Schlag auf Schlag - nextnews 149

Quartalszahlen Elektroauto-Verkauf & Schlag auf Schlag - nextnews #149

Im ersten Quartal 2021 wurden 64.700 reine E-Autos zugelassen, der Marktanteil betrug zehn Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 steht ein sattes Plus von 150 Prozent zu Buche. Damit wurden bis März schon mehr E-Autos zugelassen als im gesamten Jahr 2019. Das meistzugelassene Auto ist der Kleinstwagen VW e-up mit 7.260 Einheiten und 11 Prozent Marktanteil. Tesla Model 3 auf Platz 2 mit 6.031 und 9 Prozent. Kopf an Kopf der VW ID.3 mit 80 Autos weniger.

Hyundai Kona in der gleichen Liga und ebenfalls 9 Prozent Marktanteil. Smart fortwo und Renault Zoe kämpfen um Platz 5. Zoe war 2020 noch das meistzugelassene E-Auto in Deutschland - mit aktuell 4.300 Autos ist der Absatz nur auf Vorjahresniveau. Aber wer in einem explodierenden Markt nicht wächst, der wird durchgereicht. Das gilt auch für den BMW i3 und den Audi e-tron.

Fasst man alle Modelle je Hersteller zusammen, so kommt VW weiterhin auf einen Marktanteil von 25 Prozent in Deutschland. Zählt man die Konzernmarken, Audi, Porsche, Seat und Skoda hinzu ergeben sich 34 Prozent Marktanteil. Hyundai ist im ersten Quartal der stärkste Gewinner und springt mit zehn Prozent Marktanteil von Platz 5 auf Platz 2. Tesla behauptet sich auf Platz 3 mit 9 Prozent Anteil, dicht gefolgt von smart. BMW & Mini zusammengefasst liegen auf Platz 5. Renault stürzt von Platz 2 mit 16% Anteil in 2020 auf Platz 6 mit 8 Prozent ab. Audi bleibt bei 4 Prozent.

Insgesamt nimmt die Modellvielfalt weiter zu: ungefähr 27 Prozent entfallen auf sonstige Elektroautos.

Schlag auf Schlag: Weltpremieren von Elektroautos

Bei den Weltpremieren von Elektroautos geht es derzeit Schlag auf Schlag: Gestern war Weltpremiere für ein neues Audi-Modell: Den Audi Q4 e-tron gibt es zum Start weg relativ breit aufgestellt in zwei Karosserievarianten und drei Antriebsversionen. Der Verkauf startet in Juni. Preislich geht es los bei 41.900 Euro. Dafür gibt es die kleine Batterie mit 52 Kilowattstunden für 341 Kilometer Reichweite und einen Heckantrieb mit 125 Kilowatt Leistung.

Weiter geht´s mit einer Batterie von 77 Kilowattstunden als Heckantrieb mit 150 Kilowatt Leistung für je nach Ausstattung bis zu 520 Kilometer Reichweite ab 47.500 Euro und damit noch passend im Limit für den vollen Umweltbonus von insgesamt ca. 9500 Euro.

Den gleichen Akku gibt es dann noch in Kombination mit einem Allradantrieb mit 220 Kilowatt Leistung für 0 auf 100 in 6,2 Sekunden. Die Reichweite ist hier etwas geringer mit 488 Kilometern nach WLTP. Der Preis startet hier bei 52.900 Euro.

Audi hat also im Bezug auf den Allrad-Antrieb den ersten Aufschlag auf dem MEB-Baukasten von Volkswagen bekommen. Gebaut werden die Autos in Zwickau, aber natürlich hat Audi innen und außen ein völlig eigenständiges Auto geschaffen. Alle drei Varianten gibt es sowohl als Q4 e-tron als auch als Q4 etron Sportback.

Eine weitere Premiere feierte in dieser Woche der KIA EV6, den wir hier auf unserer Webseite und im Video vorgestellt haben:

https://youtu.be/Lk4jjzzPCCQ

Diese Woche gab es außerdem Umstellungen im Polestar-Konfigurator. Der Polestar 2 ist ab sofort in weiteren Varianten bestellbar. Bisher fehlt der Marke noch der große Durchbruch. Obwohl sich einige Auto-Abo-Anbieter mit dem Modell im Markt versuchen und sich auch Flottenanbieter mit Fahrzeugen eingedeckt haben, stagnieren die Zulassungen auf niedrigem Niveau.

