nextnews 168: Zulassungszahlen August, IAA Highlights und neue Ladeflatrates

Willkommen zur Zusammenfassung der newsnext 168. Die neuesten Zulassungszahlen für August bescheinigen der Elektromobilität erneut ein großes Wachstum. Außerdem gibt es mehrere Highlights auf der IAA in München und neue Ladeflatrates.
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Elektro Rekord im August

Die Zulassungszahlen für August sind da und es gibt einen neuen Rekord zu feiern. Jeder siebte Neuwagen war rein elektrisch. Mit 15% Marktanteil wurde der bisherige Rekord vom Dezember 2020 eingestellt. Dies liegt auch am weltweiten Chipmangel, der Verbrenner besonders stark trifft. Das bedeutet: Der Diesel mit 50% weniger Ansatz im Vergleich zu 2020, der Benziner mit 40% weniger. Mit 18% Marktanteil liegt der Diesel also nur noch 3% vor Elektro. Elektroautos wachsen aktuell hingegen mit 80%. Hier erwarten wir im November und Dezember neue Höchstwerte und Elektro könnte auch erstmals den Diesel überholen.

Zulassungszahlen August 2021
In den Top 3 der Zulassungen findet sich das gewohnte Trio aus VW ID.3, Tesla Model 3 und VW e-UP wieder.

Auf Platz 1 der Zulassungen kommt der VW ID.3 mit 3750 Fahrzeugen und 13% Marktanteil. Dahinter landet das Tesla Model 3 mit 2946 auf Platz 2 mit 10% Marktanteil. Der e-up liegt nur noch auf Platz 3 mit 2411 – der niedrigste Wert der letzten 6 Monate. Wir sind gespannt, wie lange VW das Bestellbuch noch abarbeitet und wann der Einbruch und damit das Ende dieses Modells kommt. So langsam wird aber auch das Model Y präsent, welches seit Ende August auch in Deutschland ausgeliefert wird. Bei nextmove könnt ihr das Model Y jetzt mieten.

Mercedes EQE vorgestellt

Nach dem EQS als elektrisierte S-Klasse in neuem Gewand, hat Mercedes auf der IAA nun auch den ähnlich konzipierten EQE vorgestellt. Zum Start wird es das Modell EQE 350 mit 215 kW Motorleistung auf der Hinterachse geben Die Reichweite soll zwischen 545 und 660 km liegen und damit deutlich unter den 770 km des EQS. Als Akku kommt nämlich „nur“ ein 90-kWh-Speicher zum Einsatz, der EQS hat 107.

Mercedes EQE Heckansicht
Das markante Heck ist eines der Merkmale, welches der EQE vom größeren Bruder übernommen hat.

Für den Innenraum verspricht Mercedes ein Platzangebot, welches mit der langen Version der E-Klasse vergleichbar ist. Entsprechend liegt der Fokus auf einem hochwertigen, jedoch auch entsprechend kostspieligen Interieur. Der Marktstart des EQE ist für Mitte nächsten Jahres angekündigt. Zum Preis schweigt Mercedes noch, spekuliert wird aber über einen Basispreis von mindestens 70.000 Euro.

Smart Concept Car gezeigt

Smart zeigt auf der IAA ein kompaktes Elektro-SUV als Konzeptfahrzeug mit den Namen Concept #1. Entworfen wurde es vom Mercedes-Designchef Gorden Wagener höchstpersönlich, der ein futuristisches Auto mit einem modernen und offenen Innenraum konzipiert hat, welcher überdies ähnlich wie das Tesla Model 3 über einen zentralen Mittelbildschirm verfügt. Auch eine OTA-Update-Fähigkeit wurde in Aussicht gestellt. Keine Angaben zu Antrieb, Reichweite und Preis.

Smart Concept #1
Mit diesem futuristischen E-SUV will smart einen Vorgeschmack auf künftige Modelle geben.

Renault Megane E-Tech Electric

Nachdem Renault seinen neuen Elektro Megane seit Monaten auf europäischen Straßen testet, folgt nun die Enthüllung auf der IAA. Als Antrieb kommt im neuen Megane ein E-Motor auf der Vorerachse mit wahlweise 96 oder 160 kW zum Einsatz.  Die Topversion beschleunigt in 7,4s von 0-100km/h, Schluss ist bei 180km/h. Die Akkugröße beträgt je nach Version 40 oder 60 kWh, was im Vergleich zur Konkurrenz vergleichsweise wenig ist. Immerhin sollen damit Normreichweiten von 300 bzw. 470km möglich sein.

Renault Megane E-Tech Electric
Mit dem neuen Elektro-Megane könnte es Renault gelingen, dem ID.3 einen größeren Marktanteil zu entreißen.

