Stefan Moeller deckt den BAFA-Betrug auf

nextmove deckt Betrugsmasche mit VW-Fahrzeugen auf (Presse-Info + Video)

Wir haben heute eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es um Betrugsmaschen rund um die BAFA-Förderung und unterschiedliche Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern geht. Hier gibt es unser Video dazu:

https://youtu.be/-QSFpj_-LAk

Vorsicht Falle: nextmove warnt vor BAFA-Betrug

  • Elektromobilitäts-Experten klären über Betrugsmaschen unabhängiger Autohäuser mit VW-Drillingen und ID.3 auf
  • “Kreative” Rechnungslegung zur Erschleichung von Innovationsprämie bzw. Umweltbonus für Neufahrzeuge oder Tageszulassungen
  • Käufer werden unwissentlich in Subventionsbetrug hineingezogen

Arnstadt, 02. März 2021. Die BAFA-Förderung von neuen Elektroautos oder jungen Gebrauchten sorgt für unseriöse, teilweise bewusst betrügerische Händlerangebote. Vor dieser Falle warnen jetzt die Elektromobilitäts-Experten der E-Auto-Vermietung nextmove. Fahrzeuge wie der Skoda Citigo, Seat Mii oder VW ID.3 werden dabei entweder als Neufahrzeug oder als EU-Reimport mit Tageszulassung (Zweitzulassung) teurer angeboten als es der “Förderfähige Gebrauchtpreis” zulässt - und dennoch mit BAFA-Fähigkeit in Höhe von 5.000 für junge Gebrauchtwagen beschrieben und beworben.

Um den “Förderfähigen Gebrauchtwagenpreis” trotz eines deutlich höheren Verkaufspreises vorzutäuschen, greifen die freien Händler zu unterschiedlichen Tricks:

  • Rechnungssplit mit Zweitrechnung über “Sonderkosten für die Fahrzeugbeschaffung” bis zu ⅓ des Kaufpreises - nur zur Verwendung für den Kunden.
  • Bar-Anzahlungen für das Fahrzeug, die auf der finalen “BAFA-Rechnung” nicht ausgewiesen wird.
  • Händler übernimmt die BAFA-Antragstellung in Eigenregie und lässt das Fahrzeug 6 Monate auf sein Autohaus zu. Er gibt einen entsprechend reduzierten Kaufpreis mit Verweis auf einen “Mietkauf” an.

Dabei wird diese Masche der Rechnungsaufteilung in den von nextmove detailliert beschriebenen Fällen erst nach Unterzeichnung des Kaufvertrages deutlich. “Durchschaubar sind die Tricks nur dann, wenn man sich mit der sehr komplexen Rechtslage auskennt”, erklärt nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller. “Bei der Berechnung des ‘Förderfähigen Gebrauchtwagenpreises” sind einige Faktoren zu berücksichtigen - beispielsweise dürfen nur 80 Prozent des Listenpreises inklusive der kompletten Sonderausstattung angesetzt werden, um dem Wertverlust eines gebrauchten Fahrzeugs gerecht zu werden, während bei Neuwagen-Anträgen nur der Preis der Grundausstattung relevant ist.”

Mit der Betrugsmasche schädigen unseriöse Händler sowohl den Steuerzahler, der die Erschleichung der Subvention bezahlen muss, als auch seriöse Händler, die die Fahrzeuge zu fairen Preisen anbieten. Und, nicht zuletzt auch die Käufer der Fahrzeuge, die den Betrug kaum durchschauen können, deren BAFA-Antrag aber möglicherweise abgelehnt wird. “Wir raten dazu, vor dem Kaufabschluss gezielt beim Händler nachzufragen, und sich im Zweifelsfall vorab eine Musterrechnung schicken zu lassen”, so Moeller weiter.

Denn: Beantragt ein Kunde die BAFA-Förderung mit falschen Angaben, steht auch er im Verdacht des Subventionsbetrugs. Möglicherweise muss er dann beweisen, dass er unschuldig ist.

Ein von solchen Machenschaften Betroffener ist Sebastian B., der gemeinsam mit seinem Vater einen ID.3 kaufte. Bei der Antragstellung zum Umweltbonus passten die Daten aber nicht. "Eigentlich wollten wir mit dem Umstieg aufs E-Auto etwas Gutes für die Umwelt tun. Aber solche Probleme hatte ich echt nicht auf meiner Checkliste beim Autokauf." Das BAFA selbst ist für allgemeine Anfragen von Kunden telefonisch und per E-Mail kaum erreichbar - insofern sind die Kunden auf die Erfahrungen der Autoverkäufer angewiesen, und in den von nextmove gezeigten Fällen ausgeliefert.

