Tesla Fail und Rekord - Ankunft von Polestar 2 - nextnews 112

nextnews #112: Tesla Fail, Polestar 2, Byton & e.Go vor Aus

Tesla Fail und Rekord - Ankunft von Polestar 2 - nextnews 112Die nextnews #112 drehen sich am ersten Juli-Freitag um einen Tesla Fail in Sachen Mehrwertsteuer, um den Polestar 2 auf dem Weg nach Europa, und um das drohende Aus für Byton & e.Go. Als besonders Schmankerl freuen wir uns darüber, dass Bloch nextmove erklärt.

Tesla Fail: Verliert das Model 3 die Umweltprämie?

Am Mittwoch ist Tesla im Zuge der Mehrwertsteuer-Umstellung ein großer Fehler unterlaufen. Dieser passierte beim Kauf eines Tesla Model 3 als Neuwagen. Der Hintergrund: Im Konfigurator gab es neue, auf volle tausend Euro gerundete Preise. Auf den zweiten Blick fällt auf: Tesla hat die Preise leicht angehoben - und lag damit über der Grenze von 40.000 Euro für die Umweltprämie.

Das Resultat: Wir erhielten auf allen Kanälen reichlich Anfragen, ob die Förderung von 6.000 Euro nun auf 5.000 Euro reduziert würde, weil der Nett-Listenpreis der Basisversion ausschlaggebend ist. Aber: Die Tragweite ist noch größer - denn damit hätten sämtliche Model 3 ihre Förderfähigkeit eingebüßt.

Im Gesetz steht:  “Zur Sicherung des Eigenbeitrags der Automobilindustrie wird der Bundesanteil am Umweltbonus nur gezahlt, wenn der Netto-Kaufpreis (exklusive Mehrwertsteuer) des Basismodells für den Endkunden ….. um mindestens 3 000 Euro … unterhalb des dem BAFA vorliegenden Nettolistenpreises des Basismodells in Deutschland (BAFA Listenpreis) liegt.”

Genau diese Bedingungen hatte Tesla durch die Preisanpassung um genau 70 Euro verfehlt. Erst gestern wurde der Preis dann wieder um 100 Euro Brutto reduziert und damit das Problem behoben. Besteller vom Mittwoch haben uns geschrieben, dass ihre Bestellungen korrigiert werden. Als Grund für die Probleme gibt ausgerechnet Tesla übrigens "IT-Schwierigkeiten" an.

Aber Tesla hat diese Woche noch mehr Schlagzeilen gemacht: Einerseits überholte der Autobauer Toyota als wertvollsten Autokonzern der Welt mit einem Aktienkurs von zeitweise 1.200 Dollar. In Frankfurt übersprang das Papier die Marke von 1.000 Euro locker, und kratzte an der 1.100 Euro-Marke. Der Grund für den Höhenrausch: Trotz wochenlanger Corona-Pause hat Tesla die Analysten-Erwartungen bei den Auslieferungen und den produzierten Fahrzeugen im 2. Quartal 2020 übertroffen. Es gelang dem Unternehmen, 90.650 Fahrzeuge auszuliefern - und mehr als 80.000 zu produzieren. Analysten waren im Schnitt von 72.000 ausgelieferten Elektroautos ausgegangen.

Ob die Auslieferungen für den vierten Quartalsgewinn in Folge reichen, wird sich in einigen Wochen bei der Vermittlung der Quartalszahlen zeigen. Elon Musk hatte vergangene Woche zunächst davon gesprochen, es werde "super knapp". Und anschließend in einer geleakten E-Mail an die Mitarbeiter deren exzellente Arbeit gelobt. Zwischen den Zeilen lässt sich heraushören: Es könnte geklappt haben mit dem vierteln Quartalsgewinn in Folge. Damit könnte Tesla in den wichtigen Index S&P 500 aufsteigen.

Bloch erklärt nextmove

Besonders stolz sind wir auf die folgende Entwicklung: auto-motor-sport-Redakteur Matthias Bloch hat in einem Video unseren Reichweitentest mit dem Tesla Model Y analysiert. Das 45-minütige Reaktions-Video ist hier zu sehen:

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Wir waren sehr überrascht, weil es zuvor keinen Kontakt mit uns gegeben hat. Die Einladung zum Kaffee hat unser Geschäftsführer Stefan Moeller natürlich gerne angenommen. "Ich freue mich auf den Plausch zur Elektromobilität und hätte auch schon Ideen für ein gemeinsames Vergleichs-Testvideo", so Stefans Kommentar in den nextnews.

Weitere Elektroauto-News:

  • Unterdessen sieht es bei zwei E-Auto-Herstellern nicht so richtig gut aus: Byton hat diese Woche verkündet, den Betrieb für ein halbes Jahr einzustellen. Seit April ist schon die Hälfte der Belegschaft in den USA beurlaubt. Jetzt werden nahezu alle Mitarbeiter weltweit entlassen. Die Chancen, dass es doch noch weitergeht, sind gering. Damit verschwindet ein Hoffnungsträger vom Markt - noch bevor die ersten Bytons in Serie produziert werden konnten.
  •  Wenig Positives gibt es auch vom Aachener Startup e.Go Mobile zu berichten. Das Unternehmen befindet sich in einem Insolvenzverfahren im Schutzschirmverfahren. Das bedeutet: Der bisherige Vorstand bleibt im Amt, er teilt sich die operative Verantwortung mit zwei vom Amtsgericht Aachen eingesetzten Anwälten. 2019 wurden 540 e.Go Life gebaut. Für Juli kündigte der Autobauer an, die Produktion und weitere Entwicklungen auszusetzen. Unternehmensgründer Prof. Schuh bleibt weiter Optimist: Er möchte die vielen erfreulichen Investorengespräche zu einem guten Ende führen. Wir bleiben dran!
  • Erfreulicher sind die Nachrichten von Polestar: Vor einigen Tagen sind die ersten Serienfahrzeuge in Europa angekommen. Weitere Kundenfahrzeuge auch für den deutschen Markt sind per Schiff unterwegs. Polestar garantiert für aktuelle Bestellungen eine Auslieferung noch in 2020 und somit mit 16 Prozent Mehrwertsteuer. Wer vor der Kaufentscheidung eine Probefahrt machen möchte, kann sich auf eine Roadshow freuen. Diese wird in Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München Station machen. 