Hinsichtlich der Akkus ließ Renault verlauten, dass man keine LFP-Zellen, sondern klassisch NMC-Zellen verbauen will, welche zudem über eine bidirektionale Lademöglichkeit verfügen.  Schnelles Laden läuft indes mit bis zu 130kW Leistung. Der Marktstart ist für Frühjahr 2022 geplant, zum Preis gibt es noch keine Angabe. Was aber vorab klar ist: Der Megane E-Tech Eletric ist ein Angriff auf den VW ID.3. Entsprechend will Renault bei der Software (Android Automotive) und im Innenraum (Verarbeitungsqualität) punkten, wo der ID.3 seine Schwächen hat. Und auch der inzwischen nicht mehr ganz so frische Zoe (Renault Zoe mieten) dürfte mit der Zeit so einige Käufer an den Megane verlieren.

Neuer VW Kleinwagen ID.Life

Nach dem Start des ID.3 und dem Auslaufen des e-Up warten viele Interessenten gespannt auf ein kleineres und vor allem günstigeres Elektroauto von VW. Doch die Warterei könnte noch bis 2025 dauern. Denn erst dann will VW seinen ersten elektrischen Kleinwagen auf MEB-Basis auf den Markt bringen. Das entsprechende Konzeptfahrzeug mit dem Namen ID.Life wurde nun immerhin auf der IAA enthüllt.

VW ID.Life
Schick und modern ist der ID.Life zumindest, jetzt muss VW das Modell nur noch rechtzeitig in den Verkauf schicken.

Wie bei Konzepten typisch zeigt VW einen modernen und minimalistischen Innenraum und äußerlich eine Mischung aus Zukunft und Retro-Design. In der Serie könnte das Auto dann ID.1 heißen und einige Eckdaten zum dann kleinsten Fahrzeug auf MEB-Plattform lieferte VW bereits.
2,65m Radstand, 57 kWh Akku für ca. 400 km Reichweite und stolze 172 kw Leistung auf der Vorderachse für den Sprint auf 100 unter 7s soll das Gefährt bieten. In der Basis soll das Auto ab 20.000€ kosten.

Toyota bleibt fossil

Gegen den Trend der vollständigen Elektrifizierung will Toyota in Zukunft auf verschiedene Antriebsarten setzen. Während viele Automobilhersteller in den letzten Monaten bekanntgaben, in Europa zukünftig nur noch Elektroautos anzubieten, geht Toyota einen ganz anderen Weg. Für die kommenden 30 Jahre plant der Hersteller mit einer vielfältigen Produktpalette an Antrieben, aus denen der Kunde ganz nach seinen Bedürfnissen wählen kann. Laut Toyota sei es „noch zu früh, um sich nur auf eine Option zu konzentrieren“. Es werde auch in Zukunft weiterhin Fahrzeuge mit Hybrid-Antrieb oder mit Brennstoffzelle zu kaufen geben.

Hyundai beispielsweise verkündete auf der IAA ab 2035 in Europa keine Verbrenner mehr zu verkaufen. Die europäische Automobilindustrie verfolgt ähnliche Ziele: VW will in Europa zwischen 2033 und 2035aus dem Verbrenner aussteigen. Volvo möchte noch ein ganzes Stück schneller sein und ab 2030 nur noch rein elektrisch betriebene Fahrzeuge verkaufen, auch Hybride sollen dann aus dem Programm fliegen.

Neue Lade-Flatrate gestartet

Nach den letzten Preisrunden ist es in unserem Tarifdschungelbuch aktuell etwas ruhiger geworden und für die kommende Zeit erwarten wir keine großartigen Änderungen beim Strompreis für’s Schnellladen.

JUCR Angebot
Mit einem einfachen und übersichtlichen Flatrate-Angebot will JUCR E-Fahrer als Kunden gewinnen.

Aber natürlich wird es ein Kommen und Gehen von neuen Dienstleistern und Angeboten geben. In letzter Zeit erobern zwei Flatrate-Anbieter die Herzen der Vielfahrer. Zum einen Elvah, bereits vor einigen Monaten gestartet. Dort kostet die Flat für einen Opel Corsa-e oder Renault ZOE 129€ monatlich, für einen VW ID.3 oder Tesla Model 3 monatlich 159€, Ford Mustang Mach-e und Tesla Model Y kosten 199€ monatlich, um mal einige Beispiele zu nennen.

Seit dieser Woche Montag gibt es einen weiteren Flatrate-Anbieter namens JUCR. Die Tarife dort sind für Privatkunden deutlich günstiger als bei Elvah und der Dienst ist bereits europaweit an 250.000 Stationen nutzbar. Was kostet JUCR? Es gibt für Privatkunden 3 Pakete:

– CITY für langsameres Laden mit monatlich 49€.
– TRAVEL für schnelles Laden monatlich 69€.
– Oder das Gesamtpaket Freedom für 99€.

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