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Worauf ist beim Kauf von Gebrauchtfahrzeugen nach Gesetz zu achten? Die Checkliste junge Gebrauchte hilft:

 

Sind Ihnen ähnliche Fälle passiert? Dann schreiben Sie uns an insider@nextmove.de.


Hyundai Ioniq 5 Der Auserwählte nextnews #143

Antworten zum IONIQ 5 / Daimlers Elektro-Offensive in Gefahr?

Am vergangenen Dienstag war ein besonderer Moment für die Elektromobilität: Um 8 Uhr in der Früh gab es die digitale Weltpremiere des IONIQ 5, der neuen Submarke von Hyundai. Die Spannung war groß, schließlich gelang Hyundai zuvor mit dem Ioniq und dem Kona bereits zwei Mal eine große, positive Überraschung - obwohl beide Fahrzeuge "nur" Elektroautos auf einer Verbrennerplattform waren. Jetzt also die Premiere des Auserwählten: Das erste Hyundai-Elektroauto auf der speziellen eMobility-Plattform.

Schon am Dienstag berichteten wir über die wichtigsten Fakten zum IONIQ 5 im Youtube-Channel:

https://youtu.be/JnCOUz5fYfE

Unter den Videos gab es reichlich Fragen, die wir an dieser Stelle beantworten wollen.

  • Ist die Wärmepumpe Grundausstattung? Nein, ist sie nicht. Die Basis für 41.900€ hat sie noch nicht. Auch ein Batterie-Heizung ist in dieser Version wohl noch nicht enthalten.
  • Ab wann kann ich bestellen? Wir gehen davon aus, dass im April verbindliche Bestellungen beim Händler möglich sein werden, evtl. etwas früher.
  • Kann ich das Auto zur Rückspeisung an mein Hausnetz anschließen? Die sogenannte V2L-Schnittstelle erlaubt ja bis zu 3,6kW Leistung für eine Entnahme aus dem Auto. Ein sogenannter Netzparallelbetrieb oder Einspeisung ins Hausnetz ist aber technisch nicht vorgesehen und in Deutschland auch unzulässig. Aber, wer zum Beispiel tagsüber auf Arbeit jede Menge Solarstrom in den Akku zieht, kann dann nachts zu Hause das Auto des Partners laden.
  • Was macht das mit dem Kona Preis? Wird der Kona fallen? Stellt Hyundai ihn zeitnah ein? Der Kona läuft weiter, er hat ja gerade auch ein Facelift bekommen. Aber natürlich ist der IONIQ5 auch eine Konkurrenz für den Kona, wobei der Kona ja deutlich kompakter ist. Mögliche Preisanpassungen werden sich aus unserer Sicht nicht im Listenpreise des Kona, sondern vorrangig in den Leasingkonditionen zeigen.
  • Wird 800 V künftig teurer werden als 400 V an der Ladestation? Was kostet Laden bei Ionity? Aktuell gibt es nur selten Preis-Differenzierung zwischen 400 und 800V-Stationen, der IONIQ kann ja an beiden Systemen laden. Hyundai ist zwar an IONITY beteiligt, hat aber bisher in Deutschland auf eine Partnerschaft zu EnBW gesetzt, d.h. mit einer Hyundai-Ladekarte kann man aktuell überhaupt nicht bei IONITY laden. Mit dem IONIQ5 ändert sich das. Der IONITY-Tarif kostet 13 Euro monatliche Grundgebühr. Den Rest gibt es dann zum gleichen Preis wie an der Steckdose zu Hause, d.h. 29 Cent/kWh.
  • Wieso und wann klappt diese Klappe an der Front auf? Das sind die Lüftungsklappen. Die sind im Normalzustand geschlossen, um die Aerodynamik zu verbessern. Sie öffnen sich, wenn der Lüfter anspringt, um den Akku zu kühlen, z.B. bei Hitze oder bei schneller Fahrt oder beim Schnellladen.
  • Warum bewertet nextmove den IONIQ5 als so vielversprechend? Zum einen bringt das Auto die 800V-Technik in die Mittelklasse. Zum anderen bietet das Fahrzeug eine Fülle an neuen Features, die in Kombination so bei den Wettbewerbern nicht verfügbar sind: V2L, Solardach, HUD oder die auf Schienen verstellbare Rückbank.

Alle Antworten erfolgten nach unserem Wissensstand, natürlich kann das eine oder andere noch anders kommen. Allerdings war der Start der Reservierungsplattform so wie wir mitbekommen haben ein Fehlstart. Eigentlich wollte Hyundai direkt am Dienstag die Reservierung starten, aber der Server brach sofort zusammen.

