kann man von Reichweiten mit großen Anhängern im Bereich 200-250km ausgehen. Natürlich gibt es Menschen, die auch heute vollkommen entspannt alle 2-3 Stunden eine Pause einlegen. Aber das dürfte für die große Mehrheit derzeit keine Option sein - muss es ja auch nicht.  Die Anhängelasten werden mit jeder Fahrzeuggeneration weiter steigen. Aktuell ist das Model X Spitzenreiter mit  2.250kg Anhängelasten.

Tesla mit Anhänger nextmove

Aber da soll ja noch der Tesla Cybertruck mit 6,3 Tonnen Zuglast kommen. Ob der Pickup-Truck auch nach Europa kommt, wissen wir noch nicht.  So oder so werden andere Hersteller mal wieder nachziehen müssen.

Oft noch unpassend ist die Anordnung der Ladestationen für Gespanne. Mancherorts gibt es aber schon gute Lösungen, an denen für Gespanne 3 Wünsche erfüllt werden: Nicht rückwärts rangieren müssen, nicht abkuppeln müssen und keine anderen Ladestationen blockieren, so zum Beispiel auch an den Fastned-Stationen im neuen Ladepark am Kreuz Hilden.

Und wer einen Anhänger nur ganz selten braucht, der findet bestimmt noch lange einen Bekannten mit einer Zugmaschine und fossile Autovermietungen gibt es ja schließlich auch noch. Für diese wenigen Stunden im Jahr würde ich zumindest, nicht auf die vielen Vorteile des Elektroautos verzichten wollen.

Tesla mit AHK Anhängerkupplung von oben

Ich selbst bin mit dem Anhänger aus dem Video früher zu fossilen Zeiten schon mehrfach Touren über 400km gefahren und unser Video hat gezeigt, dass sowas mit etwas mehr Zeitaufwand möglich ist. Auch im gewerblichen Bereich könnte dieses Einsatzprofil interessant sein.

Wer den Anhänger aber auf Strecken bis maximal 150 km braucht, z.B. für die Fahrt zum Baumarkt oder um Grünschnitt zu entsorgen für den ist die Reichweite eigentlich egal - Hauptsache das Lieblings-E-Auto darf auch was ziehen!

Wir würden uns wünschen, dass mehr Hersteller und vor allem auch im Segment Kompaktklasse eine AHK für E-Autos anbieten. Viele Nutzer würden sich auch mit Zuglasten von 500-750kg begnügen und eine Leistungsdrosselung im Anhängerbetrieb wäre sicher zumutbar. 

Wir bedanken uns für die Bereitstellung von Bildern bei unseren Zuschauern Nicole, Miguel, Steven und Stefan.


nextnews #136

Deutscher Zulassungs-Rekord, Musk an der Spitze, Futuricum Semi Truck- nextnews #136

Elektroautos haben in Deutschland im Dezember 2020 einen sensationellen Marktanteil von 14 Prozent erreicht - ein deutscher Zulassungs-Rekord. Jeder siebte Neuwagen war ein vollelektrisches Fahrzeug. Allein im Vergleich zum November legten E-Autos um 50 Prozent zu. Natürlich sind der verdoppelte Umweltbonus und die reduzierte Dienstwagenbesteuerung die Haupttreiber für diesen Sprung. E-Autos sind klimapolitisch erwünscht, und die Bevölkerung zieht nun auch mit. Elektromobilität stößt immer mehr und mehr in den Mainstream und es wird sich weiter rumsprechen, dass es tatsächlich bereits heute funktioniert.

Dezember-Verkäufe: Monat geht klar an Volkswagen

Der Dezember geht ganz eindeutig an Volkswagen. VW hat so viele E-Autos zugelassen wie noch bisher kein anderes Unternehmen in einem Monat. Jedes zugelassene Elektroauto erspart Volkswagen bis rund 10.000 Euro an Strafzahlungen. In Summe 13.298 vollelektrische VW und damit 30 Prozent Marktanteil im Dezember.

