nextnews #107: Teslas Preissenkungen, Gerüchte um Innovationsprämie

nextnews mit Tesla, Polestar 2, VW ID.3 und Herbert Diess

In den nextnews #107 geht es heute um überraschende Preissenkungen bei Tesla - möglicherweise als Vorgriff auf die Neuigkeiten, die es rund um den Battery Day im Juni geben wird -, um neue, förderfähige Elektroautos laut BAFA, um die mögliche Innovationsprämie, über die direkt nach Pfingsten wieder "gegipfelt" wird und einige weitere Neuigkeiten aus der Welt der Elektromobilität.

Teslas Preissenkungen für Model S und X

Der kalifornische Elektroauto-Pionier hat überraschend seine Preise in den wichtigen Märkten USA, China und Europa gesenkt. Die Basispreise für die beiden in Europa erhältlichen Top-Modelle S und X änderten sich wie folgt:

  •  Tesla Model S -3.810 Euro
  •  Tesla Model X -2.710 Euro

Über die Gründe ist nicht so viel bekannt, aber wir vermuten, dass die Preisanreize gesetzt werden, um den schleppenden Abverkauf der in die Jahre gekommenen Fahrzeuge vor dem Battery Day im Juni noch einmal anzufechten. Denn das Model S lag in diesem Jahr bislang mit 305 Neuzulassungen lediglich auf Platz 19 der Liste, während das Model X nur Platz 23 belegte (225 Verkäufe).

Beim Battery Day im Juni (Termin noch nicht final bekannt) dürfte Tesla Neuigkeiten rund um die Batterien für sämtliche Fahrzeuge vorstellen - die Gerüchte reichen von kobaltfreien Batteriezellen, die mit CATL für den chinesischen Markt entwickelt wurden, bis hin zu komplett selbst entwickelten Zellen. Hierzu könnte eine hochautomatisierte Pilotlinie in der Fabrik in Kalifornien vorgestellt werden.

In jedem Fall ist mit technologischen Verbesserungen zu rechnen, die auch die älteren Fahrzeuge betreffen könnten. Denkbar wäre, dass die Preise nach den Ankündigungen dann wieder steigen werden. Warten wir es ab!

Weitere Elektroauto-News:

  • Innovationsprämie: Es gibt viele Gerüchte und Vermutungen rund um die mögliche Kauf- oder Innovationsprämie im Zuge des Programms zur Unterstützung der Wirtschaft nach der Corona-Krise. Am 2. Juni gibt es hierzu den nächsten Gipfel - laut Berliner Zeitung könnte es zusätzliche 4.000 Euro Kaufprämie für Elektroautos vom Staat und 3.000 Euro Kaufprämie für Verbrenner geben, die aber zu 50 Prozent von der Autoindustrie finanziert werden müsste. Beantragen wird man die Förderung aller Voraussicht nach wieder bei der BAFA.
  • Apropos BAFA: Die Zahl der förderfähigen Elektroautos nimmt zu. Neu auf der Liste sind der Mazda MX30, der Honda-e, der Volvo CX40 recharge, der Mercedes EQV und der Jaguar I-Pace sowie der Polestar 2 (nun mit korrektem Preis).
  • Der ID.3 sorgt weiter für Schlagzeilen und insgesamt schlechte Stimmung in Wolfsburg. Bei Volkswagen bzw. in allen relevanten Medien wird über das Zerwürfnis zwischen dem CEO Herbert Diess und der Arbeitnehmerseite berichtet. Sowohl die Software-Probleme beim ID.3 als auch die Probleme mit der Notruffunktion beim Golf 8 werden alleine dem Vorstandschef angelastet. Rund um den ID.3 ist nun davon die Rede, dass es einen Lastabwurf beim Funktionsumfang für den Rollout des ID.3 1ST geben soll - es ist von einem negativen Trend und mangelnden Stabilitätsfortschritten rund um die Softwareplattform die Rede.

nextnews 107 Themenübersicht:

00:00 Intro
00:36 Preissenkung bei Tesla und Ende des Gratis-Supercharging
03:32 Gerüchteküche zur neuen Innovationsprämie
06:37 Bafa-Update: neue Liste veröffentlicht
08:01 Mercedes Elektro-Van EQV startet
09:41 Honda-e Probefahrten
10:21 VW ID.3 News
13:08 Prototypenschau mit BMW iNext
16:22 Neues von nextmove


nextnews 106: Wettrennen um bidirektionales Laden

nextnews #106: Konjunkturpaket & Wettstreit um Bidirektionales Laden

nextnews 106: Wettrennen um bidirektionales Laden
nextnews 106: Wettrennen um bidirektionales Laden

Die nextnews #106 drehen sich diesmal u.a. um die Frage, ob es ein grünes Konjunkturpaket innerhalb der EU geben wird - und blicken auf einen möglichen Konzepte-Zweikampf beim Thema Bidirektionales Laden. Dazu gab es in der Woche Neuigkeiten von Tesla und Sone Motors. Aber Volkswagen fährt eine komplett andere Strategie als die beiden Elektroauto-Hersteller.

