nextnews #119 mit Skoda Enyaq Tesla Model Y und VW ID.4

VW ID.4-Preise, Elon Musk in Grünheide, Skoda Enyaq - nextnews #119

Die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland und Europa steigen. Die nextnews #119 bieten natürlich alle wichtigen Zahlen hierzu. Kleine Vorausschau: Der Anteil der reinen Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen lag im August bei 6,4 Prozent - und Fahrzeuge wie der Volksstromer ID.3, der Herausforderer Polestar 2 und viele weitere werden erst ab September oder danach ausgeliefert. Bedeutet: Der jetzige Rekordwert wird nicht lange Bestand haben. Dazu bieten wir Informationen zum Skoda Enyag, zu einem neuen Tesla-Rekord und Elons Besuch in Grünheide und haben die deutschen Preise für den VW ID.4 für Euch.

https://youtu.be/Ca3uP2V5xUU

Skoda Enyaq und VW ID.4: Auf dem Sprung in den Markt

Aus dem Volkswagen-Konzern kommen diese Woche gleich zwei neue SUVs, die durchaus ähnlich sind. Zuerst feierte der Skoda Enyaq, der in Tschechien auf Basis des MEB-Baukastens hergestellt wird, seine Weltpremiere. Der VW ID.4, wie das Video von Thomas Geiger zeigt, etwas kleiner und etwas teurer, soll am 23. September der Welt präsentiert werden.

Optisch ist der Skoda Enyaq klar ein SUV, aber mit dem steilen Heck eines Kombis und natürlich einem entsprechend großzügigen Platzangebot. Der Kofferraum fasst 585 Liter. In Kombination mit 3 Batteriegrößen ergeben sich vier verschiedene Reichweiten von 340, 390, 510 und 460 km. Der 52 kWh Akku startet bei 33.800 €. Die mittlere Batterie mit 58 kWh startet bei 38.850,00 €. Und der große Akku mit 77 kWh und ebenfalls Heckantrieb kostet ab 43.950 €.

Schauen wir auf den VW ID.4: Als Einstiegsmodell gibt es eine Variante mit 52 kWh nutzbar für unter 37.000 €, bestellbar ab Anfang kommenden Jahres, Leistung 109 kW. Die First Edition kommt mit der großen 77 kWh-Batterie und startet unter 49.000€ bzw. als “1st Max” knapp 59.000 €. Zum Vergleich: Ein Tesla Model Y wird derzeit in Deutschland für ca. 59.000 € angeboten, und damit 10.000 € teurer als die First Edition des ID.4, der noch dazu einige Kilometer mehr Reichweite laut WLTP bietet.

Tesla bietet für den Mehrpreis allerdings einen Allradantrieb, mehr Beschleunigung und ja quasi fast schon volle Ausstattung. Was die Größe angeht, ist das Model Y etwas länger, wobei im Innenraum der ID.4 wohl einige Zentimeter mehr Platz bietet. Da sich die VW-Preise aktuell auf die First Edition beziehen, rechnen wir damit, dass VW die entsprechende Basis-Version Pro Performance mit der großen Batterie netto unterhalb der 40.000 Euro-Grenze platziert und das Auto damit in Deutschland maximal förderfähig wird.

Mehr zum ID.4 in diesem exklusiven Testvideo mit Autojournalist Thomas Geiger:

https://youtu.be/YjpHoiPHZ7U

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • Im August wurden in Deutschland 16.076 reine Elektroautos neu zugelassen. Das liegt nur knapp unter dem Allzeithoch vom Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist es ein stattliches Plus von 222 Prozent. Der Gesamtmarkt für PKW ging dagegen um 20 Prozent zurück und damit leicht erholt gegenüber den Vormonaten. Gegen den Trend steigen Elektroautos weiter stark an und kommen nun auf 6,4 Prozent, was einen neuen Rekord markiert: Jedes 16. neu zugelassene Auto war ein reines Elektroauto.  
  • Strategiewechsel bei Toyota: Auch die Japaner, die bislang eher auf Hybridtechnik zur Überbrückung setzen, bis die Brennstoffzelle so weit ist, bieten schon ab Ende des Jahres über die Luxusmarke Lexus ein rein elektrisches Fahrzeug. Bilder vom Lexus UX 300e gibt es im Video der nextnews #119.
  • Elon Musk, der Tesla-CEO war diese Woche in Grünheide: Was unser Außenreporter hierbei erlebt hat, erfahrt Ihr in den nextnews.