Dann kam via Newsletter die Ankündigung: “Am 25. Februar haben Sie ab 10 Uhr die Möglichkeit, sich einen von 3000 IONIQ 5 mit Project 45 Paket zu sichern. Die Interessentenliste ist nur für 24 Stunden geöffnet, also heißt es: schnell sein. Mit etwas Glück, sind Sie dabei!”

Also kein stilles “jetzt läuft es wieder”, sondern ein erneuter Startschuss mit Chancengleichheit für alle, den Server unter Beschuss zu nehmen.

Ist Daimlers Elektro-Offensive wegen der Farasis-Partnerschaft in Gefahr?

Für seine Elektro-Offensive braucht Daimler Batteriezellen. Sehr, sehr, viele Zellen!
2015 beendete Daimler aus Kostengründen die eigene Zellherstellung in Kamenz. Man will stattdessen auf verschiedene Zulieferer setzen. Um den Zugang zu Zellen strategisch abzusichern, beteiligte sich Daimler 2020 an dem chinesischen Hersteller Farasis (Quelle).

Ab 2022 will Farasis in Bitterfeld, in Sachsen-Anhalt, Zellen und Batterien für Daimler produzieren. Das Manager Magazin berichtet nun mit Verweis auf Insider, dass man bei Daimler schockiert ist über die wörtlich „katastrophale Qualität“ der ersten Musterzellen aus China. Außerdem ist man sehr über den Zeitplan des Fabrikbaus besorgt. Laut den Insidern könnte daran die gesamte Kooperation zwischen Daimler und Farasis scheitern.

An dem Werk hängt die geplante Elektro-Offensive. Denn mittelfristig soll das Werk in Bitterfeld rund die Hälfte des Daimler-Bedarfs an Zellen für Europa decken.
Sebastian Wolf, Europa-Chef von Farasis, meldete sich einen Tag später in der Mitteldeutschen Zeitung zu Wort: „Das ist schlicht und einfach nicht korrekt.“

Die technischen Eigenschaften der bisher ausgelieferten Batteriezellen seien geprüft worden und „negative Rückmeldungen aus Qualitätssicht“ sind nicht bekannt.
Es ist nach wie vor der Bau des Batteriewerks in Bitterfeld geplant. Farasis will 600 Millionen Euro investieren und dabei 600 Arbeitsplätze schaffen.

Dass die Produktion 2022 laufen wird, erscheint allerdings sehr unwahrscheinlich. Ich bin gestern vor Ort vorbeigefahren, um mir den Baufortschritt auf dem von Farasis gekauften Grundstück anzusehen. Die Ankündigung für den Neubau ist nun fast 2 Jahre alt. Wir sehen hier einen vollkommen unberührten Acker, auf dem es augenscheinlich auch keine bauvorbereitenden Maßnahmen gibt.

Ein Sprecher der Stadt Bitterfeld bestätigte, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein Antrag auf Baugenehmigung vorliegt. Farasis hat aber letztes Jahr eine leerstehende Produktionshalle in direkter Nachbarschaft gekauft. Dort will man im ersten Schritt die Zellen aus China zu Batteriemodulen verbauen und diese an Kunden in Europa ausliefern.

Es bleibt spannend, und wir für Euch am Ball, wie es in Bitterfeld weitergehen wird.

Diese und weitere News wie immer in unserem Youtube-Kanal oder direkt hier:

https://youtu.be/GvwZ61_LKAQ

nextnews #143 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:35 Großes VW ID.3 First Mover Update

02:20 Elektrisch übers Meer

03:19 Neues zum IONIQ 5

08:40 In eigener Sache

09:30 (Park-)Häuserkampf

10:41 Daimlers Elektro-Offensive in Gefahr?

12:56 Gigafactory Grünheide

15:15 Tesla bessert bei Model 3 nach

17:50 Tarifdschungel-Update

19:47 Neue Elektro-Kombis

22:02 Erlkönig-Schau

22:25 Neues von nextmove


Strafe für Hybrid-Dienstwagen nextnews #142

Model 3 mit LFP-Akkus, Ford wird elektrisch & Einfahrverbote - nextnews #142

Einfahrverbote für Elektroautos? Schon wieder brennen E-Autos. So muss es angesichts der Schlagzeilen beim Bürger ankommen. Einige Schlagzeilen: In Österreich hat diese Woche auf der Rheintalautobahn ein Renault Zoe bei der Fahrt durch Ambergtunnel Feuer gefangen. Der Fahrer konnte das Auto noch aus dem Tunnel herausfahren und aussteigen bevor es in Flammen aufging. Die Autobahn und der Tunnel wurden für eine Stunde gesperrt.

In Hessen hat sich ein 2 Tage alter Golf GTE während der Fahrt selbst entzündet. Laut Medienberichten gab es einen hellen blauen Blitz und einem lauten Knall, der die Scheiben des Plugin-Hybriden nach außen drückte. Die Insassen konnten sich Sicherheit bringen und erlitten nur leichte Verletzungen. Mehr dazu hier.