Im ersten Quartal wurden in Deutschland 445 Polestar 2 zugelassen. Damit rangiert das Auto auf Platz 27 im laufenden Jahr. Vermutlich ist das auch der Grund, warum man jetzt die Preisliste nach unten öffnet und gleich 2 Varianten nachschiebt.
Der Preis startet bei 41.930 Euro inkl. Herstelleranteil zum Umweltbonus.

Nach Abzug der staatlichen Prämie und inkl. Überführungskosten landet der Kunde in der Basis unter 37.000 Euro und damit preislich auf dem Niveau eines ID.3 in gehobener Ausstattung. Um die günstigen Einstiegspreise zu ermöglichen wurden die Ausstattungspakete, die bisher Serie waren, jetzt zu Optionen. Das Plus Paket kostet 4.500 Euro und das Pilot-Paket 3.500 Euro.

Neu ist auch die optionale Wärmepumpe als Bestandteil des Plus-Pakets.
Beim Antrieb gibt es jetzt 3 Varianten: Die Basis “Standard Range Single Motor” mit ca. 64 Kilowattstunden brutto und ca. 430 Kilometer Reichweite.

Weiter die bekannt Allrad-Variante mit der großen Batterie. Und, für alle die mehr Reichweite wünschen, jetzt auch die Variante “Long Range Single Motor”, die mit dem gleichen Akku ca. 50km weiter fährt als der Allrad, d.h. dann bis zu 540km nach WLTP.

Preislich liegen zwischen den Varianten jeweils 3000€, das ist zufällig auch genau die gleiche Preisdifferenz, die wir beim IONIQ5 zwischen den Antriebs- und Batterievarianten erwarten - zumindest wird er in Österreich schon offiziell so bepreist.

Wo ist der Haken an der Sache? Aus unserer Sicht würden wir den Frontantrieb der Polestar 2 als Haken bezeichnen. Eine Elektro-Plattform in diesem Segment ist im Jahr 2021 aus unserer Sicht mit einem Heckantrieb besser aufgestellt.
Tesla, VW, Skoda, Audi, Hyundai und KIA setzen bei ihren neuen Modellen in der Basis auf die überlegene Fahrdynamik des Heckantriebs.

Wie sich der Polestar 2 mit Frontantrieb schlägt, könnt ihr ab September selbst herausfinden - ab dann sind die neuen Varianten in den Polestar Spaces für Probefahrten verfügbar.

Hier gibt es alle nextnews im Video:

https://youtu.be/4FyEQ1QwNFU

nextnews #149 Themenübersicht:

00:00 Intro 00:26 Zulassungszahlen Deutschland & Österreich 04:29 Audi Q4 etron 07:05 neue Polestar Varianten 10:29 Bafa & KFW: Wann sind die Töpfe leer? 13:40 Faktencheck 15:21 Erlkönigschau 17:00 neues von nextmove


Neue Tesla-Batterien, Mercedes EQC überrascht - nextnews #147

Neue Tesla-Batterien, Mercedes EQS überrascht - nextnews #148

Im März wurden 30.101 Elektro-Pkw neu zugelassen. Der Anteil am Gesamtmarkt lag damit bei 10,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das eine satte Steigerung von +191,4 Prozent. Die absolute Zahl liegt damit etwa auf Niveau des November 2020  und damit deutlich höher als in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres.

Die Verteilung auf die einzelnen Modelle liefern wir Euch nächste Woche: Bereits bekannt ist die Zahl von Tesla, nämlich 3703 Fahrzeuge - vermutlich fast komplett Model 3. Damit ist es für Tesla der stärkste Monat in Deutschland aller Zeiten. Vorausgegangen waren einige Preissenkungen um den Jahreswechsel, die offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt haben.

Tesla: Neue LFP-Akkus

Hinter dieser Nachricht der Woche verbirgt sich nicht etwa eine Ankündigung in Bezug auf Teslas neue Superzelle im Format 4680. Nein, es geht um die Lithium-Eisenphosphat-Akkus. Dieser Zelltyp steht bei vielen Herstellern im besonderen Fokus für den Einsatz in preisgünstigen E-Autos.