nextnews #119 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:48 Neuzulassungen Deutschland

03:45 Tesla Delivery Berlin

05:48 VW ID.3 News

07:09 Toyota probiert´s elektrisch

11:00 Skoda Enyaq vorgestellt

13:11 VW ID.4 Preise

16:27 Elon Musk besucht Gigafactory

19:38 EnBW machts für die Hälfte

21:55 Erlkönig-Schau

25:39 Neues vom E-Auto-Markt

27:33 Neues von nextmove


BAFA-Umweltbonus Betriebsunfall und Teslas neuer Coup

Betriebsunfall beim Gesetz zum Bafa-Umweltbonus - nextnews #118

Gab es einen Betriebsunfall bei der Gestaltung des Gesetzes zum Bafa-Umweltbonus? Die nextmove-Redaktion hat recherchiert und in der Ausgabe #118 der nextnews in dieser Woche alle Fakten zusammengetragen. Wenn Sie keine News mehr verpassen möchten, dann abonnieren Sie den Youtube-Channel von nextmove und drücken Sie auf die Glocke. Dann erhalten Sie eine Erinnerung, sobald - wie etwa jeden Freitag, 18 Uhr, die nextnews online sind - oder andere spannende Videos wie Insider- und Fahrberichte hochgeladen wurden.

https://youtu.be/a6pA5VwWxkM

Der BAFA-Umweltbonus wurde rückwirkend ab dem 4. Juni erhöht. Der frühere Umweltbonus wurde verdoppelt. Am 7. Juli wurde die entsprechende Neufassung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Dabei ist aber ein Passus enthalten, der wichtig ist: “Der Erwerb oder das Leasing eines nach dieser Richtlinie geförderten Fahrzeugs darf nicht zugleich mit anderen öffentlichen Mitteln gefördert werden.”

Das bedeutet: Es gibt ein sogenanntes Doppelförderungsverbot, das es zuvor nicht gegeben hat. Allerdings haben Bund und Länder parallel jeweils eigene Förderprogramme aufgesetzt, die bisher ausdrücklich  als "kombinierbar" mit dem Umweltbonus galten. Betroffen von diesem Passus sind beispielsweise auch kommunale und gewerbliche Fuhrparks des Förderprogramms "Saubere Luft".

Oft wurden die Anträge dafür bereits vor längerer Zeit gestellt, dann irgendwann genehmigt, dann irgendwann Autos bestellt, die nun endlich ausgeliefert werden. Und jetzt der Schreck: Sie sind nicht mehr BAFA-fähig. Via Twitter hieß es dazu vor einer Woche aus dem Wirtschaftsministerium: “Das Zusammenspiel der verschiedenen Förderprogramme im Bereich E-Autos ist aktuell in der Abstimmung noch nicht entschieden.”

Klingt ganz so, als war das nicht alles final abgestimmt und möglicherweise gar nicht so gewollt - aber reingeschrieben hat man es trotzdem. Ein Betriebsunfall? Betroffen sind auch Förderprogramme der Länder, z.B. Berlin, NRW und Hamburg. Nicht betroffen vom ungewollten (?) Doppelförderungsverbot ist kurioserweise ein Förderprogramm des Landes Baden Württemberg, der sog. BW-e-Gutschein. Offenbar ist die Definition der Fördermittel dort anders, denn gefördert wird nicht der Erwerb sondern Betriebs- und Unterhaltskosten.

Ein solcher Fauxpas in den Förderunterlagen macht es der Elektromobilität nicht leichter. Die Folge sind Falschanträge, lange Bearbeitungszeiten. Wir vermuten, dass es bald die nächste Änderung im Gesetzestext geben wird - wir werden berichten, wenn es dazu kommt.