Laut Bloomberg, so berichtet es Cleanthinking.de, ist im grünen Konjunkturpaket, das die EU-Kommission bereits kommende Woche beschließen will auch eine Kaufprämie für saubere Autos enthalten. Laut dem internen Entwurf, der Bloomberg vorlag, sind neue Hilfen für Industrie und Kunden vorgesehen. Außerdem auch eine Streichung der Mehrwertsteuer für Elektroautos. Der Haken an der Sache: natürlich müssten auch die Mitgliedsstaaten zustimmen und da ist Einstimmigkeit erforderlich. So eine Kompromiss-Findung dauert erfahrungsgemäß Monate.

Bidirektionales Laden: Wettstreit zwischen Volkswagen und Tesla

Lange hörte man nicht viel vom Thema Bidirektionales Laden zwischen Elektroauto und Hausnetz oder öffentlichem Netz. Bei Tesla auch aus gutem Grund: In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird die Entnahme aus dem Tesla-Akku ausdrücklich untersagt. Klar: Viele Kunden hatten die Möglichkeit, frei am Supercharger zu laden - wer dort nur hinfährt, um hinterher sein Haus damit zu versorgen, kann nicht indirekt von Tesla subventioniert werden.

Diese Woche dann aber Neuigkeiten hierzu: So hat ein Techniker, der das Model 3 zerlegt hat, gesagt, das Auto habe alles an Bord, um bidirektional zu laden - im Wesentlichen also einen DC/AC-Wechselrichter. Würde bedeuten, dass Tesla womöglich bidirektionales Laden per Software-Update freischalten könnte. An der heimischen Wallbox oder am Arbeitgeber-Parkplätz wären hingegen nur kleine Änderungen notwendig.

Die ähnliche Philosophie, nämlich dass das Elektroauto selbst möglichst viel Hardware für bidirektionales Laden an Bord haben sollte, fährt auch Sono Motors. Der Sion, um den es seit Anfang des Jahres wieder etwas ruhiger geworden ist, soll entsprechend ausgestattet sein. Er kommt jetzt 2022 auf den Markt.

https://youtu.be/5I5K0e7qM_0

Einen anderen Weg schlägt aber offenbar Volkswagen ein, wie Insider berichten. VW erwägt, den Onboard-Lader künftig gänzlich abzuschaffen bzw. nur noch als optionales Ausstattungsmerkmal anzubieten. Autos ohne diesen Onboard-Lader könnten dann nur über ein externes Ladegerät geladen werden, konkret also eine derzeit noch sehr teure CCS-Wallbox - das Fahrzeug einfach auf dem Campingplatz an eine Haushaltssteckdose anstecken, geht dann nicht mehr.

Wir sehen da mal wieder einen spannenden Wettlauf zweier völlig gegensätzlicher Ansätze auf den Markt zukommen und sind gespannt, wohin die Reise geht.

Weitere Elektroauto-News:

  • Lightyear hat bekanntgegeben, dass mit dem stromlinienförmigen One das effizienteste Elektroauto der Welt mit einer Reichweite von 725 Kilometern (WLTP) kommendes Jahr auf den Markt kommen soll. Wie der Sion ist das Fahrzeug auch mit Solarzellen bestückt - diese stammen vom Zulieferer DSM. Dieser gibt an, dass mit der 5-m²-Solarintegration bis zu 60 zusätzliche Kilometer Reichweite pro Tag möglich werden sollen. Würde bedeuten: 70 bis 90 Przent der jäährlichen Fahrleistungenm könnte durch den Solarstrom vom Dach gedeckt werden. Wir glauben, dass Solarzellen auf Autos sich in den 2020ern vermehrt duchsetzen werden - und sind gespannt, welcher Volumenhersteller dies als erstes anbieten wird.
  • Model Y-Test: In der vergangenen Woche hat nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller das Model Y zur Probe gefahren. Ein erstes Review-Video dazu ist bereits online - hier geht es zum Artikel. Insgesamt ist Stefan aber mehr als 1.000 Kilometer mit dem Auto unterwegs gewesen: In den kommenden Tagen erfolgt ein Autobahn-Reichweitentest der besonderen Art. Daher: Wenn Sie nichts verpassen möchte, abonnieren Sie den Youtube-Kanal von nextmove - oder schauen Sie regelmäßig hier auf der Webseite vorbei.