https://youtu.be/_vT4E5x2oPI

nextnews 112 Themenübersicht:

00:00 Intro

00:40 Erste Polestar 2 für Deutschland

02:33 VW Werk in Zwickau ab jetzt voll-elektrisch

04:49 Byton vor dem Aus

05:45 Insolvenz e.Go

06:51 Update zur Gigafactory 4

08:27 Möglicher Rückruf bei Tesla

09:29 Preis-Fehler beim Model 3

12:53 Tesla auf Alltime High

13:39 Prototypenschau

14:28 Verfügbarkeits-Ampel

16:08 Neues von nextmove


nextnews 110 VW ID.3 Tesla Supercharger Schnellladeparks und mehr Elektroauto-Nachrichten

nextnews #110: ID.3-Preise, 1000 neue Schnellladeparks in Deutschland und mehr E-Auto-News der Woche

nextnews 110 VW ID.3 Tesla Supercharger Schnellladeparks und mehr Elektroauto-NachrichtenDie nextnews #110 sind - wie immer - vollgepackt mit den E-Auto-News der Woche: Wir schauen nochmals auf den ID.3-Preis, beschäftigen uns mit 1.000 neuen Schnellladeparks in Deutschland, einem neuen Suparcharger von Tesla, der Vorstellung des Lucid Air und vielen weitere, relevanten News rund um das rasant an Bedeutung gewinnende Thema Elektromobilität. Wenn Ihr nichts mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren Youtube-Kanal.

Seit Mittwoch bestellbar: VW ID.3 1ST

Das lange Warten hat ein Ende: Am Mittwoch bestellte nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller die ersten ID.3 für die nextmove-Flotte. Preislich gab es dabei keine Überraschungen, Preislich gab es keine Überraschungen, die Preise liegen jeweils 5€ unter den vorab angekündigten Obergrenzen und damit auf den Euro genau auf dem Punkt, wie in unseren next news vor zwei Wochen als Beispiel der neuen Fördersätze vorgestellt:

  • Pro 1st 39.995 Euro
  • Pro 1st plus 45.995 Euro
  • Pro 1st max 49.995 Euro

Das günstigste Ausstattungspaket der First Edition kostet mit geringerer Mehrwertsteuer nach Abzug der Förderung dann noch genau 29.407 Euro zzgl. Überführung. Und damit 10.588 Euro weniger als der Listenpreis. Das Volkswagen-Elektroauto überzeugt mit einem 385-Liter-Kofferraum, einem Fassungsvermögen von 1257 Litern beim Umklappen und ein Meter nutzbarer Breite zwischen den Radkästen. Das Gewicht inkl. Fahrer liegt bei mindestens 1.794 Kilogramm und damit ist der VW - zumindest auf dem Papier - ca. 100 Kilogramm schwerer als ein Tesla Model 3 Standard Range Plus mit gleicher Reichweite und identischer Batteriegröße. Dieses Fahrzeug wiegt 1.611 Kilogramm ohne Insassen.

Die Ladezeit des ID3 ist mit 35 min bis 80 Prozent Ladestand angegeben. Eine Motorleistung von 150 Kilowatt  auf der Hinterachse schieben ihn in 7,3 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Baut der Bund jetzt Schnellladeparks?

Wie electrive.net berichtet, will der Bund jetzt deutscher Supercharger bauen. Demnach soll die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur der NOW die Errichtung und den Betrieb des größten deutschen Schnall-Ladenetzwerks ausschreiben. Ganz nach dem Motto: Wenn der Markt versagt, richtet es der Staat. Pro Standort sollen mehrere Ladestationen mit mindestens je 150kW Leistung gebaut werden.

Die errichtenden Unternehmen bleiben die Betreiber. Sie schließen einen Vertrag mit dem Bund, in dem klare Qualitätsstandards und Fristen definiert sind.  Derzeit gibt es ja viele DC-Ladesäulen die nicht funktionieren, teilweise auch neue Standorte die über Monate einfach nicht laufen. So etwas soll hoffentlich zukünftig auch finanziell sanktioniert werden können. Der Bund schließt die mittel- oder langfristige Wirtschaftlichkeitslücke der Betreiber, d.h. es wird vermutlich über Jahre viel Geld fließen.

Die Ausschreibung erfolgt in Losen, bei denen attraktive und weniger interessante Standorte zusammengefasst werden. Damit soll eine Versorgung der Peripherie erreicht werden. Teilnehmer des Losverfahrens sind CPOs (also Ladestationsbetreiber). Diese müssen dann allen EMPs (wir nennen sie Fahrstromanbieter) und Ad-hoc-Ladern (also vertragslosen Kunden) einen diskriminierungsfreien Zugang zu gleichen Konditionen ermöglichen. Das B2B-Zugangsentgelt darf nicht in missbräuchlicher Weise nach oben abweichen - sprich: es darf keine Abwehrangebote geben, die aktuell gerade im Ausland nicht unüblich sind.