Verdoppelt Tesla die Ladeleistung am Supercharger-Netzwerk?

Tesla baut kräftig weiter das Supercharger-Netzwerk aus - auch in Deutschland.  Dabei erhalten auch existierende Supercharger in ganz Europa nach nur 1,5 Jahren Betriebsdauer kostenintensive Hardware-Nachrüstungen. Das macht aus unserer Sicht nur Sinn, wenn man verdammt große Pläne hat. Wir gehen davon aus, dass Tesla eine völlig neue Generation der Ladeinfrastruktur in Stellung bringt. Sind das Vorboten für das, was am Battery Day am 22. September verkündet wird?

Unser Zuschauer Florian hat ganz genau hingeschaut und liefert ein paar sehr spannende Indizien. Florian fährt Model 3 und lädt natürlich regelmäßig am Supercharger. Die Ladeleistung wird angegeben in Watt -  1000W sind entsprechend 1 Kilowatt. Die Leistung ergibt sich aus der Multiplikation von Stromstärke (Ampere) und Spannung (Volt). Die allermeisten Elektroautos laufen aktuell mit einer Batteriespannung im Bereich um 400 Volt.

Jetzt kommt die Stromstärke ins Spiel: Da entscheidet das Auto wie viel Strom der Akku verträgt. Aber es gibt auch technische Limits, konkret beim Stecker. Für CCS sind das aktuell 500 Ampere. Wenn ich jetzt mit einem Auto, z.B. ein Tesla Model 3, bei IONITY ans Limit gehe, dann lade ich mit diesen 500 Ampere vom Stecker und meinen 400 Volt der Batterie rechnerisch mit bis 200 Kilowatt Leistung.

In der Praxis sind das dann aktuell 193 Kilowatt, weil die Spannung beim leeren Akku noch paar Volt niedriger ist. Zur Erhöhung der Ladeleistung gibt es zwei Optionen: Erhöhung der Bordspannung einerseits (wie beim Porsche Taycan) und Erhöhung der Stromstärke - hier gibt es bei Ionity beispielsweise klare Begrenzungen, weil der genormte CCS-Stecker trotz Wasserkühlung nicht mehr als 500 Ampere erlaubt.

Wenn also das Model 3 mehr Leistung als 193 Kilowatt (bei IONITY) ziehen soll, dann muss Tesla die Stromstärke auf über 500 Ampere erhöhen. Und genau das macht Tesla - nämlich am Supercharger V3. Florian hat bei seinem Auto mal mitgelesen und kommt auf stattliche 680 Ampere, die das Model 3 braucht um 250 Kilowatt Laden zu können. Auf dem Typenschild steht: Nur 425 Ampere, aber Fakt ist, dass deutlich mehr Strom rauskommt.

Noch viel schneller wäre eine dritte Variante: Nämlich wenn man die Standards von Porsche und Tesla kombiniert. Das heißt, ein Auto mit 800-Volt-System (oder etwas mehr) bei zugleich erhöhten Stromstärken des Supercharger V3 Standards.

Und genau das könnte Tesla vorhaben. Denn Florians Foto vom Typenschild des V3 Superchargers zeigt auch 1000 Volt! Und das ist die eigentliche Sensation! Tesla rollt bereits eine Ladetechnologie aus, die die aktuellen Modelle nicht ausnutzen können. Rechnerisch wäre damit mehr als eine Verdopplung der aktuellen Leistung eines Model 3 möglich. Dann wären wir im Bereich 500-600 Kilowatt Ladeleistung und bei über 3000 Kilometer Nachladung pro Stunde.

Bedeutet: ein Ladestopp von 10 auf 70 Prozent könnte sich dann wirklich auf 5 Minuten verkürzen. Denkbar ist: Am 22. September zum Battery Day wird genau das verkündet und eine neue Generation Model S und X angekündigt. Das würde die Konkurrenz im Hinlick auf Reichweite und Schnellladen deklassieren. 

Das ist natürlich alles noch Spekulation, aber die Indizienlage verdichtet sich. Angeblich ist ein komplettes Schiff voller V3 Supercharger für Europa angekommen..