nextnews 106 Themenübersicht:

00:00 Intro
01:22 EU erwägt das grünste Förderprogramm aller Zeiten
02:09 Volkswagen geht neue Wege im Vertrieb
03:42 Bidirektionales Laden bei Tesla
08:00 Photovoltaik-Integration bei E-Autos
09:26 Baustellen-Report aus Grünheide zur Gigafactory 4
10:59 Prototypenschau
15:38 Neues von nextmove


nextnews 105 Elons Ausbrüche VW ID3 Bestellstart

nextnews #105: E-Auto-Zulassungszahlen, ID.3-Verkaufsstart und Elons Ausbrüche

nextnews 105 Elons Ausbrüche VW ID3 Bestellstart
nextnews 105 Elons Ausbrüche VW ID3 Bestellstart

Die nextnews #105 zeigen diesmal u.a. Elons Ausbrüche und geben alle Informationen zum Verkaufsstart des VW ID.3. Wichtig ist aber auch das Ranking der E-Auto-Zulassungszahlen im vergangenen, stark von der Corona-Pandemie beeinflussten Monat April.

Im Ranking der insgesamt 4.635 neu zugelassenen Elektroautos lag der VW e-Golf an der Spitze. Mit insgesamt 738 neu zugelassenen Fahrzeugen aus Dresden. Damit erreicht das Volkswagen-Auslaufmodell einen erstaunlichen Marktanteil von 16 Prozent. Dahinter folgen der Renault Zoe auf Platz 2 mit 14 Prozent und das Tesla Model 3, das diesmal mit 11 Prozent den dritten Platz belegte. Im März hatte das Elektroauto mit 2034 Autos noch den ersten Platz belegt. Hier gibt es alle Infos, wie man zur Miete des Tesla Model 3 bei nextmove.

Auf den Plätzen folgen der e-Up von VW, der BMW i3, der Mini Cooper SE, der Hyundai Kona sowie die beiden Audi e-trons. Bemerkenswert: Im April herrschte bei den größeren Tesla-Fahrzeugen Model S (72) und Model X (44) Kaufzurückhaltung. Womöglich schielen potenzielle Käufer darauf, was bei Teslas Battery Day im Juni passieren wird. Beim Model S und X wird mit einer Ankündigung für größere Akkus und damit mehr Reichweite gerechnet.

Neuigkeiten zum Bestellstart des VW ID.3

Auch diese Woche gibt es wieder Neuigkeiten zum Bestellstart von Volkswagen zum brandheißen VW ID.3. nextmove liegt ein Händler-Anschreiben vor, das in der Woche verschickt wurde. Demnach werden alle üblichen Bezahlvarianten angeboten, zum Start aber nur Barkauf und Leasing. Eine Finanzierungsoption folgt später. Zum Beginn der Auslieferung legt sich VW noch nicht fest. Natürlich ist aber zu erwarten, dass die vorproduzierten Fahrzeuge der First Edition früher ausgeliefert werden als die konfigurierten Serienfahrzeuge.

Parallel dazu ging gestern eine Einladung zur Terminvereinbarung ab dem 17.06. beim Händler an alle Prebooker per Mail raus. nextmove hatte bereits berichtet, dass am 17.06. noch keine Fahrzeuge zum Anschauen bei den Händlern stehen werden. Zu Beginn konzentriert sich der Autokonzern auf sogenannte Popup-Stores, die vor allem an besucherstarken Standorten eröffnen sollen. Dabei ähnelt die Strategie der von Tesla und Polestar. In Dresden eröffnete dieser ID.Store bereits gestern. Nach der Markteinführung sollen dort auch Probefahrten angeboten werden. Weiter geht´s dann in München. Dort soll der ID.Store Ende Juli im modernen Werksviertel öffnen.

Elons Ausbrüche der Woche

Unterdessen ist der Vulkan Elon in den USA wieder mal heftig ausgebrochen. Gegen Anordnungen lokaler Behörden wurde dort die Produktion wieder aufgenommen. Musk verkündete nach zuvor heftigen Tiraden am Samstag dann am Montag, dass die Produktion gegen die Regeln von Alameda County wieder eröffnet werde. Der Bundesstaat hatte die Entscheidung den Countys überlassen. Die Bürgermeisterin von Fremont hatte sich für den Produktionsstart ausgesprochen und Tesla hat wohl umfangreiche Hygienepläne vorgelegt. Aber das County Alameda hatte die Wiedereröffnung untersagt.

