Hyundai Kona Facelift, Tesla-Übergewicht, großes ID.3-Update – nextnews #129

Die nextnews #129 bringen wieder die wichtigsten E-Auto-Nachrichten der Woche: Heute geht es u.a. um den Hyundai Kona Facelift, das Tesla-Übergewicht und das großes ID.3-Software-Update.

Was bringt der Facelift des Hyundai Kona?

Technisch ändert sich nicht viel. Es gibt weiterhin die bekannten beiden Akku-Varianten mit bis zu 484 Kilometer Reichweite nach WLTP. Die Ladezeit an Schnellladern verkürzt sich für den großen Akku um sieben Minuten auf dann 47 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Änderungen gibt es dagegen bei den äußeren Werten.

Es kommt ein überarbeitetes Design, ein aufgewerteter Innenraum und erweiterte Sicherheits- und Komfortfunktionen.

Besonders auffällig ist die neue Front, die sich jetzt noch stärker vom Verbrenner-Kona abhebt, und nicht mehr auf einen angedeuteten Kühler setzt, sondern ein noch eigenständigeres Elektrodesign zeigt. Neu ist außerdem, dass der dreiphasige Onboard-Lader mit 11 Kilowatt Ladeleistung jetzt auch in Kombination mit der kleinen Batterie kommen soll.

Preise gibt es noch keine, Bestellstart soll in einigen Wochen sein. Um die Wartezeit zu verkürzen, macht es natürlich Sinn, sich schon einmal an das künftige Auto zu gewöhnen: Mit 20 Hyundai Kona in der Flotte, bietet nextmove ideale Voraussetzungen. 

Gewichtsprobleme beim Tesla Model 3

Lange wurde darüber spekuliert, nun gibt es erste Beweise: Das Hardware Upgrade beim Model 3 umfasst auch ein Batterie-Upgrade. Im Tesla-Fahrer-und-Freunde-Forum ist diese Woche ein Foto von einem Fahrzeugschein aufgetaucht: Die Batterie-Kapazität des Long Range Modells wird mit 82 statt bisher 79 Kilowattstunden angegeben, also eine Steigerung von 4 Prozent. Offenbar sind einige der neu produzierten Model 3 schon mit den neuen Panasonic-Zellen ausgestattet.

Laut Panasonic haben die Zellen nicht nur eine höhere Energiedichte, sondern können auch schneller geladen werden. Vermutlich werden aber nicht alle Fahrzeuge, die in den kommenden Wochen ausgeliefert werden bereits die neuen Akkus an Board haben.

Eine weitere spannende Information haben wir zu den aktuell in Deutschland zur Auslieferung anstehenden Tesla Model 3 Standard Range Plus aus China. Die Fahrzeuge befinden sich derzeit auf zwei Schiffen auf dem Weg nach Europa: Nämlich auf der “Toscana”. Die “Toscana” wird am 25.11. in Zeebrugge in Belgien erwartet und im Dezember soll die Auslieferung der Fahrzeuge in ganz Europa erfolgen. Das Besondere an diesen Fahrzeugen ist, dass sie kobaltfreie Lithium-Eisenphosphat-Akkus enthalten.

Diese sollen ja einige Vorteile bieten. Vor vollem bei den Herstellkosten, der Robustheit und dem Ladeverhalten. Nach uns vorliegenden Dokumente sind die Autos aber offenbar deutlich schwerer, als die aus amerikanischer Produktion. Das Leergewicht liegt mit 1861 kg fast 200 kg höher. Obwohl das zulässige Gesamtgewicht leicht erhöht wurde, liegt die Zuladung für die Varianten aus China gerade mal bei 278 Kilogramm zusätzlich zum Gewicht des Fahrers. Das sind also gerade mal noch 3 kräftige Erwachsene, aber der Kofferraum muss dann bitte leer bleiben.