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • Die kurzzeitige Aktion "Gratis Laden bei Ionity" mit einer speziellen App (dazu gab es am Montag ein Video bei nextmove) ist mittlerweile beendet. Die Stadtwerke, die die Gratisaktion angeboten hatten, zogen am Dienstag die Reißleine und haben die Preise entsprechend angepasst.

nextnews 118 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:37 Betriebsunfall im neuen Gesetz zum Bafa-Umweltbonus

03:22 Teslas nächster Schlag gegen die Konkurrenz

09:54 Hintergründe zum Gratis Laden bei IONITY

11:52 Fake News im Sommerloch

13:34 Erlkönig-Schau

17:47 Neues vom E-Auto Markt

18:29 Neues von nextmove


nextnews 117 mit Lob von der Bundesregierung für Tesla und mehr E-Auto-News der Woche

Bundesregierung lobt Tesla-Bautempo und mehr Elektroauto-News der Woche

Nanu? Der Mittelstandsbeauftrage der Bundesregierung und Energie-Staatssekretär Thomas Barreiß hat das Bautempo von Tesla in Grünheide bei der Gigafactory Berlin gelobt: „Tesla zeigt, was möglich ist, wenn politischer Wille sowie effiziente und schnelle Bearbeitungsabläufe bei Verwaltung und Gerichten auf Umsetzungswillen in Wirtschaft und Industrie treffen.“

nextnews 117 Tesla-Lob der Bundesregierung

Neben dieser überraschenden Aussage haben wir in den #nextnews117 wie immer die wichtigsten Elektroauto-News der Woche zusammengefasst - und blicken auch auf die Reaktion von Maingau Energie nach dem Aufreger der Woche.

Aktuelle Situation an Superchargern

Vor zwei Wochen hat Tesla die Leistung an Superchargern in Europa gedrosselt. Grund ist wahrscheinlich auch die Wetterlage - mittlerweile ältere Technik kann die hohen Temperaturen nicht absorbieren. Derzeit ist die Ladung von 150 Kilowatt auf maximal 120 Kilowatt reduziert.

Übrigens setzt Tesla jetzt verstärkt auf die CCS-Technologie. Ältere Model S und X-Modelle können mittlerweile zum reduzierten Preis von 299 Euro entsprechend nachgerüstet werden. Aus Sicht von nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller ist dieser Preis "sehr attraktiv", wenn man bedenkt, was die CCS-Option bei anderen Herstellern kostet. Damit können dann auch ältere Modelle mit 250 Kilowatt laden.

Unterdessen wächst das Supercharger-Netzwerk weiter: Unter anderem in Hilden, Eschborn, am EUREF-Campus in Berlin und am Hermsdorfer Kreuz.

Bundesregierung lobt Tesla-Geschwindigkeit

Über das Lob von beinahe höchster politischer Stelle via Handelsblatt haben wir eingangs schon berichtet. Weiter sagte Barreiß: Tesla könne damit „nicht nur den deutschen Automarkt aufmischen, sondern vielmehr auch unseren Standort Deutschland in Sachen Genehmigungsverfahren für Industrieanlagen revolutionieren.“ Tesla-Chef Elon Musk bedankte sich übrigens artig über Twitter mit "Dankeschön Brandenburg & Grünheide!".

Im Handelsblatt war nicht nur Barreiß zu Wort gekommen, sondern beispielsweise ein Vertreter der Grünen, der die Tesla-Ansiedlung als "Glücksfall für Deutschland" bezeichnete, ein FDP-Mann, der von einem gelungenen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie schwärmte und nicht zuletzt Prof. Ferdinand Dudenhöffer, der Tesla als Segen für Deutschland bezeichnete und davon sprach, der Autobauer leiste "Entwicklungshilfe".