Elon brodelte schon länger auf Twitter, aber was dann folgte war einer der heftigsten Elon-Ausbrüche aller Zeiten: „Tesla wird nun sein Hauptquartier und seine künftigen Vorhaben umgehend nach Texas/Nevada verlegen. Ob wir überhaupt unsere Produktion in Fremont behalten, wird davon abhängen, wie Tesla künftig behandelt wird. Tesla ist der letzte Autohersteller, den es in Kalifornien gibt.“ Und der Ausbruch verfehlte seine Wirkung nicht: Im Laufe der Woche lenkte Alameda ein und gestattete Tesla unter Auflagen die Produktion ab kommendem Montag.

Weitere Elektroauto-News:

  • Hyundai arbeitet aktuell an einem weiteren Elektroauto: Der Arbeitstitel des neuen Fahrzeugs lautet Hyundai 45 EV. Der Hyundai 45 ist ein vollelektrischer Crossover, der vermutlich auf dem neuen Baukasten “Electric Global Modular Plattform” basiert. Bei einem 3-Meter-Radstand und 4,63 Metern Länge sollte das Platzangebot absolut familientauglich sein. Die Eckdaten sind vermutlich vorläufig, so auch die beiden Akkupacks mit 58 und 73 kWh. Beim großen Akku erwarten wir eine WLTP Reichweite von 400-450 km, und damit sogar weniger als ein Hyundai KONA. Aber beim Nachladen startet dieses Auto in neue Dimensionen, zumindest in diesem Preissegment.

nextnews 105 Themenübersicht:
00:00 Intro
00:42 Zulassungszahlen E-Autos im April
03:15 Hyundais nächstes E-Auto
05:06 Nissan auf dem Rückzug?
06:12 Kauftipps E-Auto und Tesla-Bafa-Update
09:22 Wasserstand neue Kaufprämie
10:48 Tesla-News
15:03 Deutsche Telekom steigt bei GetCharge aus
15:54 Was kostet mein Auto?
16:37 Infos zum ID.3 Bestellstart
21:16 ID.3 Pop-Up-Stores
22:15 Prototypenschau auf Deutschlands Straßen
25:41 neues von nextmove

 

 

 

 

 


Stopp! Kauft jetzt kein E-Auto

nextnews #104: Stopp! Kauft jetzt kein E-Auto

Stopp! Kauft jetzt kein E-Auto
In den nextnews #104 rät nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller vom E-Auto-Kauf ab - warum?

Die nextnews auf unserem Youtube-Kanal haben es heute in sich: nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller rät im Video rund um die wichtigsten Nachrichten der Elektroauto-Szene ganz klar dazu, mit einem etwaigen Neuwagenkauf noch vier Wochen zu warten. Der Grund ist: Am vergangenen Dienstag sprachen die Vorstandschefs von Volkswagen, Daimler und BMW beim sogenannten Autogipfel mit Bundeskanzlerin Merkel.

Thema war die Frage, wie mögliche Kaufprämien für Autos zur neuerlichen Ankurbelung der Konjunktur ausgestaltet werden können. Eine Entscheidung gab es zwar nicht - aber bis Anfang Juni ist ein Konjunkturpaket von Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz angekündigt, in das Hilfen für die Autobranche einfließen sollen. Unsere Einschätzung: Aufgrund der gemachten Äußerungen kann die Politik nicht mehr zurückrudern - und wird zusätzliche Kaufprämien beschließen. Daher gilt: Stopp! Kauft jetzt kein E-Auto - wer also mit dem Kauf eines neuen Elektroautos noch vier Wochen warten kann, sollte die Füße stillhalten und erst danach zuschlagen.

ID.3-Bestellung für Vorbesteller ab 17. Juni

Eines der besonders erwarteten Elektroautos ist der VW ID.3, der in Zwickau produziert wird und in einer 1ST-Edition im Sommer ausgeliefert werden soll. Passend zu der Kauf- oder Innovationsprämie können Vorbesteller des Volkswagen-Hoffnungsträgers ab 17. Juni bei den lokalen Händlern eine verbindliche Bestellung vornehmen. Bis dahin dürfte auch klar sein, welche Kosten auf künftige ID.3-Fahrer nach Abzug der wahrscheinlichen Innovationsprämie zukommen.