Im Dezember hatte Tesla erstmals Model 3 mit solchen Batterien in einigen Ländern Europas ausgeliefert, in Deutschland lag der Anteil damals sogar bei 40 Prozent an Fahrzeugen aus chinesischer Produktion mit diesen Akkus.

Wir hatten in einem eigenen Video zu diesem Thema nicht nur die massive Unzufriedenheit von Kunden über Teslas Beta-Test mit diesen Akkus berichtet, sondern auch über die Vor- und Nachteile dieser Zellchemie und über die besonderen Herausforderungen beim Einsatz in E-Autos. Stefan Moeller hatte ein Auto über 6 Wochen im Test, zeigte die besondere Kälteempfindlichkeit dieser Akkus und wie man das Auto auch im Winter zu voller Ladeleistung bekommt.

Es gab anschließend noch einen kleinen Nachtest, der bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Ich hatte das Model 3 nach einer frostigen Nacht an eine Ladestation angeschlossen, Der Akku war auf -11 Grad gut durchgefroren. Das Model 3 hat über 45 Minuten lang überhaupt nicht geladen, sondern in dieser Zeit lediglich den Strom aus der Ladestation genutzt, um sich mit ca. 3 Kilowatt Leistung den Akku zu heizen. Erst danach begann das Auto langsam Strom in die Batterie zu laden. Andere Fahrzeuge hatten bei gleichen Bedingungen Ladeleistungen im Bereich 15-20 Kilowatt ab Start.

Um den Akku von -11 auf +22°C aufzuwärmen benötigt das Auto knapp 3 Stunden und entsprechend 3€ Stromkosten. Zum Schnellen laden sollte der Akku dann aber ca. 40°C Temperatur haben, d.h. man muss dann schnell fahren oder beim Fahren noch weiter den Akku heizen lassen.

Das LFP-Test-Video war eines der aufwändigsten auf unserem Kanals bislang, und hat viel Lob erhalten.  Wenn Ihr Euch für den Kauf eines Model 3 interessiert, dann sind unsere beiden Videos zum Thema LFP Pflichtprogramm für Euch.

Grund für den Umstieg ist laut Musk die begrenzte Verfügbarkeit von Nickel. Wie knapp es ist, wissen wir nicht, aber Eisen ist natürlich auch deutlich günstiger zu haben als Nickel. 

Unsere Einordnung damals in den next news: “Schon im Mai könnte es sein, dass auch Deutschland wieder Model 3 mit diesen Akkus bekommt.”

Und wir glauben - so wird es kommen. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit! 

In unserem Video hatten wir Tesla nicht etwa wegen der Akkus kritisiert - wenn man es weiß, dann ist alles fein. Der Akku bietet auch viele Vorteile und wir hatten Tesla sogar eine Vorreiterrolle bescheinigt.

Unsere Kritik bezog sich damals - neben der schlechten Kundenkommunikation zum Beta-Test - vor allem auf die nicht vorhandene Bereitstellung von technischen Daten zum Fahrzeug. Eine bestimmte Netto-Batteriekapazität oder eine bestimmte Ladezeit, wie man sie aus den Katalogen anderer Hersteller kennt, sind bei Tesla keine Eigenschaften des Produktes, sondern Funktionen, die sich am Softwarestand und der Gnade des Herstellers orientieren.

Im Konfigurator wurde unterhalb der Auswahlfelder für die Fahrzeugvariante ein neuer Button “Produktdetails” hinzugefügt. Wenn ich in diesem Fenster nach unten scrolle, finde ich den Hinweis:

“Betrieb bei sehr kaltem Wetter: Für optimale Langstreckenfähigkeit in sehr kalten Umgebungen empfehlen wir die Versionen Maximale Reichweite oder Performance des Model 3.”

Aus unserer Sicht ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass zukünftig in der Basisvariante die kälteempfindlichen LFP-Zellen ausgeliefert werden.

Nochmal zum Verständnis: Wer mit einem Tesla Model 3 im Winter Langstrecke fahren will, also schnelles Laden benötigt, dem wird von Tesla das Basis-Modell jetzt ausdrücklich nicht mehr empfohlen. Und das nicht nur in Europa! In den USA findet man an der gleichen Stelle den gleichen Hinweis.