Bleibt zu wünschen, dass die Begeisterung auch anhält, wenn es bei Tesla mal nicht so rund läuft. Denn der ganze Aufwand für den Bau der Gigafactory 4 in Brandenburg kann sich für Deutschland nur lohnen, wenn Tesla nachhaltig an Ort und Stelle bleibt. Neben diesen Infos gibt es in den nextnews #117 übrigens auch wieder neue Bilder von vor Ort - reinschauen lohnt sich also.

Neuzulassungen nach Modellzahlen

Die Neuzulassungen im Juli markierten ein neues Allzeithoch für Elektroautos in Deutschland. Sage und schreibe 16.798 reine Elektroautos wurden zugelassen, was einem Marktanteil von erstmals mehr als fünf Prozent entspricht. Jedes Zwanzigste neu zugelassene Auto war ein Elektroauto.

eGolf und Zoe liefern sich dabei nach wie vor ein heißen Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz mit jeweils neun Prozent Marktanteil. Mit größerem Abstand folgt der Hyundai Kona mit 1.688 Neuwagen - ebenfalls ein neuer Rekord. Der EQC kommen so langsam in Schwung. Einen echten Absturz auf Platz 18 erlebte das Tesla Model 3. Im zweiten Quartal gab es corona-bedingt einen Produktionsstopp in den USA und dies zeigt sich nun in den Zulassungszahlen. Im August wird es sicher wieder für einen Platz in den Top 3 reichen, denn wir kennen sehr viele, die in diesen Tagen ihr Auto bekommen.

Direkt hinter dem Model 3 auf Platz 19 erstmalig auch mit der offiziellen Typenbezeichnung der VW ID3 - bisher lief der ID.3 unter VW Sonstige. Mit 89 Fahrzeugen ein vergleichsweise unauffälliger Einstieg in die Top 20. Aber die Invasion steht unmittelbar bevor und wird im August sicher zu einer höheren Platzierung führen. Wer die nextnews aufmerksam verfolgt, der weiß, dass Zehntausend VW ID3 vorproduziert wurden und auf den Marktstart im September warten.

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • Neuigkeiten zum Aufreger der Woche: Maingau Energie hat die Preise an den Ladesäulen kräftig angehoben, dazu haben wir ein Video gemacht. Jetzt hat der Ladekarten-Anbieter reagiert: Mehr dazu sowie die ganz persönliche Einschätzung von Stefan Moeller gibt es im Video.
  • Drei Teams haben mit dem Hyundai Kona einen Reichweitenrekord aufgestellt: Autobild, Hyundai-Techniker sowie ein Team der Pressestelle fuhren beim Hypermiling über den Lausitzring. Alle drei Autos schafften mehr als 1.000 Kilometer, das beste Auto sogar 1.026.

https://youtu.be/AILS0CBdw1Y

nextnews 117 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:40 Modellzahlen im Rekordmonat Juli

02:20 Tesla gibt Vollstrom in Deutschland

05:21 Gigafactory 4 Update

09:19 Individuelles Pricing für Ladesäulen bei Maingau

12:25 Hyundai Kona Reichweitenrekord

14:09 Neues vom E-Auto-Markt, Faktencheck & Kauftipps

16:44 Erlkönig-Schau

18:51 neues von nextmove


nextnews #116 Elektro-Boom, Tesla Model Y

Elektro-Boom in Deutschland & neue Model Y-Version - nextnews #116

Wie sehr kommt im zweiten Halbjahr 2020 der Elektro-Boom nach Deutschland? Die nextnews #116 gehen unter anderem dieser Frage nach. Und: Wir beleuchten die neue Version des Tesla Model Y: Lohnt sich ein näherer Blick?

nextnews #116 Elektro-Boom, Tesla Model Y

Elektro-Boom in Deutschland

Am vergangenen Mittwoch hat das Kraftfahrtbundesamt die Zulassungszahlen für Juli veröffentlicht. Der Gesamtmarkt Pkw ist demzufolge weiterhin schwach, Benziner und Diesel liegen bei einem Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Trotzdem gibt es klare Gewinner im Markt: Im Vergleich zum Juli 2019 hat sich die Zulassung-Zahl von Wohnmobilen fast verdoppelt und die der E-Autos nahezu verdreifacht. Bedeutet: Es gibt mal wieder einen neuen Rekordmonat mit 16.798 E-Autos. Die Elektro-Quote bei den Neuzulassungen steigt damit auf 5,3 Prozent. Das heißt jeder 20. Neuwagen war im Juli elektrisch.