Apropos Zwickau: Dort werden aktuell wieder 100 Fahrzeuge pro Tag produziert, wie nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller in diesem Video zeigte. Zeitnah werden dem Vernehmen nach 200 Elektroautos pro Tag angestrebt. Bis Anfang 2021 sollen im sächsischen Werk dann 1.500 E-Autos vom Band laufen - allerdings nicht nur ID.3, sondern auch andere Autos aus dem Konzern, die jetzt schon in kleinen Stückzahlen in Vorserie produziert werden. Beispielsweise der als Tesla Model Y-Herausforderer beschriebene VW ID.4.

Weitere Elektroauto-News:

  • Aiways startet jetzt in Deutschland - der Vertrieb des Aiways U5 läuft über Euronics. Ab Juni sollen Probefahrten, Beratung usw. möglich sein. Angeboten werden zwei Versionen: Einerseits eine Standard-Version, andererseits eine Premium-Variante. Beide kosten voraussichtlich unter 40.000,00 Euro brutto und sogar noch vor Abzug des BAFA Umweltbonus.
  • Mit dem Skoda Enyaq rückt ein weiteres Elektro-SUV näher. Es kommt auf Basis des MEB-Baukastens aus dem VW-Konzern. Welche technischen Varianten es geben wird, hat electrive hervorragend zusammengefasst.

Neben diesen Nachrichten aus der Elektroauto-Szene gibt es in den nextnews #104 überdies Bilder zu gesichteten Prototypen auf Deutschlands Straßen, Informationen zur neuen Tesla-Niederlassung in Leipzig, einen Überblick über die E-Auto-Zulassungen im vergangenen Monat und natürlich Neuigkeiten von nextmove.

Alle Themen der nextnews #104 im Überblick:

00:00 Intro
00:47 Neuzulassungen im April eingebrochen
02:41 Autogipfel zu Prämien für Neuwagen
06:56 Bestellstart ID.3
09:06 Produktionshochlauf für E-Autos bei VW
11:19 Aiways startet in Deutschland
12:46 Skoda Enyaq kommt näher
13:48 Prototypen auf Deutschlands Straßen
14:49 Gratis Laden bei IONITY
16:37 Tesla Niederlassung startet in Leipzig
17:38 Neues von der Gigafactory 4
18:58 Neues von nextmove


nextnews Ausgabe 91 u.a. mit Polestar 2

nextnews 91: Polestar 2, ID.3, Bafa, Porsche, Tesla

Das sind diese Woche unsere Themen in den nextnews rund um das Elektroato: Entweder, hier zum Nachlesen oder kompakt aufbereitet in einer Viertelstunde als Nachrichten-Sendung auf unserem YouTube-Kanal.

  • Hyundai Kona News
  • Zulassungszahlen Januar 2020
  • Porsche Taycan lädt schneller als Porsche sagt
  • Porsche vs. Tesla auf der Autobahn
  • Insider Infos zum Start des neuen Umweltbonus
  • ID3 Preise & Konfigurator
  • Tesla Aktie mit Rekord
  • Polestar 2 in Deutschland
  • Bäcker baut riesigen Ladepark
  • Neues von nextmove, u.a. Stellenabgebote
https://youtu.be/mRYO8UXeiTs
nextnews #91 - Polestar 2 gesichtet, ID.3 Preise! & Konfigurator, BAFA-Insider, Tesla Aktienrekord, Jobs bei nextmove

Hyundai Kona Produktion in Europa

Wir hatten letzte Woche berichtet, dass ab März die Produktion für den Kona Elektro in Tschechien anlaufen soll. Das sind dann die ersten E-Auto die Hyundai in Europa baut. Offenbar soll es schon in diesen Tagen losgehen. Die Autos könnten dann schon Mitte März beim Händler eintreffen - so schnell kann es gehen. Die CO2-Flottengrenzwerte lassen grüßen - wir hatten ja kürzlich in diesem Video im Detail analysiert, warum der Verkauf von E-Autos in diesem Jahr für die Hersteller extrem wichtig und wertvoll ist. So kann VW einen VW ID.3 bis zu 17.000 € subventionieren, um so auch PS-starke VW Touareg verkaufen zu können.

E-Auto Zulassungszahlen Januar

In Deutschland wurden im Januar 7.492 E-Autos zugelassen. Das ist ein neuer Rekord und das trotz BAFA-Stau. Viele Autos waren natürlich schon länger bestellt aber es waren ganz sicher auch ganz viele Flotten- und Vorführwagen dabei, die ganz bewußt eine 2020er Erstzulassung bekommen sollten, um in die 2020er CO2-Flottenberechnung als Super-Credit-Auto einzugehen. Bei Electrive.net finden sich die Zulassungszahlen im Detail.