7.144 davon waren VW ID.3, so viel hat noch nie ein Modell in Deutschland geschafft. Dazu kamen 2.196 e-Up, 1.652 e-Golf und 2.306 ID.4, die überwiegend als Vorführfahrzeuge an die Händler verteilt wurden. 

Aber auch andere Hersteller waren erfolgreich im Dezember und konnten neuen Allzeithochs markieren:

Das sind natürlich nicht alle und es gab ja noch 250 "Sonstige", darunter fallen Aiways U5 oder eGo Life, die vom KBA nicht namentlich gelistet werden.

Tesla ist mit 3.545 Autos, davon 3.293 Model 3, deutlich unter unserer Prognose zurückgeblieben. Für Quartalsende ist das Ergebnis insbesondere mit Blick auf die Performance des Wettbewerbs enttäuschend - das dürfte wohl auch Elon Musk so sehen. Geschlossene Zulassungsstellen kann nicht der Grund sein, denn die viele andere Modelle konnten Allzeithochs vermelden. Und in anderen europäischen Ländern wie Norwegen und Schweiz war das Model 3 im Dezember Spitzenreiter.

Zusammenfassend und zum Weitersagen: E-Autos kommen aktuell auf 14 Prozent Marktanteil. Plug-in-Hybride auf 13 Prozent. In Summe hatte also jeder vierte Neuwagen einen Stecker – wer hätte das vor einem Jahr gedacht.

Musk an der Spitze: Reicher ist keiner

Es ist beeindruckend, wie Tesla-CEO Elon Musk seinen Masterplan durchzieht. Vor fünf Jahren kündigte er in einem Interview eine Produktion von 500.000 Fahrzeugen im Jahr 2020 an - tatsächlich erreichte Tesla exakt dieses Ziel im vergangenen Jahr. Dass Tesla nun mittlerweile zuverlässig liefert, hat auch der Kapitalmarkt verstanden.

2020 avancierte Tesla zum wertvollsten Automobilhersteller der Welt - ist mittlerweile aber auch eher ein Technologiekonzern, der ein breites Spektrum abdeckt. Mit 750 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung ist aktuell natürlich viel Spekulation und vermutlich auch Übertreibung dabei, aber an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Und die Marktmeinung scheint zu sein: Verbrenner-Produktions-Kapazitäten werden in diesem Jahrzehnt von einem werthaltigen Vermögensgegenstand zu einem Restrukturierungs-Objekt. 

Elon Musk ist mit 20% größter Anteilseigner des Unternehmens und hält weitere Optionen. Durch die massive Aktien-Rallye hat Elon Musk diese Woche den Amazon-Gründer Jeff Bezos entthront und war per Donnerstag mit 188 Mrd. Dollar der reichste Mensch der Welt.

Sein neues Ziel: Tesla will noch vor 2030 20 Millionen Fahrzeuge im Jahr verkaufen. Und das Unternehmen will viel mehr als nur ein Autohersteller sein: Zell- und Modulhersteller, Solarunternehmen, Energielieferant, Flottenbetreiber autonom fahrender Fahrzeuge und vieles mehr. Ob Tesla auch in zehn Jahren "geliefert" haben wird?

Futuricum Semi-Truck

Wir glauben daran, dass sich der batterieelektrische Antrieb aus Effizienz- und Kostengründen nicht nur bei PKWs, sondern auch bei Nutzfahrzeugen jeder Art durchsetzen wird. Designwerk ist ein Schweizer Hersteller für elektrische Nutzfahrzeuge und zeigt mit der Futuricum Sattelzugmaschine, dass es auch bei 40-Tonnen ohne Wasserstoff geht, nämlich zu 100 Prozent batterieelektrisch.

Der Truck ist das leistungsstärkste Fahrzeug der Schweizer Pioniere, er hat 600 Kilowatt Leistung. Der Akku hat eine Kapazität von 450 Kilowattstunden, möglich sind bis zu 900 Kilowattstunden. Beides – Antriebsstrang und Batterie - sind eine Eigen-Entwicklung des Unternehmens.

