

Gewinner und Verlierer des E-Auto-Jahres
2025 war in Deutschland fast jeder fünfte Neuwagen ein Elektroauto. Gleichzeitig blieben die rund 545.000 Neuzulassungen spürbar unter den ursprünglichen Erwartungen der Autoindustrie. Dank gelockerter EU-CO₂-Vorgaben konnten Hersteller das Tempo drosseln, größere Rabattschlachten blieben zunächst aus. Die Unterschiede zwischen den Herstellern beim E-Auto-Anteil fallen dabei deutlich aus.

Knackpunkte zur neuen Kaufprämie
Die neue Kaufprämie richtet sich ausschließlich an Privatkunden und gilt nur für Neuwagen – unabhängig davon, ob gekauft oder geleast wird. Entscheidend ist das zu versteuernde Haushaltseinkommen, nicht die Gesamteinkünfte. Besonders Familien profitieren durch Freibeträge und höhere Förderstufen. Der Start des Programms wird für Mai erwartet, rückwirkend ab Januar 2026.

Rabattschlacht trotz Förderung
Trotz staatlicher Förderung senken Hersteller ihre Preise deutlich. VW, Cupra und Ford bieten Boni von bis zu 5.000 Euro, teilweise zusätzlich zur Kaufprämie. Besonders auffällig ist Dacia: Der Spring rutscht mit Rabatt und Förderung rechnerisch auf Preise unter 6.000 Euro. Auch Citroën kombiniert staatliche Förderung mit zusätzlichen Herstellerabschlägen.

Einigung im Zollstreit
Im Streit um Strafzölle auf chinesische Elektroautos haben sich EU und China auf Mindestpreise geeinigt. Statt pauschaler Zölle gelten künftig modellabhängige Preisuntergrenzen. Für chinesische Hersteller bedeutet das höhere Margen statt Zollzahlungen. Die politische und wirtschaftliche Bewertung dieser Lösung fällt entsprechend kontrovers aus.

BYD erhöht Batteriegarantie
BYD verlängert die Batteriegarantie auf acht Jahre oder 250.000 Kilometer bei 70 Prozent Restkapazität. Die Regelung gilt auch rückwirkend für viele Bestandsfahrzeuge in Europa. Grundlage sind die hauseigenen LFP-Blade-Batterien, die laut Hersteller besonders robust und langlebig sind. Das stärkt das Vertrauen in chinesische Technik.

Kia EV2 schließt Lücke im Volumensegment
Mit dem neuen EV2 bringt Kia ein kompaktes Elektroauto unterhalb des EV3. Zwei Batterievarianten bieten bis zu 448 Kilometer WLTP-Reichweite. Das Fahrzeug ist bidirektional vorbereitet, optional mit Anhängerkupplung erhältlich und soll ab Frühjahr beim Händler stehen. Produziert wird in der Slowakei.

Neuer Volvo EX60 startet
Volvo erweitert sein Angebot mit dem EX60, einem großen Elektro-SUV mit bis zu 810 Kilometern Normreichweite. Das 800-Volt-System ermöglicht Ladezeiten von unter 20 Minuten für 10 bis 80 Prozent. Auch die Anhängelast von bis zu 2,4 Tonnen fällt großzügig aus. Preislich startet das Modell bei rund 63.000 Euro.

ADAC-Wintertest: Langstrecke bei Kälte
Im ADAC-Wintertest traten 14 familientaugliche E-Autos bei 0 Grad auf der Autobahn an. Testsieger wurde der Audi A6 e-tron dank hoher Effizienz und schneller Ladeleistung. Auch VW ID.7 Tourer und Tesla Model Y überzeugten. Schwächer schnitten einzelne Modelle mit sehr hohem Verbrauch ab.

39-Cent-Aktionen beleben das Ladenetz
Mehrere Betreiber setzen erneut auf günstige Aktionspreise. TEAG bietet zeitlich befristet 39 Cent pro kWh an allen eigenen Stationen. Studien zeigen, dass solche Aktionen die Auslastung um rund 40 Prozent steigern können – oft auch nachhaltig über den Aktionszeitraum hinaus. Auch Vattenfall erzielte ähnliche Effekte.

Erlkönigschau
Gesichtet wurden unter anderem der XPeng X9 Performance mit hoher Ladeleistung sowie ein getarnter elektrischer Transporter. Die Fahrzeuge waren an Schnellladestationen unterwegs und teils mit ausländischen Kennzeichen unterwegs. Die Sichtungen geben einen Ausblick auf kommende Modelle im Jahr 2026.