Die Ausschreibungen sollen noch in diesem Jahr beginnen. Weitere Infos dazu auch hier bei Electrive.

Weitere Elektroauto-News:

  • Apropos Schnellladen: An der A66 bei Eschborn wird derzeit fleißig gebaut. Der Dienstleister GenerationE hat zwar bisher überwiegend für Fastned und ENBW Schnellladestationen gebaut - auf Basis der Fotos, die im Video gezeigt wurden, wird hier aber eine Tesla-Baustelle vermutet.
  • Lucid Motors will die finale Version des Lucid Air am 9. September in einer Online-Präsentation der Welt zeigen. Neben dem finalen Design sollen dann auch alle technischen Details, Konfigurationsmöglichkeiten und natürlich die Preise bekanntgegeben werden. Die Version mit dem größten Akku sollte das erste Elektroauto werden, dass eine EPA-Normreichweite von 400 Meilen, also 644 Kilometer, hat. Auch in anderen Parametern will Lucid offenbar Tesla angreifen: 0 auf 60 Meilen pro Stunde in unter 2,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit über 320 Kilometer pro Stunde. Es wird ein Preis von mehr als 100.000 US-Dollar erwartet.

https://youtu.be/9fDG-RYF8Ew

nextnews 110 Themenübersicht:

00:00 Intro
00:51 VW ID.3 Bestellstart
03:32 1000 neue Schnellladeparks in Deutschland
06:13 Neuer Tesla Supercharger
06:58 Update für den Hyundai Kona
08:30 Vorstellung Lucid Air
09:32 Gigafactory News
11:10 Prototypenschau
14:28 Nachlese und Faktencheck zu vergangenen Videos
19:29 Neues von nextmove


E-Auto Prämie: Nextmove-Tipps zum Auto-Kauf

E-Auto Prämie: nextmove-Tipps und Verfügbarkeits-Ampel

Die neue E-Auto Prämie der Bundesregierung ist abgesegnet und kommt. Da unsere nextnews vom 12. Juni mit rund 100.000 Aufrufen sehr viel Aufmerksamkeit bekommen haben, berichten wir in diesem Beitrag und einem ausführlichen Video speziell über das Thema Elektroauto-Kauf in Zeiten hoher Förderungen, aber unklarer Angebotslage. Das Thema Autokauf ist für nextmove als einem der größten Elektroauto-Flottenbetreiber in Europa extrem wichtig. nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller verbringt sehr viel Zeit mit Marktbeobachtung, spricht tagtäglich mit Marktteilnehmern und hält nach Chancen Ausschau, um die Elektroauto-Flotte von nextmove zu erweitern.

Eine Erkenntnis aus dieser ständigen Analyse: In den vergangenen Tagen ist Bewegung in den Markt gekommen. So konnten wir über Händlergespräche innerhalb weniger Stunden interessante Angebote unter Dach und Fach bringen. In diesem Beitrag und dem entsprechendem Video auf dem Youtube-Kanal von nextmove geht es darum, das Wissen zu teilen - und Euch als Elektromobilisten oder künftige E-Auto-Fahrer zur bestmöglichen Kaufentscheidung zu begleiten.

Unter dem letzten nextnews-Video wurden viele Fragen gestellt. Wir sagen Dir, was Du jetzt beachten musst.

  • Wie viel werden die Autos jetzt billiger?
  • Ab wann gilt die neue Prämie?
  • Welche Stichtage gilt es einzuhalten?
  • Was kosten die einzelnen Modelle?
  • Bei welchen Autos muss man jetzt besonders schnell sein?
  • Welche Autos bekommt man kurzfristig?
  • Welche Autos bekommt man dieses Jahr vielleicht überhaupt nicht mehr und muss dann wieder die höhere MwSt zahlen?
  • Wer macht 2020 in Deutschland das Rennen:  Tesla oder VW?
  • Und - Welche fiesen Fallen ihr unbedingt kennen und vermeiden solltet!

Wie viel werden die Autos jetzt billiger?

Für alle Käufer von Autos sinkt die Mehrwertsteuer. Und zwar für Rechnungsdatum (im Normalfall gleich dem Lieferdatum) von Juli bis Dezember um drei Prozent. Drei Prozent klingt nicht viel und ist rechnerisch sogar noch weniger. Konkret lautet die Formel: aktueller Kaufpreis durch 1,19 mal 1,16 gleich neuer Endpreis ab Juli. Das sind ca 2,5 Prozent weniger als vorher.

Ein Auto für 40.000 Euro wird damit 1.008 Euro billiger. Außerdem wird die bisherige E-Auto Prämie verdoppelt: Autos mit einem Nettolistenpreis für die Basisvariante bis 40.000 Euro erhalten dann 6.000 Euro Bonus. Beispiel für die Prämie: Das Tesla Model 3 Standard Range+ kostet derzeit 47.560 inkl. Mehrwertsteuer vor Abzug des Herstelleranteils am Umweltbonus. Der Nettolistenpreis beträgt  39.966,39 Euro und somit bekommt man 6.000 Euro Prämie vom Staat. Auch das Long Range und das Performance Model bekommen 6.000 €, weil dies sozusagen zur optionale Zusatzpakete des bei der BAFA gelisteten Standard Range + sind. Im Konfigurator sieht man das sehr schön.