Und die Stadt Kulmbach produzierte diese Woche eine bemerkenswerte Schlagzeile: Da letztes Jahr ein Benziner in einer Tiefgarage Feuer fing, wird diese Tiefgarage nun für Elektroautos und Hybride geschlossen. Die Begründung: "Die Feuerwehr kann solche Fahrzeuge nicht löschen, sondern muss sie ausbrennen lassen. Auch ist die Tiefgarage nicht ausreichend hoch genug, um brennende Autos mit schwerem Gerät heraus zu ziehen."

Aber, ist das wirklich so? Andere Städte haben dazu eine andere Meinung. Der leitende Branddirektor der Stadt München, sagte gegenüber dem Magazin PC-Welt: "Es können auch Elektrofahrzeuge gelöscht werden; schwieriger als Dieselfahrzeuge, aber sicherer als etwa Gasfahrzeuge. Seitens der Branddirektion München bestehen keine Überlegungen baurechtskonforme Garagen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu sperren."

Problematisch ist: Ein brennendes E-Auto oder ein auch ein Hybrid macht landesweite Schlagzeile, während die 40 Verbrenner die jeden Tag in Deutschland verbrennen niemanden mehr interessieren. Statistisch ist das Brandrisiko bei Verbrennern ca. 20 Mal höher als bei einem E-Auto. Fairerweise muss man aber sagen, dass E-Autos durchschnittlich viel jünger als Verbrenner sind, und alte Autos häufiger brennen.

Weitere Model 3 mit lFP-Akkus

Lithium-Eisenphosphat-Akkus stehen bei vielen Herstellern im besonderen Fokus für den Einsatz in preisgünstigen E-Autos. So berichtet Electrive.net diese Woche, dass solche Zellen ab 2023 auch im neuen Renault 5 zum Einsatz kommen sollen. Im Dezember hatte Tesla erstmals Model 3 mit solchen Batterien in einigen Ländern Europas ausgeliefert, in Deutschland lag der Anteil bei 40 Prozent an Fahrzeugen aus chinesischer Produktion mit diesen Akkus.

Wir hatten in einem Video nicht nur die massive Unzufriedenheit von Kunden berichtet, sondern das Auto auch einem Dauertest unterzogen. In den Kommentaren fand sich häufiger der Hinweis, dass Model 3 Standard Range+, die im ersten Quartal in Deutschland und Europa ausgeliefert werden, wieder aus Amerika kommen - also mit den bewährten Nickel-Mangan-Cobalt-Zellen.

Genauso haben wir es ja auch im Video gesagt. Zusätzlich haben wir aber auch die These aufgestellt, dass Tesla jederzeit Autos mit geänderten Spezifikationen und Zellen in einzelne Märkte liefern könnte. Nun erleben die Lithium-Eisenphosphat-Zellen ein schnelleres Comeback, als wir dachten: Es gibt die zweite Welle für Europa: Freuen dürfen sich die Kunden in Großbritannien und Irland.

Nach unseren Recherchen ist am Mittwoch ein Schiff aus China in Southampton angekommen und alle Model 3 für Großbritannien und Irland kommen aus chinesischer Produktion, wobei natürlich nur die Basis-Variante die LFP-Zellen hat.
Zumindest für die Käufer der Long Range Modelle könnte diese Lieferung aber die besten Teslas aller Zeiten bedeuten, denn die Gigafactory Shanghai erreicht bei den äußeren Werten bisher ungekannte Qualitätsstandards.

LFP-Akkus brodelt unterdessen bei Tesla heftig weiter. Kunden, die sich beschweren werden beschwichtigt und hingehalten, ohne dass sich Tesla in der Sache äußert. Service-Fälle werden einseitig von Tesla geschlossen oder Termine Woche für Woche verschoben. Wenn man sieht, wie sich die Autos im Winter verhalten, könnte man den Eindruck gewinnen, Tesla hat Kältetests vor dem Marktstart weggelassen und diese Aufgabe den Europäischen Kunden übertragen.

Tesla will natürlich auch per Software nachbessern - aber es scheint, dass die steigenden Temperaturen im Frühjahr schneller Linderung bringen könnten.
Die Kälte macht natürlich allen Elektroautos zu schaffen. Wir haben diese Woche ein Video veröffentlicht, mit 33 Tipps für mehr Reichweite und höhere Lade-Geschwindigkeit bei Temperaturen unter 10 Grad und schlechtem Wetter.

https://youtu.be/CYhdflUsNnk

Ford wird elektrisch

Ford und Elektro, das war bisher keine Erfolgsgeschichte. Vom elektrischen Focus hat man in zwei Generationen so gut wie nichts verkauft: 2020 hat Ford in Deutschland 209 E-Autos zugelassen, alles Vorboten des Mustang Mach-e.
Auch dieses Auto sollte ja eigentlich bereits 2020 starten, wurde aber geschoben.

