
Zulassungszahlen bleiben auf hohem Niveau
Im Mai wurden in Deutschland knapp 240.000 Pkw neu zugelassen. Der Anteil der Elektroautos bleibt mit rund 60.000 Fahrzeugen und etwa 25 Prozent Marktanteil stabil auf dem hohen Niveau der Vormonate. Gleichzeitig zeigen Umfragen, dass viele Interessenten weiterhin Sorgen beim Thema Wiederverkaufswert, Reparaturkosten und Batteriebrände haben. Besitzer von Elektroautos bewerten ihre Fahrzeuge dagegen deutlich positiver und schätzen vor allem Fahrkomfort und Technik.

Ferrari präsentiert sein erstes Elektroauto
Mit dem Ferrari Luce steigt die italienische Sportwagenmarke offiziell in die Elektromobilität ein. Das Fahrzeug kombiniert 800-Volt-Technik, vier Elektromotoren und über 1.000 PS mit Platz für fünf Personen und einem großen Kofferraum. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte allerdings das ungewöhnliche Design, das in sozialen Netzwerken für reichlich Diskussionen und Parodien sorgte. Ferrari kann darüber gelassen hinwegsehen: Die Auftragsbücher sind bereits gut gefüllt.

MG baut seine Präsenz in Europa aus
Der chinesische Hersteller MG setzt seinen Ausbau in Europa fort. Nach einem Entwicklungszentrum in Deutschland wurde nun ein eigenes Werk in Spanien angekündigt. Ab 2028 sollen dort bis zu 120.000 Fahrzeuge pro Jahr produziert werden. Damit folgt MG dem Beispiel von BYD und investiert direkt in europäische Produktionskapazitäten.

VW macht die Schnittstelle dicht
Volkswagen hat den Zugriff auf seine Fahrzeug-API für viele Drittanbieter abgeschaltet. Betroffen sind auch Audi, Cupra und Skoda. Besonders Nutzer von Solar- und Smart-Home-Lösungen reagieren verärgert, da automatisierte Ladevorgänge und Energiemanagementsysteme teilweise nicht mehr funktionieren. Inzwischen wurde eine Petition gestartet, die sich auf den EU Data Act beruft und eine offene Datenbereitstellung fordert.

Sparen beim Laden mit neuer Flexibilitätsplattform
Mit dem Pilotprojekt LadeFlexBW soll intelligentes Laden von Elektroautos finanziell attraktiver werden. Teilnehmer erhalten eine Vergütung dafür, dass ihre Ladevorgänge flexibel an Netz- und Strompreissignale angepasst werden. Besonders interessant: Weder ein dynamischer Stromtarif noch ein Smart Meter sind erforderlich. Das Projekt richtet sich zunächst an Fahrer von VW-, Audi- und Skoda-Modellen in Baden-Württemberg.

Altes Eisen? Batterien zeigen weiterhin starke Werte
Neue Batteriezertifikate zeigen erneut, wie langlebig moderne E-Auto-Akkus sein können. Selbst ein 13 Jahre alter Smart Electric Drive erreicht noch rund 90 Prozent nutzbare Batteriekapazität. Auch ein Kia Niro EV mit mehr als 215.000 Kilometern Laufleistung liefert weiterhin sehr gute Ergebnisse. Die Daten sprechen erneut gegen die weit verbreitete Sorge, ältere Elektroautos seien nach einigen Jahren wirtschaftlich wertlos.

Erlkönigschau
Gesichtet wurden unter anderem neue Nutzfahrzeug-Prototypen in Bremerhaven sowie ein Audi A2 e-tron während der Hitzeerprobung in Andalusien. Besonders der kommende elektrische A2 bleibt ein spannendes Projekt, nachdem Audi die Rückkehr des Modells bereits offiziell angekündigt hat. Die Testfahrzeuge zeigen, dass die Entwicklung inzwischen in die heiße Phase geht.

Neues von nextmove: Insolvenz in Eigenverwaltung
Die nextmove GmbH befindet sich seit Anfang Juni offiziell in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Unternehmen bleibt dabei handlungsfähig und führt den Geschäftsbetrieb unter Aufsicht eines Sachwalters fort. Ziel ist eine Sanierung und langfristige Fortführung des Unternehmens. Auswirkungen auf laufende THG-Quoten-Auszahlungen bestehen laut nextmove nicht, da hierfür der Partner Carbonify verantwortlich ist.