nextnews #110: ID.3-Preise, 1000 neue Schnellladeparks in Deutschland und mehr E-Auto-News der Woche

nextnews 110 VW ID.3 Tesla Supercharger Schnellladeparks und mehr Elektroauto-NachrichtenDie nextnews #110 sind – wie immer – vollgepackt mit den E-Auto-News der Woche: Wir schauen nochmals auf den ID.3-Preis, beschäftigen uns mit 1.000 neuen Schnellladeparks in Deutschland, einem neuen Suparcharger von Tesla, der Vorstellung des Lucid Air und vielen weitere, relevanten News rund um das rasant an Bedeutung gewinnende Thema Elektromobilität. Wenn Ihr nichts mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Youtube-Kanal.

Seit Mittwoch bestellbar: VW ID.3 1ST

Das lange Warten hat ein Ende: Am Mittwoch bestellte nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller die ersten ID.3 für die nextmove-Flotte. Preislich gab es dabei keine Überraschungen, Preislich gab es keine Überraschungen, die Preise liegen jeweils 5€ unter den vorab angekündigten Obergrenzen und damit auf den Euro genau auf dem Punkt, wie in unseren next news vor zwei Wochen als Beispiel der neuen Fördersätze vorgestellt:

  • Pro 1st 39.995 Euro
  • Pro 1st plus 45.995 Euro
  • Pro 1st max 49.995 Euro

Das günstigste Ausstattungspaket der First Edition kostet mit geringerer Mehrwertsteuer nach Abzug der Förderung dann noch genau 29.407 Euro zzgl. Überführung. Und damit 10.588 Euro weniger als der Listenpreis. Das Volkswagen-Elektroauto überzeugt mit einem 385-Liter-Kofferraum, einem Fassungsvermögen von 1257 Litern beim Umklappen und ein Meter nutzbarer Breite zwischen den Radkästen. Das Gewicht inkl. Fahrer liegt bei mindestens 1.794 Kilogramm und damit ist der VW – zumindest auf dem Papier – ca. 100 Kilogramm schwerer als ein Tesla Model 3 Standard Range Plus mit gleicher Reichweite und identischer Batteriegröße. Dieses Fahrzeug wiegt 1.611 Kilogramm ohne Insassen.

Die Ladezeit des ID3 ist mit 35 min bis 80 Prozent Ladestand angegeben. Eine Motorleistung von 150 Kilowatt  auf der Hinterachse schieben ihn in 7,3 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Baut der Bund jetzt Schnellladeparks?

Wie electrive.net berichtet, will der Bund jetzt deutscher Supercharger bauen. Demnach soll die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur der NOW die Errichtung und den Betrieb des größten deutschen Schnall-Ladenetzwerks ausschreiben. Ganz nach dem Motto: Wenn der Markt versagt, richtet es der Staat. Pro Standort sollen mehrere Ladestationen mit mindestens je 150kW Leistung gebaut werden.

Die errichtenden Unternehmen bleiben die Betreiber. Sie schließen einen Vertrag mit dem Bund, in dem klare Qualitätsstandards und Fristen definiert sind.  Derzeit gibt es ja viele DC-Ladesäulen die nicht funktionieren, teilweise auch neue Standorte die über Monate einfach nicht laufen. So etwas soll hoffentlich zukünftig auch finanziell sanktioniert werden können. Der Bund schließt die mittel- oder langfristige Wirtschaftlichkeitslücke der Betreiber, d.h. es wird vermutlich über Jahre viel Geld fließen.

Die Ausschreibung erfolgt in Losen, bei denen attraktive und weniger interessante Standorte zusammengefasst werden. Damit soll eine Versorgung der Peripherie erreicht werden. Teilnehmer des Losverfahrens sind CPOs (also Ladestationsbetreiber). Diese müssen dann allen EMPs (wir nennen sie Fahrstromanbieter) und Ad-hoc-Ladern (also vertragslosen Kunden) einen diskriminierungsfreien Zugang zu gleichen Konditionen ermöglichen. Das B2B-Zugangsentgelt darf nicht in missbräuchlicher Weise nach oben abweichen – sprich: es darf keine Abwehrangebote geben, die aktuell gerade im Ausland nicht unüblich sind.

Die Ausschreibungen sollen noch in diesem Jahr beginnen. Weitere Infos dazu auch hier bei Electrive.

Weitere Elektroauto-News:

  • Apropos Schnellladen: An der A66 bei Eschborn wird derzeit fleißig gebaut. Der Dienstleister GenerationE hat zwar bisher überwiegend für Fastned und ENBW Schnellladestationen gebaut – auf Basis der Fotos, die im Video gezeigt wurden, wird hier aber eine Tesla-Baustelle vermutet.
  • Lucid Motors will die finale Version des Lucid Air am 9. September in einer Online-Präsentation der Welt zeigen. Neben dem finalen Design sollen dann auch alle technischen Details, Konfigurationsmöglichkeiten und natürlich die Preise bekanntgegeben werden. Die Version mit dem größten Akku sollte das erste Elektroauto werden, dass eine EPA-Normreichweite von 400 Meilen, also 644 Kilometer, hat. Auch in anderen Parametern will Lucid offenbar Tesla angreifen: 0 auf 60 Meilen pro Stunde in unter 2,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit über 320 Kilometer pro Stunde. Es wird ein Preis von mehr als 100.000 US-Dollar erwartet.

nextnews 110 Themenübersicht:

00:00 Intro
00:51 VW ID.3 Bestellstart
03:32 1000 neue Schnellladeparks in Deutschland
06:13 Neuer Tesla Supercharger
06:58 Update für den Hyundai Kona
08:30 Vorstellung Lucid Air
09:32 Gigafactory News
11:10 Prototypenschau
14:28 Nachlese und Faktencheck zu vergangenen Videos
19:29 Neues von nextmove