Taycan lädt schneller als Porsche verspricht

Manchmal kommen ja neue E-Autos auf den Markt, die beim Thema Schnellladen nicht so gut abschneiden, wie Hersteller in Aussicht stellen oder Kunden sich wünschen. Negativbeispiele sind hier der Nissan Leaf mit ausgeprägtem Rapidgate nach schnellen Autobahnfahrten oder mehrmaligen Chademo-Schnellladen. Auch bei kalten Temperaturen kann es zu verlangsamten "Schnellladen" kommen, wie zum Beispiel beim Hyundai Kona mit 39 kWh Akku oder dem Renault Zoe.

Ganz ander beim Porsche Taycan. In unserem ersten Ladetest hat er die Werksangabe bezüglich Ladezeit deutlich unterboten. Ob diese starke Performance reicht, um auch das Tesla Model 3 an der Ladestation abzuhängen, das erfahrt ihr in diesem Video. Wer wird das Rennen machen: der Turobolader Taycan oder der Supercharger Tesla Model 3?

Porsche Taycan Turbo im Reichweitenvergleich zum Tesla Model 3

Unser Video zum Reichweitenvergleich Taycan vs. Tesla war das erste Video auf YouTube, in dem die beiden Marken in einem Realtest auf der Autobahn miteinander verglichen wurden. In den ersten 4 Tagen wurde es bereits über 100.000 mal angesehen. Und wenn ein Porsche und ein Tesla gemeinsam über die Autobahn rollen, dann können die Kommentare aus beiden Lagern natürlich heftig ausfallen.

Akkugröße des Taycan

Ein häufiger Kommentar unter dem Video war, “der Taycan hat ja auch 100 kWh Akku”. Nein, hat er nicht. Die Netto-Angabe liegt bei 83,7 kWh. Allerdings haben wir laut Anzeige des Bordcomputers hochgerechnet deutlich mehr Strom rausbekommen als diese Netto-Angabe. In den Kommentaren wurde dazu “Prototyp mit höherer Netto-Freigabe” geschrieben. Wir gehen davon aus, dass es ein Serienfahrzeug war. Das Auto war frisch zugelassen und hatte keinerlei Eintragungen im Schein. Prototypen sind dort in der Regel als sogenannte “Erprobungsfahrzeuge” eingetragen.

Das ist übrigens die Konfiguration des Porsche Taycan, der bald zu unserer Flotte hinzustößt.

Zwei-Gang-Getriebe für mehr Effizienz

Oft wurde auch kommentiert: “Das Zweiganggetriebe verbessert die Effizienz des Taycan”. Möglich aber eher unwahrscheinlich. Der Taycan schaltet nur im Sportmodus. Wir hatten den Modus auf Normal - so färt der Taycan immer im zweiten Gang. Porsche beschreibt das 2-Gang-Getriebe klar als ein Element zur Steigerung der Performance bei hohen Geschwindigkeiten.

Befangenheit

Uns wurde teilweise auch eine übertriebene Porsche-Freundlichkeit unterstellt. Dazu soviel: Die Leipziger Niederlassung hat uns das Auto gestellt. Nicht mehr und nicht weniger. Wir konnten drehen und senden, was wir wollten. Und: ich habe keine Kommentare gesehen, die behaupten, dass ein Tesla Model 3 unter den Testbedingungen weiter fährt als von uns gefahren. Den Range-Modus hatten wir übrigens nicht aktiviert. Der geht nämlich nur bis 140 km/h - zumindest haben wir keine Einstellung gefunden, um die Geschwindigkeit im Range-Modus zu erhöhen.

Das Fahrzeug optimiert dann Antrieb (bis hin zum reinen Frontantrieb),
Aerodaynamik durch Spoilereinstellung, Lüftungsklappenstellung und Fahrwerkshöhe. Klimaanlage und sogar Scheinwerfer werden möglichst effizient betrieben. Diesen Test werden wir aber natürlich noch fahren und sind gespannt, wie weit es der Taycan damit schafft.

Insider Infos zum Start des neuen Umweltbonus

Viele künftige E-Auto-Fahrer stehen in den Startlöchern und sind bereit, auf ein Elektroauto umzusteigen. Die Konfiguration ist bereits seit langem klar - das Einzige, was noch fehlt, ist der Startschuss in Form des neuen Umweltbonus. Der aktuelle Stand ist immer noch Stillstand. Ganz E-Auto-Deutschland wartet auf die Neuregelung zur Erhöhung der Umweltprämie und keiner weiß, wann es nun endlich losgeht. Aber einige wenige scheinen es doch zu wissen! Ein Insider hat sich bei Stefan Moeller gemeldet.