In den kommenden Monaten rechnen wir mit ähnlich hohen Zahlen bzw. weiteren Steigerungen. Das hat mehrere Gründe: Opel und Peugeot fangen jetzt erst richtig an, ihre bestellten Kleinwagen auszuliefern. Viele neue Modelle wurden bislang noch überhaupt nicht ausgeliefert und kommen erst noch, z.B. Honda-e, Mazda MX30, Polestar 2 und natürlich ganz viele VW ID.3.

Tesla hat im Juli den zweiten schwachen Monat in Folge hingelegt. Nur 203 Model S, X und 3 wurden zugelassen. Das liegt aber sehr wahrscheinlich nicht an mangelnder Nachfrage, sondern eher am Nachlauf der Corona-Produktionspause. Wir erwarten sehr hohe Verkaufszahlen für das Tesla Model 3 im zweiten Halbjahr.

Auch in der Vermietung bei nextmove verspüren wir ein deutlich gestiegenes Interesse am Thema Elektromobilität. Verzögernd wirkt sich derzeit noch aus, dass viele Kfz-Zulassungsstellen derzeit nur mit sehr langen Bearbeitungszeiten von mehreren Wochen agieren können, so z.B. Berlin und Frankfurt. Veröffentlicht wurden wie immer zunächst nur Zahlen auf Segment- und Herstellerebene. Die Modellzahlen für die einzelnen E-Autos liegen aktuell noch nicht vor, die gibt´s in Ausgabe Nr. 117.

Tesla Model Y mit Heckantrieb

Das US-Magazin electrek.co berichtet diese Woche, dass ein Model Y mit Heckantrieb schon in Kürze ausgeliefert werden könnte. Demnach sei eine kleine Serie als Produktionstest gelaufen. Meist ist dies einer der letzten Schritte vor dem Verkaufsstart.

Derzeit gibt es das Fahrzeug nur als Allrad-Version, was natürlich zu einem höheren Preis führt. Elon Musk hatte aber zuletzt die zu hohen Preise seiner Autos beklagt - zumindest in dieser Variante könnte indirekt etwas Abhilfe geschaffen werden.

Für den Heckantrieb wird ein Preis von ca. 48.000 US Dollar erwartet und damit ca. 2000 Dollar unter der Allrad-Version. Wichtig: US-Preisangaben sind ohne MwSt.

Eine ursprünglich geplante Version mit kleinerer Batterie hatte Elon Musk ja kürzlich abgesagt. Wir gehen davon aus, dass Tesla nächstes Jahr in Deutschland von Beginn an die Variante mit Heckantrieb anbieten wird... oder vielleicht auch muss. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft und es kommen ständig neue Autos, so auch VW mit dem ID.4.

Wir sind gespannt, ob VW zum Großangriff bläst und den Einstiegspreis vielleicht sogar unter 40.000€ netto in der Basis platziert, um 2021 noch die maximale Förderung von 6000€ zu bekommen. Auch der Konzernbruder Skoda Enyac startet ja bald…

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • Erster Polestar-Space in Düsseldorf: Am 21. August geht es los und bei Polestar heißt es auch nicht Store sondern Space. Insgesamt 50 Polestar Spaces sind bis Ende 2020 geplant, davon 7 in Deutschland.
  • Ford und Daimler scheinen, glaubt man dieser Halbjahres-Bilanz, mit hohen Strafzahlungen durch Nichteinhaltung der CO2-Flottenemissionswerte rechnen zu müssen. Bei Daimler hilft "wohl nur noch ein Wunder", offenbar nimmt der Konzern Strafzahlungen und Imageverlust in Kauf. Ford könnte noch eine Spontanehe mit einem E-Auto-Hersteller retten. Lassen wir uns überraschen.

https://youtu.be/CW6QO0HZqoo

nextnews 116 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:35 Tesla Model Y mit Heckantrieb

02:14 Neuer Tesla Store

03:05 Erster Polestar Store in Düsseldorf

03:47 Elektro-Boom in Deutschland

06:16 Saftige CO2-Strafen für Ford und Daimler?