Vor Weltpremiere: Mercedes EQS überrascht

Nächste Woche ist Weltpremiere für das Oberklasse Flaggschiff von Mercedes, aber die Stuttgarter nannten vorab bereits spannende Details. Zum einen die Top-Reichweite von 770 Kilometer nach WLTP - bisher war immer nur mehr als 700 die Rede.
Weiter geht´s mit einem minimalen CW-Wert von gerade mal 0,2 - Daimler spricht von einem Bestwert für Serienfahrzeuge. Vermutlich muss Tesla jetzt seine Werbung für das Model S Facelift nachbessern, denn Tesla hatte das Auto ebenfalls mit mit einer Bestmarke von 0,208 beworben.

Die Höchstgeschwindigkeit ist stets auf 210 km/h begrenzt, später soll es noch eine Performance-Variante geben. Die Batteriekapazität liegt bei 90 bzw. 107,8 kWh.
Mal sehen, ob es dann nächste Woche noch mehr Neues gibt.

Die Bilder gibt es hier im Video:

https://youtu.be/Z6UdVHhu5mk

nextnews #148 Themenübersicht:

00:00 Intro 00:44 Zulassungszahlen Deutschland 01:30 Neue Daten zum Hyundai IONIQ5 & KIA EV6 05:48 Mercedes EQS überrascht 06:40 Weltweite Einführung neuer Akkus bei Tesla 11:44 Neuregelung beim Umweltbonus 17:51 Besondere Ladeoption für Plugin-Hybride 20:52 Neues aus dem Tarifdschungel 23:15 Erlkönigschau 25:07 Neues von nextmove


VW ID.6, Mercedes EQS, Tesla akzeptiert Bitcoin - nextnews #147

VW ID.6, Mercedes EQS, Tesla akzeptiert Bitcoin - nextnews #147

In den neuesten nextnews auf Youtube zeigen wir exklusive Bilder vom neuen Mercedes EQS als Erlkönig. Derzeit sickern immer mehr Informationen zum Elektroauto durch: Das Fahrzeug nutzt die neue Modulare Elektro-Architektur (MEA). In der Topversion sorgt eine Batterie mit 108 Kilowattstunden für eine WLTP-Reichweite von ca. 700 Kilometern.

Produktionsstart für die Akkus war bereits diese Woche am Standort Untertürkheim im Werksteil Hedelfingen. Die Produktionslinie für die Akkus ist 300 Meter lang, und ist in 70 Produktionsschritte unterteilt. Der Zulieferer für die Zellen ist der chinesische Hersteller CATL. In der Basis soll die Batterie zirka 90 Kilowattstunden Kapazität bieten.

Der EQS bietet optional versenkbare Türgriffe, die Scheiben in den Türen sind rahmenlos. Was die Reichweite von 700 Kilometern angeht, setzt sich das Fahrzeug zumindest vorübergehend an die Spitze. Das neue Tesla Model S ist mit 663 Kilometern angekündigt. Aber mit dem neuen Topmodell Plaid+ wird Tesla mit dann ca. 837 Kilometer Reichweite wieder an Mercedes vorbeiziehen.

Nach unserer Wahrnehmung konkurrieren Model S und EQS nicht um die gleichen Käufer. Der EQS wird natürlich bei Materialauswahl, Verarbeitungsqualität und Fahrkomfort punkten. Gepaart mit dem Premium-Service-Versprechen wird er Käufer überzeugen, die sich von einem Tesla derzeit nicht angesprochen fühlen. Ob die Testwagen jetzt schon das zum Marktstart angekündigte Plug & Charge beherrschen wissen wir noch nicht, aber zumindest die Ladeleistung ist schon relativ klar. Wir haben eine Reihe von Einsendungen mit Ladeleistungen um die 200 Kilowatt Leistung.

Die Daten zeigen, dass der Mercedes EQS das 400-Volt-System beim Laden voll ausreizt, denn das Limit der Stecker und Ladesäulen liegt aktuell bei 500 Ampere und multipliziert mit den 400 Volt der Akkus ergibt dass eben jene 200 Kilowatt. 