Die Reichweite mit der kleineren Batterie liegt bei rund 380 Kilometer, im Betrieb mit Auflieger und voller Beladung sind 250 Kilometer realistisch. Einsatzgebiet ist trotzdem nicht die Langstrecke, sondern die Verteillogistik.

Die Möglichkeit, das Auto schnell zu laden, erhöht natürlich die Flexibilität. Das Fahrzeug reizt die technischen Grenzen des CCS-Schnelllade-Standards voll aus, sowohl bei der Spannung mit bis zu 800 Volt, als auch bei der Stromstärke mit bis zu 500 Ampere. In Summe ergibt sich dann keine echte Ladekurve, sondern eine konstante Linie bei ca. 350 Kilowatt.

Ganz nebenbei ist das natürlich auch ein erster echter Härtetest für die Ladesäule und die vorgelagerte Technik, da PKW derzeit solche Leistungen noch nicht abnehmen können, und schon gar nicht über einen so langen Zeitraum.
Die gezeigte Ladung erfolgte übrigens an einer ABB Terra HP Säule, betrieben von IONITY.

Das Nutzfahrzeug ist übrigens kein Prototyp mehr: Der Sattelschlepper ist seit 2020 erhältlich und kann bei Futuricum bestellt werden. Die Lieferzeit beträgt ca. 6 Monate.

https://youtu.be/HBX7Yji8JCA

nextnews #136 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:31 Neuer E-Auto Rekord im Dezember

05:47 Futuricum Semi Truck

07:47 Supercharger-Offensive

09:33 Tesla Preissenkung in Deutschland

10:39 Elons Weg an die Spitze

13:19 Model Y startet in China

15:19 Künstliche Intelligenz bei Mercedes

16:06 Brennender Skoda Citigo

18:18 Erlkönig-Schau

20:29 Neues von nextmove


Tesla Battery Day in 4 Minuten, ID.4 und EnBW-Blockiergebühr - nextnews #122

Tesla Battery Day in 4 Minuten, ID.4 - nextnews #122

Deutschlands vermutlich derzeit beliebtester Fahrstromanbieter ändert seine Tarifstruktur. Titel der Pressemeldung: Einmal freimachen, bitte: EnBW sorgt für mehr Fairness und maximale Verfügbarkeit an der Ladesäule. Das ist diese Woche ein Thema in den nextnews #122.

Nach Ablauf von 4 Stunden Stand- oder Ladezeit an der Ladesäule, wird eine zusätzliche Preiskomponente eingeführt, nämlich knapp 10 Cent/Minute, also ca. 6 Euro pro Stunde. Der neue Zeitzuschlag heißt zwar Blockiergebühr, wird aber unabhängig davon berechnet, ob mein Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt noch lädt oder bereits voll geladen angeschlossen an der Station steht.

Ein sogenannter Kostenairbag begrenzt dabei die maximal anfallenden zusätzlichen Kosten auf 11,70 Euro je Ladevorgang, es werden also grob nur die 5. und 6. Stunde zusätzlich berechnet. Die eigentlichen kWh-Preise der mobility+ Tarife bleiben aber gleich und sind von der Neuregelung nicht betroffen.

EnBW begründet den Schritt u.a. damit, dass 95 Prozent aller aktuellen Ladevorgänge bereits nach drei Stunden beendet sind. Kritiker sagen, Grund sei eher die Kompensation von Nachteilen im Einkauf bei betroffenen Ladevorgängen bei Roamingpartnern.

VW ID.4 Weltpremiere - mit nextmove Video

Am Mittwoch hat VW den ID.4 nun endlich auch offiziell online vorgestellt. Auch wir haben waren mit einem Video am Start - nämlich aus dem Herzen der ID-Produktion in Zwickau.

https://youtu.be/IcmdBAkT2hk

Die Basisvariante des VW ID.4 mit dem großen Akku kostet 43.329 Euro und damit im Netto-Preis wie von uns erwartet deutlich unter 40.000 Euro. Somit sind sehr wahrscheinlich alle aktuellen ID.4 mit 6000 Euro Bafa-fähig. Die finale Listung steht aber noch aus.