10:41 Erlkönig-Schau

12:03 Neues vom E-Auto-Markt, Faktencheck & Kauftipps

14:43 Neues von nextmove


nextnews #115 Teaser mit Tesla, Volkswagen und Polestar 2

ID.3-Verkaufsstart gelingt, Tesla als Starthelfer und mehr Elektroauto-News - nextnews #115

Die nextnews kennen kein Sommerloch: Die Folge #115 ist vollgepackt mit Informationen rund um Tesla, den Polestar 2 und den VW ID.3 einen Monat vor der Auslieferung.

nextnews #115 Teaser mit Tesla, Volkswagen und Polestar 2

Gute Nachfrage: ID.3-Verkaufsstart gelingt

Ende August sollen bei den VW-Händlern die Vorführwagen eintreffen. Offizielle Markteinführungsveranstaltungen sollen ab dem 21. September stattfinden. Erste Probefahrten starten ab dem 11. September. Möglichst am selben Tag wollen wir auch bei nextmove mit den ersten ID.3 in der Flotte starten, die Verteilung auf die Standorte wird dann natürlich noch etwas dauern.

Die aktuelle Zeitplan zeigt: VW hat aufs Tempo gedrückt und die bisherigen Zeitpläne noch etwas vorgezogen. An den Logistik-Standorten der vorproduzierten 1ST Edition Fahrzeuge werden offenbar bereits die Software-Updates zur Auslieferung aufgespielt.

Dazu gab es diese Woche einen interessanten Bericht in der Kreiszeitung aus Niedersachsen. Allein an einem Standort in Rehden bei Vechta wird man 11.500 VW ID3 mit Updates versorgen. 120 Fahrzeuge können dort in einer großen Halle parallel mit Updates bespielt werden. Das erste große Update dauert ca. 7 Stunden. Anschließend bekommen die Fahrzeuge weitere Informationen vom Laptop. Die Kreiszeitung zeigt in ihrer Online-Ausgabe sogar ein Foto aus der Halle von aufgereihten ID3 die mit den Laptops verbunden sind.

Mehr dazu auch hier in der KreiszeitungAktuell wird der ID.3 neben Rehden im VW-Werk in Zwickau sowie in Emden geflasht. Offenbar gelingt es VW, mit dem ID.3 neue Kunden anzuziehen: Laut VW-Vertriebschef Jürgen Stackmann haben etwa 85 Prozent der ID.3 Probooker, zuvor noch keinen VW gekauft. „Der ID.3 kommt bei Leuten gut an, die etwa zehn Jahre jünger sind als das durchschnittliche Alter unserer Kunden, welches in Europa bei 58 Jahren liegt“, so Stackmann

 

Tesla als Starthelfer für etablierte Autobauer?

Wird Tesla zum Starthelfer etablierter Konzerne? Klar ist: Die Experten sind sich einig, dass Tesla in Sachen Software-Architektur einen Vorsprung um Jahre hat. Autopapst Dudenhöfer spricht von fünf Jahren, der Audi-Chef Duesmann gibt 2 Jahre zu, VW-Chef Diess will mit dem ID.3 die Aufholjagd auf Tesla starten.

Aber sind die deutschen Konzerne so aufgestellt, Software von Außen, also von Tesla, einzukaufen? Elon Musk regt erneut dazu an: "Tesla ist offen für die Lizenzierung von Software und die Lieferung von Antriebssträngen und Batterien. Wir versuchen nur, nachhaltige Energie zu beschleunigen, nicht Konkurrenten zu vernichten!", twitterte der Tesla-Chef zuletzt.

Die Ansage ist nicht neu: 2014 hatte Tesla seine Patente offengelegt und Kooperationen angeboten. Auch beim Supercharger-Netz hat Tesla wiederholt erklärt, dass man es auch für andere Marken öffnen würde. Bisher allerdings nicht zu einer entsprechenden Vereinbarung mit anderen Autobauern gekommen.