Beispiel 2: Der Audi e-tron 50 hat einen Nettolistenpreis von 58.057 Euro, damit liegt er über den 40.000 Euro und bekommt nur 5.000 Euro E-Auto Prämie. Der Audi etron 55 mit der großen Batterie ist übrigens ein eigenständiges Fahrzeug mit eigenem Nettolistenpreis von knapp 69.000 Euro. Damit liegt der über den 65.000 Euro Fördergrenze und bekommt keine Kaufprämie.

Bisher galt, dass Hersteller und Staat jeweils die Hälfte beisteuern. Jetzt verdoppelt der Staat den Anteil. Der Herstelleranteil muss sich preislich dafür nicht bewegen, das heißt auch für alte Bestellungen aus 2019 mit 3.000 Euro netto Rabatt von Hersteller und Händler in Summe bekommt ihr 6.000 Euro vom Staat, bzw. 5.000 Euro für die teureren Modelle.

https://youtu.be/lUTCac_1MkM

Wenn du den Kauf eines Elektroautos erwägst, dann abonniere den nextmove YouTube Kanal. In kommenden Videos - vor allem Freitags in den nextnews - werden wir auf die Dos and Donts beim Autokauf eingehen. Als Abonnent bekommst du einen Informationsvorsprung und kannst bares Geld sparen. Diese Woche erreichten uns zahlreiche Emails von dankbaren E-Auto-Käufern, die durch unsere Tipps in den Genuss der höheren Kaufprämie kommen. Wir hatten bereits vor Wochen beim Neuwagenkauf zur Vorsicht geraten. Also, am Besten unseren Youtube-Kanal abonnieren und Benachrichtigungs-Glocke aktivieren. Die besten Tipps gibt es nur hier bei nextmove.

Ab wann gilt die neue Prämie?

Stichtag soll der 4. Juni sein, also rückwirkend für alle Autos die ab diesem Tag zugelassen wurden oder werden. Auch das ist zwar noch nicht beschlossen, aber es gibt ein klares und starkes Signal aus dem Wirtschaftsministerium. Nur die EU muss noch zustimmen aber da erwarten Experten keine Probleme. Bei der letzten Runde gab es noch wochenlang Unsicherheit und jetzt wurde diese Frage mal eben nach einem Tag per Twitter klargestellt.

Was kosten nun die einzelnen Autos?

Die Formel zur Berechnung des neuen Endkundenpreises mit neuer 16 Prozent-Mehrwertsteuer lautet: Aktueller Listenpreis dividiert durch alte Mehrwertsteuer 1,19 , mal neue Mehrwertsteuer 1,16. Dann minus 3480 Euro, das ist der Mindestrabatt des Herstellers für die Preisgünstigen Autos unter 40.000 Euro Netto-Preis für die Basisversion. Rabatt also 3.000 Euro netto + 16 Prozent Mehrwertsteuer ab Juli macht diese 3480 Euro.

Das Auto muss natürlich mit diesem Netto-Basispreis auf der Bafa-Liste aufgeführt sein, Dann geht oft noch weiterer Rabatt vom Händler ab. Überführungskosten kommen dazu. Dann habt ihr den Kaufpreis.

Und dann gibt’s einige Wochen später nochmal 6.000 Euro Zuschuss vom Staat. Für den Fußgänger-Schutz-Sound, kurz AVAS, nochmal zusätzlich 100 Euro. Bei den teureren Autos zwischen 40.000 und 65.000 Euro sind die Sätze etwas niedriger, nämlich 2.500 Euro netto vom Hersteller und 5.000 Euro vom Staat. Als Faustformel könnt ihr Euch für alle Elektroautos merken: rund 10.000 Euro unter altem Listenpreis. So lautete übrigens auch unsere Prognose in den nextnews 101 vor 8 Wochen.

Ein paar Beispiele für Preise mit der E-Auto Prämie

  • Polestar 2 ab 48.440,33 Euro
  • Tesla Model 3 ab 36.881 Euro
  • Hyundai Kona mit der großen Batterie, knapp 500 Kilometer WLTP-Reichweite, 31.215 Euro
  • VW ID.3 1ST Edition Ausstattungslinie 1, maximal 29.704 Euro für die Variante mit 420 Kilometer WLTP. Preise soll es für den ID.3 spätestens am 17. Juni geben.  Vielleicht gibt es ja sogar noch eine positive Überraschung.
  • Renault Zoe ca. 11.768 Euro zzgl. Batteriemiete
  • VW eUp ca. 11.841 Euro

Bei den klassischen Marken hat natürlich oft auch der Händler noch Spielraum für zusätzliche Rabatte. Alle Preise zzgl. Überführung, bei Tesla heißt sie Bearbeitungsgebühr in Höhe von 980 Euro. Noch dazu kommt 10 Jahre Steuerbefreiung.

Wer günstig aufladen kann - etwa zu Hause für 30 Cent oder 10 Cent vom eigenen Dach fährt für 1,50 Euro bis 5 Euro pro 100 Kilometer. Hinzu kommen deutlich geringere Wartungskosten als bei Verbrennern.

Gilt das auch für Gebrauchte?

Theoretisch sind Gebrauchtwagen sogar Bafa-förderfähig, wir bekommen immer wieder Fragen dazu. Aber wir haben noch kein solches Angebot gesehen, da fast alle Autos im Zuge der Erstzulassung gefördert werden und dann nicht nochmal als Gebrauchtwagen förderfähig sind. Die Ausnahme werden Zulassungen für herstellereigene Flotten sein, die dann nächstes Jahr vielleicht auf dem Markt landen. Aber: Die neue Prämie drückt natürlich auf den Gebrauchtmarkt und die Mehrwertsteuer-Senkung sollte natürlich auch hier beim Kunden ankommen.