Zu konfigurieren gibt es leider aktuell noch nicht allzu viel: In der Basis Pro Performance kann ich neben Farben und Garantiepaketen eigentlich nur das Notladekabel und die AHK konfigurieren, aber keine Pakete, d.h. auch kein Navi, keinen Tempomaten und keine Sitzheizung. Aber die Differenz zur First Edition beträgt ja “nur” ca. 5000€ und da ist dann schon jede Menge drin, u.a. AHK, beide Ladekabel, Climatronic, Rückfahrkamera, Sitzheizung vorn, Lenkradheizung, Wärmepumpe, Aluminium-Räder und so weiter…

https://youtu.be/Jmumy9JC_aQ

Tesla Battery Day in 4 Minuten

Tesla hat am Dienstag beim Battery Day seinen Plan präsentiert, wie der Wandel zu erneuerbaren Energien beschleunigt werden soll. Statt Gigafactories wie mit Panasonic in Nevada will der Technologiekonzern bald eigene Batteriezellen im Terawatt-Maßstab herstellen. Herzstück der Veränderungen ist eine neue Batteriezelle, die wir euch bereits letzte Woche Freitag hier in den nextnews gezeigt haben.

Elon Musk setzt weiterhin auf Rundzellen - viele Konkurrenten vertrauen beispielsweise auf Zellen im Pouch-Format. Durch zahlreiche Prozess-, Fertigungs-, und Material-Innovationen plant Tesla bis 2024/25 die Batterie-Kosten zu halbieren. Gleichzeitig soll die Reichweite der Autos um 50% steigen.

In 12 bis 15 Monaten sollen die ersten Zellen aus der Tesla-eigenen Fertigung ploppen. Innerhalb von drei Jahren sollen alle genannten Vorteile ihre Wirkung entfalten. In Berlin wird übrigens auch eine Zellfertigung entstehen - das hat Tesla nun endgültig bestätigt.

Als konkretes Ergebnis für die Modellpalette hat Tesla insbesondere zwei Ankündigungen gemacht: Einerseits das Model S Plaid, das schon Ende 2021 auf den Markt kommt. Andererseits - noch etwas vage - ein 25.000-Dollar-Modell, das womöglich Model 2 heißen wird. Weitere Informationen gibt es auch im Video und in unserem eigenständigen Beitrag zum Tesla Battery Day.

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • Am Samstag morgen startet der dritte eCannonball in Berlin. 60 E-Autos in einem bunten Modellmix gehen auf eine Verbrauchsvergleichsfahrt quer durch Deutschland, Ziel ist in Moers, am westlichen Rand des Ruhrgebiets
    Wir sind dieses Jahr leider nicht selbst mit einem Team am Start, aber zwei unserer Autos gehen mit auf Tour. Zwei Teams aus dem Teilnehmerfeld haben sich bei uns eingemietet. Zum einen das Team der “Roten Jacken” mit Eric und Oliver, sie starten im Mini Cooper. Und unsere Nachbarn vom Standort München von ChargeX starten mit einem Honda-e von nextmove, der Tobi hat sich aber besser noch einen nextmover mit als Copiloten angeheuert.

nextnews #121 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:42 Weltpremiere ID.4