Tesla akzeptiert Bitcoin - zumindest in den USA

Anfang Februar wurde bekannt, dass Tesla Bitcoins im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar erworben hat. Die Webseite Teslarati hat berechnet, dass Tesla mit dieser Investition zwischen 400 Millionen und 1,1 Milliarden Dollar Gewinn gemacht hat. Derzeit sind es nur Buchgewinne. Aber diese sind höher, als das Unternehmen 2020 mit dem Verkauf von Autos verdient hat. Insbesondere, wenn man die Einnahmen durch das CO2-Pooling berücksichtigt.

Seit dieser Woche akzeptiert Tesla nun in den USA Bitcoin beim Kauf von Tesla Fahrzeugen. Und der erste Kunde hat seine Anzahlung für ein Model Y bereits in Bitcoin getätigt. Allerdings erfolgt die Abrechnung in fester Relation zum Dollar. Wer Bitcoin auswählt, hat 30 Minuten Zeit die Transaktion zum festgelegten Kurs abzuschließen. In den AGBs steht zudem, dass im Falle einer Rückzahlung – zum Beispiel weil das Auto vom Kunden nicht abgenommen wird –Tesla das Recht hat, den Betrag nicht in Bitcoin sondern in Dollar zurückzuzahlen. Und nicht zum dann gültigen Wechselkurs, sondern nur zum USD-Wert, der in der Verkaufsrechnung aufgeführt ist.

Tesla wird zudem auch dafür kritisiert, dass der Energieverbrauch, der mit dem Mining der Kryptowährung, der Aufrechterhaltung der Blockchain und der Durchführung von Transaktionen verbunden ist, zu hoch ist. Die Diskussion um den Stromverbrauch beim Bitcoin wird dabei ähnlich emotional geführt wie bei Elektroautos. Derzeit verbrauchen nur 30 Länder weltweit mehr Strom als Bitcoin. Bitcoin zieht mehr Strom im Jahr, als die Niederlande, Österreich oder Argentinien. Tendenz weiter steil steigend.

Verteilt auf alle Bitcoin-Transaktion, ergeben sich für das Jahr 2020 rund 740 Kilowattstunden pro Transaktion. Das entspricht im Stromverbrauch ca. dem, was bei 500.000 Kreditkarten-Zahlungen anfällt. Bezahlt man also ein Model 3 in Bitcoin, so entspricht das dem Stromverbrauch für über 3.000 km.

VW ID.6 - erste Erlkönig-Fotos

Der ID.6 ist ein SUV-Van, nochmal deutlich größer als ID.4 bzw. ID.5. Das Fahrzeug war umfangreich foliert, als es uns vor die Linse kam, um die Marke zu verschleiern. Sogar die Fahrgestellnummer unter der Frontscheibe war abgeklebt und natürlich auch Teile der Außenhülle. Auffällig war das weiße Interieur mit rhomben-förmigen Strukturen der Sitze, vermutlich sogar mit Sitzbelüftung.

Im Dach integriert war ein zweiteiliges Panoramadach, der vordere Teil lässt sich vermutlich öffnen. Aufgezogen waren 19Zoll Winterreifen mit 255er Breite. Wir haben gehört, dass die ersten Autos in Deutschland noch vor Jahresende an Kunden ausgeliefert werden. Das Auto auf den Fotos war sehr wahrscheinlich ein Vorläufer für den chinesischen Markt, erkennbar an der zweigeteilten Ladedose, links für normales Laden und rechts schnelles Laden.

Die Bilder gibt es hier im Video:

https://youtu.be/YnT3mGhpuDw

nextnews #147 Themenübersicht:

00:00 Intro 00:43 Verbrenner-Aus 2030 02:50 Mercedes EQS 05:57 Superzelle von Varta 08:53 Tesla akzeptiert Bitcoin 11:31 Tesla schließt Europa-Montage 13:11 Neues aus Grünheide 14:53 Erlkönigschau 20:27 neues von nextmove


BMW baut Elektroauto-Strategie aus

BMW baut Elektroauto-Strategie aus / Volkswagen & die Zell-Offensive - nextnews #146

Noch im November hatte sich BMW mit der "Power of Choice"-Strategie alle Optionen in Sachen Auto offen gehalten. Jetzt justiert der Autobauer die Aktivitäten neu - eine flexible Plattform, auf der wahlweise Benziner, Diesel, Hybrid oder reines Elektroauto unter identischer Hülle geben kann, wird soft abgeändert.