Wir haben heute nextmove-Gebrauchtwagenangebote auf die neuen Preise mit 16 Prozent Mehrwertsteuer umgestellt, das ganze dann verfügbar ab 01.07.

Verfügbarkeits-Ampel: Welche Autos welcher Hersteller sind zu bekommen?

Da haben wir genau in den Markt reingehört und für unsere internen Zwecke eine Modell-Ampel erstellt:

 

E-Auto Prämie Verfügbarkeits-Ampel von nextmove

E-Auto Prämie Verfügbarkeits-Ampel von nextmove

Dies ist eine grobe Indikation und hier und da gibt es sicher auch sofort verfügbare Autos, die hier auf Rot stehen. Aber für den Gesamtmarkt sind wir uns ziemlich sicher, dass die Verfügbarkeiten stimmen. Die Modellpalette ist nicht vollständig und nach Relevanz selektiert. Es zeigt sich: Aktuell stehen noch einige spannende Autos auf Grün. Aber das kann sich auch schnell wieder ändern.

Die nextmove-Einschätzung lautet: Die E-Auto-Kaufprämie ist eine Sprinter-Prämie. Es gilt das Windhundprinzip. Bald könnten viele Ampeln für 2020 auf Rot umschalten. Wer den besten Deal mit reduzierter Mehrwertsteuer will, der sollte jetzt handeln. Wir nehmen die Ampel in unsere nextnews auf und liefern euch regelmäßig ein Update.

Wer macht 2020 in Deutschland das Rennen:  Tesla oder VW?

Unsere 3 Favoriten sind: der VW eGolf, der ID.3 und das Tesla Model 3. Außenseiterchancen noch für Renault ZOE. Wir glauben, das Rennen wird im Bereich 10-15.000 Neuzulassungen pro Fahrzeug entschieden. In unseren letzten nextnews haben wir gefragt, welches Auto die nextmove-Community kaufen würde: 60 Prozent haben für das Model 3 gestimmt, 40 Prozent für den ID.3. Falls das so kommt, würde Tesla das Rennen machen. Aber VW hat viele Flottenkunden und attraktive Leasingangebote  – Tesla nicht. Es wird also ein spannendes Rennen.

nextmove wird beim VW ID.3 in der First Edition am 17. Juni nur vorsichtig einsteigen. Für uns ist eine Probefahrt mit dem Auto wichtig, um das Potential für den Markt und für unsere Flotte seriös beurteilen zu können.

Die nextmove-Prognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt: Tesla Model 3 vor VW ID.3 vor e-Golf, vor Renault Zoe alle vier über 10.000 Zulassungen. Also Tesla ganz vorn, aber VW in Summe der Modelle ID.3. e-Golf und e-up wahrscheinlich mehr als doppelt so viele Fahrzeuge wie Tesla.

Welche Fallen gibt es? Die Dienstwagen-Falle.

Wenn ihr als Angestellter oder Unternehmer ein Firmenfahrzeug anteilig privat nutzt, dann muss dieser geldwerte Vorteil als Einkommen versteuert werden. Ohne Abrechnung über ein Fahrtenbuch erfolgt dies bei Verbrennern pauschal über monatlich 1 Prozent des Brutto-Listenpreises, also die tatsächlich bestellte Konfiguration inkl. MwSt und ohne Rabatte als Berechnungsgrundlage.

Für E-Autos unter 40.000 Euro lag dieser Satz bereits bei 0,25 statt 1 Prozent, also nur einem Viertel. Die Grenze soll nun auf 60.000 Euro brutto steigen. Beschlossen ist es noch nicht, d.h. wir können hier noch keinen Stichtag nennen. Sobald es hier eine belastbare Aussage gibt, erfahrt ihr es. Maßgeblich ist zum einen das Datum der Anschaffung, egal ob neu oder gebraucht. Und zum anderen, ganz wichtig, der Listenpreis inkl. MwSt in der komplett bestellten Ausstattung und ohne jegliche Rabatte, also der sogenannte Bruttolistenpreis. Rabatte spiele da keine Rolle.

Wo liegt die Falle? Beispiel Polestar: Der kostet aktuell ab 54.925 Euro inkl. Mehrwertsteuer laut Konfigurator. Man könnte meinen: Über 5.000 Euro Luft für Extras bis zur 60.000 Euro-Schwelle. Aber so ist es nicht, denn im Konfigurator ist der Rabatt für die Bafa bereits abgezogen. Das Auto kostet also Liste aktuell 2975 Euro mehr. Das heißt: ihr habt nur noch für ca. 2.000 Euro noch Klicks im Konfigurator, um im Limit zu bleiben.

Genauso beim Tesla Model 3 Allrad: 53790 Euro klingt nach viel Luft für Optionen. Aber auch hier findet ihr im Kleingedruckten, das der herstellerseitige Umweltbonus schon abgezogen wurde und das sind aktuell 3.570 Euro. Das heißt, ihr habt noch 2640 Euro für Optionen, mit Farbe und anderen Rädern wird’s da schon eng. Das Schöne bei Tesla: Das „volle Potenzial für Autonomes Fahren“ für 6300 Euro kann auch später noch quasi im Zubehörhandel als Software-Update kaufen. Auch das Model Y von Tesla passt bei den aktuell bekannten Preisen noch ins 60.000-Euro-Fenster.

Ganz wichtig: Das ist keine Steuerberatung. Wenn Euch die 0,25-Prozent-Regel interessiert, dann fragt Euren Steuerberater.