03:48 VWs Elektro Strategie

07:31 Blockiergebühr im EnBW Fahrstromtarif

09:20 Rauchen verboten

11:46 Tesla Battery Day

16:00 Erlkönig-Schau

17:57 Neues vom E-Auto-Markt, Faktencheck & Kauftipps

20:41 eCannonball

22:10 neues von nextmove


nextnews #119 mit Skoda Enyaq Tesla Model Y und VW ID.4

Tesla-Rabattfalle, neue Batteriezelle, ID.4-Leak und mehr - nextnews #121

Achtung! Wer ein sofort verfügbares Tesla Model 3 aus dem Marktplatz-Angebot des Autobauers kaufen will, der muss genau hinschauen. Denn: Zwischen den Neuwagen verstecken sich auch einige “Schwarze Peter”. Nämlich: Tesla Model 3 Gebrauchtwagen mit Laufleistungen meist im Bereich 2.000-10.000 km, verbunden mit Preisabschlägen von meist 2000-4000 €. Mehr zur Tesla-Rabattfalle und vielen weiteren Elektroauto-News der Woche gibt es hier in den #nextnews oder direkt im Youtube-Channel per Video.

Tesla-Preisfalle: Tipps, wie man nicht hineintappt

Problem an der Sache: Die beschriebenen Autos sind NICHT BAFA-fähig und damit ganz klar ein Angebot zu Ihrem Nachteil der Kunden, weil sie Sie 2.000 bis 4.000 Euro mehr kosten als ein Neuwagen mit staatlichem Umweltbonus.

Viele Käufer gehen davon aus, dass Gebrauchtwagen jetzt auch förderfähig seien. Im Gesetz ist es aber eindeutig geregelt: “Um den maximal förderfähigen Bruttogesamtfahrzeugpreis für Gebrauchtfahrzeuge zu bestimmen, werden wegen des typischen Wertverlusts auf dem Wiederverkaufsmarkt 80 Prozent des Listenpreises des Neufahrzeugs (brutto, inklusive Sonderausstattung) angesetzt und der Bruttoherstelleranteil davon abgezogen. Dies gilt entsprechend für Leasingfahrzeuge.”

Auf unserer nextmove Gebrauchtwagen Angebotsseite steht daher ganz oben, explizit und in fett: Unsere Gebrauchtwagen-Angebote sind nicht BAFA-förderfähig. Bei Tesla fehlt dieser Hinweis. Das Angebot ist nach unserer Einschätzung nicht transparent für die Kunden. Tesla gibt auf gebrauchte Model 3 einen Rabatt von 2000-4000€  - also weit entfernt von den geforderten 20% und damit nicht förderfähig.

Daher gilt: Augen auf beim Fahrzeugkauf - sonst tappt man in die Tesla-Preisfalle.

https://youtu.be/33H1AYJjGHQ

Tesla Battery Day: electrek leaked neues Zell-Design

Kurz vor dem Tesla Battery Day am 22. September zeigt Electrek.co geleakte Bilder vom mutmaßlich neuen Tesla-Zelldesign. Laut Fred Lambert handelt es sich dabei um die von Tesla selbst entwickelten Zellen aus dem lange geheim gehaltenen Roadrunner Projekt. Der Durchmesser der neuen Zelle ist (mindestens) doppelt so groß wie die 2170er Zellen, die derzeit im Model 3 und Y verwendet und von Panasonic in der Gigafactory Nevada hergestellt werden.

Die Verdoppelung des Durchmessers einer Batteriezelle ergibt das vierfache Volumen in der Zelle. Dadurch braucht es weniger Gehäuse und weniger Zellen pro Batterie-Pack, was die Kosten reduziert. Die Zellen sollen ohne den klassischen Elektroden-Leiter auskommen, was die Konstruktion vereinfacht und Material- und Produktionskosten spart. 

Tesla hat hierauf ein Patent beantragt, das Elon Anfang des Jahres als „viel wichtiger als es klingt" bezeichnete. Electrek geht davon aus, dass zum Battery Day noch mehr als nur eine neue Batteriezelle zu enthüllt wird. Unter dem Code-Namen Palladium wird ein großes Update für Model S und X erwartet. Drei Motoren, eine überarbeite Karosserie und signifikante Leistungssteigerung soll es bringen.