Auch im Wirtschaftsministerium geht man aktuell davon aus, dass der erhöhte Umweltbonus in drei bis vier Wochen in Kraft treten soll. Es kann also bald losgehen: das Rennen um die meistverkauften Elektroautos in 2020.

Später im Jahr soll noch ein 50 Millionen Euro schweres Förderprogramm für private Wallboxen kommen. Allerdings mit der Einschränkung, dass diese “gemeinschaftlich genutzt” werden müssen. Also vielleicht eine Doppelwallbox für Euch und euren Nachbarn?

Wenn ihr solche oder ähnliche Infos habt, die ihr mit uns und der Community teilen wollt, dann nehmt gerne Kontakt auf unter info@nextmove.de. Quellenschutz ist für uns selbstverständlich ein hohes Gut.

VW ID.3 Preise & Konfigurator in Dänemark

Da Volkswagen noch keine Informationen rausrückt, schauen wir rechts und links, ob es woanders spannende Fakten gibt. Wir hatten ja im Januar auf Basis eines Dokuments aus Frankreich über den Fahrplan zur Markteinführung in einem eigenen Video berichtet, das ihr hier findet. Dort wird im Detail der Fahrplan zur Markteinführung beschrieben. Jetzt gibt es weitere Details zu Ausstattungen und Preisen im Konfigurator der Serienversion aus Dänemark. In den nextnews zeigen wir im Detail das Dokument mit allen Preisen:

  • Designpaket, mit getönten Scheiben, Dynamic Light Assist mit Matrix LED, LED-Rückleuchten mit dynamischen Blinker für 1.820 €
  • Panoramadach für 780 €
  • Assistenzpaket mit keyless Go, Parkassistent, Rückfahrkamera, Alarmanlage für 1.300 €
  • Assistenzpaket Plus mit zusätzlichen Optionen für 1.300 €
  • Multimediapaket mit Navigation Discover Pro inkl. Streaming und Internet sowie Smartphone-anbindung inkl. induktiven Laden für 1040€
  • Multimediapaket Plus mit zusätzl. Soundsystem und Augmented-Reality-Head-up-Display für weitere 1.560 €
  • Sportpaket mit Sportfahrwerk für 390 €
  • Sportpaket Plus mit adaptivem Fahrwerk inkl. Fahrprofileinstellungen für zusätzlich 1.170 €
  • Interieur-Ppaket mit Ambientebeleuchtung und Mittelarmlehne 650 €
  • das Ganze dann noch mit elektrisch verstellbaren Komfortsitzen vorn für zusätzlich 1950 €
  • Aufpreis für Lederausstattung, 3250 €
  • CCS bis 100kW Ladeleistung statt 50 kW, 650 €
  • Fahrradträger-Vorbereitung für 650 €
  • Verschiedene Felgenoptionen von inklusive bis 1850 €
  • Metallic Lack für 600 €

Tesla-Aktie auf Rekordhoch

Am Dienstag erreichte der Kurs sein vorläufiges Maximum von über 900 US-Dollar. Genau vor zwei Wochen haben wir berichtet, dass der Unternehmenswert nun höher liegt als der von VW. Seitdem ist "on top" sozusagen noch der Wert von BMW hinzugekommen. Die Rallye der letzten Woche ist fundamental nicht zu erklären. Vermutlich haben wir es mit einem gewaltigen, sogenannten Short-Squezze zu tun, der bereits seit einigen Wochen anhält.

Viele Spekulanten hatten darauf gewettet, dass Tesla nicht überlebt und die Aktie leer verkauft wird. Diese Leerverkäufe funktionieren so, dass man sich eine Tesla-Aktie mit einem Preis von beispielsweise 200 Dollar ausleiht und verkauft – und darauf spekuliert, sie später für 100 Dollar zurückkaufen zu können und zurückzugeben. Die Differenz wäre dann der Gewinn.

Aber die Tesla-Aktie ist weiter gestiegen und irgendwann müssen Spekulanten die “leer verkauften” Aktien doch wieder zurückkaufen und an die Ausleiher zurückgeben. Es waren viele dieser Shortseller am Markt und die müssen sich jetzt wieder eindecken - koste es, was es wolle. Den Kaufdruck sieht man schön beim Blick auf den Aktienchart. Ab Mittwoch ging die Aktie deutlich zurück auf 735 US-Dollar. Die Ausschläge in beide Richtungen werden nun sicher stark zunehmen.