Falle 2: Die Hersteller fassen heimlich beim Preis nach.

Denn der Listenpreis ist das eine. Aber die etablierten Hersteller haben eine ganze Reihe Möglichkeiten, um mit Preis und Marge je nach Verkaufszahlen, Absatzzielen, Marktlage und Förderumfeld nachzujustieren. Der Listenpreis bleibt dafür meist unverändert. Die Stellschrauben sind Rabatte über Händler, sog. Verkaufsförderung, weiter über Leasingfaktoren oder Finanzierungszinsen der Herstellerbank. Allen voran war hier zuletzt Seat. Wir haben einige Zuschriften von erbosten Kunden bekommen. Im Zuge der letzten Bafa-Runde hatte sich Seat und teilweise auch Skoda für die Kleinwagen über die Leasingrate die 1000 Euro höhere Prämie quasi einverleibt.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Autos wurden offenbar zu billig im Markt platziert und das Jahr 2020 war schnell ausverkauft. Das wird vermutlich nun auch mit anderen Modellen passieren. Mein Tipp: Jetzt schnell sein, wenn die Rate stimmt, bevor die Hersteller erneut nachjustieren. Auch wenn das Auto erst 2021 kommt.

Sonderfall Tesla - Warum Tesla die Preise nicht erhöhen kann?

Schauen wir was passiert, wenn Tesla 500 Euro die Basis anhebt. Damit würden zunächst alle Model 3 komplett ihre Förderfähigkeit verlieren. Tesla müsste zunächst den höheren Preis auf der Bafa-Liste platzieren. Aber auch mit neuer Listung hieße das: 500 Euro teurer, damit fallen alle Model 3 aus der höchsten Förderung. Tesla müsste dann auch 500 Euro weniger Rabatt geben. Und dann nur noch 5.000 statt 6.000 Euro weniger vom Staat. Ganz grob würden also alle Model 3 Varianten damit 2.000 Euro teurer. Wir glauben nicht, dass Tesla diesen Schritt geht, zumindest nicht für das Basis-Modell.

Falle Nummer 3: Händler locken mit unrealistischer Lieferzeit

Das hören wir leider öfter. Es unterschreibt sich für den Kunden manchmal einfacher, wenn man 4 Monate statt 9 Monaten Lieferzeit hört. Manchmal stehen die kurzen Lieferzeiten sogar im Bestellsystem der Hersteller, aber der Händler weiß eigentlich von anderen Kunden-Bestellungen, dass der Termin unrealistisch ist.

Die nextmove-Empfehlung: Ehrlichkeit einfordern. Natürlich hat der Händler kaum Einfluss auf den Termin.

Warum ist der Termin aktuell so wichtig: Die niedrigere MwSt gibt’s ja nur bis 31.12.2020. Wenn der Händler Euch zusagt, dass er dieses Jahr noch liefern kann, dann nagelt ihn drauf fest. Entweder kostenlose Stornierung oder Ausgleich des Mehrpreises für die ab Januar wieder höhere MwSt. Zumindest ein anteiliger Bonus sollte drin sein. Wir haben schon von Händlern gehört, dass sie solche Angebote von sich aus vorbereiten.

Sonderfall Leasing

Da sind zwei Dinge wichtig. Zum einen gilt die MwSt-Senkung nur für die Monatsraten Juli bis Dezember. Zum anderen muss beim Bafa-Antrag die Bestellung mit eingereicht werden, diese ist bei Barkauf oder Finanzierung nicht bafa-relevant ist.

Solltest Du Dir jetzt ein E-Auto kaufen?

Als wir vor 5 Jahren angefangen haben hieß es: E-Autos haben zu wenig Reichweite. Dann gab es mehr Reichweite und es hieß: E-Autos sind zu teuer. Jetzt bekomme ich fast 500 Kilometer für 30.000 Euro und es heißt: Ja aber wo sollen die denn alle Laden?

Natürlich ist öffentliches Laden noch nicht dort, wo es einfach und überall verfügbar ist. Und für viele Haushalte in Mehrfamilienhäuser ist der Umstieg derzeit noch keine echte Option. Hier kann das Lade n beim Arbeitgeber der gesicherte Ladepunkt im Alltag sein. Wenn ihr so einen Stecker schon mal gesehen habt, dann könnt ihr ziemlich gewiss sein… wo der passt, da kann auch ein E-Auto aufgeladen werden. Strom gibt es überall. Gegenargumente und Ausreden wird es auch weiter geben.

Aber aus unserer Sicht ist jetzt der passende Zeitpunkt sich mit E-Autos zu beschäftigen: Wer also einen eigenen Stellplatz mit Stromanschluss hat, für den ist der Umstieg heute eine reale Option. Für die habe ich eine klare Botschaft: So attraktiv wie heute war der Umstieg noch nie. Wer sich noch nicht auf eine Auto festlegen möchte, dem bieten wir bieten wir mit flexiblen Auto-Abos den risikolosen Einstieg.

In diesem Sinne: Krise als Chance nutzen und jetzt den Umstieg angehen! Es wird sich lohnen.


Innovationsprämie: Was bringt die Kaufprämie für Elektroauto-Käufer?

nextnews #108: Innovationsprämie, Polestar 2 und mehr Elektroauto-News der Woche

Innovationsprämie: Was bringt die Kaufprämie für Elektroauto-Käufer?

Die nextnews #108 drehen sich heute im Wesentlichen um die Innovationsprämie, die die Bundesregierung im Laufe der Woche beschlossen hat. Was bedeutet diese Kaufprämie für den Elektroauto-Markt, und wie sollten potenzielle Käufer reagieren?