BMW-CEO Oliver Zipse geht nun konsequenter und schneller in Richtung batterieelektrische Antriebe. Als nächste Modelle kommen der BMW iX und der BMW i4 - letzterer sogar drei Monate früher als ursprünglich vorgesehen. Bis 2023 will BMW ein Dutzend reine Elektroauto-Modelle anbieten, darunter BMW X1, 5er, 7er und weitere Minis.

Und ab 2025 will BMW dann mit einer „Neuen Klasse“ an Fahrzeugen durchstarten, mit neuer Software, neuem Antrieb und neuen Batterien. Außerdem hat sich BMW ein neues Nachhaltigkeits-Ziel über den gesamten Lebenszyklus gesetzt: „Wer die knappen Ressourcen unserer Erde für sein Geschäftsmodell nutzen will, braucht dafür in Zukunft gute Gründe. …Das grünste Elektroauto der Welt wird ein BMW sein".

Auch die Verkaufsziele wurden nach oben gesetzt. Bislang ging BMW von 30 Prozent reinem E-Auto-Anteil in 2030 aus – nun sollen es 50 Prozent werden. Die Marke Mini soll 2025 den letzten Verbrenner auf den Markt bringen. Anfang der 2030er Jahre soll Mini ausschließlich vollelektrische Autos verkaufen.

Wir glauben, dass die neue Strategie ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist. Aber dass es erst 2025 so richtig mit reinen Elektro-Plattformen losgehen soll, erscheint im Vergleich zu anderen Premium-Wettbewerbern noch immer gefährlich spät. Das Ziel von 50 Prozent Verbrenner-Anteil in 2030 wird sicher in regelmäßigen Abständen nachjustiert werden mit entsprechenden Konsequenzen für die Produktions-Kapazitäten.

Und trotz des Fokusses auf Elektroautos halten die Münchener weiterhin am Mantra der “Technologieoffenheit” fest, obwohl der Branchentrend klar gedreht hat. Chef Zipse will „im nächsten Jahr eine Kleinserie des BMW i Hydrogen NEXT auf den Markt bringen. Wir könnten ihn uns auch als Serienfahrzeug vorstellen.“ Sich etwas vorstellen können, klingt nicht mehr so überzeugt, wie noch vor wenigen Monaten. Aber BMW wird weiterhin die begrenzten Entwicklungs-Ressourcen auch in Wasserstoff investieren. Und das ohne eigene LKW-Sparte, mit der man vielleicht noch Synergien realisieren könnte.

Volkswagen baut sechs Gigafactories für Batteriezellen - alleine in Europa

Volkswagen hat am VW Power Day in einer 2 stündigen Präsentation sehr konkrete Einblicke in die Elektro-Strategie für die nächsten zehn Jahre geboten. Insgesamt war es aber sehr beeindruckend, wie offen und konkret VW die Pläne bis hin zu technischen Details gezeigt hat. VW hat erkannt, dass man sich beim Thema Zellfertigung nicht von Zulieferern abhängig machen kann und will in Europa 6 Gigafactories bauen, teilweise mit Partnern, wie z.B. Northvolt in Schweden.

Der Standort Salzgitter soll in Eigenregie von VW übergehen. Die Jahreskapazität pro Werk soll bei 40 Gigawattstunden liegen. VW will die sauberste Batterie der Welt bauen und setzt auf Erneuerbare Energien und transparente nachhaltige Lieferketten. Nach dem zweiten Leben als stationäre Speicher sollen die Akkus fast komplett recycelt werden, um die Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Die Pilotanlage läuft schon.

VW setzt ab 2023 in 80 Prozent des Volumens auf eine prismatische (also kastenförmige) Einheitszelle. Einheitszelle heißt: außen die gleiche Hülle und innen, je nach Anwendung und Entwicklungsstand die zum Auto passende Zellchemie. Die Zellen sollen dann nicht mehr wie bisher in Modulbauweise paketweise ins Fahrzeug integriert werden, sondern “cell to Car” oder “cell to Pack”. Beide Begriffe beschreiben das gleiche: Die Einheitszellen landen also ohne weitere bauliche Zusammenfassung in Modulen direkt im Auto. Das ist weniger komplex und spart weitere Kosten.