Ford ist traditionell stark bei kostengünstigen Fahrzeugen im Segment klein & kompakt. Kostengünstig und Elektro hat bisher nicht gepasst, aber die Zeiten haben sich geändert, und Ford will das Segment nicht kampflos aufgeben.

Diese Woche wurde bekannt, dass Ford zukünftige E-Autos in Deutschland gebaut werden sollen, und zwar in Köln.  Seit fast 90 Jahren produziert Ford dort bereits, jetzt sollen 830 Mio Euro in den Umbau des Werkes investiert werden. Starthilfe gibt es dafür von VW. Schon länger ist bekannt, dass Ford in den kommenden Jahren 600.000 Einheiten des VW MEB-Baukastens als Basis für die eigenen Elektroautos einsetzen wird. Klingt erstmal nach einer guten Nachricht für die Mitarbeiter am Traditionsstandort Köln.

Gegenüber dem Manager Magazin sagte der Betriebsratschef Martin Hennig aber, dass er dennoch mit Stellenabbau rechnet. Denn die Fertigung der Elektrofahrzeuge ist weniger arbeitsintensiv als die des vermutlich 2024 auslaufenden Fiesta.

Und wenn die komplette Plattform von VW-Mitarbeitern hergestellt wird, dann bleibt deutlich weniger Arbeit für Köln. In ca. 2 Jahren soll dann Fords Elektro-Volumenmodell in Köln vom Band laufen. Man kann davon ausgehen, dass als erstes Fahrzeug ein Ford basierend auf der Architektur des ID.3 kommt, gefolgt von einem Crossover SUV wie dem ID.4.

Und wie geht´s weiter: ab 2026 soll es dann nur noch Elektro und PlugIn geben und ab 2030 will für Ford in Europa nur noch 100 Prozent Elektro anbieten.

Diese und weitere News wie immer in unserem Youtube-Kanal oder direkt hier:

https://youtu.be/LUO89oYUTic

nextnews #142 Themenübersicht:

00:00 Intro
00:36 Teuerster Rückruf in der Geschichte der Elektromobilität
01:15 Opel Mokka wieder bestellbar
02:08 Ford wird elektrisch
04:12 Jaguars Elektro Umbau
05:54 Hausverbot für E-Autos
08:09 Drillinge wieder offline
10:11 Strafe für Plugin-Hybride
14:40 VW ID.5 startet
15:18 Comeback des Model 3 mit LFP-Akkus in Europa
18:13 Erlkönig-Schau
19:41 Faktencheck und Q&A
21:35 Neues von nextmove


Hochspannung an der Ladesäule - nextnews #141

Stromschlag bei Allego? Gratis-Laden bei Aral- nextnews #141

Kam es kürzlich am HPC-Standort von Allego in Hilopltstein zu einer gefährlichen Situation? Das legten Meldungen nahe, die auch bei uns für Besorgnis sorgten. Aussage von Allego bei Facebook: “Aufgrund eines Sicherheitsvorfalls am Freitagabend, 5. Februar, an unserem HPC-Standort in Hilpoltstein haben wir uns entschlossen, alle vergleichbaren HPC-Schnellladestationen bis auf Weiteres abzuschalten. Es wurde niemand verletzt, dennoch nehmen wir diesen Vorfall sehr ernst.”

Die Meldung klang sehr bedrohlich. Was war passiert? Damit beschäftigen wir uns in dieser Woche in den nextnews #141 auf unserem Youtube-Kanal.

Nach unseren Informationen aus gesicherter Quelle haben mehrere Personen einen leichten Stromschlag erlitten. Der Ladevorgang eines Fahrzeuges war gestartet und die Personen befanden sich außerhalb des Autos und spürten plötzlich - ohne Berührung mit Fahrzeug oder Ladesäule - ein elektrisches Kribbeln in den Füßen. Diese Ladesäule wurde in Folge komplett vom Netz getrennt und der Betreiber Allego reagierte umfassend.

Von der vorsorglichen Abschaltung betroffen waren insgesamt noch weitere 12 Standorte, davon 7 in Deutschland. Alle Standorte haben eines gemeinsam, nämlich den Hersteller der Stationen, konkret EVBox. EVBox hat nach eigenen Angaben  mehr als 200.000 Ladestationen installiert, davon mehr als 5.000 Schnelllader.