Innovationsprämie: Bis zu 6.000 Euro für ein E-Auto

Die größte Überraschung im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung war zweifelsohne, dass es nicht zu einer größeren Förderung von Verbrennern kommt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Schattenkanzler Markus Söder konnten sich gegen SPD-Co-Chefin Saskia Esken und den Widerstand der SPD nicht durchsetzen. Die Autobranche, insbesondere Volkswagen, Daimler und BMW, aber auch der VDA als Verband, waren darüber nicht erfreut. Dennoch ist es richtig, auf Zukunftstechnologien, also das Elektroauto, zu setzen.

Was die Mehrwertsteuersenkung bzw. die Innovationsprämie nun für potenzielle Kunden bedeutet, erschließt sich bei genauerer Analyse des Papiers des Koalitionsausschusses. Ein Beispiel: Für einen Neuwagen (egal ob Elektro oder Verbrenner) für 40.000 Euro mit Rechnungslegung ab Juli sinkt der Preis für Privatkunden um ca. 1000 Euro aufgrund der Mehrwertsteuersenkung bis Jahresende auf 16 Prozent.
nextmove-Kunden, die aktuell ein Fahrzeug mit Kaufoption gemietet haben und nach dem 1.7. übernehmen wollen, werden 1:1 von dieser Mehrwertsteuer-Senkung profitieren. Das heißt: Die Gebrauchtwagen von nextmove werden entsprechend billiger, da wir den Vorteil an die Kunden weitergeben.

Der staatliche Anteil zum Umweltbonus für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen wird auf 6000 Euro verdoppelt und in Innovationsprämie umbenannt. Das ganze vermutlich in Ergänzung zum bestehenden Bafa-Regelwerk, also 3000 Euro mehr als bisher für E-Autos mit einem Basis-Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro. Dieses Regelung ist bis Ende 2021 befristet. Laut aktuellen Medienberichten wird diese erhöhte Prämie bereits rückwirkend ab Zulassung 4.6.2020 gewährt - sofern die EU Kommission der Förderung der Bundesregierung zustimmt.

Doch damit noch lange nicht genug: Die Bundesregierung hat beschlossen, mehr Ladesäulen zu errichten. Das dafür vorgesehene Förderprogramm soll 2,5 Milliarden Euro umfassen. Ziel ist es, dass jede Tankstelle auch eine Elektroauto-Ladestation erhält.

Wer ein E-Auto fährt, kann sich auf stabile Strompreise freuen. Die EEG-Umlage zumindest, wird laut Koalitionsausschuss auf etwas niedrigerem Niveau als heute gedeckelt. Die dafür notwendigen Mittel stammen einerseits aus dem Brennstoffemissionshandel, andererseits und zusätzlich aus dem Bundeshaushalt.

Weitere Hilfen für Elektromobilität sind einerseits günstigere Dienstwagen: Wenn ein Angesteller oder ein Unternehmer ein Firmenfahrzeug anteilig privat nutzt, muss dieser geldwerte Vorteil als Einkommen versteuert werden. Ohne Abrechnung über ein Fahrtenbuch erfolgt dies pauschal über monatlich 1 % des Brutto-Listenpreises, also die tatsächlich bestellte Konfiguraton inkl. Mehrwertsteuer und ohne Rabatt als Berechnungsgrundlage.

Für E-Autos unter 40.000 Euro lag dieser Satz bislang bei 0,25 Prozent statt 1 Prozent für Verbrenner. Die Grenze soll nun laut Koalition auf 60.000 Euro steigen. Damit profitieren zum Beispiel auch viele Varianten des Tesla Model 3 und auch das Y von der Neuregelung. Und schließlich wird die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos verlängert: und zwar bis 2030 (bisher: 2025).

Weitere Elektroauto-News:

  • Polestar 2: Es gibt Neuigkeiten zum Elektroauto der Volvo-Marke aus Schweden. Polestar hat eine Partnerschaft mit Plugsurfing verkündet. Bei der Auslieferung bekommen Kunden einen Chip, um damit europaweit an aktuell 195.000 Ladestationen aufladen zu können. Das heißt: Der geladene Strom wird über einen eigenen Kundenaccount abgerechnet. Los geht es mit der Auslieferung nach Deutschland im Sommer, die Webseite sagt "frühestens August".
  • Elektroauto jetzt kaufen? Aus unserer Sicht kann die Bestellung eines Elektroauto-Neufahrzeuges mit längerer Lieferzeit ab sofort ausgelöst werden, um in den Genuss der Förderung zu kommen.  Laut Bundeswirtschaftsministerium soll die erhöhte Kaufprämie für Neuzulassungen am dem 4. Juni gelten. Wir erwarten, dass die Prämie "on top" ins aktuelle BAFA-Regelwerk eingegliedert wird, d.h. relevant ist die Erstzulassung und nicht das Bestelldatum. Die Bestellung muss nur bei Leasingfahrzeugen mit eingereicht werden. Lediglich den MwSt-Bonus gibt es bei Auslieferung bzw. Rechnungslegung 2021 natürlich nicht mehr.