Electrek hält es für denkbar, dass für das Model S und X eine weitere spezielle Zelle präsentiert wird, die mehr Reichweite, höhere Ladegeschwindigkeit und ausgesprochene Rennstreckenqualitäten bedeuten. Am Dienstag wissen wir alle mehr und es wird sich zeigen, wie solide Fred Lamberts Quellen sind. In der Vergangenheit lag er meistens richtig.

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • EnBW und Tank & Rast haben einen neuen Schnellladepark an der Raststätte Werratal Süd an der A4 in Hessen eröffnet. Das Besondere: Die Ladestationen befinden sich vereint unter einem Dach direkt neben den Zapfsäulen für fossile Kraftstoffe.
  • VW-Chef Herbert Diess sagte kürzlich, er habe das Modell Y getestet und sehe es als in vielen Aspekten als "Referenzfahrzeug" für die eigenen Elektroautos. Diese Woche sind VW-interne Dokumente aufgetaucht, die zeigen, wie stark man sich im Design am Model Y orientiert hat. Das Bild zeigt den bisher besten Größenvergleich zwischen den beiden elektrischen SUVs. Sofort fällt auf, dass sie sich in der Größe extrem ähnlich sind, nur der Formfaktor an Schnauze und Heck unterscheidet sich geringfügig. Mehr dazu hier.

nextnews #121 Themenübersicht:

00:00 Intro

01:02 Supercharger für alle

02:47 Battery Day Leaks

04:19 Model 3 Upgrade

05:58 Gigafactory 5 Update

08:23 Rabatt Falle

13:13 Alte vs. Neue Welt

15:48 Gewinner E-Auto-Vergleich

17:31 Erlkönig-Schau

18:43 Neues vom E-Auto Markt


nextnews 117 mit Lob von der Bundesregierung für Tesla und mehr E-Auto-News der Woche

Bundesregierung lobt Tesla-Bautempo und mehr Elektroauto-News der Woche

Nanu? Der Mittelstandsbeauftrage der Bundesregierung und Energie-Staatssekretär Thomas Barreiß hat das Bautempo von Tesla in Grünheide bei der Gigafactory Berlin gelobt: „Tesla zeigt, was möglich ist, wenn politischer Wille sowie effiziente und schnelle Bearbeitungsabläufe bei Verwaltung und Gerichten auf Umsetzungswillen in Wirtschaft und Industrie treffen.“

nextnews 117 Tesla-Lob der Bundesregierung

Neben dieser überraschenden Aussage haben wir in den #nextnews117 wie immer die wichtigsten Elektroauto-News der Woche zusammengefasst - und blicken auch auf die Reaktion von Maingau Energie nach dem Aufreger der Woche.

Aktuelle Situation an Superchargern

Vor zwei Wochen hat Tesla die Leistung an Superchargern in Europa gedrosselt. Grund ist wahrscheinlich auch die Wetterlage - mittlerweile ältere Technik kann die hohen Temperaturen nicht absorbieren. Derzeit ist die Ladung von 150 Kilowatt auf maximal 120 Kilowatt reduziert.

Übrigens setzt Tesla jetzt verstärkt auf die CCS-Technologie. Ältere Model S und X-Modelle können mittlerweile zum reduzierten Preis von 299 Euro entsprechend nachgerüstet werden. Aus Sicht von nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller ist dieser Preis "sehr attraktiv", wenn man bedenkt, was die CCS-Option bei anderen Herstellern kostet. Damit können dann auch ältere Modelle mit 250 Kilowatt laden.

Unterdessen wächst das Supercharger-Netzwerk weiter: Unter anderem in Hilden, Eschborn, am EUREF-Campus in Berlin und am Hermsdorfer Kreuz.

Bundesregierung lobt Tesla-Geschwindigkeit

Über das Lob von beinahe höchster politischer Stelle via Handelsblatt haben wir eingangs schon berichtet. Weiter sagte Barreiß: Tesla könne damit „nicht nur den deutschen Automarkt aufmischen, sondern vielmehr auch unseren Standort Deutschland in Sachen Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen revolutionieren.“ Tesla-Chef Elon Musk bedankte sich übrigens artig über Twitter mit "Dankeschön Brandenburg & Grünheide!".