Schon vor ca. einem Jahr hatte das französische Netzwerk Izivia auf einen Schlag eine ganze Achse mit 189 Stationen des gleichen Herstellers außer Betrieb gesetzt - mit dem Verweis auf wörtlich "Sicherheitsrisiken bei zwei Ladestationen desselben Herstellers".

EVBox hat damals auch ein Statement dazu abgegeben: Die betroffenen beiden Ladestationen seien aus den Jahren 2014 und 15 und die relevanten Vorfälle bereits aus 2019. Und weiter: “Wir haben jedoch festgestellt, dass die Wartung in den letzten Jahren nicht kontinuierlich durchgeführt wurde.” Was damals konkret passiert war, wissen wir nicht.

Noch am Wochenende hatte sich offenbar ein Team von Allego- und EV-Box-Technikern auf den Weg gemacht. Wir zeigen Euch den Einsatz auf den Bildern von Philipp. Das Team vor Ort war natürlich sehr wortkarg. Das offizielle Ergebnis der Prüfung fiel dann bei Allego so aus:

Aufgrund eines Sicherheitsvorfalls am Freitagabend, 5. Februar, an unserem HPC-Standort in Hilpolstein haben wir uns entschlossen, alle vergleichbaren HPC-Schnellladestationen bis auf Weiteres abzuschalten.

Es wurde niemand verletzt, dennoch nehmen wir diesen Vorfall sehr ernst. Wir arbeiten gemeinsam mit unserem Lieferanten daran, die Ursache zu ermitteln. Hier finden Sie einer Liste der betroffenen Standorte in Deutschland und den Niederlanden. Wir entschuldigen uns im Voraus für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

UPDATE 7-2-2021 Wir haben heute zusammen mit dem Hersteller vor Ort die Ursache des Vorfalls überprüft. Es haben sich keine sicherheitsrelevanten Sachverhalte ergeben. Daher werden alle Standorte in Deutschland und den Niederlanden im Laufe des Tages den normalen Betrieb wieder aufnehmen. Einzige Ausnahme bildet der Standort Hilpolstein, da die Ladestationen bei dieser Witterung nach kompletter Abschaltung nicht direkt wieder eingeschaltet werden können. Wir bitten noch einmal die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Wir gehen also davon aus, dass es sich nicht um einen Serienfehler handelte. Aber die Schuldfrage bleibt natürlich offen, denn es kommt theoretisch sowohl ein Hardwarefehler oder Softwarefehler oder Installationsfehler oder mangelnde Wartung in Frage.

Wir bei nextmove lieben E-Autos und wir wollen die E-Mobilität voranbringen. Sowohl hier und auf Youtube, als auch im echten Leben mit 400 E-Autos an 12 Standorten deutschlandweit zur Miete für Euren persönlichen Härtetest im Alltag. Trotzdem packen wir hier auf dem Kanal auch die heißen Eisen an und machen uns damit nicht nur Freunde. Dabei wollen wir stets fair und ausgewogen den Dingen auf den Grund gehen. Wenn Du glaubst, dass solche Transparenz wichtig ist, dann abonniere unseren Kanal, aktiviere die Glocke und Teile unsere Videos oder diesen Blogbeitrag mit Freunden.

Tipp: Ultraschnelles Gratis-Laden

Dazu haben wir einen Tipp für Euch. Und zwar geht das aktuell an 5 Standorten von Aral in Deutschland. Es handelt sich dabei um die fünf älteren Pilotstandorte in Schkeuditz, Wittenburg, Bochum, Dettelbach und Merklingen. Diese wurden 2019 errichtet und sind zu erkennen an den Efacec HPC Ladestationen.

Allerdings gibt es zwei Hürden zu überwinden: Die erste habt ihr gerade schon gehört: Aral + Efacek... Die Technik an diesen Standorten hat sich offenbar nicht bewährt und ist nur mäßig zuverlässig: Das ist wohl auch der Grund, warum man dort kein Geld mehr fürs Ladeabenteuer nimmt.

Und zweitens: Die Freischaltung funktioniert nur noch über eine Aktivierung per Link auf dem Smartphone.

Die zugehörigen Links sind hier zu finden:

Was mit diesen alten Standorten passiert ist nicht bekannt. Denkbar wäre eine Integration in das neue Aral-Backend von has.to.be oder ein Austausch der kompletten Hardware. Warum haben wir es mit aufgenommen? Gratis-Lader im HPC-Bereich sind die absolute Ausnahme! Die jüngeren Aral Standorte sind übrigens mit modernen Alpitronic hyperchargern ausgerüstet und tragen den Namen „Aral Pulse“.

Diese und weitere News wie immer in unserem Youtube-Kanal oder direkt hier:

https://youtu.be/iazNUJR_7Mc

nextnews #141 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:35 Zulassungszahlen Januar

02:39 Mehr Geld für Wallboxen

03:22 Frauen und junge Menschen stehen auf Elektro

07:11 Audi etron GT

09:49 Stromschlag an der Ladesäule?