Weitere Tipps und eine Kaufberatung für Elektroautos in der aktuellen Situation gibt es im Video - übrigens mitsamt eines kleinen Einblicks in den Baufortschritt für die Gigafactory von Tesla in Grünheide.

nextnews 108 Themenübersicht:

00:00 Intro
00:36 Auslieferung Polestar 2
01:39 Zulassungszahlen Mai
02:23 Konjunkturprogramm inkl. höherer Prämie kommt
11:09 Baufortschritt in Grünheide
14:11 Neues vom ID3
18:44 Prototypenschau
19:30 Neues von nextmove


nextnews 106: Wettrennen um bidirektionales Laden

nextnews #106: Konjunkturpaket & Wettstreit um Bidirektionales Laden

nextnews 106: Wettrennen um bidirektionales Laden
nextnews 106: Wettrennen um bidirektionales Laden

Die nextnews #106 drehen sich diesmal u.a. um die Frage, ob es ein grünes Konjunkturpaket innerhalb der EU geben wird - und blicken auf einen möglichen Konzepte-Zweikampf beim Thema Bidirektionales Laden. Dazu gab es in der Woche Neuigkeiten von Tesla und Sone Motors. Aber Volkswagen fährt eine komplett andere Strategie als die beiden Elektroauto-Hersteller.

Laut Bloomberg, so berichtet es Cleanthinking.de, ist im grünen Konjunkturpaket, das die EU-Kommission bereits kommende Woche beschließen will auch eine Kaufprämie für saubere Autos enthalten. Laut dem internen Entwurf, der Bloomberg vorlag, sind neue Hilfen für Industrie und Kunden vorgesehen. Außerdem auch eine Streichung der Mehrwertsteuer für Elektroautos. Der Haken an der Sache: natürlich müssten auch die Mitgliedsstaaten zustimmen und da ist Einstimmigkeit erforderlich. So eine Kompromiss-Findung dauert erfahrungsgemäß Monate.

Bidirektionales Laden: Wettstreit zwischen Volkswagen und Tesla

Lange hörte man nicht viel vom Thema Bidirektionales Laden zwischen Elektroauto und Hausnetz oder öffentlichem Netz. Bei Tesla auch aus gutem Grund: In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird die Entnahme aus dem Tesla-Akku ausdrücklich untersagt. Klar: Viele Kunden hatten die Möglichkeit, frei am Supercharger zu laden - wer dort nur hinfährt, um hinterher sein Haus damit zu versorgen, kann nicht indirekt von Tesla subventioniert werden.

Diese Woche dann aber Neuigkeiten hierzu: So hat ein Techniker, der das Model 3 zerlegt hat, gesagt, das Auto habe alles an Bord, um bidirektional zu laden - im Wesentlichen also einen DC/AC-Wechselrichter. Würde bedeuten, dass Tesla womöglich bidirektionales Laden per Software-Update freischalten könnte. An der heimischen Wallbox oder am Arbeitgeber-Parkplätz wären hingegen nur kleine Änderungen notwendig.

Die ähnliche Philosophie, nämlich dass das Elektroauto selbst möglichst viel Hardware für bidirektionales Laden an Bord haben sollte, fährt auch Sono Motors. Der Sion, um den es seit Anfang des Jahres wieder etwas ruhiger geworden ist, soll entsprechend ausgestattet sein. Er kommt jetzt 2022 auf den Markt.

https://youtu.be/5I5K0e7qM_0

Einen anderen Weg schlägt aber offenbar Volkswagen ein, wie Insider berichten. VW erwägt, den Onboard-Lader künftig gänzlich abzuschaffen bzw. nur noch als optionales Ausstattungsmerkmal anzubieten. Autos ohne diesen Onboard-Lader könnten dann nur über ein externes Ladegerät geladen werden, konkret also eine derzeit noch sehr teure CCS-Wallbox - das Fahrzeug einfach auf dem Campingplatz an eine Haushaltssteckdose anstecken, geht dann nicht mehr.

Wir sehen da mal wieder einen spannenden Wettlauf zweier völlig gegensätzlicher Ansätze auf den Markt zukommen und sind gespannt, wohin die Reise geht.

Weitere Elektroauto-News:

  • Lightyear hat bekanntgegeben, dass mit dem stromlinienförmigen One das effizienteste Elektroauto der Welt mit einer Reichweite von 725 Kilometern (WLTP) kommendes Jahr auf den Markt kommen soll. Wie der Sion ist das Fahrzeug auch mit Solarzellen bestückt - diese stammen vom Zulieferer DSM. Dieser gibt an, dass mit der 5-m²-Solarintegration bis zu 60 zusätzliche Kilometer Reichweite pro Tag möglich werden sollen. Würde bedeuten: 70 bis 90 Przent der jäährlichen Fahrleistungenm könnte durch den Solarstrom vom Dach gedeckt werden. Wir glauben, dass Solarzellen auf Autos sich in den 2020ern vermehrt duchsetzen werden - und sind gespannt, welcher Volumenhersteller dies als erstes anbieten wird.
  • Model Y-Test: In der vergangenen Woche hat nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller das Model Y zur Probe gefahren. Ein erstes Review-Video dazu ist bereits online - hier geht es zum Artikel. Insgesamt ist Stefan aber mehr als 1.000 Kilometer mit dem Auto unterwegs gewesen: In den kommenden Tagen erfolgt ein Autobahn-Reichweitentest der besonderen Art. Daher: Wenn Sie nichts verpassen möchte, abonnieren Sie den Youtube-Kanal von nextmove - oder schauen Sie regelmäßig hier auf der Webseite vorbei.

nextnews 106 Themenübersicht:

00:00 Intro
01:22 EU erwägt das grünste Förderprogramm aller Zeiten
02:09 Volkswagen geht neue Wege im Vertrieb
03:42 Bidirektionales Laden bei Tesla
08:00 Photovoltaik-Integration bei E-Autos
09:26 Baustellen-Report aus Grünheide zur Gigafactory 4
10:59 Prototypenschau
15:38 Neues von nextmove