Für VW stellt Teslas Angebot sicher keine valide Option dar. Mit dem MEB-Baukasten hat man ja bereits eine eigene Plattform, die man auch andere Hersteller lizenzieren möchte. So plant zum Beispiel Ford künftige Stromer auf der MEB-Plattform, um die Kosten für eine eigene Entwicklung zu sparen. "Tesla inside" - das war der Slogan, mit dem Mercedes-Entwicklungsvorstand Thomas Weber 2013 stolz die elektrische B-Klasse auf der IAA  präsentierte - in Zeiten, als es noch schick war, mit dem kleinen Tesla zu kooperieren.

Ein Comeback dieser Zulieferer-Beziehung ist aufgrund der Größe des Konzerns allerdings schwer vorstellbar. Wer könnte stattdessen zuschlagen? Fiat-Chrysler womöglich? Immerhin kauft man schon seit einer Weile CO2-Zertifikate von Tesla. Von den deutschen Herstellern könnte das Angebot für BMW am attraktivsten sein. BMW ist der kleinste deutsche Hersteller und relativ isoliert in Bezug auf Kooperationen mit anderen OEMs. Zum Konzern gehören nur 3 Marken: BMW, Mini und Rolls Royce.

Derzeit hält sich BMW alle Technologie-Optionen offen. Aber, wenn die Entwicklungs-Ressourcen im Unternehmen derart breit gestreut werden, wird es natürlich schwierig, eine marktführende Elektro-Plattform zu entwickeln. Auch wird es schwieriger die Entwicklungskosten zu amortisieren, wenn parallel andere Fahrzeuge um die Gunst der Käufer buhlen. BMW hätte also mutmaßlich den größten Nutzen, wenn sie keine eigene Plattform entwickeln, sondern die von Tesla oder eines anderen Herstellers einsetzen.

Aber das würde schwer am Selbstverständnis und Image nagen und eine Entscheidung, die wohl überlegt sein will. 

Weitere Elektroauto-News der Woche:

  • Der erste Polestar 2 ist mittlerweile an Kunden ausgeliefert worden: Früher als geplant. Am Hauptsitz in Göteborg wurde jetzt das erste europäische Kundenfahrzeug übergeben. Bereits nächste Woche sind die ersten Kunden in Norwegen dran und ebenfalls im August soll Deutschland folgen.
    Wir gehen davon aus, dass auch nextmove zeitnah den ersten Polestar 2 einflotten wird.
  • “Giga Berlin wird in einer unmöglich erscheinenden Geschwindigkeit gebaut werden. Die Fertigteilbauweise in Deutschland ist äußerst beeindruckend.” Wir zeigen in den nextnews #115 exklusive Bilder vom Baufortschritt aus Grünheide.
  • Beim Corsa-e gibt es neue Informationen zu Lieferzeit und Preisen: Das Unternehmen spricht von "kurzfristiger Lieferfähigkeit. Aber: Wer heute bestellt, bekommt seinen Corsa erst 2021. Einzelne Ausnahmen sind natürlich möglich, aber unsere Elektroauto-Ampel geht komplett auf ROT. Auch preislich soll es zum 1.8. Änderungen geben: Die Listenpreise für das Modelljahr 21 werden voraussichtlich leicht angehoben. Wer also gerade überlegt, einen Corsa-e zu bestellen oder vielleicht schon ein Angebot vorliegen hat, sollte aus unserer Sicht sofort aktiv werden - wenn es denn ein Corsa-e sein soll.

https://youtu.be/IPTCB6xQiiY

nextnews 115 Themenübersicht:

00:00 Intro
00:40 ID3 Software-News und Probefahrten für alle
03:20 Tesla Starthilfe für andere Hersteller
07:01 Gigafactory Update
09:53 Polestar beginnt mit Auslieferungen
10:30 Erlkönig-Schau & Ladepeak-Ranking
14:12 Neues vom E-Auto-Markt, Faktencheck & Kauftipps
17:50 Neues von nextmove