Polestar 2 in Deutschland

In dieser Woche wurden mehrfach Prototypen des Polestar 2 in Deutschland gesichtet. Bilder zeigt unter anderem der Blog Vorsprung Elektro. Zu sehen sind zwei Polestar 2 ladend am Rasthof Mücke. Ich durfte die Prototypen ja bereits im November in Schweden testen. Das Video von der Probefahrt auf dem Volvo Testgelände erfreut sich großer Beliebtheit.

Laut Homepage sollen Auslieferung in Deutschland schon im Juni starten. Ganz so schnell wird es vermutlich nicht gehen. Wir haben gehört, dass Norwegen und Schweden zuerst beliefert werden - das macht aufgrund der Nähe zur Zentrale ja auch Sinn. In Deutschland soll es im Sommer losgehen. Vorführwagen für Probefahrten soll es erst zeitgleich mit den ersten Kundenfahrzeugen geben.

Bäcker baut riesigen Ladepark in NRW

Der eine oder andere kennt ihn vielleicht. Bäcker Roland Schüren aus Hilden in Nordrhein-Westfalen hat ein Mega-Projekt initiiert. Am Ende sollen insgesamt 60 Schnelllader am Kreuz Hilden entstehen. Davon 40 Supercharger V3 mit bis zu 250 Kilowatt Leistung und 20 HPC Schnelllader von Fastned, sowie weitere AC-Ladestationen. Ebenfalls sind geplant: ein mehrstöckiger Gebäudekomplex, in dem auch Obst und Gemüse angebaut werden sollen, eine Café-Bistro-Bäckerei und Spezialbackstube, zwei Klein-Windkraftanlagen und Photovoltaik, so viel wie möglich.

Das Ganze entsteht auf einer Industriebrache. Die einzelnen Bestandteile sollen natürlich energetisch verbunden werden. Los geht es schon Mitte Februar mit der zunächst provisorischen Inbetriebnahme von 16 Superchargern. Schon im Mai sollen Supercharger V3 folgen.

Ich habe den Roland bisher dreimal getroffen. Das erste Mal im Sommer 2014 als es einen großen Tesla Reichweiten-Test gab. Dann nochmal im Juni bei einer Tesla-Sternfahrt zu einer großen Elektromobilitäts-Konferenz
und letzten Winter in Berlin im Verkehrsministerium bei einer feierlichen Übergabe von Fördermittelbescheiden an Unternehmen, die sehr stark auf Elektromobilität setzen.

Lieber Roland, das Projekt hört sich grandios an, wir wünschen gutes Gelingen. Ich werde ganz sicher sobald es geht, vorbei schauen

Bäcker in Leipzig steigt um

Die Kette Lukas Bäcker Leipzig war diese Woche bei nextmove. Auch dort hat man sich mit dem Thema Elektromobilität beschäftigt und drei Monate einen Nissan Leaf von uns im Alltag getestet. Der Leaf hat den Test als Poolfahrzeug im Außendienst bestanden und nun kommt ein Leaf in die Flotte. Unterstützt wurde dieser Test übrigens von der Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig dort können Firmen oder auch Kleinunternehmer einen Mietzuschuss von bis zu 70 Prozent für einen 3-Monats-Test beantragen.

Das soll die Einstiegshürde hin zum E-Auto überwinden helfen. Im Prinzip genau unsere Idee: einfach mal ausprobieren und im Praxisbetrieb eigene Erfahrungen sammeln. Das Förderprogramm gibt es übrigens schon seit es auch uns in Leipzig gibt.

Gemeinsam mit der Stadt Leipzig haben wir so schon viele Firmen beim Umstieg begleitet. Das Programm hat uns in den ersten Monaten nach der Gründung die nötige Sicherheit und Auslastung zum Aufbau der Flotte gesichert.

Neue E-Autos in der Flotte

nextmove hat diese Woche zahlreiche neue Renault Zoe zugelassen -
alles ZE50 R135 Intens mit CCS, also fast Vollausstattung. Dafür sind einige kostenfreie Überführungen ausgeschrieben auf die ihr euch hier bewerben könnt.

Jobs bei nextmove

Wir wollen im Bereich Weiterentwicklung der Homepage gerne die Verantwortlichkeiten in einer Person bündeln und haben eine
entsprechende Stelle ausgeschrieben. Der Arbeitsort ist Arnstadt oder Leipzig. Hier geht es zu dieser und weiterer Stellenangeboten. Wer Lust hat, Elektromobilität voranzutreiben, der ist bei uns richtig.