Vorsprung durch Laden: Audi e-tron 0 auf 100% in 47 Minuten

Mit einer Ladeleistung von bis zu 150 kW ist der Audi e-tron derzeit das schnellste Elektroauto an der Ladesäule. nextmove hat einen Audi e-tron auf 0% gefahren, um ihn an einer IONITY Ladesäule auf 100% zu laden und die Ladegeschwindigkeit im Alltag zu testen.

Schnellstes Elektroauto an der Ladesäule

Audi hat dem e-tron einen 95 kWh Akku spendiert. Davon sind aber nur 84 kWh nutzbar, so dass es so im unteren Bereich bei 0% und auch im oberen Bereich bei 100% einen ausreichend großen Puffer gibt. Dieser Puffer hat zwei große Vorteile. Zum einen verhindert er, dass der Akku in die Grenzbereiche gefahren wird, was den Akku schneller altern lassen würde. Zum anderen ermöglicht er eine hohe Ladeleistung über den gesamten Ladevorgang

Der Audi e-tron steigt bei 0% Ladestand direkt mit 132 kW in den Ladevorgang ein. Die hohe Ladeleistung mit 400 Volt und 350 Ampere gleich zu Beginn ermöglicht einen rasanten Anstieg des Batteriestandes auf 10% innerhalb der ersten 4 Minuten. Die Ladeleistung steigert sich kontinuierlich weiter bis auf den Spitzenwert von 145 kW. In nur 18 Minuten lädt der Audi e-tron halb voll, was eine Spitzenleistung darstellt. Im Vergleich zu allen anderen Elektroautos fällt die Ladeleistung des e-trons nach Erreichen des Spitzenwertes nicht sofort wieder ab. Auch in der zweiten Hälfte des Ladevorgangs fällt die Leistung verhältnismäßig langsam ab. Bei 90% Batteriestand lädt der e-tron noch mit 73 kW. In Summe hat der e-tron in nur 47 Minuten auf 100% geladen und sichert sich so einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz.

 

Ladeleistung ist nicht alles

Eine hohe Ladeleistung ist wichtig. Viel wichtiger ist derzeit aber ein flächendeckendes Ladenetz und natürlich die technische Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur. Derzeit gibt es noch kein flächendeckendes High-Power-Charger-Netz mittels CCS. IONITY hat sich vorgenommen bis 2020 ein europaweites Netz an Schnelladern aufzubauen.

In unserem Test war es uns nicht möglich, die Ladestation in Hohenwarsleben mit verschiedenen Abrechnungssystemen selbst zu starten. Ein Anruf bei der Service-Hotline war notwendig, um den Ladevorgang starten zu lassen. Dies ist leider kein Einzelfall, sondern ein Phänomen, das man auf der Routenplanung einplanen muss. Unsere Erfahrung nach sind aktuell nur 70 bis 80 % der Ladestationen verfügbar. Nicht in allen Fällen gelingt es der Service-Hotline die Ladestation in Gang zu setzen.

Bei Tesla kann man sich auf das Supercharger-Netz verlassen. Supercharger können daher mit unter 0 bis 10% Restreichweite angefahren werden. Außerhalb des Tesla-Netzes sollte man immer mit Sicherheitsreserve fahren. Andernfalls läuft man Gefahr, an einer nicht funktionierenden Ladestation zu stranden. Das Ausprobieren von verschiedenen Authentifizierungs-Möglichkeiten, das Umparken zwischen Ladesäulen und Telefonate mit der Hotline können schnell wertvolle 15 Minuten verschlingen.

 

Auf unserem YouTube Kanal gibt es weitere spannende Testvideos von nextmove mit dem Audi e-tron. Am besten gleich den Kanal abonnieren, um weitere Tests nicht zu verpassen.

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