13:03 IONIQ 5 Sneak Preview vor der Premiere

13:55 Preissenkung Tesla Model 3

15:35 Zu fett für Tesla?

19:00 Fiese Bafa-Falle

23:04 Erlkönig-Schau mit einem neuen Kandidaten

24:01 Ultraschnelles Gratis-Laden


CO2-Strafen, Mercedes EQA, Supercharger-Preise - nextnews #140

CO2-Strafen, Mercedes EQA, Supercharger-Preise - nextnews #140

Die deutsche Autoindustrie bekommt gerade die Quittung für nicht eingehaltene Flottenemissionsziele. Nach einem Report von ICCT beträgt die Strafe rund eine Milliarde Euro. Und das, obwohl die Hersteller 2020 versucht hatten, möglichst punktgenau ihre CO2-Vorgaben zu erfüllen.

Der besondere Fokus des ICCT-Reports liegt auf E-Fahrzeugen und den CO2-Flottenzielen. Das International Council on Clean Transportation ist übrigens eine gemeinnützige Organisation mit der Aufgabe, von Lobbyisten unbeeinflusste Forschung zu betreiben und technische und wissenschaftliche Analysen für Umweltbehörden zu erstellen.

In Europa wurden 2020 insgesamt 11 Prozent aller PKW mit Stecker verkauft, d.h. Elektro oder Plugin-Hybrid. Doch welcher Hersteller hat nun prozentual auf die eigene Flotte die meisten Strom-Autos verkauft? Es ist Daimler mit 21 Prozent. Gefolgt von Kia und BMW mit jeweils 17 Prozent.

Daimler selbst ist sich sicher, damit die Flottenemissionsziele eingehalten zu haben, vielleicht aber nicht ganz. Das ICCT listet Daimler mit 3 Prozent Zielverfehlung. 

ICCT Flottenemissionen 2020

In der Übersicht ist zu erkennen, welche Hersteller voraussichtlich die Vorgaben erfüllen und welche knapp drüber liegen und damit Kandidaten für Strafzahlungen sind. Achtung: Die Zahlen sind vorläufig! In Summe liegen die Hersteller leicht drüber. Ein Prozent entspricht ca. einem Gramm, dass macht in Summe eine Milliarde Euro.

Neues Elektroauto: Mercedes EQA ab sofort bestellbar

Seit der Weltpremiere hat Mercedes seine Bestellbücher für den EQA geöffnet. Ab jetzt ist das Auto online konfigurierbar. Wie von uns erwartet ist die Aufpreisliste trotz der bereits umfangreichen Serienausstattung mercedes-typisch sehr lang. Der Basispreis liegt ja bei ca. 47.500 Euro. Bis zu 20.000€ an zusätzlichen Optionen sind möglich und dabei ist der Allradantrieb oder der größere Akku noch nicht drin.

Aber viele der Optionen sind natürlich keine technischen must-haves, sondern zielen eher auf zahlungsfreudige Kundschaft. Wenn Euch das Auto interessiert, dann nehmt euch ruhig mal die Zeit. Ich würde den Konfigurator durchaus als komplex bezeichnen, aber ich glaube die Käufer deutscher Autos schätzen das.

Tesla erhöht Preise am Supercharger

Tesla hat die Preise am Supercharger erhöht: Basis für die Preisinformation an die Kunden ist natürlich nur das Auto, konkret die Anzeige im Navi für den jeweiligen Supercharger. Dort werden jetzt für Deutschland 36 Cent pro kWh ausgewiesen - zuvor gab es einen Mix an preisen zwischen 31 und 35 Cent in Deutschland, meist jedoch 33 Cent. Im Schnitt ging es also um 3 Cent oder 9 Prozent nach oben.

Die Blockiergebühren wurde von 80 Cent auf 1 Euro pro Minute erhöht, werden aber nicht in jedem Fall berechnet. Grundsätzlich fällt der Strafzuschlag aber ab der ersten Minute nach Abschluss des Ladevorgangs an. Wird das Fahrzeug innerhalb von fünf Minuten entfernt, wird die Blockiergebühr jedoch erlassen.

Diese und weitere E-Auto News der Woche gibt es im aktuellen Video auf unserem Youtube-Kanal:

https://youtu.be/timIQDm59pc

Hyundai IONIQ5 - Weltpremiere abgesagt

Hyundais neuer Alleskönner wird mit Spannung erwartet, aber bisher werden die Kunden nur mit Info-Häppchen bei Laune gehalten. Das gelang bisher nur teilweise, wir hatten schon öfter hier berichtet, auch darüber, dass technische Daten auf der Webseite von Hyundai Österreich wieder gelöscht werden mussten.