Großes Software-Update beim VW ID.3

Diese Woche  gab es eine Neuerung in Form eines neuen Basismodells mit dem schlichten Namen “ID.3 Pro” ab 34.113 Euro. Das bedeutet: Weniger Power mit etwas mehr Komfort. Der Akku ist immer noch der mittlere mit 58 Kilowattstunden, aber der Antrieb ist etwas schwächer ausgelegt. Die Leistung beträgt 107 statt bisher 150 Kilowatt in der Basis. Im Sprint auf 100km/h bedeutet das 9,6 statt 7,3 Sekunden. Preislich ging es dafür nochmal knapp 1500 Euro nach unten und es gibt zugleich etwas mehr Basis-Ausstattung als zuvor.

Die finale Software für den ID.3 ist endlich fertig geworden und es ist ja gerade mal Mitte November – wer hätte das gedacht? Laut Nachricht an die Händler, gilt: “Die Software ME2 steht nun für den ID.3 zur Verfügung, so dass die noch zu ergänzenden Funktionen mit diesem Update ausgeglichen werden können.” “Ergänzende Funktionen” heißt also, dass es sich um das angekündigte große Update mit der vorerst finalen Seriensoftware handelt.

Die beiden fehlenden Funktionen sind die volle Funktionalität des Head-Up-Displays im Fernbereich und die Möglichkeit das eigene Smartphone mit dem Fahrzeug zu verbinden, also Apple Car Play und Android Auto. Mit solchen Updates ist aber so wie mit heiß ersehnten Impfstoffen: Nicht alle Bedürftigen können zeitgleich versorgt werden. Ein paar Tage dauert es auch noch.

Zuerst bedient werden aber nicht die Kunden die jetzt schon ID.3 fahren, sondern Fahrzeuge für Kunden, die zur Auslieferung mit finaler Software bestellt und versprochen wurden. Solche Autos werden ja bereits seit einigen Wochen produziert.  

VW ist auf Grund der Vielzahl der Fahrzeuge nicht in der Lage das Update ab Werk oder an den Logistikstandorten bei allen ID3 selbst aufzuspielen. Die Händler müssen also in die Bresche springen, und das Update aufspielen. Dazu heißt es: “Die betroffenen Fahrzeuge sind in den nächsten Tagen bereits zu Ihnen unterwegs. Um sicherzustellen, dass alle Fahrzeuge vor Auslieferung an Kunden geflasht sind und um entstehende Verzögerungen zu reduzieren, möchten wir sie unbedingt in den laufenden Prozess mit einbinden.”

Aber was ist nun mit den ID3 Beta Testern aus dem First Mover Club? Die müssen noch warten! Wir hatten ja letzte Woche berichtet, dass VW noch um die CO2-Ziele kämpft, es geht um das letzte Gramm, sonst drohen Strafzahlungen von mehreren Hundert MIllionen Euro. Die aktuell teilweise leidgeprüften Kunden aus dem First Mover Club, sollen dann im Januar angesprochen und mit dem Update versorgt werden.

Ob alle so viel Geduld aufbringen? VW stimmt die Händler bereits auf entsprechenden Anfragen ein: “Vollumfänglich wird uns diese Entzerrung nicht gelingen, dessen sind wir uns im Klaren. Es werden sich vereinzelt First Mover bei Ihnen melden, die durch unterschiedlichste Medien”… – zum Beispiel den Youtube Kanal von nextmove – … “vom zur Verfügung stehenden Flash erfahren haben. Wir möchten Sie bitten, diesen Kunden im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Update möglichst zeitnah zur Verfügung zu stellen.”

nextnews #129 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:47 Förderfähige Wallboxen

01:16 Hyundai Kona Facelift

02:38 Tesla Model 3: mehr Akku und leichtes Übergewicht

04:44 Schräger Protestaufruf

08:26 Gigafactory 4 Update

10:40 ID3 News: Die Serien-Software ist fertig und günstigere Modelle verfügbar

18:57 BMW zeigt neues Elektro-SUV

20:02 Erlkönig-Schau mit einem kuriosen Ladevorgang

22:52 Neues von nextmove