Im Bereich Kleinwagen sollen die Kosten schon bis 2023 im Vergleich zu heute auf die Hälfte sinken und es sollen Lithium-Eisenphosphat-Zellen zum Einsatz kommen. Die besonderen Herausforderungen von LFP-Zellen, zum Beispiel bei Kälte, haben wir jüngst in einem Video im Detail besprochen. In anderen Segmenten sollen die Kosten zunächst um 30% sinken. Hier setzt VW auf verschiedene Zellchemien:

Zum einen Nickel-Manganzellen, also ohne Kobalt. Und natürlich die aktuell verwendeten Nickel Mangan Kobalt Zellen. Nach 2025 will man mit Feststoffbatterien die Ladezeiten halbieren und durch ein geringeres Gewicht die Reichweite um 30% erhöhen. In Nordamerika, China und Europa will man mit Partnern die Schnellladenetze weiter ausbauen. In Europa soll der aktuelle Stand in den kommenden 4 Jahren verfünffacht werden - auf dann 18.000 Schnellladepunkte.

Elektroautos sollen als mobile Stromspeicher dienen und im Zuge der Energiewende die Stromnetze stabilisieren - und das nicht erst irgendwann...  Was heute in Deutschland noch regulatorisch verboten ist, soll schon nächstes Jahr über VWs bidirektionale CCS-Wallbox Wirklichkeit werden. Die Volkswagen Aktie quittierte die Ankündigungen mit dem größten Kurssprung der letzten 12 Jahre. Im Dax überholte VW sogar SAP als wertvollstes Unternehmen in Deutschland.

Im Grunde war VWs Power Day eine Kopie von Teslas Battery Day, aber ganz sicher keine schlechte. Herbert Diess, weiß wo er hinschauen muss und er tut es auch. 

Im Tagesgeschäft kämpft VW weiter mit Problemen bei den Fahrzeugen der neuen ID-Baureihen - mehr dazu im Video der nextnews:

https://youtu.be/ECdWVLNzDig

nextnews #146 Themenübersicht:

00:00 Intro 00:36 Endlich Elektro Kombi 03:21 KIA EV6 gezeigt 04:18 VW Offensive 09:53 Glücksrad für Tesla-Käufer 17:21 Autopilot Glücksrad 20:09 BMW justiert Strategie nach 22:42 BMW i4 und iX 25:15 Erlkönigschau 26:14 Dacia Spring Preisschock 27:45 Faktencheck und Umfrage 29:04 Neues von nextmove


Geheimer Tesla-Fighter von Genesis

Wer ist der geheime Tesla-Fighter? - nextnews #145

In dieser Woche stellen wir Euch einen geheimen Tesla-Fighter vor. Es handelt sich um ein Fahrzeug aus der Hyundai Motor Group, das diese Woche erstmalig an deutschen Ladestationen gesichtet wurde. Das Bild eines Zuschauers zeigt eine stark verhüllte Limousine mit Interieur im Oberklasse-Stil. Aber welches Modell verbirgt sich dahinter?

Genesis G80 als Tesla-Fighter?

Die Indizien sind klar: Auffällige Schlitze bei Scheinwerfer und Kotflügel. Dazu: Kennzeichen Offenbach. Ladeverhalten ähnlich wie bei aktuellen KIA-Modellen. Ist es ein Fahrzeug, das auf der neuen Plattform e-GMP basiert? Das wissen wir nicht. Aber: Wir vermuten eine Antriebsbatterie mit 58 Kilowattstunden.

Und damit kommt ein Auto in Frage, das Genesis G80 heißt - Genesis ist die Luxusmarke des Konzerns. Offenbar kommt jetzt auch ein vollelektrische Variante nach Europa. Wir dürfen gespannt sein auf den Tesla-Fighter aus Südkorea!

Dacia Spring: Neuer Preisknaller im Anflug

Dacia hat jetzt Preise zum Dacia Spring genannt: Das Auto startet in Frankreich in den Markt. Das kompakte CITY-SUV kommt als 4-Sitzer mit 230 Kilometer Reichweite (WLTP).  Das Auto kommt in drei Varianten: für normale Kunden in zwei Ausstattungslinien, eine Business-Edition fürs Carsharing und kommendes Jahr noch eine Cargo-Version, vermutlich dann als 1- oder 2- Sitzer.