Diese Pannenserie setzt sich nun fort, denn eigentlich sollte am kommenden Dienstag um 8 Uhr Weltpremiere für den IONIQ5 sein. In der digitalen Vorstellung des Auto sollten wir eigentlich mehr zu den finalen Eckdaten, der Ausstattung und dem Zeitplan der Markteinführung erfahren. Der Termin selbst wurde bisher nicht groß angekündigt, war aber Bestandteil eines Video Teasers von Hyundai auf Youtube.

Dieses Video wurde nun gelöscht und erneut leicht verändert hoch geladen, jetzt heißt es dort: terminoffen Mitte Februar. Die Hintergründe kennen wir nicht. Technische Probleme beim Auto sind eher unwahrscheinlich - dann hätte man wohl deutlicher nach hinten geschoben. Wir bleiben dran für Euch.

Rückkehr der Volkswagen-Drillinge

Die drei Kleinwagen aus dem VW Konzern, konkret der eUp, der Seat Mi und der Skoda Citigo waren 2019 und 20 so erfolgreich, dass sie Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden sind und alle drei Marken die Bestellbücher schießen mussten.

Teilweise wurde das Modell sogar komplett mit allen Infos von der Homepage gestrichen. Wir hatten hier auf dem Kanal frühzeitig vorgewarnt und die drei auf unsere Rote Liste der für 2021 vom Ausverkauf bedrohten Autos gesetzt. Viele von euch konnten noch zuschlagen, bevor die Ampel auf Rot ging.

Nach unserer Einschätzung wurden die Autos zur Erfüllung der CO2-Flottenziele SEHR attraktiv bepreist und die Verdopplung der Prämie hat den Autos sozusagen den Rest gegeben. In unserem insider-Postfach gab es viele Beschwerden von Kunden. Beim VW eUp wurden deutlich verzögerte Liefertermine beklagt. Bei Skoda und Seat gingen die Beschwerden in Richtung Konditionsverschlechterung im Leasing. Über Zinssatz und Restwert hatten die Hersteller-Banken den Vorteil der gestiegenen Prämien teilweise zum Nachteil der Kunden kompensiert.

Diese Woche hieß es nun in einer internen Mitteilung an die VW-Händler: “Voraussichtlich wird Mitte 2021 die Bestellbarkeit für den eUp wieder geöffnet.”

Einen Schritt weiter ist schon Seat. Dort ist das Auto seit gestern wieder im Konfigurator. Wobei Konfigurator relativ ist, denn er funktioniert noch nicht. Ist auch nicht so schlimm, denn außer der Farbe wird es wohl nichts zu konfigurieren geben.

Haken Nr. 1: Es gibt ein neues Sondermodell und der Kunde muss zwangsweise die Vollausstattung für 24.650€ kaufen. Das sind immerhin 4000€ über dem alten Einstiegspreis. Das ausschließliche Angebot einer Vollausstattung ist die Reaktion der Hersteller auf die hohe Nachfrage und die hohe Förderung in Deutschland. So wird durch die Hintertür beim Preis nachgefasst, denn mehr Ausstattung heißt auch - mehr Marge.

Quasi zeitlich wurde gestern auch die Bafa-Liste aktualisiert und die neue Variante des Seat Mii entsprechend gelistet. Skoda hatte ja bereits mit dem Citigo Best-of schon vor dem Bestellstop nur noch eine ähnlich aufgewertete Vollausstattung verkauft. Wir gehen davon aus, dass auch VW  beim Comeback des eUp nur mit einem Sondermodell in den Verkauf geht.

Haken Nummer 2: Offenbar gibt es pro Händler nur wenige Autos: Deswegen geht unsere Ampel für den Seat Mii zunächst nur auf GELB. Wir haben diese Woche unsere ersten 5 eup für die nextmove Flotte übernommen - viele weitere werden folgen.

Wenn du nicht länger warten willst, dann überbrücke bis zur Auslieferung mit einem eUp im nextmove E-Auto Abo. Los geht es ab 11 Euro am Tag. Natürlich monatlich kündbar - und damit passgenau bis Dein eigener Drilling kommt.

 

nextnews #140 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:51 Zulassungszahlen Januar

01:42 Strafen für die Autoindustrie

07:10 VW ID.4 Basis startet

08:29 Mercedes EQA bestellbar

09:21 Rückruf bei Tesla

11:43 Preiserhöhung am Tesla Supercharger

13:53 Größter Model 3 Test aller Zeiten

18:09 Drohnenflug um die Gigafactory 4 + Update

20:02 Hyundai Ioniq 5 Update

20:38 Erlkönige unterwegs