Im Handelsblatt war nicht nur Barreiß zu Wort gekommen, sondern beispielsweise ein Vertreter der Grünen, der die Tesla-Ansiedlung als "Glücksfall für Deutschland" bezeichnete, ein FDP-Mann, der von einem gelungenen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie schwärmte und nicht zuletzt Prof. Ferdinand Dudenhöffer, der Tesla als Segen für Deutschland bezeichnete und davon sprach, der Autobauer leiste "Entwicklungshilfe".

Bleibt zu wünschen, dass die Begeisterung auch anhält, wenn es bei Tesla mal nicht so rund läuft. Denn der ganze Aufwand für den Bau der Gigafactory 4 in Brandenburg kann sich für Deutschland nur lohnen, wenn Tesla nachhaltig an Ort und Stelle bleibt. Neben diesen Infos gibt es in den nextnews #117 übrigens auch wieder neue Bilder von vor Ort - reinschauen lohnt sich also.

Neuzulassungen nach Modellzahlen

Die Neuzulassungen im Juli markierten ein neues Allzeithoch für Elektroautos in Deutschland. Sage und schreibe 16.798 reine Elektroautos wurden zugelassen, was einem Marktanteil von erstmals mehr als fünf Prozent entspricht. Jedes Zwanzigste neu zugelassene Auto war ein Elektroauto.

eGolf und Zoe liefern sich dabei nach wie vor ein heißen Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz mit jeweils neun Prozent Marktanteil. Mit größerem Abstand folgt der Hyundai Kona mit 1.688 Neuwagen - ebenfalls ein neuer Rekord. Der EQC kommen so langsam in Schwung. Einen echten Absturz auf Platz 18 erlebte das Tesla Model 3. Im zweiten Quartal gab es corona-bedingt einen Produktionsstopp in den USA und dies zeigt sich nun in den Zulassungszahlen. Im August wird es sicher wieder für einen Platz in den Top 3 reichen, denn wir kennen sehr viele, die in diesen Tagen ihr Auto bekommen.

Direkt hinter dem Model 3 auf Platz 19 erstmalig auch mit der offiziellen Typenbezeichnung der VW ID3 - bisher lief der ID.3 unter VW Sonstige. Mit 89 Fahrzeugen ein vergleichsweise unauffälliger Einstieg in die Top 20. Aber die Invasion steht unmittelbar bevor und wird im August sicher zu einer höheren Platzierung führen. Wer die nextnews aufmerksam verfolgt, der weiß, dass Zehntausend VW ID3 vorproduziert wurden und auf den Marktstart im September warten.

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • Neuigkeiten zum Aufreger der Woche: Maingau Energie hat die Preise an den Ladesäulen kräftig angehoben, dazu haben wir ein Video gemacht. Jetzt hat der Ladekarten-Anbieter reagiert: Mehr dazu sowie die ganz persönliche Einschätzung von Stefan Moeller gibt es im Video.
  • Drei Teams haben mit dem Hyundai Kona einen Reichweitenrekord aufgestellt: Autobild, Hyundai-Techniker sowie ein Team der Pressestelle fuhren beim Hypermiling über den Lausitzring. Alle drei Autos schafften mehr als 1.000 Kilometer, das beste Auto sogar 1.026.

https://youtu.be/AILS0CBdw1Y

nextnews 117 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:40 Modellzahlen im Rekordmonat Juli

02:20 Tesla gibt Vollstrom in Deutschland

05:21 Gigafactory 4 Update

09:19 Individuelles Pricing für Ladesäulen bei Maingau

12:25 Hyundai Kona Reichweitenrekord

14:09 Neues vom E-Auto-Markt, Faktencheck & Kauftipps

16:44 Erlkönig-Schau

18:51 neues von nextmove