Die Preise beginnen in Frankreich bei ca. 17.000 Euro inkl. MwSt. Die Ausstattung ist natürlich sehr spartanisch, aber eine manuelle Klimaanlage ist immerhin schon dabei.  CCS mit 30kW Ladeleistung ist optional gegen 600 Euro Aufpreis verfügbar, jedoch nicht für die Basis-Variante. Die Aufpreisliste ist aber absolut überschaubar und das obere Ende der Preisliste liegt tatsächlich unter 20.000 Euro.#

Wenn das Auto so nach Deutschland käme, dann würden die Preise nach Abzug der Förderung unter 8.000 Euro beginnen. In Frankreich sind ab dem 20. März Vorbestellungen möglich. Die ersten Kunden sollen dann im Herbst ihre Autos bekommen.

Das Design erinnert schon ein wenig an die Billigkonkurrenz aus China: Kompaktes SUV, etwas hochbeinig, kleine Räder… und der Spring wird ja auch tatsächlich in China gebaut, um diese Preise zu ermöglichen.

Elektroauto-Zulassungszahlen im Februar 2021

124 Prozent Marktwachstum im Vergleich zum Vorjahr sind ein deutliches Ausrufezeichen für die Elektromobilität in Deutschland, Im Februar machten Elektroautos rund 9 Prozent der Neuzulassungen aus. Heute schauen wir uns die Modelle an, die für das Wachstum verantwortlich sind.

Den Platz 1 der Neuzulassungen haben in den vergangenen Monaten immer genau drei Modelle unter sich ausgemacht: Renault Zoe, VW ID.3 und Tesla Model 3. Doch im Februar hat ihnen ein Kleinwagen die Show gestohlen, noch dazu einer, der aktuell gar nicht bestellbar ist. Der VW e-up landete auf Platz 1 im Februar und holte zugleich 12% Marktanteil unter den E-Autos in Deutschland.

E-Auto Neuzulassungen 2021 Grafik nextmove

Zählt man die weitestgehend baugleichen Konzernbrüder Skoda Citigo und Seat Mii dazu wären es sogar 15 Prozent. Nur 18 Autos hinter dem Model 3 landet der VW ID.3 auf Platz 3: 1892 Zulassungen. Renault Zoe schwächelt weiter und hat es wie im Januar nicht in die Top 3 geschafft, nachdem das Auto 2020 in allen Monaten einen Podestplatz inne hatte.

Peugeot e-208 zum ersten Mal knapp vor dem Konzernbruder Opel Corsa-e. Mini in etwa in der gleichen Größenordnung. Auf den hinteren Plätzen - nämlich 30 und 31 - rangieren mit dem BMW iX3 und dem Volvo XC40 zwei Premium SUVs.

Wie sehen die Zulassungszahlen im Gesamtjahr 2021 aus? 

VW ID.3 an der Spitze mit 3691 Autos. 30 Wagenlängen dahinter der VW e-up! Platz 3: Renault Zoe mit 2.590 – die Dominanz des Jahres 2020 scheint gebrochen. Smart for2, Hyundai Kona und Model 3 sind alle recht nah beieinander. Zum Quartalsende wird Tesla sicher wieder Vollstrom geben. Mal sehen wer im März das Rennen macht.

Eine interessante Statistik lieferte diese Woche noch das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW). Weltweit stieg der Bestand an Elektroautos auf 10,9 Millionen Fahrzeuge - wohlgemerkt reine Elektroautos und Plugin-Hybride. Die eigentliche Schlagzeile ist aber, dass Deutschland die USA von Platz 2 bei den Neuzulassungen in 2020 verdrängt hat.

https://youtu.be/emvpolZ0nJg

nextnews #145 Themenübersicht:

00:00 Intro 00:33 Modell-Zulassungen im Februar 03:23 Bafa-Betrug: weitere Infos für Euch 05:23 Preisknaller Dacia Spring 07:07 Datenschutz & Tesla: Umfrage und neue Fakten 10:24 Toyota X Prologue 11:52 KIA zeigt neues Modell 14:51 geheimer Tesla-Fighter 17:09 Erlkönig-Schau 18:45 Tarifdschungel